Artikel von Jörg Hafkemeyer

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Der Fernseh- und Radiojournalist arbeitete als Kulturredakteur und später als ARD Korrespondent in Washington und Mexiko. Seit 2002 ist Hafkemeyer Professor an der Berliner Universität der Künste.


Der "Rote Wedding"
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Als der Wedding rot war

Zwischen 1931 und 1933 wählt Berlin Rot. Der Wedding sowieso. Seinen Bewohnern geht es schlecht. Tausende sind ohne Arbeit, gehen stempeln. Die NSDAP wird 1933 bei den Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung mit 32,6% erstmals stärkste Partei. Vor den Kommunisten mit 29,9% und den Sozialdemokraten mit 24%. Der Nationalsozialist Rudolf Suthoff-Groß bleibt bis zum Ende 1945 Bezirksbürgermeister….

Wedding 1947: Tauschzentrale
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BRENNHOLZ FÜR KARTOFFELSCHALEN

Berlin. Mai 1945. Der Krieg ist aus. Gebückt, verängstigt laufen die Menschen durch die Straßen. Vorbei an Ruinen. An eingedrückten Hauswänden entlang. Frauen sind kaum zu sehen. Sie haben Angst vor den marodierenden russischen Soldaten. Geschossen, gebombt wird nicht mehr. Einen Überblick hat kaum jemand. Die Reste der Schiller- und Goetheparks werden in Küchenherden verheizt….

Wahllokal
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Sachsen vor der Wahl

So lange wie die SPD in Brandenburg, so lange hat auch die CDU in Sachsen nach dem Ende der DDR sicher regiert: 30 Jahre. Für beide Parteien jedoch sind die Zeiten stabiler Mehrheiten mit dem kommenden Wahlsonntag mit einiger Wahrscheinlichkeit vorbei. Das kann erhebliche Auswirkungen auf das große Bundesland im Südosten sowie auf die Regierungsparteien…

Flüchtlingslager von Überlebenden des Völkermords in Ruanda
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Eine Landschaft des Grauens – Über den Völkermord in Ruanda Teil 2

Die Monate April und Mai 1994 waren fürchterlich im Grenzgebiet von Zaire und Ruanda, in der Gegend rund um Goma. Etwas Unvorstellbares hatte sich ereignet: nördlich, südlich, westlich der Stadt hausten 1,2 Millionen Kriegsflüchtlinge aus Ruanda. Es gab keine Lebensmittel, kaum Wasser, keine Straße, keine Abwasserkanäle, keinerlei Verkehrsmittel. Die Menschen siechen dahin, sterben. Die Leichen…

Nyamata Gedenkstätte
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Um uns die Toten – Über den Völkermord in Ruanda

„Ich erwachte im Morgengrauen des 8. April durch den Krach von schwerem Gewehrfeuer auf. Der Mob war wieder auf der Straße, Schüsse wurden aus der ganzen Stadt gemeldet. Teile der Regierungstruppen und der Gendarmerie hatten sich am Vortag dem Wüten der Präsidentengarde und der Interahamwe angeschlossen. Alle UN – Standorte beherbergten Tausende angsterfüllter Ruander,“ erinnert…

Robert Redford
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Robert Redford – Die Biografie von Michael Feeny Callan

Es gibt ein wunderbares, ausdrucksstarkes schwarz-weiß Foto, das einen gestenreichen Chefredakteur Ben Bradley im Vordergrund und die herzhaft lachenden Washington Post Verlegerin Katharine Graham im Hintergrund zeigt, die beiden Menschen, die aus dem Provinzblatt eine national und international wichtige Zeitung machten.  Das war das eine von Bradleys großen Verdiensten, der 2014 im Alter von 93…

Jens Reich
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Jens Reich zum 80. Geburtstag

Gut 30 Jahre ist es her, da erscheint in der Bundesrepublik Deutschland ein Artikel, der für Aufsehen sorgt. In ihm wird das System der DDR einer sehr eingehenden kritischen Analyse unterzogen. Von einem in der DDR lebenden Autor: Thomas Asperger. Die Zeitschrift ist Lettre International. Die deutsche Ausgabe erscheint in Westberlin. Tatsächlich ist Thomas Asperger…

Neef. Buchtitel
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Glanz und Untergang der Deutschen an der Newa

Sankt Petersburg. Die Einheimischen nennen ihre einmalige Stadt fast zärtlich Pieter. Dostojewski hat sie gehaßt und kam doch nicht von ihr los. „Moskau ist ein hausbackenes Weib, es backt Plinsen, bleibt hocken, läßt sich, ohne vom Sessel aufzustehen, von den Dingen erzählen, die draußen in der Welt geschehen“. Und  Nikolai Gogol schwärmt: „Petersburg ist ein…