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Die Entwicklung hin zu einer Verhandlungsbereitschaft im Ukraine-Krieg. Eine Vergewisserung aus Anlass des 4. Jahrestages seines Beginns

Jochen Luhmann Von Jochen Luhmann
23. Februar 2026
Ein Coboy und ein Sensenmann verhandeln auf einer Brücke

1.     Einleitung

Präsident Trump hat mit Antritt seiner zweiten Amtszeit die Rolle der USA im Krieg Russlands gegen die Ukraine oder, im weiteren Sinne, im Konflikt zwischen Russland und dem Westen um die Lagerzugehörigkeit der Ukraine deutlich verändert: Von Partei zu (neutralem) Vermittler. Wie alles bei Trump ist auch das begrifflich nicht eindeutig zu beschreiben, gewisse Züge von „Kriegspartei“, als Alliierter der westlichen Unterstützerstaaten, hat er beibehalten oder sogar jüngst wieder verschärft.

Dieser Krieg ist bekanntlich völlig aus dem intendierten Ruder gelaufen. Zunächst scheiterte das russische High-Tech-Konzept eines Zuschlags auf die Staatsspitze im März 2022. Umgekehrt scheiterte der einzige ukrainische Versuch einer Offensive, die Panzer-getragene im Frühjahr 2023. Danach mottete das Kriegsgeschehen an der Front nur noch offensivlos und rein destruktiv vor sich hin – Grund ist anscheinend auch die Drohnen-Dominanz und das dadurch bedingte „gläserne Schlachtfeld“, was die Front Panzer-frei gemacht hat.

2.     Umgang der Biden-Administration

Die Biden-Administration nahm das mit ihrem passiven Verhalten achselzuckend hin – als kümmerte es sie nicht, dass das Zukunftspotential der Ukraine, dieses angeblich alliierten Landes, dem gegenüber der Patron Fürsorgepflichten hat, peu à peu auf dem Schlachtfeld gleichsam verheizt wird. Das Ziel könnte in Wahrheit ebenso eigennützig wie illusionär gewesen sein. Hier die Äußerung des damaligen US-Verteidigungsministers zwei Monate nach Kriegsbeginn bzw. zu dem Zeitpunkt, da die USA sich strategisch zu dem Geschehen endlich sortiert hatten:

„Russland so sehr geschwächt <zu> sehen, dass es nicht mehr in der Lage sein wird, Dinge wie diese zu tun, die es mit der Invasion der Ukraine getan hat.“ (US-Verteidigungsministers Lloyd Austin am 25. April 2022).

Zwischenzeitlich ist der einstige „Abnützungskrieg“, in dem auch schwere Waffen „verbraucht“ wurden, mutiert in ein menschenunwürdiges Abschlachtgeschehen, in dem fast nur noch Menschen „abgenützt“ werden. Es ist ein Geschehen, das man begrifflich nicht mehr „Krieg“ nennen kann. Präsident Trump hat die Herausforderung durch dieses geschichtlich Vorgefundene unmittelbar nach Amtsantritt als die seine angenommen – sein Motiv ist unklar.

3.     Trump wendet das Ruder via US-Sicherheitsrats-Resolution

Erster Schritt war eine von den USA initiierte Resolution (2774 (2025)) des UN Sicherheitsrates (UNSC), vom 24. Februar 2025, die kürzeste in dessen Geschichte. Sie bestand im Wesentlichen aus einem einzigen schlichten Satz, dem jedermann zustimmen können müsste:

„Implores a swift end to the conflict and further urges a lasting peace between Ukraine and the Russian Federation.“ („fordert ein rasches Ende des Konflikts und drängt ferner auf einen dauerhaften Frieden zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation.“)

Bei der Abstimmung über diesen eigentlich selbstverständlichen Wunsch aber fanden sich unter 15 stimmberechtigten Mitgliedern fünf Staaten, die meinten, dass sie ihre Zustimmung qua Enthaltung zu verweigern hätten. Das waren die fünf im UNSC vertretenen Europäer. Dieses sachlich nicht zu begründende Abstimmungsverhalten zeigt die Tiefe des transatlantischen Risses in der Frage des Ukraine-Krieges einen Monat nach Amtsantritt von Präsident Trump überdeutlich.

Trumps Bemühen trug alsbald Früchte, es führte zu einem Kurswechsel der Ukraine: Die stimmte am 11. März 2025 dem US-Vorschlag einer bedingungslosen 30-tägigen Feuerpause zu. Das war ein erheblicher Fortschritt, wäre aber die Korea-Lösung gewesen. Die russische Seite erwies sich als nicht bereit, dem „bedingungslos“ im US-Vorschlag zuzustimmen. Sie will ein verhandeltes Ergebnis, keine Situation nach dem Korea-Vorbild.

Am 17. April dann sandte folgerichtig der US-Sonderbeauftragte Witkoff erstmals eine Liste mit Nebenbedingungen für eine dauerhafte Waffenruhe nach Moskau – sie wurde umgehend (25. April) durch eine Liste ukrainisch-europäischer Urheberschaft ergänzt bzw. neutralisiert.Der entscheidende Fortschritt aber war: Seitdem ist allseits unumstritten, dass man konkret und mit Bezug aufeinander zu verhandeln hat. Das steht in wohltuendem Kontrast zu vier sog. Peace Summits der „National Security Advisors (NSA) and Foreign Policy Advisors“ zu der Friedens-Formel, die Präsident Selenskyj im Oktober 2022 herausgegeben hatte. Die fanden zwischen Juni 2023 und Januar 2024 statt, in voller Absicht ohne Russland, um China hingegen wurde geworben, wenn auch vergeblich.

4.     Entwicklungen im Umfeld: Trumps Dominanz-Politik gegenüber Europa

In einer langen Phase der diplomatischen Ereignisarmut zwischen Russland und der Ukraine in der Mittelphase des Jahres 2025 passierte weitreichendes Anderes. Da ist vor allem der seltsame sog. Handelsdeal zwischen der EU und den USA, abgeschlossen am 27. Juli 2025 auf dem Golfclub von Turnberry; und der spektakuläre Beschluss des NATO-Gipfels am 24./25. Juni 2025 in Den Haag. An beiden Terminen zusammen wurde festgenagelt, wodurch die US-Regierung die Europäer sowohl in die Abhängigkeit als auch in eine relative Schwächung qua einer Art von immenser Tribut-Zahlung drängt.

Europa in einen abenteuerlich hohen Rüstungsprozess zu treiben, obwohl die US-Regierung eine Gefahr für Europa aus Russland nicht erkennt, muss US-seits ein Motiv haben. Eine europäische Selbstschädigung, verbunden mit US-Begünstigung durch hohe Energie- und Rüstungskäufe bei den dortigen Industrien, fällt als erstes auf – wobei zugleich klar ist, dass diese Beschädigung Europas nicht symmetrisch sein kann, sondern die Zahlungskräftigen unter den Europäern in besonderem Maße trifft; also Deutschland. Beides vermag zu dem vermutlich übergeordneten Ziel beizutragen, EU-Europa in Nationalstaaten zu spalten und damit als politischen Gegenspieler auszuschalten. Es könnte ergänzend das Motiv eine Rolle spielen, welches August Pradetto in den Raum gestellt hat.

Dessen Antwort lautet: Die USA bereiten sich vor auf einen militärischen Clash mit China – welches außerhalb des NATO-Bündnisgebietes liegt. Die USA aber werden ihre NATO-Verbündeten in diese Auseinandersetzung, wenn sie denn kommt, an ihrer Seite haben wollen. Das ist ihr natürliches Interesse, und wenn die Aufforderung kommt, werden die europäischen NATO-Staaten sich dem nur entziehen können, wenn sie den Bruch mit den USA meinen riskieren zu können. Eine Absage der Europäer nämlich wäre das Ende der NATO-Mitgliedschaft der USA.

5.     Verhandlungen seit Herbst 2025

Ende November 2025 ging es wieder um die Ukraine und Russland. Da wurde die Öffentlichkeit davon aufgeschreckt, dass in den Verhandlungen zwischen Russland und der USA in einem neuen bilateralen Format und über konkrete Listen verhandelt wird – da war an das Medium Axios eine 28-Punkte Version durchgestochen worden, offenkundig im Bemühen, die vertraulichen Gespräche zu stören. Aufgeschreckt durch diese Publikation haben die bis dahin abseitsstehenden Europäer sich eingebracht – Ergebnis war eine 24-Punkte-Version (der unauthorisierten E3 (UK, Frankreich, Deutschland)) als ihre Position, die anschließend zu einer einvernehmlich westlichen, also mit den USA an Bord, mit wiederum 28 Punkten amalgamiert wurde. Beide Versionen wurden damit präzise vergleichbar. Kurz vor Weihnachten dann einigten sich Washington und Kiew auf eine 20-Punkte-Fassung, die dann nach Moskau gesandt wurde. Über deren Schicksal in den weiteren Verhandlungen mit Russland ohne die Europäer ist bislang nichts bekannt geworden. Bekannt ist nur, dass weiterverhandelt wurde, nun teilweise auch direkt zwischen der Ukraine und Russland, und dass von den jeweiligen Zwischenständen seitdem so gut wie nichts an die Öffentlichkeit gelangte – d.i. ein gutes Zeichen dafür, dass es sich um ernstliche Verhandlungen handelt.

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