Artikel von Petra Kappe

Petra Kappe

Die promovierte Medienwissenschaftlerin arbeitete mehr als 20 Jahre in der Politikredaktion der Westfälischen Rundschau. Recherchereisen führten sie u. a. nach Ghana, Benin, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, China, Ukraine, Belarus, Israel und in das Westjordanland. Sie berichtete über Gipfeltreffen des Europäischen Rates, Parteitage, EKD-Synoden, Kirchentage und Kongresse. Parallel nahm sie Lehraufträge am Institut für Journalistik der TU Dortmund sowie am Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus in Dortmund wahr. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin.


Istanbul
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Erdogans Niederlage in Istanbul

Der Wahlsieg von Ekrem Imamoglu in Istanbul ist auch eine Niederlage für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn der Staatschef sich mit der Unterstützung für den AKP-Kandidaten, den Ex-Regierungschef Yildirim, zurückgehalten hat, um eben nicht am Ende als Verlierer dazustehen: Erdogan war es, der die Wiederholung der…

Flüchtlinge
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Kirchentag endet mit klarer Botschaft: „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“

Der Kirchentag in Dortmund hat ermutigend gewirkt. Er war heiter, lebendig, politisch, streitbar, fröhlich im Miteinander, respektvoll in der Kontroverse. Kurz: er hatte alles, was ein Kirchentag braucht. Eine aufgeschlossene Stadt, Menschen, die zuhören, mitmachen und sich begeistern lassen. Mit Hans Leyendecker und Julia Helmke hatte er eine überzeugende Leitung, in der westfälischen Landeskirche engagierte…

Stop zur Verharmlosung rechtsextremistischer Gewalt
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Die Verharmlosung der Rechtsextremisten muss aufhören

Das Entsetzen über den Mord an Walter Lübcke hat auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund starke Worte hervorgebracht. Die Verharmlosung des Rechtsextremismus müsse ein Ende haben, sagte etwa der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, und wer wollte ihm da widersprechen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) äußerten sich zu der grauenhaften Tat und…

Kandidaten
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Personalprobleme allerorten lassen tief in Misere der Parteien blicken

In der Politik herrscht eine eklatante Personalnot. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien und in der Europäischen Union wird händeringend nach Neubesetzungen gesucht. Die Konservativen in den USA freilich haben ihren Mann fürs Grobe schon, sprich: ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Der Amtsinhaber will für eine zweite Amtszeit antreten. Nach…

Digitalisierung
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Glückauf Zukunft – Steinmeier plädiert für europäische Ethik im Digitalen

Eine europäische „Ethik des Digitalen“ hat Bundespräsident Frank Walter Steinmeier gefordert. Auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund rief er die Menschen auf, aktiv an dem gesellschaftlichen Wandel mitzuwirken, „anstatt uns zurückzuziehen in stille Kämmerlein oder digitale Echokämmerlein“. Unser Land sei auf Vertrauen gebaut, doch „Hass, Brutalität und Willkür“ seien Gift für Gesellschaften, sagte Steinmeier. „Vertrauen…

Klimakatastrophe
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Klimakatastrophe – Unterlassen ist sträflich

Als sich kürzlich vor der Stadthalle in Hagen ein herrenloser Rucksack fand, löste der Alarmstimmung aus. Die Polizei sperrte den Eingangsbereich ab; niemand erhielt Zutritt, niemand durfte auch heraus. Die polizeiliche Routine war gründlich und rigoros. Sicherheit zuerst. Die strengen Maßnahmen wurden selbstverständlich hingenommen. Ein Grummeln, ein Ärgern, aber keine Widerworte. Geduldiges Warten, bis das…

Paragraphen
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Kompliziert, eilig und stillschweigend: Gesetzgebung nach der Methode Seehofer

Das Bundesverfassungsgericht wird wohl wieder jede Menge zu tun bekommen. Wie schon so oft, wenn es – massiert nach den Anschlägen vom 11. September 2001 – um die Gesetzgebung im Bereich der Sicherheit ging, schießt der Bundestag übers Ziel hinaus, und das höchste Gericht muss unsere Grund-, Freiheits- und Menschenrechte schützen. Mit dem Bundesinnenminister Horst…

Trump - Darth Vader der Politik
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Trump führt Böses im Schilde

Um die Gepflogenheiten in der internationalen Diplomatie schert sich Donald Trump einen feuchten Kehricht. Das ist nichts Neues. Doch was der schrecklichste US-Präsident aller Zeiten mit seinem Besuch in London bezweckt, ist mehr als eine Ungehobeltheit. Es ist der Versuch, europäische Geschichte zu schreiben. Eine Geschichte von Zerstörung und Zerfall. Die Briten sollten ihm widerstehen…