Als ich 1972 (mit 20) erstmals wählen durfte, habe ich mich für „Wandel durch Annäherung“, vollzogen von Willy Brandt, Walter Scheel und Egon Bahr entschieden.
Nach den 50ern und 60ern, geprägt durch Kalten Krieg und gegenseitiges Wettrüsten war das überfällig.
Als ich Kind war, traute ich mich ja kaum vor die Tür, weil:
Da stand immer der Russe!
Und zwar der, der uns 1945 befreit hatte vom Faschismus und zuvor durch Nazi- Deutschland den höchsten Blutzoll hatte entrichten müssen.
Nur hieß das für viele hier eben nicht Befreiung, sondern Untergang.
Brandt und seine Partner suchten den Kontakt und eine Art Verständigung mit Leonid Breschnew, der sicher kein Musterdemokrat war. (CSSR, Afghanistan).
Wenn allerdings die Leute, die das „Manifest“ in die Welt gesetzt haben, glauben, dass der lupenreine Faschist P. mit der damaligen Dialogbereitschaft zwischen der BRD und der UdSSR in die Schranken zu weisen ist, müssen sie von allen guten Geistern verlassen sein.
Eigentlich beleidigen sie den Friedensnobelpreisträger Brandt im Nachhinein.
Bildquelle: Rawife via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0














Danke! In aller Kürze und mit einer absolut legitimen Polemik deckt Axel Hegmann den Irrtum des Manifestes auf und legt seine argumentativen Defizite offen.