LKW-Unfall

Kein Spiel mit dem Tod!

Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt wieder an. Im letzten Jahr waren es nicht weniger als 2,5 Millionen, fast 5 % mehr als 2014. Was besonders bedrückend ist, das ist der Wiederanstieg der Menschen, die auf Deutschlands Straßen zu Tode kamen. Mit 3.459 Verkehrstoten wurde quasi eine Kleinstadt ausgelöscht.

Die positive Tendenz, die in den letzten Jahrzehnten erreicht wurde, als die Zahl der Verkehrstoten von über 21.000 um mehr als 80 % gesunken ist, droht sich nun wieder umzukehren. Das muss alle Verantwortlichen aufschrecken. Denn jeder Tote im Straßenverkehr ist wirklich einer zu viel!

Unfälle durch Raserei

Rund ein Drittel der tödlichen Unfälle geht auf die nicht angepasste Geschwindigkeit im Straßenverkehr zurück. Die Innen- und Verkehrsminister in den Bundesländern, die Straßenverkehrsämter in den Kreisen und Städten sind hier gefordert. Raser haben auf unseren Straßen nichts zu suchen. Nur müssen ganz harte Sanktionen auch abschreckend wirken. Um die Autofahrer, die innerorts auf den Bundes- wie Landstraßen mit ihrem Fahrzeug das Tempo nicht angemessen und vorschriftsmäßig einhalten, zu fassen, sollte die moderne Messtechnik viel stärker als bisher zum Einsatz kommen. Stationäre und mobile Geräte mit bester digitaler Technologie stehen dafür zur Verfügung. Da, wo es Kommunen für deren Anschaffung an Geld fehlt, können diese Blitzer auch gemietet werden. Gemeinsam mit den Behörden kann sogar die Auswertungsdienstleistung in Anspruch genommen werden.

Mit dem Handy am Ohr

Vor allem muss es auch um die deutliche Bekämpfung von Verkehrssündern gehen, die mit dem Handy am Ohr durch die Gegend fahren, vom Kopf her abgelenkt Unfälle mit bösen Folgen verursachen. Ein weiterer Schwerpunkt der Unfallvermeidung muss die Tempo-Kontrolle in geschlossenen Ortschaften sein, wo vor Kindergärten, Altersheimen usw. eine Geschwindigkeit von maximal 30km/ h geboten ist.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat eine gute Kampagne zur Aufklärung mit dem Slogan „Runter vom Gas“ gestartet. Sie sollte intensiviert werden. Mehr finanzielle Mittel dafür aus dem Haushalt des Bundesverkehrsministers wären sinnvoll. Milliarden-Summen stehen für neue Investitionen im Verkehr zur Verfügung, die Mittel für die Verbesserung der Verkehrssicherheit sollten entsprechend aufgestockt werden. Jeder Verkehrstote, ja jeder Verkehrsunfall weniger wäre ein Gewinn für unsere Gesellschaft und auch für die Politik.

Bildquelle: Wikipedia, sukuru, gemeinfrei

Keine wichtigen Nachrichten mehr verpassen!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 4 030 Abonnenten.



Friedhelm Ost

leitete die ZDF Wirtschaftsredaktion, bevor er unter Helmut Kohl Regierungssprecher und schließlich CDU-Abgeordneter im Bundestag wurde. Heute ist Ost weiter als Journalist und in der Politik- und Wirtschaftsberatung tätig.


'Kein Spiel mit dem Tod!' hat keine Kommentare

Als erste/r kommentieren

Möchten Sie Ihre Gedanken teilen?

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht