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„Anstoß zum Dialog“ – Beim Dortmunder „Fußballturnier der Religionen“ treten seit zehn Jahren Pfarrer gegen Imame an

Petra Kappe Von Petra Kappe
1. September 2016
OB Sierau, Pfarrer Friedrich Stiller und

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (rechts im Bild) wird als Schirmherr auch in diesem Jahr die Siegerehrung vornehmen. Pfarrer Friedrich Stiller (Mitte) leitet das Referat Gesellschaftliche Verantwortung im Kirchenkreis Dortmund, Lünen, Selm.

Fußball verbindet. In Dortmund weist das „Fußballturnier der Religionen“ eine bereits zehnjährige Erfolgsgeschichte auf. Nach der Premiere im Sommer 2006 laufen am Sonntag, 4. September, im Hoeschpark zum elften Mal die Mannschaften auf. Rund um das sportliche Geschehen hat sich ein buntes Begegnungsfest entwickelt. Ganz im Sinne des Mottos „Anstoß zum Dialog“.
Pfarrer spielen gegen Imame, Schiedsrichter ist ein Jude. Christen, Juden und Muslime spielen miteinander Fußball, getragen von der Evangelischen Kirche, den Ditib-Moscheen und der Jüdischen Gemeinde in Dortmund. Das Sommermärchen der Fußballweltmeisterschaft 2006 sollte mit einem etwas anderen WM-Spiel verlängert werden: Zwei Weltreligionen kämpften um den Titel. Bisher ist die Bilanz ausgeglichen. Fünf Siege auf jeder Seite, fünf Niederlagen. Ein Unentschieden gab es bisher nicht.

Die Premiere im Stadion Rote Erde schaffte es bis ins „heute journal“ des ZDF, in türkische, italienische und japanische Medien. Überhaupt waren mit 70 Journalisten mehr Medienvertreter als Publikum anwesend. Das Haus der Deutschen Geschichte in Bonn wurde auf das Turnier aufmerksam. Zwei Trikots des ersten Spiels gingen in den Museumsbestand über. „Jetzt sind Sie Teil der deutschen Geschichte“, sagte der Museumsleiter bei der Übergabe.

Und die Geschichte entwickelte sich. 2010 trat eine Caritas-Mannschaft an, der Rabbiner versuchte sich beim Torwandschießen, 2011 übernahm Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Schirmherrschaft und das interreligiöse Turnier lockte erstmals mehr als 500 Gäste an. 2012 wurde aus dem Fußballspiel ein Wassertreten. Der Tag war komplett verregnet. Nach dem Motto „Der interreligiöse Dialog ist keine Schönwetterveranstaltung“ spielten die Mannschaften trotzdem.

Wir alle sind Dortmund
Fahnen der 180 Länder, aus denen Menschen in Dortmund leben, symbolisierten: Wir alle sind Dortmund.

Zum Jubiläumsspiel im vorigen Jahr gab es als besondere Aktion einen Fahnenlauf mit Menschen aus den 180 in Dortmund vertretenen Ländern. Damit unterstützte das interreligiöse Fußballturnier die Kampagne „Wir alle sind Dortmund“. Viele der Aktiven waren damals seit über 24 Stunden auf den Beinen, sie hatten die Nacht und den Morgen mit Hunderten anderen Menschen im Dortmunder Hauptbahnhof verbracht, als hier in Sonderzügen über tausend Flüchtlinge ankamen.

Mit dem Dialogpreis der katholischen PAX-Bank wurde das Fußballturnier der Religionen im Jahr 2013 gewürdigt, und auch der Deutsche Fußballbund (DFB) zeichnete den „Anstoß zum Dialog“ mit seinem Integrationspreis aus. Die DFB-Integrationsbauftragte Gül Keskinler will an diesem 4. September wieder dabei sein. Anpfiff ist um 14 Uhr für das Herren- und das Kinderturnier. Um 16 Uhr laufen Pfarrer und Imame auf. Vor jedem Spiel wird von Christen, Juden und Muslimen gemeinsam die „Dortmunder Selbstverpflichtung“ verlesen. Sie lautet:
„Wir wollen einander mit Respekt begegnen. Wir wollen die gegenseitigen Vorurteile im Gespräch abbauen. Wir wollen

Spielszene
Eine Spielszene aus der Begegnung Pfarrer gegen Imame: Superintendent Ulf Schlüter im roten Trikot kämpft um den Ball

einander besser kennenlernen. Wir wollen den Glauben des anderen respektieren. Wir wollen einmal jährlich gemeinsam feiern. Wir bitten gemeinsam um Geduld, wenn wir auf dem Weg zueinander nur langsam vorankommen.“
Ein Beispiel für den Weg zueinander geben Ahmad Aweimer, der Vorsitzende des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund, und der Rabbiner Avichai Apel. Beide stammen aus dem von Israel besetzten Palästina, der eine floh als palästinensischer Aktivist vor den Besatzern, der andere wuchs in einer der zahlreichen nach 1967 entstandenen umstrittenen jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland auf.

Ihre ersten Zusammentreffen vor ein paar Jahren, so heißt es, seien eisig ablehnend gewesen. Häufiges Zusammentreffen in mehreren Gremien führte zum Kennenlernen und gegenseitigen Verstehen; in späteren Jahren hatten auch die Ehefrauen und Kinder Kontakt. Als im Sommer 2016 der Rabbiner Avichai Apel, der künftig der jüdischen Gemeinde in Frankfurt vorsteht, in Dortmund verabschiedet wurde, nannte ihn Ahmad Aweimer, der Vorsitzende der Moscheegemeinden, öffentlich „mein Freund“.

 

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