Buchbesprechungen

Ungarische Juden im KZ Auschwitz
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Todesengel, menschliches Scheusal, Monstrum: Josef Mengele – Ein tausendfacher Mörder, der immer gedeckt wurde

Wer in den menschlichen Abgrund schauen will, um zu erkennen, zu welchen schrecklichen Taten, zu welchen Unmenschlichkeiten Menschen in der Lage sind, sollte sich dieses Buch kaufen: „Das Verschwinden des Josef Mengele.“ Er war einer der schlimmsten Nazi-Täter, der Arzt von Auschwitz, der Millionen in die Gaskammern schickte, der an Menschen Experimente vornahm, diese zerstückelte…

Abschied
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Gegen das Vergessen: Der Roman „Die Annäherung an das Glück“ von Günter Steffens

Der 1976 erschienene Roman ist nur einem kleinen Kreis von Interessierten bekannt. Im  umtriebigen Literaturbetrieb waren Roman und Autor schnell vergessen. Zu Unrecht. Dieter Wellershoff, dem der Roman gewidmet ist, hielt ihn für ein Meisterwerk. Er hatte Günter Steffens während seiner Zeit als Lektor im Verlag Kiepenheuer & Witsch betreut. Und ihm ist es wohl…

Russische Flagge
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Russland verstehen? Zumindest mehr Verständnis

Wer sich verständnisvoll zu Russland äußert, zur Politik von Wladimir Putin, der wird sehr schnell in eine Ecke gestellt und als Russland-Versteher bezeichnet. Was kein Kompliment ist in deutschen Medien oder in Diskussionen an deutschen Stammtischen oder nur Tischen. Vergessen ist die „Gorbimanie“, die weite Teile der Republik in den 80er Jahren erfasste, die Begeisterungsstürme,…

Unterdrückung
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Gegen das Vergessen: Lion Feuchtwanger: Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis

Der Roman über den großen spanischen Maler, der erstmalig 1951 erschienen ist, beginnt mit den Sätzen: Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts war fast überall in Westeuropa das Mittelalter ausgetilgt. Auf der Iberischen Halbinsel, die auf drei Seiten vom Meer, auf der vierten von Bergen abgeschlossen ist, dauerte es fort. Damit führt uns Feuchtwanger in das…

Buchtitel "Lachmunds Freunde"
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Gegen das Vergessen: Der Roman „Lachmunds Freunde“ von Karl Mickel

Karl Mickels Roman Lachmunds Freunde ist nur wenigen Eingeweihten bekannt. Ich stieß durch Hinweise in den biografischen Skizzen von F.C. Delius auf ihn. Dieser hatte Mickel in seiner Zeit als Lektor des Rotbuch-Verlages kennen und schätzen gelernt. Der Roman besteht aus zwei Teilen: der erste Teil erschien 1991; der zweite Teil bricht kurz vor Vollendung…

Buchtitel "Hans Magnus Enzensberger: Literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert."
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Enzensberger: 99 Überlebenskünstler 

Mitte der 60ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erscheint ein schmales rotes Buch mit dem Titel DEUTSCHLAND, DEUTSCHLAND UNTER ANDEREM – ÄUßERUNGEN ZUR POLITIK. Es beginnt mit einem zunächst in Großbritannien erschienenen Text „Über die Schwierigkeit, ein Inländer zu sein“. Zwanzig Jahre ist das Ende der Verwüstung Europas durch die Nationalsozialisten her. Viele von ihnen sind…

Buchtitel "Ein unvergänglicher Sommer"
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Ein unvergänglicher Sommer – Ein Roman von Isabel Allende

Es ist das Jahr 1982. Salvador Allende, der demokratisch gewählte chilenische Präsident ist neun Jahre tot. Gestürzt von General Pinochet und seinen Putschisten, dabei ums Leben gekommen. Da kommt ein Buch heraus, von einer international unbekannten Frau: DAS GEISTERHAUS von Isabel Allende.  Und wird ein Welterfolg. Der gleichnamige Film des dänischen Regisseurs Bille im August…

Madeleine Albright
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Albrights Warnung vor dem Faschismus- Rezension ihres neuen Buches

Madelaine Albright hat ihrem Buch „FASCHISMUS- EINE WARNUNG“ eine Widmung vorangestellt: „Den Opfern des Faschismus damals und heute und allen, die den Faschismus der anderen und ihren eigenen bekämpfen.“ Und bevor sie ihr verdienstvolles Buch beginnt steht da dieser Satz von Primo Levi: „Jedes Zeitalter hat seinen eigenen Faschismus.“Die Autorin wurde 1937 als Jüdin geboren….

Buchtitel
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George Grosz: König ohne Land – Eine Rezension

Der Platz ist gar nicht groß und wird geteilt von der Kantstraße mitten in Charlottenburg nahe dem Bahnhof Zoo. Parallel zu dieser langen westberliner Verkehrsachse verläuft die S-Bahnstrecke nach Potsdam. Die Station heißt Savignyplatz. Ein Platz mit Geschichte. Nicht notwendigerweise der im Berliner Zentrum noch häufig anzutreffenden Preußischen, es ist in den vergangenen 100 Jahren…

Totentanz
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Rezension des Buches: Wie Demokratien sterben: Todeskampf der Demokratie 

Liest man „Wie Demokratien sterben“, kann es keinen Zweifel geben: die westlichen Demokratien befinden sich im Todeskampf. 238 der 272 Seiten (ohne Danksagung, die 714 Anmerkungen und das Register) verwenden die US-amerikanischen Politikwissenschaftler Steven Levitsky und Daniel Ziblatt darauf, das Sterben von Demokratien zu beschreiben; nur 32 Seiten sind ihrer Rettung gewidmet. Da überzeugt der…