Artikel von Wolfgang Lieb

Wolfgang Lieb

Wolfgang Lieb ist ein deutscher Jurist und Publizist. Nach dem Studium der Politik und Rechtswissenschaften an der FU Berlin, in Bonn und in Köln arbeitete er in der Planungsabteilung des Kanzleramtes in Bonn(Helmut Schmidt war Kanzler), wechselte als Leiter in das Grundsatzreferat der Landesvertretung NRW in Bonn, war Regierungssprecher des Ministerpräsidenten Johannes Rau und Staatssekretär im NRW-Wissenschaftsministerium. Zusammen mit Albrecht Müller war Lieb Mitherausgeber und Autor der politischen Website "NachDenkSeiten" und wurde mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. Vor einem Jahr stellte er die Mitarbeit dort wegen Meinungsdifferenzen mit Müller ein. Heute arbeitet Wolfgang Lieb als freier Autor.


1968 - Einmarsch der Sowjets in der Tschechischen Republik
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50 JAHRE DANACH – ERFAHRUNGEN IN UND MIT DER 68ER-BEWEGUNG, TEIL 5

Das Auseinanderfallen der 68er-Bewegung Am 21. August 1968 marschierten Truppen der damaligen Sowjetunion und des Warschauer Paktes in die damalige Tschechoslowakei ein und machten mit Panzern dem „Prager Frühling“ ein Ende. Bernd Hartmann vom Kölner SDS verteidigte noch am selben Tag in einem Beitrag diesen Einmarsch als Unterstützung für die „sozialistische Republik“ gegen „konterrevolutionäre Kräfte“…

Protest gegen Notstandsgesetzgebung
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50 JAHRE DANACH – ERFAHRUNGEN IN UND MIT DER 68ER-BEWEGUNG, TEIL 4

Von der „Studentenbewegung“ zur „außerparlamentarischen Opposition“ Die „Studentenbewegung“ engagierte sich neben der Hochschulpolitik – wie dargestellt – immer stärker bei innen- und außenpolitischen Themen und stand dabei in Opposition zu dem von den Parteien im Parlament vertretenen Meinungsspektrum. Zumal aufgrund der Kritik an der Großen Koalition und wegen der dadurch entstandenen Schwächung der innerparlamentarischen Opposition…

BILD Zeitung
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50 JAHRE DANACH – ERFAHRUNGEN IN UND MIT DER 68ER-BEWEGUNG, TEIL 3

„Geht doch nach drüben!“ „Geht doch nach drüben!“, so stachelte die Springer-Presse den Volkszorn gegen die „roten Garden“ an der FU an. Ich ging jedenfalls nach drüben. Ich hatte zwar keinerlei Sympathie für das für mich „kleinbürgerliche“ und damit reaktionäre SED-Regime, aber ein- oder gar zweimal im Monat war ich drüben: Im Brecht-Theater am Schiffbauerdamm….

Tafelbild
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Studium ohne Abitur – Jeder vierte Azubi wirft hin! Gibt es eine „Akademikerschwemme“ und einen Facharbeitermangel?

Zwei Meldungen machten in den letzten Tagen Schlagzeilen: – In Deutschland studieren so viele Menschen ohne Abitur wie noch nie. – Jeder vierte Lehrling wirft hin. Die erste Meldung scheint die These zu belegen, dass in Deutschland ein „Akademisierungswahn“ (Julian Nida-Rümelin) ausgebrochen ist. Mit der hohen Abbruchquote in den Ausbildungsberufen bekommt die Sorge um einen…

Studentenbewegiung 1968
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50 JAHRE DANACH – ERFAHRUNGEN IN UND MIT DER 68ER-BEWEGUNG, TEIL 2

Die allgemein politische Ebene: Antifaschismus, antiautoritäre Gegenbewegung und Antiimperialismus Auf der allgemein politischen Ebene war im Hintergrund – immer mitschwingend – die Auseinandersetzung mit der unaufgearbeiteten Nazivergangenheit der Vätergeneration. Die antifaschistische Kritik machte sich politisch etwa an der Wiederwahl Heinrich Lübkes zum Bundespräsidenten im Juni 1964  (und das mit den Stimmen der SPD) fest. Lübke…

Studentenbewegung 1968
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50 Jahre danach – Erfahrungen in und mit der 68er-Bewegung, Teil 1

Das Jahr 1968, als das Attentat auf Rudi Dutschke massive Proteste und eine gewaltsame Blockade des Axel-Springer-Verlages in Berlin und die sog. Osterunruhen in der gesamten Republik auslöste, wird von vielen zu einer Zeitenwende in der westdeutschen Nachkriegsgeschichte, ja geradezu zur „soziokulturellen Neugründung“ (Gerd Koenen) der Republik stilisiert. 2018 liegt dieses Datum 50 Jahre zurück…

Medien
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Jenseits der “Lügenpresse”-Parolen – Soziale Bewegungen und die Zukunft der Medienkritik [1]

Medienkritik hat Konjunktur. Allein in den letzten zwei Jahren sind über ein Dutzend Bücher[2] erschienen, die sich mit der „Lügenpresse“ auseinandersetzen oder die „Wahrheit retten“ (Claus Kleber) wollen. Nicht mehr zählbar sind die Artikel in Zeitungen und Zeitschriften. Vor allem aber in den „(a)sozialen Medien“[3], also seit dem Übergang von „Gutenberg zu Zuckerberg“ (Christian Nürnberger) haben Medienschelte…

Soziale Netzwerke
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Demokratisierung oder Fragmentierung der öffentlichen Meinung

Jenseits der diffamierenden, pauschalen, oft sogar hasserfüllten Beschimpfung der etablierten Medien aus rechtsextremen bzw. rechtspopulistischen Kreisen unter dem „Schlag“wort „Lügenpresse“, ist ganz allgemein in der Bevölkerung ein Verlust an Vertrauen in die etablierten (linearen) deutschen Medien festzustellen. Dieser Befund wird durch mehrere Umfragen erhärtet. [1] – Laut einer jüngsten Umfrage von infratest dimap im Auftrag…

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DEMOKRATISIERUNG ODER FRAGMENTIERUNG DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG, TEIL 4: Probleme rechtsstaatlicher Instrumente gegen Hasskommentare

Hinweis: Dieser Beitrag wurde in 4 Teilen veröffentlicht. Den gesamten Artikel können Sie hier lesen. Die taz hält die Gefahr privater Zensur für gering, da das geplante Gesetz eine Benachrichtigung des angeschwärzten Urhebers vorsieht und dieser gegen die Löschung klagen könne. Detlef Esslinger in der Süddeutschen Zeitung schreibt: Der Bundesjustizminister hat einen Anfang gemacht. Das…

Fake News
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DEMOKRATISIERUNG ODER FRAGMENTIERUNG DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG, TEIL 3: Was tun?

Viele Fragen der Mediennutzung und des Einflusses der digitalen und der analogen Medien sind ungeklärt und bedürften dringend der weiteren wissenschaftlichen Analyse. (Siehe dazu LfM , S. 58ff.) Man müsste genauer erforschen, wie die digitale Gesellschaft funktioniert. So haben etwa Jan-Hinrik Schmiddt vom Hans-Bredow-Institut und Birgit Stark vom Institut für Publizistik an der Universität Mainz,…