Artikel von Petra Kappe

Petra Kappe

Die promovierte Medienwissenschaftlerin arbeitete mehr als 20 Jahre in der Politikredaktion der Westfälischen Rundschau. Recherchereisen führten sie u. a. nach Ghana, Benin, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, China, Ukraine, Belarus, Israel und in das Westjordanland. Sie berichtete über Gipfeltreffen des Europäischen Rates, Parteitage, EKD-Synoden, Kirchentage und Kongresse. Parallel nahm sie Lehraufträge am Institut für Journalistik der TU Dortmund sowie am Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus in Dortmund wahr. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin.


Richtungspfeil
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Mehr Haltung, mehr Profil, mehr sozialdemokratische Seele

Die SPD macht es spannend. Vor ihrem Sonderparteitag in Bonn wird kräftig spekuliert, ob die 600 Delegierten eine Mehrheit für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union zustande bringen werden. Stimmungen, so gilt stets, sind keine Abstimmungen. Alles ist möglich, ergebnisoffen, um ein strapaziertes Wort aus dem bisherigen Sondierungsgeschehen zu bemühen. Nordrhein-Westfalen rückt ins Zentrum…

Altpapier
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Ein dürftiges Papier – damit hat die SPD ihrer Basis nicht viel zu bieten

Mit den Ergebnissen der Sondierungsgespräche von Union und SPD geht es gerade so, wie direkt nach der Schließung der Wahllokale: Die jeweilige Seite stellt sich als Gewinner dar, und Meinungsmacher kämpfen mit schnellen Statements um die Deutungshoheit. Noch sind die Würfel für eine Neuauflage der Großen Koalition nicht gefallen. Insbesondere die SPD-Spitze muss sich mit…

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Störfeuer und Querschläge durch Dobrindt und Laschet: Das Projekt des Landes ist nicht erkennbar in einer GroKo, weder bei Steuern, Sozialem, noch bei Europa

Das schäbige Schauspiel um die Regierungsbildung im Bund setzt sich allen Schwüren zum Trotz fort. Es sind halt doch zu viele eitle Selbstdarsteller und Wichtigtuer am Werk, als dass sich noch ein gutes Ende erwarten ließe. Wenn nicht einmal die vereinbarten Modalitäten in den Sondierungen eingehalten werden, wie soll dann Vertrauen für eine solide Zusammenarbeit…

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Feuer und Zorn: Bannon bringt Trump in Bedrängnis

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, sagt der Volksmund. Doch der Bruch zwischen Donald Trump und Stephen Bannon lässt sich wohl endgültig nicht mehr kitten. Der US-Präsident hat seinen ehemaligen Chefstrategen aufs Schärfste kritisiert. Bannon habe, als er gefeuert wurde, „nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand“, sagte Trump. Die Angelegenheit war dem…

Ayatollah Khomeini
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Zeichen von Zerfall im Iran – aber der Unterdrückungsapparat funktioniert

Nach offizieller Lesart des Regimes sind die Unruhen im Iran beendet. Nicht überprüfbaren Darstellungen aus – von Staats wegen gesperrten – internetbasierten Kommunikationsdiensten zufolge, dauern sie an vielen Orten im Land an. Untrüglichstes Zeichen für die Brisanz der Proteste sind ironischerweise die verordneten regierungsfreundlichen Demonstrationen, über die das Staatsfernsehen ausführlich berichtet. Die vorangegangenen Unruhen, die…

Kehr-Woche
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Ein Woche des harmonischen Scheins

Manchmal geht es in der Politik ruckzuck. Polen hat einen neuen Regierungschef. Mateusz Morawiecki rückt aus dem Finanzministerium zum neuen Ministerpräsidenten auf. Parteifreundin Beata Szydlo ist ihm zuliebe zurückgetreten, nachdem sie ein Misstrauensvotum im Parlament überstanden hatte. Gesichtswahrung nennt man so etwas. Der Sinn des Wechsels erschließt sich nicht so recht, zumal beide der nationalkonservativen…

Alabama
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Ausgerechnet Alabama!

In einem der konservativsten Bundesstaaten der USA, wo die Republikaner das Siegen gewohnt sind, haben die Wähler ein deutliches Zeichen gesetzt. Äußerst knapp, aber sensationell, hat der Demokrat Doug Jones die Nachwahl zum Senat gewonnen. Das ist ein herber Schlag für den Präsidenten und damit ein Hoffnungswert für das Land. Die Botschaft von Alabama heißt:…

Versöhnung
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Versöhnung ein langer Weg

Vor einem Jahr hat der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos in Oslo den Friedensnobelpreis erhalten. Die Auszeichnung würdigte seinen Einsatz für ein Ende des blutigen Bürgerkriegs nach mehr als fünf Jahrzehnten. Doch der Prozess zur Befriedung des Landes stockt. Um ein Scheitern abzuwenden, unterstützen vielfältige internationale Bemühungen das historische Abkommen mit den Farc-Rebellen. Auch aus…