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Berlusconi: Nicht jeder weint ihm hinterher. Der Rektor der Uni für Ausländer in Siena verneigt sich nicht

Caterina Massai Von Caterina Massai
16. Juni 2023
Italienische Flagge

Silvio Berlusconi ist tot, der ehemalige Ministerpräsident Italiens, der reichste Mann des Landes, Parteichef von Forza Italia, der Mann, der überall mitredete und seine Finger in jedem Spiel zu haben schien, erregt auch nach dem Tod die Gemüter, der Mann der Skandale bleibt im Gespräch.

Nicht jeder ist bereit zu vergessen, wofür dieser Mann sein Leben lang stand. Berlusconi, Bunga, Bunga, könnte man einflechten, denn das war auch sein Lieblingsspiel mit möglichst jungen Mädchen muss man sagen. Und dann waren da immer die Gerüchte um und mit der Mafia. Und sowieso die Prozesse wegen Steuerhinterziehung, Bestechung von Staatsanwälten, die Liste ist lang mit all den Vorwürfen, denen er dank der Immunität, die er als Abgeordneter genoss, stets aus dem Weg gehen konnte. Manches verjährte, auch weil der Beschuldigte dann gerade nicht konnte. Er war ja nicht auf den Kopf gefallen und er hatte Geld, Medien und Einfluss.

Die Geschichte, die jetzt passiert ist und immer noch läuft, ist peinlich, mehr als peinlich. Da ordnet die Regierungschefin Giorgia Meloni eine dreitägige Staatstrauer an, die Flaggen des Landes sollen auf halbmast gesenkt werden, der Mann soll ein Staatsbegräbnis bekommen, hat Meloni gesagt. Und dann ruft der Rektor der Universität für Ausländer in Siena, Montanari, laut dazwischen: „Da mache ich nicht mit.“ Der eigentlich heilige Grundsatz „De mortuís nihil nisi bene“, gilt für den Rektor im Falle von Berlusconi nicht, dazu habe dieser Mann zu viel auf dem Kerbholz. Und dann hat der Rektor aufgelistet für die  ganze Gesellschaft, was er Berlusconi vorhält: der habe zwar Italien verändert, aber nicht zum Besseren. Und der Rektor erinnert an die Beziehungen Berlusconis mit der Loge P2, die vor langer Zeit bereit war, zu putschen, denen man manches Attentat vorgeworfen hat, aber nie beweisen konnte.

Dann zählt der Rektor die engen Kontakte Berlusconis mit der Mafia auf- über dessen Mittelsmann Marcello Dell´Utrí natürlich. So was macht einer wie Berlusconi nicht persönlich. Die Justiz galt in der Weltanschauung Berlusconis nichts, alles ist käuflich, angefangen vom weiblichen Körper. Bei seinen Sendern machte er die Faschisten salonfähig und begleitete sie bis zur Regierung. Das war Berlusconis System, seine Interessen standen über allem und allen, auch bei Baumaßnahmen. Berlusconi war schließlich auch Bauunternehmer, der kaum Skrupel hatte, was beim Bau mit der Natur passierte. Ihn interessierte kein Grundgesetz, resümierte der Rektor. Er wolle zwar keinen Hass verbreiten, aber an der Heiligsprechung dieses Mannes nicht mitwirken.

Und deshalb hat der Rektor ein kleines Zeichen gesetzt. Am Tag des öffentlichen Staatsbegräbnisses blieben die Fahnen seiner Unistrasi normal wehend hoch am Mast. Der Rektor wollte vor einem Mann mit dieser zweifelhaften Vergangenheit nicht niederknieen- auch nicht nach dessen Tod. Und er schloss sein Statement, indem er betonte: „Jeder hat das Recht, sich nach seinem Gewissen zu verhalten. Aber eine Uni, die vor so einem Mann sich verneigt, ist keine Universität mehr“.   

Seit ein paar Tagen gibt es eine Online-Petition, in der die Unterzeichner sich für Solidarität mit dem Rektor Montanari aussprechen, einem Kunsthistoriker, kein Politik-Wissenschaftler  In eineinhalb Tagen sind gute 160000 Unterschriften eingegangen und es werden immer mehr. Es wirkt ein bisschen wie bei David gegen Goliath. Der kleine Rektor bringt den Riesen Berlusconi zu Fall- zumindest nach dessen Tod. Nicht alles ist käuflich.

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