Artikel von Gül Keskinler

Gül Keskinler

Gül Keskinler lebt seit einigen Jahrzehnten in Deutschland. Die „Deutsch-Türkin“ ist Chefin der Agentur für Interkulturelle Kompetenz EKIP in Köln, die Konzepte für Bildung, Qualifizierung und Kompetenzerweiterung entwickelt und umsetzt. 2006 - 2016 ehrenamtliche DFB-Integrationsbeauftragte.


Russlanddeutsxhe auf den Weg in den Westen
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Putins deutsche Schäfchen: Eine vergessene Migrantengruppe?

Auf einer Informationsveranstaltung in Darmstadt wurde jüngst das Projekt „Soziale Stadt“, das im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms vor allem für mehr Familienfreundlichkeit in den Wohnvierteln sorgen soll, vorgestellt. Dabei geht es um eine lebendige Nachbarschaft, insbesondere jedoch auch um den sozialen Zusammenhalt verschiedener ethnischer Gruppen. Als die Autorin dieses Blog-Beitrages beim Get together nach der Veranstaltung…

Integration
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Mangelnde Anerkennung: Ein starkes Integrationshemmnis

  In Deutschland leben rund 4 Mio. Menschen mit einem muslimischen Glaubenshintergrund. Die überwältigende Mehrheit von ihnen hat mit einem islamistisch-politischen Islam nichts zu tun. Sie fühlt sich bei Terroranschlägen jedoch stets in Haftung genommen – und nicht nur dann. Immer wieder wird diese Migrantengruppe von Außenstehenden auf ihren Glauben angesprochen; oft genug heißt es…

Eistee
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Eistee oder Wasser: Migrantische Vorschulkinder sind häufig zu dick / Ursachen und Auswege  

Seit der Zeit, als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, haben sich die hiesigen Essgewohnheiten fundamental verändert. Mit dem Einzug der Zuwanderer haben auch deren Landesküchen bei uns Einzug gehalten. Vor allem die italienisch-spanische und die türkische Küche gehören in vielen deutschen Haushalten zum alltäglichen Standard. Vergessen wird dabei häufig, dass „Mutters Kochtopf“ stets als…

Netzwerk
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Netzwerktreffen in Köln: Selbstständig, weiblich, türkisch.

Die Ehefrauen und Töchter vor allem der ersten türkischen Gastarbeitergeneration werden nicht mit einer ambitionierten Berufstätigkeit in Verbindung gebracht. Bekannt ist vielmehr das Bild der intellektuell einfältigen Kopftuchfrau, die bei Gemüsehändlern oder in Kebap-Buden hinter der Kasse steht. Beim jüngsten Netzwerk-Treffen von Unternehmerinnen und Akademikerinnen mit türkischen Wurzeln in Köln, das der Herausgeber der türkischsprachigen…

Krankenversicherung
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MIGRANTEN: EIN PLUS FÜR KRANKENKASSEN

Allein im vergangenen Jahr sind fast 800.000 Menschen neu bei den Krankenkassen versichert worden. Dabei handelte es sich vor allem um Arbeitsmigranten aus EU-Staaten und anerkannte Flüchtlinge sowie ehemalige Privatversicherte. Insgesamt stieg die Zahl der Kassenmitglieder in 2016 auf 55,5 Millionen. Positiv zu vermerken ist dabei, dass seit 3 Jahren schon der Altersdurchschnitt der bei…

Moschee
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Deutsche Muslime oder muslimische Deutsche?

Zwei Privatpersonen, eine Islamwissenschaftlerin und ein Friedensaktivist haben vor kurzem eine Idee durch die Sozialen Netzwerke im Internet geschickt: Sie wollten in Köln einen Friedensmarsch von Muslimen gegen Gewalt und islamistischen Terror durchführen, was ja nicht nur eine Idee geblieben ist. Diese Demonstration hat unter dem Motto „ Ramadan Friedensmarsch: Nicht mit uns – Muslime…

Burka
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Burka oder Niqab – Grund für einen Ausschluss aus dem Bildungssystem?

„Wir dürfen Frauen, weil sie Burka oder Niqab tragen, nicht von Bildung ausschließen“, sagte Ilka Hoffmann, die dem Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angehört. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, hingegen begrüßte das Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrück, das eine 18-jährige Muslima vom Unterricht am Abendgymnasium Sophie Scholl ausgeschlossen hat, solange sie tief…

Integration
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Im Verein beginnt die „Heimatisierung“

Vor einigen Wochen bei einem Kreisligaspiel im Berchtesgadener Land, direkt an der österreichischen Grenze: In der Mannschaft der Gastgeber spielen neben den urbayerischen Kickern auch mehrere Spieler mit Migrationshintergrund, darunter ein Polizeibeamter mit türkischen Wurzeln und sogar ein syrischer Imam – kurzgesagt: fußballaffine junge Männer aus der schönen ländlichen Gegend. Demetrius, der Trainer der Heimmannschaft,…

Integration
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Mehr interkulturelle Öffnung – weniger Abschottung

Der Spitzenkandidat jener Partei, die vergangenes Wochenende in Köln den Steuerzahler mit ihrem Bundesparteitag 11 Millionen Euro kostete , gab am Ende der Veranstaltung die Kampfansage durch: „Dies ist unser Land! Das Land unserer Großeltern und Eltern! Wir müssen es zurückerobern!“ Wir, also alle Menschen mit einem wie auch immer gearteten Migrationshintergrund, haben die Botschaft…