Schlagworte: Flüchtlingskatastrophe

Flüchtlingsboot und Schwimmwesten an Griechenlands Küste
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Symbol des Versagens europäischer Asylpolitik

Als im September im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein verheerendes Feuer wütete, war das Entsetzen groß. Nicht einmal vier Monate später sind die Überlebensbedingungen für die verzweifelten Menschen schlechter als zuvor; doch das Wegsehen und Verdrängen funktioniert wie eh und je. Ein unerträglicher Skandal. Weihnachtsappell aus dem Bundestag245 Bundestagsabgeordnete haben einen ungewöhnlichen…

Help - Symbobild
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Welche Heuchelei!

Ich schäme mich, Folgendes zu schreiben: Es ist eine bittere, niederschmetternde Erkenntnis, die sich mir mit aller Wucht aufdrängt: Mit der Weigerung, allen 12 000 Flüchtlingen die seit Tagen und Nächten auf der Insel Lesbos vegetieren, sinnvolle Hilfe anzubieten, hat das christliche Abendland seinen Anspruch als Vertreter einer unumstößlichen Leitkultur auf Jahre hinaus ruiniert. Es…

Moria
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Anschlag auf die Menschlichkeit – Was hätte Norbert Blüm dazu gesagt?

„Anschlag auf die Menschlichkeit“ nannte der frühere Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm einst die „miserablen Zustände“ im griechischen Flüchtlingscamp Idomeni. „Diese Art von Brutalität ist unwürdig der europäischen Kultur“, empörte sich Blüm und schlug sein Zelt neben den Flüchtlingen auf. „Es ist eine Kulturschande.“ Das war im Jahr 2016.  Im April diesen Jahres ist Norbert…

Krieg im Jemen
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Fünf Jahre Krieg im Jemen Ein Land zerfällt. Die Menschen sterben. Die Weltgemeinschaft hat andere Sorgen.

Am 26.März 2015 begann die Militäroffensive, angeführt von Saudi-Arabien, mit dem unwirklichen Namen „Sturm der Entschlossenheit“. Dieser Sturm ist ein grausamer Krieg, der nun schon im 5. Jahr im Jemen wütet. Das Land liegt im Süden der Arabischen Halbinsel, es ist etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland und hat knapp 28 Millionen Einwohner. Eine humanitäre…

Stacheldraht
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Im Stacheldrahtverhau verliert Europa seine Würde

Die Bilder von der griechisch-türkischen Grenze sind unerträglich. Sie ähneln denen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel im August 2015 noch zu ihrem ermutigenden „Wir schaffen das“ bewegt haben, und denen, die im Jahr darauf den fragwürdigen Deal der EU mit der Türkei begründeten. Menschen, die in tiefster Verzweiflung vor Bomben und Granaten fliehen, stranden am Stacheldraht,…

Flüchtlingslager von Überlebenden des Völkermords in Ruanda
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Eine Landschaft des Grauens – Über den Völkermord in Ruanda Teil 2

Die Monate April und Mai 1994 waren fürchterlich im Grenzgebiet von Zaire und Ruanda, in der Gegend rund um Goma. Etwas Unvorstellbares hatte sich ereignet: nördlich, südlich, westlich der Stadt hausten 1,2 Millionen Kriegsflüchtlinge aus Ruanda. Es gab keine Lebensmittel, kaum Wasser, keine Straße, keine Abwasserkanäle, keinerlei Verkehrsmittel. Die Menschen siechen dahin, sterben. Die Leichen…

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Ein Besuch im umkämpften Nordirak

Thema Nr. 1 in Deutschland ist seit mehreren Monaten der große Zustrom von Flüchtlingen, insbesondere aus dem Kampfgebiet in Syrien. Von den rund 1 Mio. Flüchtlingen, die inzwischen in Deutschland registriert wurden, kommen etwa 300.000 aus Syrien. Insgesamt sind etwa 10 Millionen Syrer auf der Flucht, ein großer Teil davon innerhalb von Syrien, fast 3…

Syrians and Iraq refugees arrive at Skala Sykamias Lesbos Greece
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Europäische Werte, Flüchtlingselend und Kapitalismus

Selten war der kapitalistische Grundsatz von Angebot und Nachfrage so plausibel nachvollziehbar wie derzeit am Mittelmeer. Die Dislozierung der millionenfachen Menschenfracht, der kein ausreichendes Angebot an Schiffen gegenübersteht, treibt die Fahrpreise in ungeahnte Höhen. Da die todesmutigen Passagiere vor der Fahrt ins Blaue die Passage bezahlen müssen, kommt das zweite Grundmuster des Kapitalismus ins Spiel:…