Schlagworte: Nationalsozialismus

Der "Rote Wedding"
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Als der Wedding rot war

Zwischen 1931 und 1933 wählt Berlin Rot. Der Wedding sowieso. Seinen Bewohnern geht es schlecht. Tausende sind ohne Arbeit, gehen stempeln. Die NSDAP wird 1933 bei den Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung mit 32,6% erstmals stärkste Partei. Vor den Kommunisten mit 29,9% und den Sozialdemokraten mit 24%. Der Nationalsozialist Rudolf Suthoff-Groß bleibt bis zum Ende 1945 Bezirksbürgermeister….

Wedding 1947: Tauschzentrale
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BRENNHOLZ FÜR KARTOFFELSCHALEN

Berlin. Mai 1945. Der Krieg ist aus. Gebückt, verängstigt laufen die Menschen durch die Straßen. Vorbei an Ruinen. An eingedrückten Hauswänden entlang. Frauen sind kaum zu sehen. Sie haben Angst vor den marodierenden russischen Soldaten. Geschossen, gebombt wird nicht mehr. Einen Überblick hat kaum jemand. Die Reste der Schiller- und Goetheparks werden in Küchenherden verheizt….

Bronzetafel am Denkmal des Kniefalls
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In Polen nicht vergessen: der Überfall von Nazi-Deutschland – Vor 80 Jahren

Am Wochenende fährt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Polen, das deutsche Staatsoberhaupt wird in die Hauptstadt Warschau reisen und den kleinen polnischen Ort Wielun besuchen. Neben dem Angriff auf die Westerplatte durch Kanonen des deutschen Schiffes „Schleswig-Hostein“ begann in Wielun am 1. September 1939, also vor 80 Jahren, der zweite Weltkrieg. Auf dieses Städtchen warfen deutsche…

Der goldene Keks von Bahlsen
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Da schmeckt einem der Keks nicht mehr – Bahlsen und die Sache mit den Zwangsarbeitern

„Bahlsen lässt Geschichte seiner Zwangsarbeiter aufarbeiten“. So die Überschrift bei „Zeit online“. Damit reagierte der „Kekshersteller“- so die „Zeit“ weiter- auf die Diskussion um die Rolle des Unternehmens im Zweiten Weltkrieg. Es geht um Zwangsarbeiter und deren Behandlung bei Bahlsen, darum, dass die Firmenerbin Verena Bahlsen in der „Bild“-Zeitung gesagt hatte: „Das war vor meiner…

Werner Höfer
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Köln, 20. Dezember 1987, WDR

Der Sturz war tief. Aber der Mann mit der hohen Stirn, der dunklen Brille und der sonoren Stimme inszenierte sein Ende an diesem 20. Dezember 1987, als gehe es ihn nichts an. Sonntags um zwölf, ARD. Pflichttermin für politikversessene Hörer und Fernsehzuschauer seit 1952 – seit Werner Höfer, der auch schon in jungen Jahren der…

Nolde Museum Seebüll
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Die Enttäuschung einer Generation – der grosse Emil Nolde war keiner von den Guten

Vor wenigen Tagen wurden im Bundeskanzleramt in Berlin zwei Gemälde des deutschen Expressionisten Emil Nolde (1867 – 1956) abgehängt. Als Grund sickerte durch, das habe mit der politischen Vergangenheit des Künstlers zu tun. Am 11. April 2019 berichtete die Süddeutsche Zeitung groß über neue Forschungserkenntnisse, die ein ganz anderes Licht als das gewohnte auf Noldes…

Siegfried Lichtenstaedter, Buchtitel
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Siegfried Lichtenstaedter: Ein Prophet, der die Vernichtung voraussah

Er war ein Prophet der Vernichtung, der Autor und Beamte Siegfried Lichtenstaedter. „1923 hielt er für möglich, was 1933 begann“, heißt es zutreffend im Klappentext über sein Buch, das den anfangs erwähnten Titel trägt. Lichtenstaedter ließ sich von der Humanität in Europa nicht blenden und nicht von der Zivilisation, in teils bissiger Ironie beschreibt er die Konflikte der Zukunft,…

Rheinhotel Dreesen
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Churchill warnte vor dem schrecklichen Meilenstein unserer Geschichte: Vor 80 Jahren: Erst das Treffen in Bonn, dann das Münchner Abkommen

Vergleiche hinken. Berlin ist nicht Weimar. Aber die Verzettelung der Politik, die Verteilung der Macht auf immer mehr Parteien, das Vorrücken der Populisten und Nationalisten in Europa, der zerstrittene Westen oder das uneinige Europa, der Nationalist Trump, ein isolierter Putin, eine Bundesregierung, die kopfloser nicht sein könnte als die amtierende. Nirgendwo scheint ein Halt zu…