Artikel von Wolfgang Tönnesmann

Wolfgang Tönnesmann

war Studienleiter und anschließend bis 2014 Direktor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz, die politische Bildung mit Schwerpunkt transatlantische Beziehungen betreibt. Tönnesmann arbeitete u.a. als Lehrbeauftragter der Universität Düsseldorf und forschte über Demokratie und Wahlkämpfe in den USA. Er blogt auch unter www.secondthoughts.de


Hillary Clinton & Donald Trump
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Die Präsidentschaftsdebatte in den USA: Eins zu null für Hillary Clinton – doch das reicht noch nicht

Im Zeitalter von Facebook, Twitter und Co. mögen Fernsehdebatten zwischen Präsidentschaftskandidaten fast schon altertümlich erscheinen, kann man doch mit diesen nicht mehr ganz so neuen sozialen Medien Millionen von Anhängern in Bruchteilen von Sekunden erreichen. Trotzdem erwarteten Beobachter, dass sich gut 100 Millionen US-Bürger den neunzigminütigen Schlagabtausch zwischen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihrem…

Donald Trump
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Die Präsidentschaftswahl in den USA: Schluss mit lustig

Joseph Alois Schumpeter war nicht nur Ökonom. Auch zur Demokratietheorie hat er wichtige Thesen beigesteuert, so seine pessimistische Analyse der Fähigkeit der Bürger, politische Fragen rational zu behandeln. „So fällt der typische Bürger auf eine tiefere Stufe der gedanklichen Leistung, sobald er das politische Gebiet betritt“, schreibt er in seinem 1942 erschienenen Werk „Kapitalismus, Sozialismus…

Donald Trump
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Hoffentlich passiert nichts! Anmerkungen zu den Vorwahlen in den USA

Mit sehr deutschen Augen blickte Marion Gräfin Dönhoff, die langjährige Herausgeberin der ZEIT, im Jahr 1984 auf den Vorwahlkampf der Demokratischen Partei in den USA. Sie konnte nicht verstehen, dass sich die Herausforderer des damaligen Präsidenten Ronald Reagan in einer Fernsehdiskussion gegenseitig hart attackierten, statt die Versäumnisse, Korruption und Fantasielosigkeit seiner Administration ins Visier zu…

Fünf Präsidenten der USA
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Mission erfüllt? Obama hat viel geleistet, aber noch warten wichtige Aufgaben auf ihn

Hillary sei nicht die erste Politikerin in Washington, so Barack Obama in einer Talkshow mit Jay Leno im Oktober 2007, die ein wenig zu früh die „Mission für erfüllt“ erklärt habe. Das war ein unmissverständlicher, womöglich auch schmerzhafter Seitenhieb auf seine Rivalin um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, die Obama damit in die Nähe des amtierenden…

Emanuel African Methodist Episcopal Church
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Hass und Terror von Rechts – nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA – Gedanken aus Anlass der Ermordung von neun Afroamerikanern in Charleston, South Carolina

Charleston in South Carolina gehört zweifellos zu den sehenswerten Städten des amerikanischen Südens. In der Altstadt findet man zahlreiche gut erhaltene Herrenhäuser reicher Plantagenbesitzer, erbaut in der Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Von der Strandpromenade aus kann man einen Blick auf das auf einer vorgelagerten Insel gelegene Fort Sumter werfen, wo im April 1861 die…

Leerer IC
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 Kein Zug wird kommen

„Zugbetrieb. Halten Sie Abstand von der Bahnsteigkante und betreten Sie den gekennzeichneten Bereich erst nach Halt des Zuges“, tönt es aus dem Lautsprecher auf dem Bahnsteig in Leichlingen. Doch keiner hört zu. Denn es ist keiner da. Der Bahnsteig ist leer. Nicht nur in Leichlingen, meinem kleinen Wohnort in der Nähe von Köln. Andernorts sieht…

Präsident Obama
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The Spell is Gone: Der entzauberte Präsident Obama in der letzten Runde seiner Amtszeit

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat Erfahrung im Umgang mit politischen Niederlagen: Nach der verlorenen Kongresswahl im Jahr 2010 räumte er ein, eine Tracht Prügel bezogen zu haben. Damals verloren die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus, konnten sich aber im Senat behaupten. Nach einer erneuten Wahlniederlage am 4. November dieses Jahres war Obama weniger zerknirscht:…