Auge um Auge- ein Wahnsinn

Da werden drei jugendliche Israelis entführt und umgebracht. Es ist Mord, schlichter Mord. Begangen in jenem mörderischen Teil der Welt, wo offensichlich andere Regeln gelten. Der Fanatismus hat den Verstand vieler Menschen im Nahen Osten derart vernebelt, um es höflich auszudrücken, dass sie den klaren Blick auf die Ereignisse verloren haben. Anstatt Mord Mord zu nennen und die Täter zu verfolgen, damit sie vor einem ordentlichen Gericht verurteilt werden, wird zum Gegenangriff geblasen. Auge um Auge. So geht das seit Jahrzehnten. Niemand hat einen Vorteil davon, beide Seiten haben Opfer zu beklagen, Leid und Trauer.

Und es gibt nirgendwo auf der Welt einen Menschen, der eine Lösung anzubieten hätte. Israel und Palästina, das Urproblem im Nahen Osten, bei dem auch ander Mächte wie der Iran mitmischen, schlagen sich seit vielen Jahren immer wieder gegenseitig die Köpfe ein und bringen sich um. Niemandem ist damit geholfen. Es wird jemand getötet, aus welchen Gründen auch immer, und dann schlägt die Gegenseite zurück. Welch ein Wahnsinn! So kommt die Region nie zur Ruhe, so wird Israel nie in Ruhe und Frieden leben können, so wird Palästina nie wachsen und gedeihen. Und die Palästinenser und die Israelis werden nie in sicheren Grenzen leben können, wenn sie so weitermachen, wie bisher. Auge um Auge, das ist eine Gewalt-Spirale, die nicht enden will. Niemand hat einen Vorteil davon, nur Tote und unendlich viel Trauer und Leid. Wann endlich begreift das die Welt?!

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Alfons Pieper

arbeitete als stellvertretender Chefredakteur und Berliner Chefkorrespondent für die WAZ. 2009 gründete Pieper den Blog "Wir in NRW". Heute ist er Chefredakteur des Blogs der Republik.


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