Schlagworte: Glück

Bücher
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Die Verteidigung des Poetischen – Zur Aktualität Dieter Wellershoffs –

Der Kölner Autor Dieter Wellershoff wäre am 3. November 94 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass möchten wir an einen Beitrag erinnern, den er 1972 geschrieben hat und der immer noch aktuell ist. Fragt man nach Kriterien für die Beurteilung literarischer Qualität, reicht ein Blick auf die Bestsellerlisten nicht aus. Diese orientieren sich meist an…

Abschied
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Gegen das Vergessen: Der Roman „Die Annäherung an das Glück“ von Günter Steffens

Der 1976 erschienene Roman ist nur einem kleinen Kreis von Interessierten bekannt. Im  umtriebigen Literaturbetrieb waren Roman und Autor schnell vergessen. Zu Unrecht. Dieter Wellershoff, dem der Roman gewidmet ist, hielt ihn für ein Meisterwerk. Er hatte Günter Steffens während seiner Zeit als Lektor im Verlag Kiepenheuer & Witsch betreut. Und ihm ist es wohl…

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Dieses schöne, scheiß Leben

Nichts ist selbstverständlich auf dieser Welt und gesichertes gibt es schon gar nicht. Alle wollen die Welt verändern, aber keiner denkt dran, sich selbst zu verändern. Es sind die Krisen, die uns ständig weiter peitschen immer weiter bis zu einer neuen, anderen Art. Die einen sind tumb und verblödet, die anderen bilden sich und wirken…

Stillleben von Pieter Claesz
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Der Idealist und der Zweifler – Don Quijote und Hamlet: zwei exemplarische Modellfiguren für die Verwirrungen der beginnenden Moderne –

Die Beschäftigung mit zwei so überaus konträren Charakteren der Weltliteratur führt zu der Frage, was deren Bedeutung für die heutige Zeit ausmachen könnte. Cervantes und Shakespeare starben vor 400 Jahren. Auch ihre Figuren Don Quijote und Hamlet schufen sie etwa zur gleichen Zeit (1605 und 1602). Das macht es besonders reizvoll, beide Charaktere einander gegenüberzustellen….

Buch Ungleichheit von Harry G. Frankfurt. Bildrechte: Suhrkamp Verlag
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Ist Gleichheit Glück oder müssen wir doch nicht alle gleich viel haben?

Manchmal ist es gut, wenn ein Verlag ein rasches Geschäft wittert. Wie sonst wären wir in den Genuss zweier recht alter (1987 und 1997) Aufsätze des pingeligen US-amerikanischen Philosophen Harry G. Frankfurt über die „Ungleichheit“ gekommen. Als Widerrede zu Pikettys aktueller Kapitalismuskritik, wie die Vorbemerkung suggeriert, können die zwar nicht geschrieben worden sein, aber Frankfurt hat sie aktualisiert….

Bildquelle: Marcel Vogler / pixelio.de
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Erzählen bevor wir sterben

Pass auf, dass die Jahre nicht dein Bewusstsein zerkochen und alle Vitamine raus sind. Ich wünschte, ich hätte mir in meinem Leben erlaubt, glücklicher zu sein, nicht soviel an mir gezweifelt, mir mehr eigenen Zuspruch gegönnt. Die Welt ist schließlich so kompliziert und unübersichtlich, schon die Illusion vom Durchblick wirkt da wie Balsam für das verstörte, verwirrte Selbst. Aber…