Trump

Wie verkommen müssen Republikaner sein- Freispruch für Trump

Es ist ein Hohn auf die Anständigkeit von Politik dieser sogenannte Freispruch für den Ex-Präsidenten der USA, Donald Trump. Wie verkommen muss eine Partei wie die der Republikaner in den Vereinigten Staaten sein, um einem solchen Mann wie Trump eine Art Persilschein auszustellen. Zum zweiten Mal haben die republikanischen Mitglieder des US-Senats Trump in einem Impeachment-Verfahren freigesprochen, obwohl ihr Sprecher betonte, die Schuld Trumps sei belegt, den Mob gegen das Parlament aufgewiegelt zu haben,  weil ihm der Ausgang der Wahl nicht gepasst hat. Weil er, der große Trump, die Niederlage gegen Joe Biden nicht wahrhaben wollte. Wir alle haben doch die Bilder noch vor Augen, als diese wildgewordene Menge ins Kapitol stürmte, einiges zertrümmerte und nur die Abwesenheit bestimmter Politiker diese davor beschützte, von diesem Mob angegriffen zu werden. Oder gar mehr. Der 6. Januar ist doch nicht vergessen. Der Tag des Staatsstreichs, ausgehend von einem abgewählten Präsidenten, der aber ganz offensichtlich immer noch die Macht über den Großteil seiner Partei hat. Dass dieser Mann gegen seinen Amtseid verstoßen hat, ist längst bewiesen, dass er eigentlich bestraft gehörte, muss man nicht wiederholen. Diese Republikaner sind Opportunisten und Feiglinge, sie interessieren sich nicht für ihre Demokratie und ihre Verfassung, auch nicht für ihr Land, sie haben nur ihre eigene Macht im Kopf, oder dort, wo andere den Kopf haben. Sie hängen immer noch an Trump, obwohl nahezu jeder wissen müsste, dass dieser Mann auf dem Stuhl des mächtigsten Mannes der Welt eine Gefahr bedeutet hat. Dass Trump ein  Lügner und Betrüger ist, ein Mann, dem juristische Klagen drohen u.a. wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Aber das scheint seine Anhänger in den Reihen der Republikaner nicht zu kümmern. Kann sein, dass sie die Macht Trumps immer noch fürchten, seine Rache. Aber nicht alle sind ihm gefolgt, eine gute Handvoll Republikaner haben mit den Demokraten gegen Trump gestimmt. Und immerhin hatte er ja die Wahl verloren, auch wenn einzuräumen ist, dass er immerhin gut 70 Millionen Stimmen erhielt.Dass dieser Mann in vier Jahren noch einmal antreten könnte, hätte verhindert werden können, aber leider fehlte den Republikanern dazu der Mut. Der politische Wahnsinn in der Person eines Trump ist leider immer noch nicht beendet, Man kann nur auf den Erfolg der Regierung Biden setzen, damit der Alptraum um Trump sich nicht wiederholt. Armes Amerika.

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Alfons Pieper

arbeitete als stellvertretender Chefredakteur und Berliner Chefkorrespondent für die WAZ. 2009 gründete Pieper den Blog "Wir in NRW". Heute ist er Chefredakteur des Blogs der Republik.


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