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Das christliche Abendland – im Mittelmeer versunken

Alfons Pieper Von Alfons Pieper
21. April 2015

Davon reden sie gern hier in Europa, vom christlichen Abendland und der angeblich damit verbundenen christlichen Nächstenliebe und überhaupt vom Wertekanon. Unsere Wertegemeinschaft ist uns lieb und teuer. Zumindest so lange das nicht mit Kosten verbunden ist. Aber wenn man genauer hinschaut gilt das kalte Prinzip: Verschon mein Haus, zünd andere an! Das klingt zynisch, soll es auch und all den Heuchlern und Opportunisten in den Ohren nicht nur klingeln, sondern dröhnen. Nächstenliebe? Nein, wir versuchen uns einzumauern, damit nur ja kein Fremder zu uns kommt. Ausnahme: Er ist gut qualifiziert, spricht Deutsch, ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt und kann die Gewinne der Unternehmer mehren. Dann gilt die Willkommenskultur. Guter Mann, wir brauchen dich.

Aber für die anderen ist klar: Das Boot ist voll. Darum ist im Mittelmeer ein Schiff gekentert. Ja, wären die Afrikaner, woher auch immer sie kommen, doch zu Hause geblieben! Warum eigentlich wollen sie alle nach Europa? Die einfache Antwort lautet: Weil es ihnen in Syrien, Lybien, Somalia, Eritrea und und und so schlecht geht. Sie leben in einer Hölle, bei ihnen zu Hause tobt ein Bürgerkrieg, sie werden verfolgt, müssen schauen, wie sie überleben, sie haben kaum etwas zu essen und zu trinken und einen Job haben sie ohnehin nicht. Sie setzen alles um in Euro oder Dollar, was sie haben, damit sie einen Platz bekommen auf Schiffen, die den Namen oft nicht verdienen, und die sie ins gelobte Land bringen sollen.

Das gelobte Land, das ist heute für die armen Teufel dieser Welt die Europäische Union. Und was macht die? Die Schotten dicht. Und wenn wieder mal ein paar Menschen über Bord gehen oder ertrinken im Mittelmeer, dann haben sie eben Pech gehabt. EU-Politiker zeigen ihre Betroffenheit, äußern ihre Empörung und gehen zur Tagesordnung über.

Sie sollten besser Schiffe organisieren und sie mit den nötigen Mannschaften ausgestattet ins Mittelmeer an die lybische Küste schicken, damit Menschen geholfen wird. Denn darum geht es, jetzt nur darum: Dass Menschen nicht im Mittelmeer einfach nur absaufen. Das muss endlich aufhören. Das Mittelmeer ist längst zu einem Friedhof verkommen, einem Meer der Toten.

Oder warten wir auf einen der nächsten Rekorde? Letzte Woche waren es nur ein paar Hundert, die das unfreiwillige „Bad“ im Mittelmeer nicht überlebten, jetzt geht die Zahl an die Tausend. Ein neuer Rekord wäre dann ein Kahn, der mit über 1000 Toten kentert. Der Rekord brächte die Flüchtlinge erneut in die Schlagzeilen der Medien nicht nur in Deutschland. Toll!

Es ist eine Schande. Wir Europäer sollten uns schämen. Wir diskutieren wie Krämerseelen und lassen Menschen einfach absaufen. Pardon, ein netteres Wort fällt einem zu dieser Art der Politik nicht mehr ein. Die Politiker mögen uns weitere Gipfel ersparen, auf denen von neuen Konzepten gesprochen, aber nicht gehandelt wird. Die Menschen in Afrika, die Jahrhunderte lang  von den Europäern ausgebeutet worden sind, rufen um Hilfe. Wenn wir sie nicht leisten, ist das mehr als ein Armutszeugnis.

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Tags: AsylBürgerkriegEUFlüchtlingeFlüchtlingsdramaFlüchtlingskatastrpheMenschenrechteMenschlichkeit
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