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„Wie lange wollt ihr bei dem Scheiß bleiben?“

Christian Wolff Von Christian Wolff
21. Januar 2025
Donald Trump mit Hörnern und gespaltener Zunge. Graffiti in Melbourne, Australien

Es geschah am 20. Januar 2025 gegen 19.40 Uhr MEZ. Im Rahmen seiner Berichterstattung über die Inauguration von Donald Trump als 47. Präsidenten der USA übertrug der Nachrichtensender Phoenix live auch die Rede, die Donald Trump nach der offiziellen Feier im Capitol vor seinen Anhängern hielt. Langatmig schwadronierend ergeht sich Trump in seinen Lügenmärchen über den Sturm seiner Anhänger auf das Capitol 6. Januar 2021. Da scheint jemandem in der Regie von Phoenix der Kragen zu platzen. Er schreit in ein offensichtlich nicht abgeschaltetes Mikrophon: „Wie lange wollt ihr bei dem Scheiß bleiben?“ Kurz danach blendet sich der Sender aus der Live-Berichterstattung und setzt seine Diskussionsrunde im Studio fort.

Ja, an diesem Abend fragen sich nicht Wenige: Wie lange müssen wir diese schrecklich-gefährliche Trump-Politik, vor allem aber ihre Erklärer:innen und Rechtfertiger:innen bei uns ertragen? Denn eines ist überdeutlich: Immer mehr Politiker:innen, immer mehr Journalist:innen, immer mehr sog. Expert:innen, aber auch immer mehr Bürger:innen scheinen sich damit abzufinden, dass im Weißen Haus nun ein Mann sitzt, der abseits jeglicher Moral und jeglichen Respekts vor der Meinung anderer eine systematisch nationalistische, die Natur rücksichtslos ausbeutende, imperialistische Politik betreibt. Kein einziges Wort hat Trump in seiner Rede zur Notwendigkeit von internationaler Zusammenarbeit verloren, stattdessen in unzähligen Variationen „America first“ skandiert. Es war geradezu grotesk, wie Trump die zerstörerischen Folgen des Klimawandels, die Feuerbrünste in Kalifornien und die verheerenden Hurrikans in North Carolina der in seinen Augen korrupten Elite Washingtons, der neben ihm sitzenden Biden, Harris, Obama, Clinton in die Schuhe schob – also den Repräsentant:innen des demokratischen Amerikas, die durch ihren Anstand den Anschein eines normalen Regierungswechsels in einem demokratischen Staat wahren wollten. Doch das zerbrach an Donald Trump, dem Präsidenten, der den von ihm am 6. Januar 2021 initiierten Putsch nun legalisiert und der diesen sicher mit ganz anderer Wucht wiederholt hätte, wenn er die Wahlen am 5. November 2024 verloren hätte.

Was sich auf diesem Hintergrund in diesen Tagen in zahllosen Diskussionen und Statements bei uns abspielt, kommt mir vor wie ein willenloses Nachplappern bzw. Hinnehmen größten Unsinns einer immer mehr in Trance versetzten Politriege ohne jedes Rückgrat, aber coole Abgeklärtheit vorspiegelnd. Das erinnert mich zunehmend an Frauen, die in den 30er Jahren mit leuchtenden Augen am Straßenrand dem im offenen Wagen vorbeifahrenden Führer als ihren Erlöser zujubelten. Wer das heute sieht und an das grausige Ende des Jubels denkt, steht fassungslos davor, in welche Abgründe Verblendung Menschen führen kann. Kein Wunder also, dass sich Trump in seiner Rede auch noch selbst als den von Gott vor dem Märtyrertod bewahrten Retter der Nation bezeichnete und dafür frenetisch feiern ließ. Dies alles wurde dann noch übergossen mit einer ekelhaften religiösen Sauce von blasphemischen Gebeten. Es gab allerdings eine sehr entlarvende Szene in diesem infernalischen Theater: Als Trump die Eidesformel sprach und seine neben ihm stehende Frau zwei Bibeln in der Hand hielt, legte Trump seine linke Hand nicht darauf – wenigstens das: der einzige ehrliche Moment an diesem Tag im Capitol. Bleibt die Frage an jeden von uns: Wie lange … ?

Nachtrag: Und wer noch immer glaubt, dass sich ein Präsident Trump in irgendeiner Weise vom Politrüpel Trump im Wahlkampf unterscheidet, wurde gerade eines schlechteren belehrt: Trump verglich zu Beginn seiner Rede in der Capitol-One-Arena das Schicksal der Geiseln der Hamas vom 7. Oktober 2023 mit den „Geiseln“, sprich: den Straftätern vom 6. Januar 2021, die er nun „befreien“ werde. Wie lange …?

 

Dieser Beitrag wurde am 20.1.2025 erstveröffentlicht im Blog unseres Autors Christian Wolff

 

Bildquelle: Pixabay

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