Buchbesprechungen

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Die Geschichte einer mörderischen Allianz – Eine Buchbesprechung

Vor 80 Jahren hatten die beiden hauptsächlichen Diktaturen Europas, das Naziregime mit Reichskanzler Hitler an der Spitze und die Führung der sowjetischen Staatsmacht mit Stalin an der Spitze einen Pakt geschlossen: Mitten hinein in eine Zeit wachsender politischer Spannungen und beginnender militärischer Auseinandersetzungen sagten sich die beiden erwähnten Diktaturen sozusagen „in die Hand“: Wir helfen…

Macht
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Gegen das Vergessen: Wolfgang Schreyer: Nebel – ein Wende-Roman

Wolfgang Schreyer (1927-2017) war einer der meistgelesenen Schriftsteller der DDR. Er schrieb über 40 Bücher; darunter zahlreiche gesellschaftskritische Kriminal-, Abenteuer- und Science-Fiction-Romane, die eine Gesamtauflage von fast 6 Millionen erreichten. Hinzu kamen Film- und Fernsehdrehbücher. 1956 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis. Er lebte in Ahrenshoop an der Ostsee. Hier besuchten wir ihn 2013, um seine Sicht…

Klaus Vater
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Arm, stolz und rot – Eine Buchbesprechung von Gastautor Manfred Lang

Klaus Vater widmet sich literarisch einer legendären Bergarbeiterstraße in der Eifel, in der er aufwuchs Mechernich – Klaus Vater, gelernter Redakteur und Sozialdemokrat, politischer Begleiter und Sprecher unter anderem der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und zweiter Regierungssprecher der ersten „Groko“ unter Angela Merkel und Sigmar Gabriel, ist in der Eifel aufgewachsen. Genau gesagt in einer…

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Der vergessene Sieg der Polen

Auf dem Buchumschlag sind drei Soldaten vor einem Automobil abgebildet. Beherrschend für den Umschlag ist die Figur eines nachlässig gekleideten Offiziers mit einem hängenden Schnurrbart, einer flachen Schirmmütze auf dem Kopf, eines Offiziers, der  dabei ist, sich eine Zigarette anzuzünden, während er mit einem Rekruten spricht, der den Offizier ebenso respektvoll wie freundlich anschaut. Der…

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Ein Kontinent und seine Herren Diktatoren – Michi Strausfeld lässt Lateinamerika erzählen

Ausdrücklich adressiert Michi Strausfeld ihren Lesern: „Dies ist ein politisches Buch“.  Auf mehr als 500 Seiten blättert sie die Geschichte Lateinamerikas auf, und lässt sie von lateinamerikanischen Schriftstellern erzählen. Sie sind die Chronisten eines mehr als halben Jahrtausends, das 1492 begann, als Christoph Kolumbus in das Bordbuch seines Schiffes die erste Begegnung mit Eingeborenen auf…

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Buchbesprechung: Vittorio Magnago Lampugnani. Bedeutsame Belanglosigkeiten.

Mit seiner dreibändigen Geschichte des Städtebaus hat der Mailänder Architekt und Professor für Städtebau ein Standardwerk geschaffen, das eine Gesamtschau auf Ursprünge, Entwicklung und Visionen urbaner Ansiedlungen vom Mittelalter bis heute liefert. Bei dieser Forschungsarbeit sind dem früheren Direktor des Frankfurter Architektur-Museums offenkundig zahlreiche Erkundungen gleichsam unter den Tisch gefallen, weil sie den Rahmen selbst…

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Die Verteidigung des Poetischen – Zur Aktualität Dieter Wellershoffs –

Der Kölner Autor Dieter Wellershoff wäre am 3. November 94 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass möchten wir an einen Beitrag erinnern, den er 1972 geschrieben hat und der immer noch aktuell ist. Fragt man nach Kriterien für die Beurteilung literarischer Qualität, reicht ein Blick auf die Bestsellerlisten nicht aus. Diese orientieren sich meist an…

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Wolfgang Hilbig: Das Provisorium – Gegen das Vergessen

  Der Autor (1941-2007) gilt als literarische Ausnahmeerscheinung (Michael Opitz), ist mit vielen Preisen bedacht worden, war Büchner Preis-Träger. Seine große Stärke ist die Lyrik. Mit dem Provisorium hatte er kurz nach der Wende einen autobiographischen Roman vorgelegt. Hilbig ist DDR-sozialisiert, hat sich bis zum 40. Lebensjahr als Industriearbeiter verdingt, dabei von Kind auf immer…