„Schon“ am 1. 3. 2026 schrieb ich im Blog der Republik über „Optionen für eine Selbstbestimmung des Iran“. Ich meinte zum Beispiel, für den Umgang mit der Atomrüstung des Iran bräuchten wir eine sorgfältige Untersuchung der politischen Optionen. Denn durch nichts sonst gefährdet der Iran so stark sich selbst, und auch sein Umfeld, bis hin zu uns in Europa. Ich fragte mich und die Leser, was von Reza Pahlavi zu erwarten sei.
Nun ist inzwischen in Nahost jede Woche viel geschehen. Ich ergänzte also am PC meine drei Seiten vom 1. März laufend hingebungsvoll. Dabei gewann ich jedoch mehr und mehr den fatalen Eindruck, dass ich einem Chaos huldige, das sich immer weiter munter chaotisch entwickelt.
Daraufhin versuchte ich, einen besser strukturierten Überblick zu gewinnen. Das wurden schließlich 44 neue Seiten. Die erschienen am 20. April auf Academia.edu und jetzt auch auf https://www.philipp-sonntag.de.
Dort geht es mir vor allem darum, was für Formen von Regimes im Iran in „nächster Zeit“ möglich sein können – jeweils mit welchen Auswirkungen, vor allem auf die Bevölkerung, sowohl im Iran als auch im Umfeld in Nahost.
Ich war selbst überrascht, was alles das Selbstverständnis des Iran bis heute mitprägt, teils durchaus politisch gewollt; zum Beispiel:
Der Iran (früher: Persien) war zu Beginn der menschlichen Zivilisation eine Großmacht. Die Berührung mit den Anfängen der Demokratie bei den Griechen war für beide Mächte spannend – nicht nur militärisch, sondern auch bewusst gesellschaftspolitisch.
Das Schicksal asymmetrischer Gewalt als eine erbitterte – teils terroristische – Form von Selbstbestimmung teilt der Iran mit vielen Staaten weltweit. Dabei sind die Vereinten Nationen eine Art ethisch fundiertes Bewusstsein der Menschheit – doch für die Praxis brauchen auch sie starke Reformen.












