Artikel von Marianne Bäumler

Marianne Bäumler

Die Theater-, Film- und Literaturkritikerin schreibt für diverse Zeitungen und arbeitet für den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Sie promovierte über Erich Kästner, lehrte an der Universität Marburg, arbeitete als Dramaturgin und machte Dokumentarfilme für den WDR und andere ARD-Sender.


Ermordung von jüdischen Zivilisten in der Ukraine duch deutsche Einsatzgruppen
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„Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt jedoch in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.“ HANNAH ARENDT

Brief des SS-Obersturmführers Karl Kretschmer: Sonntag, 27. September 1942 Meine liebe Sonja, Du wirst ungeduldig sein, weil du von mir seit Montag keinen Brief bekommen hast. Ich konnte aber wirklich nicht eher schreiben. Einmal, weil ich in der Zwischenzeit wieder Tausend  Kilometer gereist bin – ( diesmal im Auto, 2 Tage Staub und Schuckelei) und…

Fahne "Pace"
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Der arme Isaak „Und Abraham bezwang sein Erbarmen.“ – Eingeschworen: Wenn GOTT seinen Kriegern als Belohnung für absoluten Gehorsam militärische Erfolge verspricht. (Genesis 22)

Ja, so heißt es im Ersten Testament! Sein Erbarmen mit seinem Jungen, seinem Kind, Abraham bezwingt es, er schaltet es ab, ja, der Isaak hat ja nichts Böses verbrochen, er tut ihm vielleicht ein bisschen leid, aber mehr ist nicht drin. Der Allmächtige, der Schöpfer Himmels und der Erden, Er verlangt es von Abraham: den…

Hannah Arendt
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Meine minima moralia zu Ostern

Hier ein wesentliches ZITAT von Hannah Arendt: „Was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns?Begreifen wir sie nur als die Abwesenheit von Furcht und von Zwängen,oder meint Freiheit nicht vielmehr auch,sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen,eine eigene politische Stimme zu haben,um von anderen gehört, erkannt und schließlich erinnert zu werden?Und: Haben wir diese Freiheit einfach,…

Möglichkeiten - EIn Banner
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WIE SIEHT BLOSS UNSER GLOBUS AUS? DIE BANALITÄT VON MACHT UND HERRLICHKEIT

Die allermeisten Ärzte auf Erden – es sind MännerDie allermeisten Architekten auf Erden – es sind MännerDie allermeisten Bankdirektoren auf Erden – es sind MännerDie allermeisten Drogendealer auf Erden – es sind MännerDie allermeisten Künstler und Komponisten auf Erden – es sind MännerDie allermeisten Manager auf Erden – der Auto-Alkohol-Pharma-Tabak-Zuckerwarenindustrie – es sind MännerDie allermeisten…

Screenshot Website Trigema
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Ein offener Brief an den Chef von Trigema:

Sehr geehrter Herr Wolfgang Grupp, Sie können sich gar nicht vorstellen, wie groß meine Freude war und ist, als ich vor kurzem von Kollegen*innen hörte, dass Sie und Ihre Mitarbeiter*innen vorhaben, die wunderbaren Kleidungsstücke, die Sie wegen der Pandemie jetzt nicht mehr verkaufen können und die nun in größeren Lagern ungenützt verstaut werden mussten – …

Bücher
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BÜCHER SIND…

Köpfe, Schweiß, Haare raufen, Rausch, Magenschmerzen, Angst, harte Stühle, angespannt auf der Stuhlkante sitzen, Schreibmaschine mit fehlerhaftem Farbband, Ehrgeiz, Wissen, Fluchtversuche aus der Öde ereignisloser Alltäglichkeit, Welt – Orientierung, Instanz, Festklammern an Worten, vom Kopf in die Hand, die sich in Schreibbewegungen austobt. Sehnenscheidenentzündung, abgebrochene Bleistifte, die nach dem Anspitzen sofort wieder abbrechen, grimmige Wut…

Buchtitel und Katja Lange-Müller
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Heute wird Katja Lange-Müller schon 70 Jahre alt. Wir gratulieren ihr herzlich.

Hier eine Original-Rezension aus dem Jahr 1995 im Kölner Alternativ-Magazin Stadtrevue! VERFRüHTE TIERLIEBE Katja Lange-Müller, die wundervoll sarkastisch die Welt wahrnehmende Schriftstellerin aus der früheren DDR, hat nach den leider wenig bekannt gewordenen  Erzählungen: „Wehleid – wie im Leben“ (1986) und „Kasper Mauser oder die Feigheit vorm Freund“ (1988) nun endlich  wieder einen neuen Band…

Roger Willemsen
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Zum 5. Jahresgedächtnis an Roger Willemsen

Er hatte dieses Leuchten, dieses selten schöne Leuchten in seinen klugen Augen. Es überstrahlte sein Gesicht, seine Gestalt, das Leuchten ging über auf seinen Gesprächspartner, übertrug sich auf sein geneigtes Publikum. Auch wenn er so scharfsichtig seine analytischen Fragen stellte und scharfsinnig seine kritischen Erkenntnisse vortrug, auch wenn er Trauriges zu berichten wusste, und eine…