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Manipulative Kraft der Sprache – Aber ob Gender(n) hilft…..?

Petra Kappe Von Petra Kappe
21. Februar 2016
Biödquelle: Thommy Weiss / pixelio.de

Bildquelle: Thommy Weiss / pixelio.de

Sprache bestimmt unser Denken. Was wir nicht in Worte fassen können, kommt in unseren Gedanken nicht vor. Sprache muss daher lebendig sein und offen für Neuerungen; andernfalls blockiert oder behindert sie Entwicklungen. Der Feminismus setzt sich seit Jahrzehnten mit der Sprache als Herrschaftsinstrument auseinander und bemüht sich um Reformen, die Frauen sichtbarer machen. Die im Moment favorisierte Variante ist das Gender-Sternchen, die radikalste Version das „x“.

Nach dem Bindestrich, dem großen BinnenI und dem eingeklammerten „inn“ schlagen SprachwissenschaftlerInnen und Feminist(inn)en inzwischen weitergehende Lösungen für eine gendergerechte Sprache vor. Anders als in den ersten Ansätzen geht es nicht mehr nur darum, die sprachliche Diskriminierung der Frau zu bekämpfen. Mit dem Wissen darüber, dass es Menschen gibt, die sich weder als Mann, noch als Frau fühlen, gelten die Reformbemühungen auch Trans-Personen. Lann Hornscheidt, nach eigenem Konzept „Professx“ an der Humboldt-Universität Berlin, verficht die x-Form: nicht Professor, nicht Professorin, nicht der Professx oder die Professx, sondern einfach Professx, ohne männliche oder weibliche Endung, ohne geschlechtsspezifischen Artikel.

„Wenn Sie mit Lann Hornscheidt Kontakt aufnehmen wollen“, heißt es auf der Homepage, „verwenden Sie bitte respektvolle Anreden“. Beispiele dafür sind „Hallo Lann Hornscheidt“, „Guten Tag“ oder das englische „Dear“. „Zweigendernde“ Ansprachen wie Herr, Frau, Lieber oder Liebe sollten hingegen vermieden werden. Lann Hornscheidt, geboren 1965, fühlt sich von männlichen oder weiblichen Anreden nicht angesprochen.

Spottwelle in den Netzwerken

Die Grünen, in ihrer parteiinternen Kommunikation schon immer vorbildlich um gerechte Sprache bemüht, haben die Argumente aufgegriffen, sich aber gegen die x-Form entschieden. Um „Transsexuelle, transgender und intersexuelle Personen“ nicht länger sprachlich „unsichtbar“ zu machen und zu diskriminieren, verwenden die Grünen (oder fortan Grün*innen?) den Gender-Stern anstelle der männlichen bzw. weiblichen Wortendungen. In Parteibeschlüssen soll es Bürger*innen und Student*innen heißen.
„Uns geht es darum, dass niemand wegen seines Geschlechts oder seiner Sexualität diskriminiert wird“, sagt die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, Gesine Agena, und bezieht sich damit auf Artikel 3 Grundgesetz. „Wenn wir zum Beispiel immer nur von Politikern, Ärzten oder Anwälten sprechen, vermitteln wir damit das Bild, dass nur Männer erfolgreich sein können“, erläutert sie und betont zusätzlich, dass es nicht um allgemeine Sprachvorschriften für die Bevölkerung, sondern lediglich um die eigene Parteikommunikation gehe. Die Spottwelle in den sozialen Netzwerken ließ sich damit nicht stoppen. Als gäb es nichts Wichtigeres, lautete der noch harmloseste Vorwurf.

Ob Sternchen oder x-Form: beides mutet nicht schön an, sondern wirkt umständlich, unaussprechlich, unpraktikabel. Dass wir aber Anlass haben, uns die manipulative Kraft der Sprache bewusst zu machen, ist nicht von der Hand zu weisen. Es lenkt unser Denken, wenn von Terroristen statt von Rebellen oder Freischärlern die Rede ist, und es verzerrt unsere Wahrnehmung, wenn sich Begriffe wie Flüchtlingswelle, Asylantenflut oder Fluchtkatastrophe in unseren Köpfen einnisten. Größere Sorgfalt im Sprachgebrauch kann nicht schaden, und die Bewusstmachung der Gefahren entschärft sie schon ein wenig.

Bildquelle: Thommy Weiss / pixelio.de

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Tags: FeminismusGenderGenderpolitikGeschlechterrollenSpracheSprache als Herrschaftsinstrument
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