Artikel von Gerd Morgenschweis

Gerd Morgenschweis

Der Klima- und Wasserexperte steuerte über zwei Jahrzehnte das Talsperrensystem des Ruhrverbands. Heute lehrt Morgenschweis als Professor Wasserwirtschaft an der Universität Wuppertal.


Weltkarte Wasserverbrauch
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Anmerkungen aus Sicht eines Wasserwirtschaftlers: Nicht versiegende Flüchtlingsströme

In der aktuellen Berichterstattung sowie in den gesellschaftlichen und politischen Debatten über die große Anzahl von Flüchtlingen, die tagtäglich nach Europa oder Deutschland kommen, werden meines Erachtens die Fluchtursachen, d.h. die Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen und sich auf den weiten, oft gefährlichen Weg machen, kaum angesprochen. Stellt man sich jedoch dieser Frage, dann…

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Wassermangel in Deutschland: Wie die Dürreperiode im Frühjahr 2015 einzuordnen ist

Ein stabiles Hoch, das sich im April 2015 nahe der Britischen Inseln aufbaute, sorgte nahezu deutschlandweit für trockenes und warmes Wetter. Diese Schönwetterzone konzentrierte sich im Mai auf Zentraldeutschland und weitete sich im Juni auf Norddeutschland aus. Da es gleichzeitig nur mäßig warm war, wurden die aus dieser Witterungssituation resultierenden Niederschlagsdefizite kaum wahrgenommen. In Wirklichkeit…

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Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung oder Wassersparen durch Lebensmittelrettung. Teil 6

Die mit der Lebensmittelverschwendung einhergehende immense Vergeudung von Wasser wird thematisiert. Durch die Kombination von Wasserfußabdrücken für die Erzeugung von Lebensmitteln und Abfallbilanzen werden die Wasserverluste (weltweit und am Beispiel Deutschlands) quantifiziert und die Wassersparpotentiale durch Lebensmittelrettung aufgezeigt.

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Wasser im Einkaufswagen – Zum Wasserfußabdruck der Hauptimportgüter Deutschlands. Teil 5

Die Auswirkungen des überproportional hohen deutschen Imports von Gütern aus Regionen mit Wassermangel werden aufgezeigt. Um dem mündigen Käufer (Verbraucher), der aus persönlicher Verantwortung seinen Wasserfußabdruck senken will, Entscheidungshilfen beim Einkaufen anzubieten, werden die wasserintensivsten Importgüter der deutschen Verbraucher identifiziert und konkrete Empfehlungen für den täglichen Einkauf gegeben.

Deutschland – weltweit drittgrößter Importeur von virtuellem Wasser. Teil 4

Deutschland ist drittgrößter Importeur von virtuellem Wasser in der Welt. Dies resultiert zum erheblichen Teil aus dem Import von landwirtschaftlichen Produkten; jedes Zweite in Deutschland konsumierte Lebensmittel wird heute importiert. Dieser hohe externe Wasserfußabdruck stellt eine Externalisierung des Wasserverbrauchs dar und hat massiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Wasserbewirtschaftung in den Erzeugerländern; andererseits ergibt sich daraus eine große Abhängigkeit Deutschlands von den Importländern verbunden mit einem zunehmenden Risiko bei der Versorgung mit agrarischen und industriellen Gütern.

Nationale Wasserfußabdrücke. Teil 3

Die nationalen Wasserfußabdrücke belegen zum einen, wieviel virtuelles Wasser ein Land bzw. der einzelne Einwohner eines Landes tagtäglich durch Konsum verbraucht und wie diese Zahlen im internationalen Vergleich einzuordnen sind. Zum anderen offenbart er, in welchem Maße ein Land vom Import virtuellen Wassers abhängig ist und in welchen Regionen durch den Export wasserintensiver Produkte der Wasserstress erhöht wird.

Wasserplanet Erde
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Wasser – der Stoff aus dem das Leben kommt. Zur Zukunft unseres Planeten: Einführung

Wasser ist für Menschen, Tiere und Pflanzen die Quelle allen Lebens. Es ist für Natur und Mensch eine unentbehrliche Ressource und war über Millionen von Jahren die Grundlage für die Entstehung von Leben auf unserem Planeten. Wasser hat die Evolution der Pflanzen und Organismen ebenso wie das Relief der Erdoberfläche  geformt. Ein besonderes Freistellungskriterium von Wasser liegt  darin, dass  es sowohl Eigentum aller (Gemeingebrauchsrecht) als auch einer einzelnen Person und dabei gleichzeitig Grundlage allen Lebens ist. Diese Ambivalenz macht es schwierig Wasser im Sinne des Zitats von Goethe in allen Facetten so zu behandeln, dass es für uns Menschen ein „freundliches Element“ ist. Dies setzt ein umfassendes Wissen von den Besonderheiten des Elements Wasser sowie seine nachhaltige Bewirtschaftung  voraus. Zur Erweiterung dieses Wissens möchte die folgende Artikelserie beitragen.