Artikel von Petra Kappe

Petra Kappe

Die promovierte Medienwissenschaftlerin arbeitete mehr als 20 Jahre in der Politikredaktion der Westfälischen Rundschau. Recherchereisen führten sie u. a. nach Ghana, Benin, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, China, Ukraine, Belarus, Israel und in das Westjordanland. Sie berichtete über Gipfeltreffen des Europäischen Rates, Parteitage, EKD-Synoden, Kirchentage und Kongresse. Parallel nahm sie Lehraufträge am Institut für Journalistik der TU Dortmund sowie am Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus in Dortmund wahr. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin.


Gefährliche Atomenergie - Symbolbild
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Atomkraft als Klimaretter? Ein absurder Plan

Es ist ein Trauerspiel. Die Ergebnisse von spektakulären Gipfeltreffen können noch so dürftig sein – die Verantwortlichen versuchen sie irgendwie schönzureden. Das war auch nach der Weltklimakonferenz in Glasgow nicht anders. Zu vage, zu wässrig, zu wenig, lautet der nüchterne Befund zu dem Vereinbarten. Die rosaroten Erklärungen zu vermeintlichen Fortschritten sind kaum belastbar. Sie können…

Briefmarke Entwicklungszusammenarbeit
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Das Entwicklungsministerium kann nicht weg

Kaum schickt sich die FDP an mitzuregieren, steht wieder das Entwicklungsministerium zur Disposition. Das ist kein Randaspekt, sondern eine zentrale Frage der Haltung in einer globalisierten Welt. Gute Regierungsführung, wie sie in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit einen herausragenden Stellenwert hat, ist auch von Seiten der Bundesregierung verlangt. „Weg damit!“ Diese Parole zum Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit…

Reichstagsinschrift "Dem Deutschen Volke"
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Der Bundestag wahrt seine Würde

Das Präsidium des 20. Deutschen Bundestags ist weiblicher denn je. Die vom Parlament in seiner ersten Sitzung zur Präsidentin gewählte Sozialdemokratin Bärbel Bas aus Duisburg hat mit Aydan Özugus (SPD), Yvonne Magwas (CDU/CSU), Claudia Roth (Grüne) und Petra Pau (Linke) vier Frauen als Stellvertreterinnen. Einziger Mann im Gruppenbild ist Wolfgang Kubicki (FDP). Der Kandidat der…

Akropolis
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Europa wartet auf neue Impulse

Die Vergleiche, die der Belgier Charles Michel bemühte, wirkten ein wenig schräg, vielleicht gekrampft. Zu Angela Merkels Abschied sagte der Ratspräsident der Europäischen Union, ein Gipfel ohne die Bundeskanzlerin sei wie Rom ohne den Vatikan oder wie Paris ohne den Eiffelturm. Unvorstellbar? Unersetzlich? Die Botschaft erschließt sich nicht, ist kaum mehr als der missglückte Versuch…

Ossietzky im Konzentrationslager Esterwegen (1934)
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Friedensnobelpreis würdigt Kampf für die Meinungsfreiheit

Mit der Vergabe des Friedensnobelpreises an zwei Journalisten kommt einem unweigerlich Carl von Ossietzky in den Sinn. Der Autor der „Weltbühne“ erhielt den renommierten Preis 1936, nachdem ihn die Nationalsozialisten verfolgt, mehrfach verhaftet und in Konzentrationslager deportiert hatten. Er konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen und starb 1938 an den Folgen von Haft, Misshandlung, Schikane…

Mauer mit Schriftzug "Startup"
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An die Arbeit, Gewählte!

Wie wäre es denn, wenn die Gewählten jetzt einfach mal ihre Arbeit machten? Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden. Das Ergebnis der Bundestagswahl zeigt einige Veränderungen im Wahlverhalten; die Unterschiede zwischen Groß und Klein sind geschrumpft; die Zurechnung zu Links oder Rechts wird schwieriger; doch insgesamt ist die Sitzverteilung im neuen Bundestag weit weniger kompliziert,…

Schriftzug "Respect"
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Kinder haben Rechte – aber es fehlt an Respekt

Wenige Tage vor der Bundestagswahl begeht die Welt den internationalen Kindertag. In Deutschland lautet das Motto „Kinderrechte jetzt“. Es verweist auf das große Scheitern bei dem Vorhaben, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, und unterstreicht zugleich die schlimmen Versäumnisse gegenüber den Kindern. Natürlich haben die Kinder in Deutschland Rechte; auch für sie gelten die universellen…

World Trade Center brenend am 11. September 2001
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Die kopflose Reaktion auf den 11. September

Der Westen ist nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zwei Grundirrtümern erlegen. Der erste ist die auch damals längst und vielfach widerlegte Annahme, Gewalt ließe sich mit Gewalt bekämpfen. Der zweite ist, dass das Opfern von Freiheit mehr Sicherheit schafft. 20 Jahre später – nach dem „Krieg gegen den Terror“, den Debakeln von Afghanistan…

Wahlbrief
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Noch mehr Demokratie wagen

Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus. Nur, wer ist das Volk, das Wahlvolk, um es genauer zu sagen? Die Antwort, die der Gesetzgeber darauf gibt, hat auch mit Macht zu tun. Das Wahlrecht entscheidet darüber, wer demokratischen Einfluss auf die politischen Weichenstellungen nehmen kann. Zur Bundestagswahl am 26. September sind gut 60 Millionen Menschen wahlberechtigt;…