Artikel von Petra Kappe

Petra Kappe

Die promovierte Medienwissenschaftlerin arbeitete mehr als 20 Jahre in der Politikredaktion der Westfälischen Rundschau. Recherchereisen führten sie u. a. nach Ghana, Benin, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, China, Ukraine, Belarus, Israel und in das Westjordanland. Sie berichtete über Gipfeltreffen des Europäischen Rates, Parteitage, EKD-Synoden, Kirchentage und Kongresse. Parallel nahm sie Lehraufträge am Institut für Journalistik der TU Dortmund sowie am Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus in Dortmund wahr. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin.


Libyen - Schach fremder Mächte
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Libyen-Konferenz in Berlin: bestenfalls ein erster Schritt

Von einer Friedenskonferenz für Libyen zu sprechen, ist hochtrabend. Das Treffen in Berlin ist im besten Fall ein erster Schritt, um eine blutige Schlacht um Tripolis abzuwenden. Zusagen für einen unbefristeten Waffenstillstand und eine massive Entwaffnung der hochgerüsteten Milizen können den Weg für weitere Schritte ebnen. Eine stabile Friedensordnung für das geschundene Land ist jedoch…

Atomic Trumo
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Trumps Befehl schürt die Kriegsgefahr

Das Bild von der Dynamitstange, die US-Präsident Donald Trump in ein Pulverfass geworfen habe, ist treffend. Nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani sind Rache und Vergeltung die meist gebrauchten Worte in Teheran. Die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran ist um eine gefährliche Eskalationsstufe angeheizt. Die Spirale der Gewalt dreht sich und…

Buch der Geheimnisse
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Von guten und bösen Geheimnissen

Weihnachten und die Adventszeit gelten als Zeit der Geheimnisse. Im Verborgenen entstehen Geschenke und Überraschungen, wenn das Fest der Liebe naht, das an Wundersames erinnert. Gespanntes Warten begleitet die Zeit, Warten darauf, dass die Geheimnisse gelüftet werden. Süße, selige, schöne Geheimnisse, die Freude bereiten. Doch es gibt auch böse Geheimnisse, und von denen soll auch…

Landesflagge NRW
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Schwere Niederlage für schwarz-gelbe Landesregierung – Stichwahl bleibt

Die Stichwahl bleibt. Wenn in Nordrhein-Westfalen im kommenden September die Bürgermeister und Landräte gewählt werden, genügt nicht die einfache Mehrheit zur Wahl. Die von der schwarz-gelben Koalition im Landtag beschlossene Abschaffung der Stichwahl ist verfassungswidrig und damit nichtig. (Aktenzeichen: VerfGH 35/19) Der Verfassungsgerichtshof in Münster hat entschieden, dass die Abschaffung der Stichwahlen gegen Grundsätze des…

Klimakatastrophe
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Klimaschutz ist auch eine Frage der Gerechtigkeit

Der Klimagipfel von Madrid ist weit hinter dem Notwendigen zurückgeblieben. Es ist deprimierend, wie ungeniert die nationalen Egoismen alle globalen Anstrengungen der Staatengemeinschaft torpedieren. Die Enttäuschung ist berechtigt, doch was hatte man von Brasiliens Jair Bolsonaro anderes erwartet, der den Regenwald rücksichtsloser Ausbeutung ausliefert, oder von Australiens konservativer Regierung, die sich der Kohlelobby unterwirft, oder…

Das Ende
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Johnsons Triumph hat einen hohen Preis

Boris Johnson triumphiert. Allerdings kann sein Erfolg in den britischen Parlamentswahlen einen bitteren Preis haben. Nicht weniger als der Bestand des Vereinigten Königreichs steht auf dem Spiel. Der Premierminister kann fortan durchregieren. Im neuen Unterhaus haben seine konservativen Torys die absolute Mehrheit errungen. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wird aller Voraussicht nach zum…

Westminster
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Johnson oder Corbyn – Vernunft steht nicht zur Wahl

Donnerstag ist Wahltag in Großbritannien. Die Meinungsforscher meinen den Ausgang der Parlamentswahlen schon zu kennen. Sie sehen die Konservativen von Premierminister Boris Johnson klar vorn. Oppositionsführer Jeremy Corbyn und seine Labour-Partei haben demnach keine Chance, die Mehrheit im Unterhaus zu gewinnen. Kommt es, wie die Demoskopen sagen, wird wohl der Austritt der Briten aus der…

Putin - Lukaschenko
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Putin schielt schon auf ein neues Amt

Zwei Jahrzehnte hat die Union mehr oder minder in einem Dornröschenschlaf verbracht. Jetzt mehren sich die Hinweise, dass der von Russland und Weißrussland am 8. Dezember 1999 geschlossene Bund doch noch zu neuem Leben erweckt werden soll. Die Gründe dafür sind allerdings nicht im Wiederaufleben nostalgischer Sowjetträume oder in veränderten politischen Bestrebungen zu suchen, sondern…