Schlagworte: Vergangenheitsbewältigung

Hitler auf der Nazischule und Nazi-Ordensburg Vogelsang
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Das braune Netz der Republik

„NS-Verbrecher führten Polizei in NRW“.  So lautete der Titel einer Geschichte im „Bonner Generalanzeiger“, geschrieben von einem Redakteur der Deutschen Presse Agentur(DPA). Es war das Ergebnis einer Untersuchung von Historikern über die NS-Vergangenheit der ersten Chefs des Landeskriminalamtes. „Mit erschreckendem Befund“, wie in der Unterzeile zu lesen war. Das Ergebnis zeige ein bedrückendes Ergebnis, so…

Der goldene Keks von Bahlsen
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Da schmeckt einem der Keks nicht mehr – Bahlsen und die Sache mit den Zwangsarbeitern

„Bahlsen lässt Geschichte seiner Zwangsarbeiter aufarbeiten“. So die Überschrift bei „Zeit online“. Damit reagierte der „Kekshersteller“- so die „Zeit“ weiter- auf die Diskussion um die Rolle des Unternehmens im Zweiten Weltkrieg. Es geht um Zwangsarbeiter und deren Behandlung bei Bahlsen, darum, dass die Firmenerbin Verena Bahlsen in der „Bild“-Zeitung gesagt hatte: „Das war vor meiner…

Nolde Museum Seebüll
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Die Enttäuschung einer Generation – der grosse Emil Nolde war keiner von den Guten

Vor wenigen Tagen wurden im Bundeskanzleramt in Berlin zwei Gemälde des deutschen Expressionisten Emil Nolde (1867 – 1956) abgehängt. Als Grund sickerte durch, das habe mit der politischen Vergangenheit des Künstlers zu tun. Am 11. April 2019 berichtete die Süddeutsche Zeitung groß über neue Forschungserkenntnisse, die ein ganz anderes Licht als das gewohnte auf Noldes…

Emil Noldes Bild "Hohe Sonnenblumen" wurde als Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Bundeskanzler Helmut Schmidt zur Verfügung gestellt
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Nolde, der Nazi – Schreibt die Süddeutsche Zeitung

„Emil Nolde, der Maler, der Nazi: Ein ganz neues Bild“. So lautet der Hinweis auf die Seite-3-Story der SZ am Donnerstag. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel Bilder des Malers hatte aus ihrem Arbeitszimmer im Kanzleramt in Berlin entfernen lassen, „Blumengarten“ aus dem Jahre 1915 und „Brecher“ aus dem Jahre 1936….

DVD Cover
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Holocaust-Serie im WDR,NDR und SWR – Aber erst nach 22 Uhr, wenn Schüler schon schlafen

Als ich hörte, dass der WDR die Fernseh-Serie „Holocaust“ wiederholen würde, habe ich mich sehr darüber gefreut. Gerade heute, dachte ich, sei es wichtig, das Thema wieder in die Köpfe der Deutschen zu bekommen, gerade heute, da Nationalisten, Rassisten, Fremdenfeinde, Neonazis und auch Antisemiten wieder salonfähig geworden sind und sich breit machen in Europa, da…

Helmut Schmidt
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Helmut Schmidt zum Hundertsten – Soldat – Kanzler – Ikone. Aber wer über Schmidt redet, kommt an Willy Brandt nicht vorbei

Am 23. Dezember würde Helmut Schmidt 100 Jahre alt werden, gestorben ist er mit 96 Jahren im Jahre 2015. Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt  aus diesem Anlass in ihrem Haus in Bonn eine kleine Foto-Ausstellung mit Bildern des Bonner Fotografen Jupp Darchinger über den Hamburger, wie man ihn kannte: als Krisenmanager und zupackenden Innensenator der Hansestadt bei…

Konzentrationslager Dachau
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Vor 80 Jahren: Es geschah vor aller Augen – Als die Nazis die Synagogen anzündeten und 11000 Juden ins  KZ Dachau verschleppten

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist“, beginnt ein Zitat von Martin Niemöller, der Häftling war im KZ Dachau. „Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als die die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie…

NS-Dokumentationszentrum, München
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Zeugen Jehovas waren Opfer der Nazis und fast vergessen – Eine Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum in München zeigt Schicksale

Sie wurden von den Nazis wegen ihrer religiösen Überzeugung  verboten, von Nachbarn denunziert, von der Gestapo gefoltert, ins KZ gesteckt und einige von ihnen sogar hingerichtet. Das Schicksal der rund 25000 Zeugen Jehovas geriet in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit, eine Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum am Max-Mannheimer-Platz in München widmet sich endlich den…

Rudi Dutschlke im Gespräch mit Rudolf Augstein
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Gegen den Muff -nicht nur unter den Talaren – Debatte über die 68er und wie sich Konservative heute daran abarbeiten

Die erste große Demo, die ich als Student erlebt habe, war jene Mitte der 60er Jahre. Damals zogen Tausende von Studenten über den Berliner Kurfürstendamm. Sie protestierten gegen die Bildungsmisere und den Lehrermangel. Der Pädagoge und Philosoph Georg Picht hatte dazu 1964 sein Buch über die „Bildungskatastrophe“ geschrieben. Es ging sehr gesittet zu, nach meiner…