Bundeskanzler Friedrich Merz hätte sich seine Erklärung zum Überfall der USA in Venezuela und der Entführung von Staatspräsident Maduro sparen können. Es hat schon etwas sehr Spezielles, wenn der deutsche Regierungschef in einer solchen Situation Maduro ins Visier nimmt, weil der sein Land in Grund und Boden regiert habe. Das stimmt zwar, aber geht es zuerst und vor allem um die Brutalität, mit der ein US-Präsident Trump alles über den Haufen wirft oder schießt, was mit Recht zu tun hat. Merz traut sich nicht, den Imperialisten in Washington für diese rechtswidrige Invasion zu kritisieren. Seine Reaktion ist mehr als peinlich, sie scheint abgesprochen mit den windigen Erklärungen von Macron und Starmer. Europa muss aufpassen, dass es auf seiner eigenen Schleimspur bezüglich Trump nicht ausrutscht.
Klar ist eins: Internationales Recht gilt nicht mehr, alles, was wir nach dem Ende des 2. Weltkriegs an Recht und Institutionen aufgebaut und entwickelt hatten, damit Recht Recht bleibt, ist durch Trumps Entscheidung, Venezuela zu überfallen, in die Luft geflogen. So sehen es im übrigen internationale Pressestimmen. Trump hat niemanden in den USA um Zustimmung gefragt, auch nicht den Kongress. Er hat entschieden: Ex Cathedra, das kennen wir sonst nur von der katholischen Kirche in Rom. Das Recht bin ich, heißt das. Und nichts anderes. Über Maduro müssen wir nichts Gutes sagen, er ist ein Gangster, der seine letzte verlorene Wahl in seinen Sieg umwandelte durch militärische Gewalt, seine Milizen, die ihm ergeben sind. Doch niemand hat Trump beauftragt, hier der Rächer zu sein oder der oberste Richter, den er jetzt spielt.
Der US-Präsident treibt ein gefährliches Spiel, das zu einem Flächenbrand werden kann, weil er ja anderen Staaten Ähnliches angedroht hat, falls sie aufmucken sollten gegen den Herrscher aus den USA. Kuba und Nicaragua werden aufhorchen. Trump treibt ein gefährliches, rücksichtsloses Spiel, das hat schon seine Unterstützung der AfD gezeigt. Das hat sein Vize Vance vor Jahr und Tag durch seine Aussagen bewiesen, in Deutschland gäbe es keine Freiheit. Eine Unverschämtheit gerade von einer Regierung, die dabei ist, demokratische Freiheiten im eigenen Land zu schleifen. Herr Merz, das dürfen, das müssen wir nicht zulassen. Sie müssen dagegen halten. Dieses, unser Land wird immer noch demokratisch regiert, wir wollen keine autoritären Herrschaften a la Trump, der doch schon in der Vergangenheit bewiesen hat, was er von Demokratie hält: Nichts. Er erkannte seine eigene Niederlage gegen Joe Biden nicht an und hetzte seine Anhänger zum Sturm auf das Kapitol. Es kam zu Toten und Verletzten. Er hätte verurteilt werden müssen anstatt Präsident der USA zu werden.
Für Trump gilt, was für die AfD gilt: Beide sind demokratisch gewählt, aber sie sind keine Demokraten. Herr Merz, geben Sie endlich Ihre unterwürfige Haltung zu Trump auf, werben und kämpfen Sie mit Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Skandinavien, Polen(wenn es will) für ein einiges Europa, das seine Kräfte bündeln muss, um sich zu verteidigen. Amerika steht nicht mehr an unserer Seite, Trump ist kein Freund von Europa oder Deutschland.
Die neue internationale Ordnung wird vom Recht des Stärkeren dominiert, die Welt der Diplomatie, der internationalen Abkommen, der UN, der rechtlichen Sicherheiten, sie ist vorbei, von Trump weggebombt. Kommentieren spanische Zeitungen. US-Blätter kritisieren ihren Präsidenten für seine eigenmächtigen Schritte, die denen eines Diktators ähneln. Die Neue Zürcher Zeitung(NZZ) sieht zwar etwas Gutes an dem US-Einsatz, dass nämlich Maduros Sturz eine Befreiung für die Venezolaner sei. „Doch die Botschaft an die Welt ist fatal: Internationales Recht gilt nicht mehr.“
Was unterscheidet Trump von Putin? So ähnlich fragte das ZDF die Sicherheits-Experten. Trump ist demokratisch gewählt, Putins Sieg stand vorher fest. Und hatte nicht Putin damals vor vier Jahren Ähnliches mit Kiew vor wie Trump jetzt mit Venezuela, als er in die Ukraine einmarschieren ließ? Die Ukrainer setzten sich zur Wehr und tun es heute noch. Was aus Amerikas Überfall wird, weiß man nicht. Maduro mag verhasst sein, aber der Ruf der Amerikaner gerade in ihrem Hinterhof Mittelamerika ist so gut nicht.
Der Überfall der USA in Venezuela ist offener Imperialismus. Herr Merz, Herr Macron, Herr Starmer: Steht auf, wenn ihr Europäer seid, für die Würde des Menschen, für Diplomatie statt Waffengewalt. Für Demokratie, gegen Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit. Für Frieden und Freiheit.














05.01.2026; „…offener Imperialismus. Herr Merz, Herr Macron, Herr Starmer: Steht auf, wenn ihr Europäer seid, für die Würde des Menschen, für Diplomatie statt Waffengewalt.“ („Deutschland soll die größte Armee in der EU erhalten und bewaffnet sein bis unter die Zähne“: Merz!)
Nachdem Putin mit seinem Überfall eine neue Zeitenwende eingeleitet hat, sollte es dabei nicht bleiben, denn Trump mit seinem Überfall hat nun eine weitere neue Zeitenwende eingeleitet.
Die neuen Wege hin zur komplexen Anarchie sollten sehr rasch durch die internationale Öffentlichkeit unterbrochen werden. Da gehört auch hier eine geschlossene Äußerung der „Koalition der Willigen“ dazu. Die nun praktizierte Anarchie von Mächtigen muss nun auch mit völlig neuen Mitteln der UNO begegnet werden. Die UNO als demokratische Weltpolizei muss sich endlich neu aufbauen, um derartige und ähnliche Vorfälle gar nicht erst aufkommen zu lassen. Also auch hier endlich die wirkungsvolle VERNUNFT walten lassen!!!