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Home Politik

Boris Johnsons Besuch in Kiew am 10. April 2022 – geklärt

Jochen Luhmann Von Jochen Luhmann
17. Oktober 2024
Bildquelle: Chatham House, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der damalige UK-Premier Boris Johnson, bekannt für seine verbal hochtrabenden, praktisch dann aber zu Halbheiten führenden Politikansätze, war für ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj am 10. April 2022 nach Kiew gereist. Die unter der Schirmherrschaft des türkischen Präsidenten ausgehandelte Vereinbarung vom 15. April zur Beendigung des russischen Waffengangs in der Ukraine war da in wesentlichen Teilen bereits absehbar. Verbreitet ist die Erzählung, der Westen in Gestalt des Emissärs Boris Johnson habe den ukrainischen Präsidenten davon abgehalten, die vorliegende Chance zur Beendigung des Waffengangs nach zwei Monaten zu ergreifen statt einen Krieg in Weltkrieg-I-Manier auf Dauer zu beginnen.

Zu Inhalt und Bedeutung dieses wichtigen Gesprächs wurde nun eine erhellende und umfassende Skizze vorgelegt – so sieht gute Wissenschaft aus. Die Autoren stellen sämtliche veröffentlichte Quellen zusammen, auf denen diese These beruht. Sie haben jedoch keine eigenen Hintergrundgespräche mit Akteuren geführt. Sie stellen aber auch die wesentlichen Quellen zusammen, die der erwähnten Deutung widersprechen.

Der Quellen-Check und die Gegenüberstellung haben ein unstreitiges Ergebnis: Der Westen hatte Ende März 2022 seinen Sinn gegenüber der Phase zu Beginn des Krieges um 180 Grad gewandelt. Johnson habe in Kiew mitgeteilt,

„Western allies were not prepared to offer any such guarantees to Ukraine.”

Solche Garantien westlicherseits aber waren in der Istanbul-Fassung des Abkommens zwischen Russland und der Ukraine vorgesehen.

Strittig ist, ob diese Weigerung des Westens einen Einfluss auf Selenskyjs Entscheidung zum Umgang mit der Option „Waffengang beenden“ versus „Weiterkämpfen und sich auf die langfristige Geltung westlicher Zusagen verlassen“ hatte.

Die Antwort der Autoren auf diese Frage lautet: Nein. Eigentlich nämlich dachte Selenskyj wie Johnson. Das illustrieren sie mit einer netten historischen Analogisierung.

Bekanntlich sei Winston Churchill der Leitstern des (unsteten) Boris Johnson gewesen – dazu passt sein ultimativer Drang, britischer Premierminister zu werden.

Darauf nimmt das Papier in der abschließenden Passage Bezug:

„Zelensky wanted to be a Churchill rather than a Neville Chamberlain. He decided not to imitate Chamberlain and pursue peace at any price but to accept Johnson’s advice that he could only reconstitute Ukraine’s territorial integrity and full sovereignty by way of Churchill’s unrelenting stubbornness in the face of great adversity.“

Nicht mehr angemerkt wird von den Autoren, dass die Bedingung für Churchills Erfolg war, dass es ihm gelang, die USA in den Krieg zu ziehen. Die Analogie hängt somit im entscheidenden Punkt in der Luft.

Churchill wird seinen beiden Möchtergern-Adepten eines Tages im Himmel begegnen. Bei dem Gespräch zu Dritt würde ich gerne Zeuge sein.

Bildquelle: Chatham House, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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