Artikel von Klaus Vater

Klaus Vater

Redakteur 1972 und bis 89 in wechselnden Redakteursaufgaben. 90 bis 99 wiss. Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion, Büroleiter Dreßler, 2000 Sprecher Bundesarbeitsministerium, dann des Bundesgesundheitsministeriums, stellv. Regierungssprecher; heute: Publizist, Krimiautor, Lese-Pate.


Gefängnis
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Solidarität mit Yükel Weßling

„Mein Wörterbuch zeigt mir, dass die Redewendung: jemanden als Freund betrachten auf Türkisch heißt: Birsini arkadas. Das hat einen schöneren Klang als die deutsche Redewendung. Aber manchen wird der schöne Wortklang vergehen, wenn er an die Politik der heute in der Türkei Herrschenden denkt. Nun haben namhafte und engagierte Frauen und Männer  einen Aufruf unterzeichnet,…

Covidioten
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Demos gegen Corona-Beschränkungen – Der Staat ist auch für unerträglich Doofe da

20 000 Frauen und Männer haben am vergangenen Samstag in Berlin gegen die Beschränkungen durch Regeln demonstriert, die während der Covid- 19 Pandemie einzuhalten sind. Bis aufs organisierte Bandenwesen war wohl dabei alles vertreten, was Gesetze und Verordnungen während Ausnahmezeiten ignoriert.20 000. Ob unter denen sich welche befunden haben, die mit Covid-19 Viren angesteckt worden…

Wirecard Messeauftritt
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Wirecard – Wirtschaftskriminalität für Fortgeschrittene

Die Taz hat ein anerkanntes links-unabhängiges Profil mit vielen Texten, die Mensch anderswo nicht findet, auch viele mit Sachverstand geschriebene Beiträge.  Umso mehr fällt ab, was Anja Krüger gestern kommentierend zum Wirecard-Skandal schrieb: „Mindestens so wichtig ist ein Plan, wie in Deutschland  die Bilanzen von Großunternehmen denn effektiv kontrolliert werden können. Solange es den nicht…

Inklusion
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Die Lebenshilfe – Deutschlands großartigster Arbeitgeber unter Druck

Über die Lebenshilfe e.V. erfahren die Menschen wenig. Diese Bundesorganisation wurde 1958 gegründet, sie vertritt und hilft Menschen mit einer geistigen Behinderung, sie streitet für Gleichberechtigung und Barrierefreiheit. Auch heute noch, 62 Jahre nach der Gründung ist das ein anstrengendes, oft mühseliges Unterfangen. Rund 130 000 Mitglieder hat die Selbsthilfeorganisation mit 493 Ortsgruppen, Kreisverbänden  und…

Buchtitel Josef sucht die Freiheit
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Hermann Kesten- Ein Genie der Freundschaft

Der Schriftsteller Hermann Kesten ist in Vergessenheit geraten. Man nannte den 1996 in Basel verstorbenen deutschen PEN-Präsidenten der Jahre 1972 bis 1976 ein „Genie der Freundschaft“. Zweig sagte über ihn Anfang der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, er sei der „Schutzvater und geradezu Schutzheiliger aller über die Welt Versprengten“ gewesen. Marcel Reich- Ranicki  hat ihn…

Logo Zentralrat der Juden
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Zum 70. Geburtstag des Zentralrats der Juden

Am 19. Juli wird der Zentralrat der Juden in Deutschland 70 Jahre alt. Er spricht für 100 000 jüdische Frauen und Männer und Heranwachsende im Land, die sich  in den jüdischen Gemeinden  zusammengefunden haben. Die meisten von uns Nicht-Juden im Land freut es, dass es so viele tatkräftige und auch geachtete Gemeinden gibt.  Ja, es…

Krankenpflege-Ausbildung
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Die Rätsel der Pflegelöhne

Es war ein wenig wie beim dreifachen Rittberger: Kraftvoll mit rechts abspringen, rasend schnell drei Mal um sich selber drehen und elegant mit rechts wieder aufkommen; am besten ohne Wackeln und möglichst ohne aufs Eis zu knallen. Dieses Mal gelang der Absprung mit Mühe, die Drehung  war nicht schlecht, aber das wackelige zurück aufs Eis…

Stacheldraht
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Vom Elend der europäischen Flüchtlingpolitik – 1938 und 2020

Wiederholt sich Geschichte, obwohl stets und ständig festgestellt wird, dass sich Geschichte nicht wiederholt? Wir seien weiter als die Altvorderen, wird gesagt. Stimmt ja auch, freilich nicht in allen lebens- beziehungsweise überlebenswichtigen Dingen. Die Europäische Union hat keine gemeinsame, von allen Mitgliedern getragene Flüchtlingspolitik. Im Gegenteil. An der Flüchtlingsfrage scheiden sich die Geister. Beziehungsweise an…

Corona
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Rücksicht, Toleranz und Respekt fällt in Corona-Zeiten auch so manchem Philosophen schwer

Neues vom Philosophen David Richard Precht. Im Handelsblatt (16.Juni) warf er einen kurzen Blick auf die Corona-Zeit und fand: „Angesichts von derzeit wenigen Hundert Menschen, die in Deutschland wirklich mit Corona zu kämpfen haben, muss man sich schon überlegen, wie weit man das gesamte öffentliche Leben weiterhin so einschränken sollte.” Und: Man habe “ganz offenkundig…