World Trade Center 9/11

Kritik an Daniele Gansers Vortrag : Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001

Dr. Daniele Ganser, Schweizer Historiker, Energie- und Friedensforscher und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER), befasst sich mit so wichtigen Themen wie der Aufdeckung von Kriegspropaganda und der Analyse von Gewalteskalationsvorgängen.

Um so bedauerlicher, dass er in seinen Vorträgen nicht immer wahrheitsgetreu argumentiert. Auf einer Veranstaltung am 15.12.2014 in Tübingen führte er sein Publikum im Hinblick auf den Einsturz eines World Trade Center-Gebäudes in New York am 11. September 2001 an der Nase herum.

Mit dem WTC-7 war infolge des Terroranschlags noch ein weiteres Hochhaus kollabiert, das im Gegensatz zu den Zwillingstürmen nicht von einem Flugzeug getroffen worden war. In den offiziellen Berichten wird dieser Einsturz mit einem Brandschaden erklärt. Ganser versucht die Glaubwürdigkeit dieser Analyse zu erschüttern, ohne sich explizit auf eine andere Hypothese festzulegen. Doch dabei wendet er fragwürdige Methoden an:

  • Zu Beginn hält er sich lange mit der Frage auf, warum der Einsturz des WTC-7 im 9/11 Commission Report nicht erwähnt wird. Der Zuhörer soll den Eindruck gewinnen, dies sei ein erstes Indiz für Unstimmigkeiten.
  • Ganser zeigt in seinem Vortrag Ausschnitte eines Videos, auf denen scheinbar zu sehen ist, wie das WTC-7 vollkommen symmetrisch einstürzt. Das wäre unvereinbar mit der Analyse des NIST (National Institute of Standards and Technology), wonach der Einsturz auf der Ostseite begann.
    Ganser behauptet außerdem, das Gebäude sei im freien Fall eingestürzt.
    Er will die Zuhörer glauben machen, die offizielle Einsturzanalyse sei in wesentlichen Punkten offensichtlich falsch.
  • Ganser beharrt darauf, der Besitzer des WTC-7 habe selbst eine Sprengung des Gebäudes vorgeschlagen.
  • In einem Video lässt Ganser eine Reihe angeblicher Experten zu Wort kommen, denen zufolge ein Stahlskelett-Gebäude mit Feuer grundsätzlich nicht zum Einsturz gebracht werden kann.

Diese Behauptungen sind nachweislich falsch.

  • Einen kleinen Irrtum der BBC nutzt er, um den Verdacht einer Medienmanipulation zu schüren.

Es folgt eine Transkription des WTC-7-relevanten Teils seines Vortrags. Kommentare sind gerahmt und eingerückt. Der Text beginnt bei 56:06 min:

Ganser: „Wie kommen wir der ganzen Sache auf die Schliche?
Wir müssen die Gebäude anschauen, ja? Und da ist die offizielle Geschichte:
Ein Flugzeug ging in den Nordturm, und der stürzt zusammen.
Ein Flugzeug ging in den Südturm, der stürzt zusammen.
Das ist 9/11 for almost everybody: Flugzeug, Flugzeug, Turm, Turm. Das war’s. Das ist 9/11.

Im Hintergrund gibt es ein drittes Gebäude, das auch zusammengestürzt ist an diesem Tag, das World Trade Center7, aber in das ist kein Flugzeug reingeflogen.

Das heißt: Wir haben Flugzeug, Flugzeug – Turm, Turm, Turm.“

[Gelächter]

„Das ist ja ’ne Feinheit, ja: Drei Türme, zwei Flugzeuge. Das ist eine kleine Differenz, ja, und mit dem müssen wir uns jetzt herumschlagen. Und das ist gar nicht so einfach.
Dass dieses Gebäude zusammengestürzt ist, ist erwiesen.“

[Im Hintergrund wird das WTC-7-Gebäude an die Wand projiziert]

„Das ist das Gebäude. Es geht runter um 20 nach 5. Und wir in der Forschung haben bis 2004 gewartet, als der 9/11 Commission Report publiziert wurde.“

Ganser muss sich fragen lassen, warum er angeblich auf einen Bericht gewartet hatte, der die von ihm gesuchte Information nie enthalten sollte. Der 9/11 Commission Report befasst sich nicht mit technischen Details (wie z.B. dem genauen Ablauf der Hochhauseinstürze), sondern mit Organisation und Ablauf der Terroranschläge insgesamt:
„The … 9-11 Commission … is chartered to prepare a full and complete account of the circumstances surrounding the September 11, 2001 terrorist attacks, including preparedness for and the immediate response to the attacks. The Commission is also mandated to provide recommendations designed to guard against future attacks.“

Beim Einsturz des WTC-7 handelte es sich aus Sicht der 9-11 Commission um einen vergleichsweise unbedeutenden Kollateralschaden, bei dem niemand verletzt oder getötet worden war. Dass dieses Ereignis im 9/11 Commission Report noch nicht einmal erwähnt wird, ist so gut wie bedeutungslos.

Eine detaillierte Analyse der wahrscheinlichen Einsturzursachen der WTC-Hochhäuser war Auftrag der NIST World Trade Center Investigation. Diese Untersuchung begann 2002. Der Bericht zum WTC-7 erschien 2008: „Final Report on the Collapse of World Trade Center Building 7, Federal Building and Fire Safety Investigation of the World Trade Center Disaster„.

Ganser beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem 11. September 2001. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er wirklich nicht weiß, welche Dokumente welche Informationen enthalten.

„Den hat Präsident Bush publiziert, hat die Hand drauf gehalten und hat gesagt: „It’s the truth.“ Das hat uns natürlich sofort skeptisch gemacht, …“

[Gelächter]

„…und dann haben wir den mal genau durchgelesen, ja, und haben uns gefragt: Wie wird der Einsturz von diesem dritten Gebäude erklärt, wo kein Flieger rein ist? Und das wird ganz elegant gelöst: Das Gebäude wird nicht erwähnt.“

Mit der Formulierung, die 9-11 Commission habe eine „elegante Lösung“ gewählt, unterstellt Ganser ihr die Absicht, nicht die ganze Wahrheit zu sagen. Um diesem Vorwurf wenigstens den Anschein einer Begründung zu geben, muss er zu einem Trick greifen und die angeblich fehlende Information im falschen Dokument suchen. Der Trick funktioniert, weil das Publikum nicht weiß, dass der Einsturz der Zwillingstürme im 9/11 Commission Report auch nicht „erklärt“, sondern bloß erwähnt wird. Technische Analysen finden sich, wie gesagt, in den Berichten des NIST.

. [Gelächter]

„Es wird nicht erwähnt. Das heißt, sie haben im offiziellen Bericht zu den Terroranschlägen einen groben Fehler. Es fehlt ein Gebäude. Und das geht nicht! Da kann man nicht sagen: Nun gut, harter Tag, zwei oder drei Gebäude …“

[Gelächter]

„Ja, nein. Nein. Ja sehen Sie: Wir haben es jetzt lustig zusammen, aber Sie müssen verstehen: Das ist die Basis für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Verstehen Sie überhaupt? Und verstehen Sie Ihre Medien, die Sie immer konsumieren? Darf ich kurz fragen: Wem ist es klar, dass dieses dritte Gebäude eingestürzt ist, hier im Raum? Wer hat das noch nie gehört? Ok. Ich war damals an der ETH Zürich und habe mit Baustatikern gesprochen, und die haben gesagt: „Nach meiner Meinung ist das Gebäude WTC7 mit großer Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden.“ Und da habe ich gesagt: Das ist nicht gut. Wir haben keine Sprengung an 9/11. Da haben sie gesagt: „Doch. Also da ist kein Flieger rein, bist Du sicher?“ Da habe ich gesagt: Ja, da ist kein Flieger rein. Und da haben die mir gesagt: „Sie müssen diese Ecken anschauen. Diese Ecke, diese Ecke, diese Ecke, und dann diese Bewegung.“

[Ganser zeigt auf die Ecken des WTC-7-Gebäudes]

„Ich mach‘ jetzt hin und her, so war es nicht, aber das sind die entscheidenden Sekunden von 9/11, und an dem schlagen sich jetzt die Forscher die Köpfe ein. Weil das war entweder Sprengung oder Feuer. Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Und wenn man lange darüber nachdenkt, wird es immer anstrengender.“

Wer lange darüber nachdenkt, für den wird es schließlich ganz einfach: Ein Sprengstoff ohne Explosionsgeräusche wurde nämlich noch nicht erfunden. Doch auf keiner einzigen Videoaufnahme ist ein Geräusch zu hören, das auch nur annähernd dem einer Explosion gleicht. Schon aus diesem Grund kann eine Explosion nicht die Ursache des Einsturzes gewesen sein. Die Behauptung, dass „die Forscher sich die Köpfe einschlagen“, ist übrigens auch falsch. Die Zahl der zweifelnden Wissenschaftler ist in Wahrheit unbedeutend.

„Ich hab‘ noch einen zweiten Baustatiker gefragt, und der hat mir auch gesagt: Gesprengt. Er hat gesagt: Hier gibt es über 80 senkrechte Stahlsäulen, und damit die Symmetrie des Gebäudes so runterkommt, müssen die gleichzeitig weg.“

Ganser hatte den beiden Baustatikern wahrscheinlich dieselben irreführenden Bilder und Aufnahmen gezeigt, die er auch dem Publikum in Tübingen präsentierte.

Stets beschränkt er sich auf wenige, sorgfältig ausgewählte Ausschnitte einer Videoaufnahme:

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Das Publikum soll glauben, das Gebäude sei symmetrisch eingestürzt.

Ganser unterschlägt die ersten Sekunden des Einsturzes, die das Gegenteil beweisen (z.B. in dieser Aufnahme zu sehen ab 02:10 min). Deutlich ist zu erkennen, wie auf dem Dach des Gebäudes zuerst das Penthouse auf der Ostseite kollabiert:

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Ein Blick auf das Dach erlaubt, die Bedeutung dieses Teileinsturzes für das Gesamtgebäude einzuschätzen:

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Ab 03:25 min dieses Videos lässt sich zudem beobachten, wie auf der Ostseite des Gebäudes Fenster herausspringen. Grund sind die kollabierenden Etagenböden. Zuerst begann, von Osten nach Westen fortschreitend, der Gebäudekern einzustürzen, der den größten Teil der Gebäudemasse ausmachte. Die (mit eigenen Stützsäulen versehene) Außenwand blieb zunächst noch für einige Sekunden aufrecht stehen.

Diese Beobachtungen stimmen mit dem Untersuchungsbericht des NIST überein:

* Sufficient breakdown of the connections and/or beams resulted in loss of lateral support and buckling of at least one of the critical columns supporting the large-span floor bay on the eastern side of the building on or below floor 13. This was the initiating event of the collapse.
* The initial local failure progressed upward to the east penthouse. As the large floor bays became unable to redistribute the loads, the interior structure below the east penthouse collapsed into WTC 7.
* Triggered by damage due to falling debris and loss of lateral support to interior columns, the failure progressed westward in the region of floor 7 through 14, where the floors had been weakened by fires. This ultimately resulted in the collapse of the entire structure.

Gansers Behauptung, das WTC-7 sei symmetrisch eingestürzt, trifft nur für die bereits weitgehend entkernte Außenfassade zu. Damit entfallen alle aus der behaupteten Symmetrie des Einsturzes abgeleiteten Schlussfolgerungen.

Sollte Ganser über den tatsächlichen Einsturzverlauf nach so vielen Jahren nicht bestens informiert sein?

„Die andere Geschichte ist, dass Larry Silverstein, der Besitzer des Gebäudes, selber gesagt hat: We had to pull it: „I remember getting a call from the fire department commander, telling me that they were not sure they were gonna be able to contain the fire, and I said, ‚We’ve had such terrible loss of life, maybe the smartest thing to do is pull it.‘ And they made that decision to pull and then we watched the building collapse.“ Sagt er über WTC7. „To pull it“ heißt übersetzt „es zu sprengen“. Silverstein hat dann später gesagt, Nein, „to pull the firemen out“ hat er eigentlich gemeint.“

[Gelächter]

„Am besten Sie rufen ihn an und klären das mit ihm persönlich.“

[Gelächter]

Betrachtet man die zitierte Äußerung im Kontext, so wird offensichtlich, dass Ganser die einzig plausible Interpretation von Silversteins Worten ins Lächerliche zu ziehen versucht:

„The conspiracy theorists (hereafter referred to as „CTs“) believe that Silverstein was ordering the FDNY to demolish, or to allow to be demolished, building 7. He said:
„…and I said, ‚We’ve had such terrible loss of life, maybe the smartest thing to do is pull it.'“
Let’s use some logic. Was Silverstein saying,
„We’ve had such terrible loss of life that it would be wise to blow up my building,“ or was he saying,
„We’ve had such terrible loss of life that it would be wise to withdraw firefighters to prevent further loss of life“?
Be honest, CTs. Which statement makes sense, and which is completely absurd?“

Ist Ganser wirklich noch nie darauf hingewiesen worden, in welchem Zusammenhang Silverstein die Worte „to pull“ aussprach?

„Die Sache ist die: Jeder ist bei 9/11 herausgefordert, selber zu denken.
Die zweite Geschichte: Entweder es ist Sprengung oder Feuer.
Es gab ein Feuer in diesem Gebäude. Und da kann ich es Ihnen auch nicht aufschlüsseln. Es war wirklich entweder Feuer oder Sprengung, aber achten Sie darauf, dass an dieser Frage Ihr Weltbild hängt. Es ist nicht was Kleines.“

„2008 kam dann die Untersuchung vom NIST, das ist das National Institute for Standards and Technology, und die haben gesagt, das Feuer hat das Gebäude zum Einsturz gebracht. Es wurde nicht gesprengt. OK, aber dazu müssen wir wissen: Das NIST ist eine Abteilung der Regierung. Und wenn die gesagt hätte, es wurde gesprengt, hätten sie es auch der Regierung dann erklären müssen. Und dann kommt man in ein Labyrinth von Fragen, ja. Feuer, Sprengung, Feuer, Sprengung. Ich möchte sie da drin entlassen. Feuer, Sprengung, Feuer, Sprengung.

Denken Sie darüber nach: Das ist das Gebäude mit den Stahlsäulen. Die Säule 79, es sind insgesamt 81 senkrechte Stahlsäulen, gemäß NIST wurde die Säule 79 destabilisiert durch ein Feuer, und das hat zum symmetrischen, freien Fall des Gebäudes geführt.“

[Gelächter und Beifall]

Das Publikum staunt: „Nur eine von 81 Säulen wurde destabilisiert, und dann soll das ganze Hochhaus symmetrisch zusammengefallen sein?!“

Doch das Gelächter lässt sich aus der Sache heraus nicht begründen. Es beruht auf schlichter Unkenntnis, wie die folgende Grafik aus dem NIST-Bericht zeigt:

paln1

Ganser verschweigt, von welch entscheidender Bedeutung die Säulen 79 bis 81 für die Stabilität des Gebäudes waren: „From the 7th floor to the 47th floor, WTC 7 was supported by 24 interior columns and 58 perimeter columns (numbered 1 through 57, plus 14A, which was located near the south end of the west face) (Figure 1–5). Twenty-one of the interior columns (numbered 58 through 78) formed a rectangular building core, which was offset toward the west of the building. The remaining three interior columns (79, 80, and 81) were particularly large, as they provided support for the long floor spans on the east side of the building.

(Zitat aus dem vorläufigen NIST-Bericht vom August 2008. Die Hervorhebungen wurden nachträglich hinzugefügt.)

Die Säulen konnten ihre Last nur tragen, solange sie daran gehindert wurden, zur Seite wegzuknicken. Dazu mussten sie über die gesamte Höhe des Gebäudes hinweg in regelmäßigen Abständen horizontal fixiert werden. Das Versagen der seitlichen Führung aufgrund von Hitzeschäden hatte katastrophale Folgen:

„The floor failures left Column 79 laterally unsupported and it buckled, which was quickly followed by the buckling of Columns 80 and 81. The buckling of Column 79 was the initiating event that led to the collapse of WTC 7, not the floor failures. If Column 79 had not buckled, due to a larger section or bracing, for instance, the floor failures would not have been sufficient to initiate a progression of failure that would result in global collapse.“ Quelle: NIST-Abschlussbericht.

Ganser belässt es nicht dabei, seine Zuhörer durch lückenhafte Information in die Irre zu führen. Er verbreitet auch noch das Gerücht, das gesamte Gebäude sei wie im freien Fall eingestürzt. (Diese Frage ist wichtig, weil freier Fall physikalisch unmöglich ist, wenn ein Teil der Fallenergie in Zerstörungsarbeit umgesetzt werden muss.)

Auch das stimmt nicht, wie ein Zitat aus dem NIST-Bericht zeigt: „As noted above, the collapse time was approximately 40 percent longer than that of free fall for the first 18 stories of descent.“

Dazu steht nicht im Widerspruch, dass Analysen von Videoaufnahmen zufolge die Außenwand während des Einsturzes für einige Sekunden tatsächlich eine Beschleunigung wie im freien Fall erreichte. Denn dafür gibt es eine einfache Erklärung: Auf den Videos ist ja nur die Außenfassade zu sehen. Der Einsturz des Gebäudeinneren hatte aber schon einige Sekunden zuvor begonnen. Auf dem Weg nach unten rissen die Etagen die Fassade mit sich, so dass diese vorübergehend wie im freien Fall kollabierte. Dass der Gebäudekern zuerst einzustürzen begann, während die Außenwand noch für einige Sekunden aufrecht stehen blieb, ist zum Verständnis des gesamten Einsturzvorgangs wichtig. Von Ganser erfährt das Publikum darüber nichts – und dies wirklich nur, weil er es nicht besser weiß?

„So nahe waren Sie der Sache noch nie.“

[Gelächter]

„Aber da müssen Sie alleine durch. Denn ab jetzt sind Sie Verschwörungstheoretiker/in, wenn Sie sich fragen, was ist denn da überhaupt passiert. Aber, ich hab‘ mit vielen Menschen gesprochen: Betonstahl sollte bei Feuer nicht einstürzen.“

 

Danach folgt ein Video, in denen mehrere angebliche Experten versichern, ein Stahlgebäude könne durch Feuer gar nicht zum Einsturz gebracht werden, und dies sei auch noch nie passiert. Das entspricht ebenfalls nicht der Wahrheit :

Contrary to popular belief September 11, 2001 was not the first time a steel framed building collapsed due to fire. Though the examples below are not high rise buildings, they make the point that fire alone can collapse a steel structure. …
As an example of the damaging effect of fire on steel, in 1967, the original heavy steel-constructed McCormick Place exhibition hall in Chicago collapsed only 30 minutes after the start of a small electrical fire. …
Part of a floor of an unprotected steel frame building collapsed in Brackenridge, Pennsylvania on, December 20, 1991, Killing 4 volunteer firemen …
Part of the roof of a steel framed school in Virginia collapsed about 20 minutes after fire broke out.“

 

Ein zentrales Element des vom NIST für wahrscheinlich erklärten Schadensverlaufs wurde zudem bereits bei einem anderen Gebäudebrand beobachtet:

„One New York Plaza
On August 5, 1970, fire broke out on the 33rd floor of One New York Plaza, a 50 story office building in New York City (Powers 1970). Fire spread to the 34th floor and then to the 35th floor. Damage to the structural steel was reported on the 33rd 34th floors. The official report on the fire, conducted by The New York Board of Fire Underwriters (Powers 1970), stated, “Steel beams in the south corner and west center section of the 33rd floor were twisted or deflected several inches and the connecting bolts sheared off or failed allowing the beams in some sections to rest on the flange of the girder.” “Beams [on the 34th floor] were severely deflected and distorted and the most severe structural damage occurred in the west section of this floor.” While there were no floor collapses in this case, there were connection failures, and deflection and distortion of floor beams.“

Brandschäden haben also an realen Gebäuden zum Versagen von Befestigungselementen („Connection failures“) geführt. Daher ist es plausibel, dies als Ausgangspunkt einer Versagenskette anzunehmen.

Kann es wirklich sein, dass Ganser dies einfach nicht weiß?

„Und auch nicht im freien Fall. Und das ist ein ganz, ganz heißes Eisen und das wird nicht weggehen. Denken Sie nicht, in zehn Jahren wird das niemanden mehr interessieren, im Gegenteil.“ …

„Wenn es wirklich, und da halte ich mich zurück, ich bin ja einfach ein Schweizer Historiker, wenn es wirklich so ist, dass eine Sprengung vorliegt, bei WTC-7 an 9/11, dann müssen wir nochmal über die Bücher.“

„… dann müssen wir nochmal über die Bücher.“

Das ist Daniele Gansers eigentliche Botschaft. Dieses Publikum glaubte ihm, obwohl kein einziges seiner Argumente einer Überprüfung standhält.

[ … BBC World hat darüber berichtet, Jane Stanley ist die Journalistin, aber die haben zu früh berichtet. Ja, ist so. Die haben um 5 Uhr berichtet und das Gebäude fiel um 20 nach 5. Und das ist auch nicht gut, weil wir Historiker sind sehr konservativ. Wir haben eine Regel, die heißt, zuerst das Ereignis, dann der Bericht. Ja! Wenn das vertauscht wird, dann werden wir misstrauisch.]

„Wir haben eine Regel, die heißt, zuerst das Ereignis, dann der Bericht … Wenn das vertauscht wird, dann werden wir misstrauisch. „

Für diese Pointe zahlt Ganser einen hohen Preis: Er muss eine vollkommen sinnlose These in seinen Vortrag aufnehmen. Ganser lässt das Publikum glauben, der Einsturz des Gebäudes sei bewusst herbeigeführt und die BBC hierüber kurz vor Eintritt des Ereignisses informiert worden.

Das ergibt überhaupt keinen Sinn:
* Sollte auf diese Weise die Öffentlichkeit informiert werden? Das hätten die Reporter nach dem Einsturz doch ohnehin getan.
* Oder soll sich dahinter eine Informationspanne verbergen, eine undichte Stelle, eine versehentliche Indiskretion? Das würde bedeuten, dass bis auf dieses eine Detail der gesamte Ablauf der vermeintlichen Sprengung geheim gehalten werden konnte. Kein Beteiligter hat sich jemals verraten, über Vorbereitung und Durchführung ist bis heute absolut nichts bekannt geworden. Nur und ausschließlich der BBC ist versehentlich 20 Minuten zu früh eine Nachricht zugeleitet worden? Das ist absurd.

Dabei gibt es auch für diese scheinbare Anomalie eine plausible Erklärung. Dazu genügt ein kurzer Blick auf die Chronologie der Ereignisse: „As early as 11:30 a.m., FDNY found that there was no water supplied by the hydrant system to fight the fires that were visible. With the collapses of the towers fresh in their minds, there was concern that WTC 7 too might collapse, risking the lives of additional firefighters. Within the next two hours, serious discussions were underway regarding the cessation of any efforts to save WTC 7, and the final order to cease was given at about 2:30 p.m. The Con Edison substation was shut down at 4:33 p.m. (NIST NCSTAR 1-9, Chapter 6).“

Der Einsturz des WTC-7 kam also keineswegs überraschend, sondern wurde seit 14:30 Uhr erwartet. Die Medien wie z.B. CNN waren darüber informiert:

video8

Die BBC hat auf die Vorwürfe geantwortet, indem sie u.a. auf die zeitgleiche Berichterstattung anderer Fernsehanstalten verwies (die Hervorhebung wurde nachträglich hinzugefügt): CNN’s chronology of events published at the time confirms they reported the building on fire and a clip from a CNN bulletin, widely available on the web, hears from a reporter at about 4.15 pm EDT, 9.15pm in the UK, who says: „We’re getting information that one of the other buildings… Building 7… is on fire and has either collapsed or is collapsing… now we’re told there is a fire there and that the building may collapse as well.“ Other American networks were broadcasting similar reports at this time …“

Sie stellt klar: „If we reported the building had collapsed before it had done so, it would have been an error – no more than that. As one of the comments on You Tube says today „so the guy in the studio didn’t quite know what was going on? Woah, that totally proves conspiracy… „“

“ Man darf wohl davon ausgehen, dass Ganser dies alles weiß.

Eigenem Bekunden zufolge stellt er an seine Arbeit hohe Ansprüche. Über seine Doktorprüfung berichtet er: „… ich habe damals einen Eid abgelegt: „.. verspreche ich, die wissenschaftliche Erforschung der Wahrheit immer als eine ernste und notwendige Aufgabe zu betrachten und dieses Ziel, so viel in meinen Kräften steht, zu fördern und bei jeder wissenschaftlichen Tätigkeit stets verantwortungsvoll, gewissenhaft und unparteiisch zu handeln.“

Was Ganser in seinem Vortrag über das WTC-7 sagt, erfüllt dieses Versprechen nicht.

Bildquelle: Wikipedia, NOAA,  Gemeinfrei

 

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Über  

Kai Ruhsert ist ein gelernter Maschinenbauingenieur. Er hat u.a. als technischer Rechercheur bei einem Auto-Zulieferer gearbeitet und einige Jahre ehrenamtlich die Nachdenkseiten unterstützt. Politisch war er auf lokaler Ebene aktiv, trat jedoch aus der SPD aus, als die Partei seiner Meinung nach zu stark in die Mitte rückte


'Kritik an Daniele Gansers Vortrag : Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001' hat 85 Kommentare

  1. 12. Januar 2016 @ 13:01 Alex

    Ich bin durch einen Link der Nachdenkseiten hierher gekommen.
    Ich fand die Vorträge Ganser`s bisher fundiert und nachvollziehbar. Daran ändert auch dieser Beitrag erstmal nicht viel. Den ein oder anderen Punkt hier fand ich jedoch interessant, und ein Überdenken wert. Immerhin ist es das erste Mal, dass ich etwas lese, was direkten Bezug auf Ganser`s Thesen nimmt. Seine Ausführungen zu ignorieren bzw. mit standardisierten Argumenten abzuspeisen, wie in der Vergangenheit oft erfolgt, macht die Vorgänge nämlich noch fragwürdiger.
    Ein direktes Gespräch zwischen Ihnen und Hr. Ganser wäre super. Vielleicht könnte man es auf den Nachdenkseiten und/oder KenFM veröffentlichen. Da hätten sicher sehr viele Menschen Interesse dran.

    Antworten

    • 12. Januar 2016 @ 14:30 Kai Ruhsert

      Von den NachDenkSeiten erfuhr ich, dass Ganser geantwortet hat, er erhalte zu viele E-Mails, um antworten zu können.

      Antworten

  2. 12. Januar 2016 @ 13:43 Rauschi

    Ich habe da dann doch noch ein paar Fragen:
    Wo sind die Quellenangaben in diesem Beitrag, es wird auf eine Aufnahme verwiesen, aber keine Quelle dazu angezeigt:
    „Ganser unterschlägt die ersten Sekunden des Einsturzes, die das Gegenteil beweisen (z.B. in dieser Aufnahme zu sehen ab 02:10 min). Deutlich ist zu erkennen, wie auf dem Dach des Gebäudes zuerst das Penthouse auf der Ostseite kollabiert:
    Ein Blick auf das Dach erlaubt, die Bedeutung dieses Teileinsturzes für das Gesamtgebäude einzuschätzen:
    Ab 03:25 min dieses Videos lässt sich zudem beobachten, wie auf der Ostseite des Gebäudes Fenster herausspringen. Grund sind die kollabierenden Etagenböden.“
    Welche anderen Stationen haben über einen Einsturz vor dem eigentlichen Einsturz berichtet und wo sind die Quellenangaben dazu?
    Quellenangaben zu den anderen Einstürzen von anderen Stahl-Betongebäuden würden mich auch sehr interessieren.
    Ich zweifle nicht an Ihrer Darstellung, aber wie Sie selbst schreiben: Selbst denken und Fakten prüfen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Rauschi

    Antworten

    • 12. Januar 2016 @ 17:31 Kai Ruhsert

      Der Text war aufgrund eines redaktionsinternen Missverständnisses zunächst ohne Quellen ins Web gestellt worden.

      Antworten

  3. 12. Januar 2016 @ 14:05 Klaus Scharff

    herr ruhsert :

    „Diese Frage ist wichtig, weil freier Fall physikalisch unmöglich ist, wenn ein Teil der Fallenergie in Zerstörungsarbeit umgesetzt werden muss“

    „Auf dem Weg nach unten rissen die Etagen die Fassade mit sich, so dass diese vorübergehend wie im freien Fall kollabierte.“

    das sollten sie doch bitte mir , einem bauingenieur im ruhestand , mal genauer erklären ……….

    Antworten

    • 12. Januar 2016 @ 17:40 Kai Ruhsert

      Welchen Punkt genau möchten Sie genauer erklärt bekommen? Auf welche Weise die vorauseilenden Etagen (stellvertretend für den Gebäudekern) über die abreißenden Befestigungen eine Zugkraft nach unten auf die Fassade ausüben konnten, welche zur Schwerkraft hinzukam?

      Antworten

      • 12. Januar 2016 @ 22:58 Klaus Scharff

        nun , herr ruhsert , sie können mir gerne erklären , wie ein gebäudeteil mit der masse x , das nicht mit 1 g beschleunigt ist , in der lage sein könnte , einen anderen teil dieses gebäudes mit einer ähnlichen masse gegen dessen strukturellen widerstand auf dieses tempo zu beschleunigen ?
        und noch dazu vor allem mittels lateraler scher- und zugkräfte die selbst ihrer meinung nach teils gar nicht mehr existieren , da ja „die befestigungen abrissen“ und dadurch die „fassade“ nach unten zogen , wie sie selbst behaupten ?

        herr ruhsert : so etwas gibt es nicht .

        und noch etwas : ich kann ihnen jederzeit nachweisen , dass sie sich nie mit mehr als zehn kmh/std bewegt haben , ich muss nur das statistische betrachtungsfenster weit genug öffnen .
        genau dies hat man in jenem fall versucht , es ist für einen ingenieur eher peinlich , auf solches zurückzugreifen , es sei denn man arbeitet bei VW , wenn sie mir den spass erlauben .

        guten tag .

        Antworten

        • 13. Januar 2016 @ 03:27 Kai Ruhsert

          „…. mit einer ähnlichen masse gegen dessen strukturellen widerstand auf dieses tempo zu beschleunigen ?“
          Schon die Frage enthält zwei Fehler: Weder ist die Masse ähnlich, noch gibt es ein zu erreichendes Tempo.

          Antworten

          • 13. Januar 2016 @ 13:52 Klaus Scharff

            herr ruhsert , ich darf sie nochmals zitieren :
            „Der Einsturz des Gebäudeinneren hatte aber schon einige Sekunden zuvor begonnen. Auf dem Weg nach unten rissen die Etagen die Fassade mit sich, so dass diese vorübergehend wie im freien Fall kollabierte.“

            nun : die zu erreichende beschleunigung ist 1 g , also der freie fall der „fassade“ , der unbestreitbar zu beobachten ist ( wie sie selbst ja auch zugeben , siehe obiges zitat )
            die von ihnen sogenannte „fassade“ stellte mit ihren 57 stahlsäulen aber etwa die hälfte des gebäudetragwerks dar , das die statischen und dynamischen lasten des gebäudes aufnimmt und mit dem „gebäudeinneren“ ( damit ist wohl der innere teil der stahlgitterkonstruktion mit den gemeint ) über querträger ( lateral connectors ) verbunden ist .
            wenn also das „gebäudeinnere“ durch seinen „einsturz“ eine solche kraft auf die „fassade“ ausgeübt haben soll , dass diese sich mit 1 g vertikal beschleunigen konnte , dann ist die frage , wie dies möglich sein kann , denn jenes „gebäudeinnere“ konnte bei seinem „einsturz“ nur laterale oder maximal diagonale kräfte auf die äussere gitterkonstruktion ausüben .

            und genau hier wird ihre argumentation sehr unscharf , zitat :
            „Gansers Behauptung, das WTC-7 sei symmetrisch eingestürzt, trifft nur für die bereits weitgehend entkernte Außenfassade zu. “
            und :
            „Welchen Punkt genau möchten Sie genauer erklärt bekommen? Auf welche Weise die vorauseilenden Etagen (stellvertretend für den Gebäudekern) über die abreißenden Befestigungen eine Zugkraft nach unten auf die Fassade ausüben konnten, welche zur Schwerkraft hinzukam?“

            herr ruhsert : entweder ist die „aussenfassade ( sic ! ) weitgehend entkernt“ , dann können keine nennenswerten kräfte vom „gebäudeinneren“ auf sie ausgeübt werden , oder es werden vom „gebäudekern“ über „abreissende befestigungen zugkräfte nach unten ausgeübt“ ??

            oh je ……..

            und zum zweiten punkt ihrer antwort :
            da ihnen die für den einsturz von wtc 7 statisch relevanten masseanteile bekannt zu sein scheinen , können sie diese doch sicher angeben ?
            metric or imperial , i don´t care …….. 🙂

          • 14. Januar 2016 @ 16:12 klaus Scharff

            nun , herr ruhsert ?

            wie wäre es mit einer fachlich sauber begründeten antwort ?

            ich hatte schon einmal angemerkt , dass es besser wäre , sie würden sich entweder auf eine medienkritik konzentrieren , oder in der technischen domäne gegen herrn ganser argumente vorbringen .

            beides zusammen ist sehr problematisch , ich würde ihnen dringend zu ersterem raten . denn ich habe sie dreimal um fachliche erklärungen bezüglich des freifalls der „fassade“ von wtc 7 gebeten .
            zwei der antworten waren fachlich unmöglich und im ton unangemessen , was eben nicht auf profunde kenntnis schliessen lässt , die dritte steht nun seit geraumer zeit aus ……

            also , herr ruhsert : es ist sehr gut möglich , dass wtc 7 bautechnisch eine ziemliche „sauerei“ war , der einsturz des gebäudes war aussergewöhnlich und ( leider ) spektulär ; dass planungs- und berechnungsfehler diese katastrophe wesentlich verursacht haben können liegt nahe . es liegt sogar „am nächsten“ .

            nur kommen weder sie , herr ruhsert , noch irgendwelche „verschwörungstheoretiker“ ( oder wie auch immer sie die nennen mögen ) , aber auch nicht die new yorker baubehörden auf diese nächstliegende idee .

            woran liegt das eigentlich ?

        • 13. Januar 2016 @ 09:28 Detlef Schober

          Danke für diesen Beitrag!
          Herr Ruhsert hat uns auch noch nicht verraten warum über 2000 amerikanische Architekten offiziell
          den Regierungsbericht anzweifeln und Herrn Dr. Ganser in seinen Ansichten stützen.
          Aber ein Maschinenbauer kennt sich mit Gebäuden sicher besser aus als Architekten, oder?
          Wer ist dieser Ruhsert?

          Antworten

          • 16. Januar 2016 @ 01:14 Kai Ruhsert

            Ich habe wohl größeres Vertrauen in die 100.000 amerikanischen Architekten und 280.000 Bauingenieure, die dies nicht tun.

  4. 12. Januar 2016 @ 17:32 Richard

    Zunächst fand ich diesen Beitrag durchaus interessant und bedenkenswert. Dann habe ich stichprobenartig mal nach der McCormick Place exhibition hall in Chicago gesucht, die 1967 eingestürzt ist, und die hier als Beleg dafür herhalten soll, dass entsprechende Gebäude durchaus durch Feuer einstürzen können. In der Tat, können sie.

    Aber ich kann nur jedem empfehlen, sich den Ablauf dieses Einsturzes selbst anzuschauen und es mit WTC 7 zu vergleichen. Die beiden Fälle haben nichts miteinander zu tun. Gleiches gilt für den Einsturz in Brackenridge anno 1991. Der Punkt ist doch, dass ein Gebäude durch Feuer selbstverständlich einstürzen kann – nur eben nicht so.

    Wenn man sich schon bemüht, die Argumente Gansers zu entkräften, sollte man dabei wenigstens eine gewisse Sorgfalt an den Tag legen, statt einfach Argumente der sog. „Debunker“ ungeprüft zu übernehmen.

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 03:44 Kai Ruhsert

      „Der Punkt ist doch, dass ein Gebäude durch Feuer selbstverständlich einstürzen kann – nur eben nicht so.“
      Selbstverständlich nicht. Darum der Verweis auf ein weiteres Gebäude: Das One New York Plaza

      Antworten

      • 14. Januar 2016 @ 15:19 klaus Scharff

        herr ruhsert :
        one new york plaza steht immer noch an der gleichen stelle , an der es erbaut wurde .

        es ist nicht eingestürzt .

        ist ihnen das klar ?

        fachmann ???

        Antworten

        • 14. Januar 2016 @ 21:41 Kai Ruhsert

          Lesen bildet: „Brandschäden haben also an realen Gebäuden zum Versagen von Befestigungselementen („Connection failures“) geführt. Daher ist es plausibel, dies als Ausgangspunkt einer Versagenskette anzunehmen.“
          Das One New York Plaza ist nur Beleg für eines von vielen Elementen des Einsturzszenarios. Alles andere zu behaupten ist eine Fehlinterpretation.

          Antworten

  5. 12. Januar 2016 @ 17:37 Rauschi

    Eine Anmerkung, das jetzt Links zu den Quellen gesetzt sind, wäre nett gewesen, sonst bekommt man ja den Eindruck, als wäre ich zu dumm, einen Link zu erkennen.
    Die neue Formatierung ist auch erheblich besser zu lesen.

    Antworten

    • 12. Januar 2016 @ 21:44 Kai Ruhsert

      Ja, tut mir leid – ich habe es aber auch erst spät erfahren und dann gleich hier mitgeteilt.

      Antworten

    • 12. Januar 2016 @ 23:04 Luggi

      Ich hätte es für besser gehalten, wenn Sie sich eingehender informiert hätten. Gerade zur WTC7 gibt es unglaublich viele amerikanische Quellen, die in vielen Einzelheiten die Argumente des offiziellen Berichts für physikalisch nicht möglich halten. Darunter sind sehr viele Architekten, die selbst solche Hochhäuser gebaut haben oder Sie haben abreißen lassen. Es gibt auch eine sehr große Organisationen hierzu, die Architekten und Ingenieure für die Wahrheit von 9/11 (http://www.ae911truth.org). Sie sind auch auf YouTube zu sehen.
      Darüber hinaus gibt es sehr viele dieser Fachleute, die auch den Einsturz des Flugzeugs in das Pentagon aufgrund des sehr kleinen Lochs, das das Pentagon danach aufwies, einer starken Kritik aussetzten.
      Flugexperten, darunter Piloten vom Militär und Zivilflügen, auch ein deutscher, halten es für unmöglich, dass die so schnell gefunden Attentäter, die noch zudem ihren Ausweis am Tatort hinterließen wie die in Paris, nach 18 Flugstunden auf einer kleinen Maschine in der Lage gewesen sein können, eine so große Passagiermaschine nahezu in halsbrecherische Art über dem Pentagon haben wenden können.
      mein Vorschlag: befassen Sie sich ausgiebig mit den unglaublich vielen Einzelheiten, die man darüber im Internet erfahren kann, und wenn Sie dann immer noch meinen, dass Sie, ein Maschinenbauingenieur, das besser beurteilen kann als die Piloten und Architekten und Ingenieure, die gerade bei Hochhäusern in den USA große Erfahrung haben, dann hätte ich gerne genauere Begründungen von Ihnen. Solange sie dazu nicht in der Lage sind, sollten sie besser zu diesem Thema erstmal schweigen.

      Antworten

      • 13. Januar 2016 @ 03:33 Kai Ruhsert

        So schwer der Gedanke manchen fallen mag: Auch die Kritiker müssen sich einer Kritik stellen.

        Antworten

  6. 12. Januar 2016 @ 19:46 Alex

    Hm, gerade den fachspezifischen Teil, Brand, Einsturz, physikalische Zusammenhänge, das kann ich alles null prüfen da keine Ahnung, mir schien es allerdings auch so, dass es eine erhebliche Anzahl von Experten gibt, die Gansers Sicht unterstützen. Nur bin ich auch nicht soweit drin, dass ich die jetzt namentlich aufzählen könnte.

    Was die Informationspanne der BBC angeht, warum sollte das so unglaubwürdig sein? Ich kenne peinlichere Pannen bei Fernsehsendern, gerade auch bei unseren öffentlich rechtlichen, die gerne mit falschen Fotos arbeiten und Vorgaben zentraler Pressestellen ungeprüft übernehmen. Oft genug fliegt das auf. Im Höchstfall entschuldigt man sich, ansonsten wird die Sache totgeschwiegen, und weiter passiert einfach gar nichts. Die Zeit wird es schon richten.

    Ich denke er wird auf die ein oder andere Art dazu Stellung nehmen, womöglich im nächsten Vortrag, oder doch noch in einer Mail. Evtl. lassen sich die einzelnen Punkte so sogar besser abarbeiten als in einem Gespräch, bei dem beide Seiten Emotionen mitbringen.

    Antworten

  7. 12. Januar 2016 @ 21:24 Oliver K

    Mir nicht ganz klar, ob mein Beitrag irgendwie in’s Internet-Nirwana verschwunden ist (nach „Kommentar veroeffentlichen“ einfach nichts mehr), also hier nochmal:
    Die wirklichenQuelle der Information zu WTC7 sind
    http://www.ae911truth.org/
    http://911research.wtc7.net/

    Auf WTC7 konzentriert ist
    http://wtc7.net/

    Ganser macht keine Forschung selbst hier (soweit ich weiss), also sollte man sich direkt an diese Experten wenden.

    Antworten

    • 12. Januar 2016 @ 21:48 Oliver K

      Noch ein Nachtrag: Besonders interessant zu WTC7 ist
      http://www.wtc7evaluation.org/

      „WTC 7 Evaluation is a study at the University of Alaska Fairbanks using finite element modeling to evaluate the possible causes of World Trade Center Building 7’s collapse.“
      „WTC 7 Evaluation has a review committee of technical experts whose purpose is to vet the research as it is being conducted by Dr. Hulsey. They welcome input and feedback from other technical experts as well as from members of the general public.“

      Dies ist ein offene Untersuchung (auch offen in dem Sinne von „quelloffen“ (open-source)).

      Antworten

  8. 12. Januar 2016 @ 22:25 Nique

    Ich schließe mich da Alex an: Dieser Beitrag könnte – weiterhin sachlich fundiert geführt – in eine fruchtbare Diskussion münden. Allerdings steht die Befürchtung im Raum, aufgrund der Komplexität der Materie letztlich in einem Putt gegensätzliche Expertenmeinungen zu enden. Der Kommentar von Herrn Scharff deutet es an. Ich freue mich jedenfalls schon auf eine Antwort Herrn Gansers.

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 01:25 Klaus Scharff

      hallo nique , und auch nochmals gruss an herrn ruhsert .
      ich bin nur ein bischen „experte“ , aber meine dahingehende erfahrung soll hier abseits technischer fragen auch gar keine rolle spielen .

      ich möchte zuerst einmal wissen , ob es herrn ruhsert um eine medienkritik geht , oder ob er in der technischen domäne gegen herrn ganser argumente vorbringen will . herr ganser ist kein ingenieur oder techniker , sondern historiker , und seine quellen sind auf technischer ebene immer angreifbar . das gilt aber für jede geschichtsschreibung , soviel sollte jedem aus der oberprima hängengeblieben sein .
      leider ist eines unbestreitbar :
      es gibt nun einmal den „deep state“, übrigens keine wortschöpfung aus europa ; herr ganser hat dazu fundierte arbeit geliefert , man mag damit einverstanden sein oder nicht , aber es ist ( leider ) nicht mehr von der hand zu weisen . in meinen 60+ jahren musste ich auch das langsam , aber stetig , und manchmal bis zur rotglühenden wut lernen .

      wie schon gesagt : herr ruhsert als betreiber dieser seite sollte sich grundsätzlich entscheiden , ob er das thema medienorientiert oder technisch behandeln möchte .

      Antworten

      • 13. Januar 2016 @ 22:18 Kai Ruhsert

        Technisch kann man ihn Ganser kaum angreifen, weil er wenig Konkretes sagt und es bei Andeutungen belässt. Ich kritisiere, dass er sein Publikum durch gezieltes Verschweigen von Fakten in Richtung Sprengstoffhypothese drängt. Ihn treibt nicht die Suche nach Wahrheit, sondern der Reiz der Sensation.

        Antworten

        • 14. Januar 2016 @ 16:26 NICK

          Ich möchte darauf Ihnen ähnlich antworten:
          Technisch ist Ruhsert leicht anzugreifen, weil die Erklärungen von NIST zum Freien Fall und dass es keine Explosionen gegeben haben soll, Humbug sind, beides ist schon allein durch Videobeweise für jeden leicht zu widerlegen. Ich kritisiere, dass er seine Leserschaft durch gezieltes Verschweigen von Fakten in Richtung Brandhypothese drängt. Ihn treibt nicht die Suche nach Wahrheit, sondern der Reiz der Provokation und Überheblichkeit gegenüber den Argumenten anderer.

          Antworten

  9. 12. Januar 2016 @ 22:42 Ulanbathor

    „Brandschäden haben also an realen Gebäuden zum Versagen von Befestigungselementen („Connection failures“) geführt. Daher ist es plausibel, dies als Ausgangspunkt einer Versagenskette anzunehmen.“

    Glauben sie eigentlich wirklich, was sie hier schreiben? Es gab in der Historie keinen Fall eines (meinetwegen nahezu) symetrischen Einsturzes eines Stahl-/Betongebäudes, am 9.11 jedoch 3 solcher Fälle. Wie plausibel/wahrscheinlich ist dies? Es gab seit 2001 eine Reihe von großflächigen (über viele Etagen) Gebäudebränden in ähnlichen Hochhäuser (zuletzt in Dubai an Sylvester); kein Einsturz, nicht einmal partiell. Nun, was sagt das über Plausibilitäten aus?
    Was ist mit den vielen anderen Ungereimtheiten? (Nanothermit im Schutt, sehr hohe Temperaturen an Ground Zero Wochen später, flüssiger Metall (kein Aluminium, vmtl. Stahl), das aus dem Gebäude ausläuft)

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 03:50 Kai Ruhsert

      „Es gab in der Historie keinen Fall eines (meinetwegen nahezu) symetrischen Einsturzes eines Stahl-/Betongebäudes, am 9.11 jedoch 3 solcher Fälle.“
      Das ist zum einen irrelevant, weil es in der Historie auch noch kein 9/11 gab. Zum anderen ist das WTC-7 nicht symmetrisch eingestürzt, siehe die von Ganser nicht gezeigten Videosequenzen sowie der Text.

      Antworten

      • 13. Januar 2016 @ 23:16 Ulanbathor

        Wieso ist der symetrische Einsturz bitte irrelevant? Sowohl dies, als auch die hohe Einsturzgeschwindigkeit der Gebäude (anscheinend kein Widerstand durch untere Stockwerke) und die „pulverisierten“ Trümmer sind Anomalien. Bringen sie doch bitte mal ein Beispiel eines vergleichbar eingestürzten Gebäudes; die von ihnen angeführten Beispiele (Zitate von NIST?), wie das One New York Plaza Gebäude halte ich für untauglich, da sich nicht im Ansatz vergleichbares ereignet hat.
        Auf meine weiterhin genannten Ungereimtheiten (und das waren nur einige von diversen) sind Sie derweil nicht eingegangen, weshalb wenn man fragen darf?

        Antworten

        • 14. Januar 2016 @ 19:25 Kai Ruhsert

          Einen symmetrischen Einsturz gab es nicht, siehe Text. Es muss auch nirgends ein vergleichbarer Einsturz stattgefunden haben (vergleichbar sind stets nur Elemente des Szenarios). Es genügt, dass das Gesamtszenario plausibel ist, und dies wird nur von Truthern bestritten.

          Antworten

          • 15. Januar 2016 @ 01:24 Ulanbathor

            Ihr Beharren auf einem Teilaspekt (Symmetrie) spricht leider Bände; ihre „Verschwörungstheorie“, das erst der Gebäudekern einstürzte und mit einigen Sekunden Verzögerung die Fassade (bis dahin unversehrt und dann gänzlich symmetrisch) hat leider einen kleinen Schönheitsfehler: das westliche Penthaus, das erst mit der Fassade fällt (und somit einige Sekunden frei schwebte?).
            Sie stellen grundsätzlich ihre vom NIST übernomenen Annahmen als Tatsachen dar, was nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit beiträgt.

  10. 12. Januar 2016 @ 23:13 Luggi

    Eine Korrektur bitte:
    mein Beitrag vom 12. Januar 2014 um 23:04 ist versehentlich als Antwort auf Rauschi eingesetzt worden. Es war ein Kommentar gerichtet an Kai R.

    Antworten

  11. 12. Januar 2016 @ 23:18 rafaelo

    Ganser holt seine Infos von der Seite:
    http://www.911truth.org/ – Der Architekt Richard Gage gründete 2006 die Gruppe Architects & Engineers for 9/11 Truth, die von mehr als 2.000 Architekten und Ingenieuren sowie rund 20.000 Bürgern unterstützt-

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 03:46 Kai Ruhsert

      Es dürfte, glaube ich, noch viel mehr Menschen geben, die an UFOs glauben.

      Antworten

      • 13. Januar 2016 @ 17:36 Kommenteur

        Lieber Kai Ruhsert, diese Gruppen glauben meines Wissens nicht an UFOs, aber aus guten Gründen auch nicht an das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern. Wenn Du a priori die Faktenlage ignorierst, vielleicht weil die Bush-Administration doch niemals Todesopfer in Kauf nehmen würde, um (u.a. geopolitische) Interessen durchzusetzen, dann glaubst Du vermutlich auch an den Weihnachtsmann.

        Antworten

      • 14. Januar 2016 @ 18:04 bi-rma

        Entschuldigen Sie bitte, Herr Ruhsert,
        aber dieses Statement ist nun wahrhaftig reine Polemik. Man kann den Architects and Engineers for 9/11 Truth möglicherweise einiges vorwerfen, aber wohl kaum, dass sie sich nicht mit ihren Kritikern auseinandergesetzt hätten.
        Bei Ihnen bin ich mir da nicht so sicher.

        Antworten

  12. 13. Januar 2016 @ 00:46 La Gioconda

    Wenn über 2000 US-Physiker, Bauingenieure, Sprengexperten und Architekten klar feststellen, dass das NIST-Gutachten zum WTC7-Zusammenbruch Mumpitz ist und ALLEN physikalischen Gesetzen („hard physics“) widerspricht, dann brauch ich eigentlich keinen Herrn Ruhsert, der mir zu erklären versucht, dass alles auf Grund von Feuer und Trümmern passiert ist.

    Ich empfehle dem Autor das Video „9/11 Explosive Evidence – Experts speak out“. https://www.youtube.com/watch?v=6xif0jIT_ZM Hier wird er auch multiple Blickwinkel besichtigen können, die beweisen, dass das Gebäude schnurgerade runterging.

    Kritik an Ganser von mir aus gerne, er hat inzwischen einen Jargon drauf, der sich mehr an jugendliche Rezipienten richtet und mich nicht sonderlich anspricht. Aber bitte nicht hier versuchen, x-fach durchgerechnete Modelle zu kritisieren, die glasklar belegen, dass Building 7 gesprengt wurde. Und die „pull it“-Äußerung von Silverstein bezog sich sehr wohl auf die Sprengung. Denn das Gebäude war schon seit Stunden vollkommen evakuiert, das „pull it“ hatte also nichts mit „Abziehen“ von Feuerwehrleuten zu tun.

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 22:22 Kai Ruhsert

      Das es sich bei diesen 2000 Personen um eine in der Fachwelt belächelte Minderheit handelt, interessiert Sie nicht?

      Antworten

      • 14. Januar 2016 @ 15:27 Cynthia

        Herr Ruhsert, leider sind die Argumente dieser Minderheit besser als Ihre.
        Sie verdrehen den „Freien Fall“, Sie versuchen die Symmetrie sprachlich einzuebnen, die jedem vor Augen steht. Die Theorie von Säule 79 besteht nur in NISTs Computer und vielleicht in ihrem Kopf. Es wird ihnen nicht lange mehr gelingen die Öffentlichkeit irrezuführen. Interessant ist, dass das, was sie Ganser vorwerfen, selbst machen: Propaganda – und die Menschen glauben machen, sie sollten, das, was sie sehen, nicht sehen. Bitte beziehen Sie in Ihre Theorie das geschmolzene Eisen, u.a. im FEMA-Bericht Appendix C, mit ein, die Zeugenberichte über die Explosionen, die geschmolzenen Molypdän-Kügelchen sind auch sehr interessant – schauen Sie mal nach, bei welcher Temperatur das schmilzt … und das sind Berichte von RJLee und USGS … Danke.

        Antworten

        • 14. Januar 2016 @ 21:45 Kai Ruhsert

          Hätte Ganser auch Unsinn über geschmolzenes Eisen erzählt, hätte ich mich auch damit befasst. Hat er aber nicht, daher ist das hier OT.

          Antworten

          • 20. Januar 2016 @ 10:01 bi-rma

            Herr Ruhsert,
            Was Sie hier „Unsinn“ nennen, wurde durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Im Gegensatz zu den Studien des NIST haben diese Studien ein reguläres Peer-Review Verfahren durchlaufen, was bedeutet, dass die Ergebnisse der Untersuchung von unabhängigen Gutachtern mit Spezialistenwissen zum Fachgebiet überprüft wurden. Den Gutachtern wurden alle für die Studien relevanten Beweisstücke (vornehmlich mehrere beglaubigte Proben vom Staub der eingestürzten Hochhäuser) zur Verfügung gestellt, die Methoden der Untersuchung exakt beschrieben. Die Ergebnisse dieser in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichten Studien (insbesondere http://benthamopen.com/ABSTRACT/TOCPJ-2-7 ) wurden bis heute nicht wiederlegt. NIST dagegen hat weder seine Methoden, noch die verwendeten Computermodelle zur Begutachtung durch unabhängige Wissenschaftler bereitgestellt, angeblich aus Gründen der „nationalen Sicherheit“, was auch immer das in diesem Zusammenhang bedeuten mag. Die Offenlegung wäre jedoch lediglich erforderlich, um einen exakten Nachweis zu führen, welche Parameter zum Zwecke der Erlangung vordefinierter Ergebnisse manipuliert wurden. Nicht notwendig ist dies für den Nachweis, dass der Abchlussbericht des NIST in sich widersprüchlich ist, fundamentale Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens verletzt und mehrere Brüche von physikalischen Gesetzen voraussetzt.

          • 6. September 2016 @ 16:07 Kai Ruhsert

            @BI-RMA: Sie sprechen sogar im Plural von „Studien, die ein reguläres Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben.“ Na, dann scheint das ja wohl wissenschaftlich erwiesen zu sein, soll der mit Details nicht vertraute Leser glauben.
            Sie machen es wie Ganser!
            Sie täuschen, indem Sie wichtige Fakten verschweigen:
            1. Mit der wissenschaftlichen Reputation der Bentham Publishing Gruppe ist es nicht weit her: „Anhänger verschiedener Verschwörungstheorien verweisen dabei gerne darauf, dass die Zeitschriften der Bentham publishing Gruppe doch einem Peer Review Prozess folgen und also voll zitierfähig seien. Bei einer näheren Betrachtung scheint es mit dem Review aber nicht allzu weit her zu sein, denn in einer Schwesterzeitschrift, dem The Open Information Science Journal, gelang es einem Autor ohne Probleme, einen vollkommen computergenerierten Text unterzubringen.“
            http://www.scilogs.de/mente-et-malleo/befand-sich-nanothermit-zwischen-den-tr-mmern-des-world-trade-centers/
            2. Die französische Chemikerin Marie-Paule Pileni trat als Chefredakteurin des Open Chemical Physics Journal zurück, da der Artikel ohne ihre Kenntnis erschienen sei und nichts mit Physik oder Chemie zu tun habe: “I was in fact in doubt about them before, because I had on several occasions asked about information about the journal without having heard from them. It does not appear on the list of international journals, and that is a bad sign. Now I can see that it is because it is a bad journal”, says Marie-Paule Pileni and continues: “There are no references to the Open Chemical Physics Journal in other articles. I have two colleagues who contributed to publishing an article which was not cited anyplace either. If no one reads it, it is a bad journal, and there is no use for it”, is the harsh verdict.“
            http://screwloosechange.blogspot.lu/search?q=bentham
            3. Quellen mit wissenschaftlicher Reputation widerlegen Harrits Befund:
            „The red/gray chips found in the WTC dust at four sites in New York City are consistent with a carbon steel coated with an epoxy resin that contains primarily iron oxide and kaolin clay pigments. There is no evidence of individual elemental aluminum particles of any size in the red/gray chips, therefore the red layer of the red/gray chips is not thermite or nano-thermite.“
            http://aneta.org/911experiments_com/Millette/paper/index.htm
            Sollte man das nicht auch erwähnen, um eine kompetente Meinungsbildung zu ermöglichen?
            Für ausnahmslos alles, was die Anomaly Hunter seit 2001 zusammengetragen haben, gibt es plausible Erklärungen. Dieses Spiel lässt sich endlos weiterführen. Das ist der Grund, warum der Artikel sich auf Gansers Fehler beschränkt.

            P.S.
            Dieser Kommentar war erstmals am 21. Januar 2016, 17:40 Uhr, eingetragen worden und einige Wochen später aus unbekannten Gründen verschwunden.

      • 14. Januar 2016 @ 18:18 bi-rma

        Sehr geehrter Herr Ruhsert,
        im Grunde muss man Ihnen ja dankbar sein, dass sie hier eine Plattform geschaffen haben, auf der die Umstände des rätselhaften Einsturzes von WTC 7 am 11. September 2001 diskutiert werden können.
        Irritieren tut mich allerdings , dass Sie sich hier ausdrücklich als ehemaliger ehrenamtlicher Mitarbeiter der Nachdenkseiten ausweisen, da sie bekanntlich mit den Herausgebern der Nachdenkseiten inzwischen relativ wenig verbindet, vermutlich auch was deren Bewertung der wissenschaftlichen Arbeit von Herrn Ganser betrifft.
        Was den Minderheitenstatus der Mitglieder von ae911truth angeht, so dürfte dies viel damit zu tun haben, dass viele Menschen, die sich der Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung von 9/11 angeschlossen haben, anschließend aus ihren Berufen gedrängt wurden und als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt wurden. Mut haben diese Leute auf jeden Fall.

        Antworten

  13. 13. Januar 2016 @ 05:35 Lo Wang

    „Das würde bedeuten, dass bis auf dieses eine Detail der gesamte Ablauf der vermeintlichen Sprengung geheim gehalten werden konnte.“

    Schwaches Argument. Viele brisante, zunächst unbekannte Ereignisse, welche übrigens auch in Gansers Vorträgen erwähnt werden, wurden bis zur Freigabe der entsprechenden Geheimdokumente etwa der CIA erst nach Jahrzehnten öffentlich bekannt, obwohl Teils von zahlreichen daran jeweils beteiligten Personen auszugehen ist, die ja hätten plaudern können.

    Antworten

  14. 13. Januar 2016 @ 09:56 Salkin

    Ich würde gerne einen Kommentar abgeben, aber ich habe das Gefühl, daß man mich irgendwie nicht hören will …

    Antworten

  15. 13. Januar 2016 @ 15:29 Salkin

    An die Redaktion:
    Hab grad zum x-ten Mal versucht, meinen Kommentar zu schicken.
    Hat wieder nicht geklappt.
    Aber oben hat es doch funktioniert!
    Haben Sie eine Zeichenbegrenzung oder so etwas ?

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 18:38 Uwe Pöhls

      @Salkin: Eine Beschränkung gibt es eigentlich nicht. Evtl. verwenden Sie nichtkonforme Zeichen oder ggf. sehr lange URLs. Das könnte Probleme machen. Wir sehen im System allerdings keine Fehlermeldungen. Schicken Sie uns sonst notfalls das als Mail. Wir setzen es dann als Kommentar rein.

      Vielen Dank
      Ihre Redaktion

      Antworten

  16. 13. Januar 2016 @ 18:45 Matthias

    Leider werden nicht alle Kommentare veröffentlicht, mein Gestriger war vielleicht zu konkret zu den jeweiligen Zeilen, Rabulistik mag sich auch nicht jeder unterstellen lassen. Daher nur zwei Punkte welche ich selten gehört habe für andere zur Denkanregung von einem Bauingenieur mit Sprengerfahrung:

    Erstens, die Gebäude täuschen durch ihre Form, statisch sind sie eher Pyramiden, als solche sollte man sie sich vorstellen.
    Zweitens, es war Stahl, der hat als Anomalie eine Verhaltensänderung an der Streckgrenze und versagt anders als andere Metalle oder Gesteine.

    Antworten

    • 13. Januar 2016 @ 18:49 Uwe Pöhls

      @Matthias

      Es werden alle Kommentare veröffentlicht. In seltenen Fällen von Beleidigungen etc. löschen wir. Das ist bei Ihnen sicher nicht der Fall gewesen, auch im Spam war von Ihnen kein Kommentar. Es muss sich daher um einen technischen Fehler, wodurch auch immer, handeln. Das tut uns Leid, aber wir können hier im System nichts derartiges feststellen.
      Ihre Redaktion

      Antworten

      • 14. Januar 2016 @ 08:31 albibi

        Zwei Kommentare von mir wurden schon unterschlagen. Habt wohl die Technik nicht ganz im Griff? Oder ist mein Anmeldename auf der Schwarzen Liste? Beleidigt habe ich niemanden.

        Antworten

        • 14. Januar 2016 @ 09:17 Uwe Pöhls

          @albibi
          1. es werden keine Kommentare unterschlagen. Kommentare müssen aber von der Redaktion freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis, dass wir das nicht 24h leisten können.
          2. Schwarze Listen gibt es bei uns nicht
          3. Die Technik haben wir im Griff. Und bei bisher über 40 Kommentaren zu diesem Beitrag haben auch u.E. der überwiegende Teil der Nutzer die Technik im Griff.
          4. Gerne nehmen wir Ihre Kommentare auch per Mail entgegen und veröffentlichen diese zeitnah

          Ihre Redaktion

          Antworten

  17. 13. Januar 2016 @ 22:18 Andreas

    Auch ich versuche es noch einmal mit einer abgespeckten Version.
    Ein Hochhaus in Stahlrahmenbauweise ist vor und nach 9/11 niemals eingestürzt.
    Sie behaupten, dies entspreche nicht der Wahrheit.
    Und sie reduzieren das Argument auf „Stahlgebäude“.
    Das ist ein Strohmann-Argument, das so nicht gemacht wurde.
    Sie führen das McCormickPlace an.
    Zum einen ist es kein Hochhaus, sondern eher vom Bautyp eine Lagerhalle.
    Diese Messehalle ist nicht völlig eingestürzt, die Wände blieben völlig stehen, nur das weit gespannte Dach, dessen Träger zudem nicht isoliert waren, knickte. Im Unterschied dazu sind alle drei WTC Gebäude in Stahlrahmenbauweise komplett eingestürzt. Dies ist und bleibt ohne Analogie.
    Auch Ihr weiterer Vergleichspunkt hinkt: Das One New York Plaza brannte 1970 für 6 Stunden in den oberen Stockwerken, aber es stürzte nicht ein. Dass es bei einem 6-stündigen Brand nicht mal zu einem Stockwerkversagen kam, sondern nur die Träger durchhingen, es zu dem ein oder anderen Verbindungsbruch kam, ist geschenkt (connection failures, and deflection and distortion of floor beams), worauf wollen Sie hinaus? NIST erklärte über Jahre hinweg, sie wüssten nicht, warum WTC 7 eingestürzt ist, und kamen erst zuletzt mit der Theorie, die niemals am gleichen Tag allen Leuten einleuchtete. Dies zeigt die Geschichte des WTC 7-Reports, der erst sehr verspätet erstellt wurde, weil Shyam Sundar zugeben musste, dass sie nicht wissen, warum das Haus komplett einstürzte.
    Ihr Versuch, den Einsturz im Freien Fall eines 47-stöckigen Stahlrahmengebäudes als die normalste Sache der Welt hinzustellen, die im Fernsehen darum auch schon vorher vermeldet werden konnte, ist angesichts der Tatsache, dass niemals zuvor ein Hochhaus-Gebäude in Stahlrahmenbauweise einstürzte, wissenschaftlich und von der Wahrscheinlichkeit her haltlos.

    Antworten

    • 14. Januar 2016 @ 19:31 Kai Ruhsert

      Am Einsturz des WTC-7 war nichts normal, er war sogar höchst ungewöhnlich. Der Vorgang ist in seiner Besonderheit zu analysieren, und genau hat das NIST getan. Wer ein Gebäude zu finden verlangt, dass genauso eingestürzt ist, stellt eine unerfüllbare Bedingung, mit der er seinen Glauben bestätigt, aber nichts zur Wahrheitsfindung beiträgt,

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  18. 14. Januar 2016 @ 02:28 cynthia

    Was ist der Sinn, wenn vorab die Medien wie BBC informiert werden? Die Deutung, dass es sich um bauliches Versagen und nicht um eine Sprengung handelte, wurde medial vorbereitet und den Zuschauern und Einsatzkräften schon vorher beigebracht. So konnte beim Eintreten des Ereignisses die „richtige“ Deutung ausgestreut werden, und die Stimmen, die Explosionen hörten und sahen, dass es sich um eine kontrollierte Sprengung handelte, wurden langsam zum Schweigen gebracht.
    Wie bei jeder False-Flag-Attacke muss innerhalb kürzester Zeit der Täterkreis benannt und die Motive medial herausgestellt werden. Bei WTC7 kam man ohne Täter aus, aber die Erklärung wurde schon vorher abgegeben.

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  19. 14. Januar 2016 @ 09:27 Paul Schächterle

    Nicht die Thesen von Herrn Ganser sind absurd, sondern die Thesen von Herrn Ruhsert.
    Das WTC 7 sei nicht symmetrisch zusammengestürzt? Sehen wir uns die Filmaufnahmen an:
    https://www.youtube.com/watch?v=Mamvq7LWqRU
    Jeder bilde sich seine eigene Meinung dazu, aber die Symmetrie ist anhand der mangelnden Verformung des Gebäudes ist offensichtlich. Es sind zum großen Teil beim Einsturz nicht einmal die Fenster des Gebäudes zerstört.
    Nicht nur das, Herr Ruhsert verschweigt natürlich auch alle weitere Fakten, die zwingend auf eine andere Ursache als Bürobrand schließen lassen, nämlich die Geschwindigkeit des Einsturzes. Das WTC 7 stürzte meßbar (und von NIST nach anfänglichem Bestreiten angesichts der Fakten zugegeben) mehrere Sekunden lang im freien Fall ein. Dies ist nur möglich, wenn das Gebäude in der Zeit des freien Falles über gar keine (d.h. Null) Tragfähigkeit verfügt. Das wiederum ist nur möglich, wenn sämtliche vertikal tragenden Teile sämtliche Tragfähigkeit gleichzeitig verlieren. Und das ist durch einen Bürobrand nicht möglich, erst recht nicht durch den angeblichen Wegfall der Tragkraft einer einzigen Säule.
    Überhaupt ist die Behauptung, das Gebäude sei wegen des Wegfalls einer Säule eingestürzt, ein Witz. Man sehe sich noch einmal die Aufnahmen des Einsturzes an. Dann vergleiche man diesen Einsturz mit dem von NIST vorgestellten Modell bzw. dessen Simulation.
    https://www.youtube.com/watch?v=fIAK6PAeyn8
    Die Simulation sieht überhaupt nicht so aus, wie der Einsturz auf den Aufnahmen. Das Gebäude verformt sich in der Simulation massiv, was es in den Videoaufnahmen nicht getan hat. Zudem hört die Simulation auf, bevor der Einsturz abgeschlossen ist. Warum? Zudem weigert sich NIST die Annahmen des Modells, auf denen die Simulation beruht, herauszugeben. Warum?
    Auch weitere Daten werden von Herrn Ruhsert verschwiegen bzw. nicht beachtet. Es gab in den Trümmern von WTC 7 (so wie auch in den Trümmern von WTC 1 und WTC 2) massenweise flüssigen Eisen oder flüssigen Stahl. Es gab an den Stahlträgern Verformungen, die für extrem hohe Temperaturen sprechen, für Temperaturen, die den Stahl teilweise evaporieren ließen. Wie kam es zu diesen Temperaturen?

    Dann zum BBC-Bericht. Es ist ein Fakt, daß es noch nie einen Totaleinsturz eines Stahlrahmenhochhauses aufgrund eines Brandes gab.
    Herr Ruhsert führt als „Gegenbeispiel“ das McCormick-Gebäude an. Dort ist allerdings nur das Dach eingestürzt. Der Stahl hatte keine Brandschutzbeschichtung und die Gebäudekonstruktion ist mit dem WTC in keiner Weise vergleichbar.
    http://911research.wtc7.net/wtc/analysis/compare/mccormick.html
    Alle andere von Herrn Ruhsert angeführten „Gegenbeispiele“ können nicht einmal den Anschein einer validen Argumenation erwecken, denn es sind immer nur Teile eines Geschosses betroffen oder es ist gar nichts eingestürzt, sondern hat nur irgendwelche kleinen Schäden gegeben.
    Der vollständige Einsturz eines brandgeschützten Stahlrahmenhochhauses ist daher extrem überraschend. Wie kommt es dann dazu, daß der Einsturz mehrfach „vorhergesagt“ wurde? Nicht nur in der BBC, ca. 1 Std. vor dem Einsturz. Sondern auch in anderen Sendern, teilweise schon am Vormittag. Dies ist nur mit Vorwissen derjenigen zu erklären, die die Nachrichtensender mit Informationen versorgten. Irgendwelche Fragen, welche Motive die BBC gehabt haben solle, den Einsturz anzukündigen, sind irrelevante und irreführende Ablenkungen vom eigentlichen Thema. Wie konnte ein völlig unwahrscheinliches, noch nie vorher dagewesenes Ereignis vorhergesagt werden? (Ein Ereignis zudem, welches mit Bürobränden nicht erklärt werden kann.)
    Herr Ruhsert sollte sich einmal mit den Fakten beschäftigen bevor er sich an Herrn Ganser abarbeitet.

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    • 14. Januar 2016 @ 19:35 Kai Ruhsert

      „… aber die Symmetrie ist anhand der mangelnden Verformung des Gebäudes ist offensichtlich.“
      Sobald Sie verstanden haben, dass Sie auf den Videos nur die Außenwand sehen, nur diese teilweise symmetrisch einstürzte und mit dem östlichen Penthouse ein asymmetrischer Einsturz des Gebäudeinneren begann, haben wir eine Gesprächsgrundlage.

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  20. 14. Januar 2016 @ 12:00 Matthias

    Bevor ich meckere, es gehört Mut dazu sich öffentlich so angreifbar zum WTC zu positionieren, dass das Thema überhaupt angesprochen wird ist Herrn Ruhsert positiv anzurechnen.
    Da die Kommentare nun funktionieren möchte ich noch einmal auf zwei Textstellen eingehen:

    „Die Säulen konnten ihre Last nur tragen, solange sie daran gehindert wurden, zur Seite wegzuknicken. Dazu mussten sie über die gesamte Höhe des Gebäudes hinweg in regelmäßigen Abständen horizontal fixiert werden. Das Versagen der seitlichen Führung aufgrund von Hitzeschäden hatte katastrophale Folgen:“

    Die nötigen seitlichen Führungskräfte sind zum einen sehr sehr klein, zum anderen behauptet der Bericht somit das zuerst die Decken versagt hätten, und zwar alle gleichzeitig, auch diejenigen welche nicht gebrannt haben und tiefer lagen. Hitzeschaden ist zudem pauschal, wie soll der Schaden aussehen? Auch bei nahezu unmöglichen 800 C auf ganzer Länge nehmen diese Deckenträger eine seitliche Führungskraft auf, dimensioniert sind sie nämlich für die wesentlich höhere Deckenlast.
    Zusammengefasst behauptet der Bericht das es ausreichend ist die seitliche Führung von ein paar Etagen zu zerstören, warum nur enthällt jeder Sprengplan dagegen die Zerstörung solcher Verbindungen in regelmäßigem Abstand? Dazu würde das bedeuten, das der Bericht den US Architekten und Tragwerksplanern unterstellt so dumm zu sein, Gebäude mit Sollbruchstellen zu entwickeln, welche durch das lösen von wenigen Verbindungen komplett zusammenfallen. Für so doof halte ich US-Amerikaner dagegen nicht.

    „Wer lange darüber nachdenkt, für den wird es schließlich ganz einfach: Ein Sprengstoff ohne Explosionsgeräusche wurde nämlich noch nicht erfunden. Doch auf keiner einzigen Videoaufnahme ist ein Geräusch zu hören, das auch nur annähernd dem einer Explosion gleicht.“

    Eine Schalldämmung ist dagegen wirklich keine Zukunfstmusik, wer z.B. eine Pistole mit Dämpfer abfeuert erzeugt trotz deutlich leiserem Geräusch dennoch eine gleich starke Explosion mit dem Resultat einer ähnlich schnellen Projektilgeschwindigkeit.
    Möglich ist eine Schalldämmung hier ziemlich einfach, denn aus Ihrer eigenen Grafik geht die Schalenstruktur des Gebäudes her. Die Innere, die Vertikalkräfte tragende Kostruktion kann daher von aussen unsichtbar gut gedämmt geladen werden. Wer sich etwas mit Sprengstoff auskennt, die dafür nötigen Schneidladungen sind als gerichtete Kräfte nicht besonders groß. Das passt auch zum Versagensbild das hier beschrieben wird, zuerst ist die innere Struktur weg, die äußere hat wie hier beschrieben ohne die innere kaum Widerstand gegen seitliches ausweichen zu bieten.

    Zudem habe ich mal gehört das die seismischen Aufzeichnungen starke Ausschläge aufgezeichnet haben, dazu habe ich aber leider keinen Link.

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    • 14. Januar 2016 @ 19:45 Kai Ruhsert

      „Die nötigen seitlichen Führungskräfte sind zum einen sehr sehr klein, zum anderen behauptet der Bericht somit das zuerst die Decken versagt hätten, und zwar alle gleichzeitig, auch diejenigen welche nicht gebrannt haben und tiefer lagen.“
      Nein, es haben nicht alle Decken gleichzeitig versagt, sondern es gab einen progressiven Kollaps, weil infolge des Versagens von Befestigungselementen zuerst wenige Decken im vom Feuer betroffenen Bereich einstürzten.
      Das One New York Plaza belegt, dass es ein solches Versagen von Befestigungselementen geben kann. Für den Einsturz mussten bauliche Besonderheiten des WTC-7 hinzukommen.
      Dazu müsste man jetzt mal wirklich in die Berichte gehen sowie in die Diskussionen darüber, aber vor allem käme es darauf an, eben nicht nur die Truther-Pamphlete lesen, sondern auch die Kritik daran.

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  21. 14. Januar 2016 @ 18:22 albibi

    Man schaue sich die Sendung ZDF History, ‚Das Geheimnis von Gebäude 7 enthüllt‘ an.
    https://www.youtube.com/watch?v=t4BP-5h_DJc
    Eine erstaunlich ausgewogene Sendung. Aber auch dort kann natürlich die Schlagseite in Richtung der offiziellen Erzählung nicht vermieden werden.
    Geradezu entlarvend sind die Worte des NIST-Chefermittlers S. Shyan Sunder (https://itif.org/person/s-shyam-sunder) ab etwa Minute 43. Hier schließt er die Verwendung von Thermit als Einsturzursache aus mit der Begründung, der Thermit hätte mit den Händen (man beachte seine Gesten) gegen die Stahlträger gedrückt werden müssen, damit er seine Wirkung überhaupt hätte entfalten können. Wörtlich behauptet er dort, dass dazu jemand bis zum Einsturz oder zumindest bis ganz kurz davor im Gebäude hätte anwesend sein müssen.
    Wenn jemand nicht versteht wie abstrus diese Behauptungen sind so lasse er es sich von einem Ingenieur seines Vertrauens erklären.
    Für wie blöd hält man uns eigentlich?

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    • 14. Januar 2016 @ 19:53 Kai Ruhsert

      Shyan Sunder ist in der Tat eine Pfeife und hat in Hearings eine peinliche Figur abgegeben. Die Öffentlichkeitsarbeit des NIST war eine Katastrophe. Außerdem enthalten die Berichte (vor allem die ersten Fassungen) unbegreifliche Flüchtigkeitsfehler, da ist schon mal von konstanter Geschwindigkeit die Rede, wo konstante Beschleunigung gemeint ist.
      Das berührt aber nicht die Richtigkeit der Kernaussagen und die Plausibilität der für wahrscheinlich erklärten Einsturzszenarien.

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      • 15. Januar 2016 @ 02:24 klaus Scharff

        herr ruhsert , ich darf sie zitieren :
        „Shyan Sunder ist in der Tat eine Pfeife und hat in Hearings eine peinliche Figur abgegeben. “

        nun , herr ruhsert , irgendjemand musste den job ja machen . aber es ist ja schon mal beruhigend zu wissen , dass „eine pfeife“ eine so wichtige untersuchung leitet . nicht dass da wirkliche fachleute ran dürfen .
        der mann heisst übrigens Shyam Sunder .

        „Die Öffentlichkeitsarbeit des NIST war eine Katastrophe. “

        ach , das ist auch ihnen aufgefallen ?
        das budget war sehr klein .
        es gab übrigens nicht einmal einen zugezogenen gutacher der gebäudeversicherung , der bei dieser schadensdimension normalerweise „freie hand“ gehabt hätte . sie sollten das prüfen .

        „Außerdem enthalten die Berichte (vor allem die ersten Fassungen) unbegreifliche Flüchtigkeitsfehler…..“

        schön beobachtet , herr ruhsert , da haben sich wohl ein paar praktikanten ungeachtet ihrer enormen fachkenntnisse mehrmals verplappert . man kann nur hoffen dass es für eine anschliessende festanstellung gereicht hat …..
        wir haben es also mit massiv geballter kompetenz zu tun , woraus sie auch zuverlässig schliessen , dass eigentlich alles in bester ordnung ist :

        „Das berührt aber nicht die Richtigkeit der Kernaussagen und die Plausibilität der für wahrscheinlich erklärten Einsturzszenarien.“

        so ist es eben wenn eine anerkannte „pfeife“ dem traurigen rest der kirchenorgel den ton angeben muss .
        auch sie dürfen sich nun ihr register aussuchen …………. das ist doch immerhin was , nicht wahr , herr ruhsert ?

        Antworten

    • 15. Januar 2016 @ 13:38 albibi

      Ich möchte hier noch zusätzlich auf ein paar Patente verweisen, die die Verwendung von Thermitladungen als Schneidladungen thematisieren – und mit denen bewiesen ist, dass Herr Sunder kompletten Schwachsinn verzapft:

      US2006266204
      THERMITE CHARGE
      BATTELLE MEMORIAL INST
      20050308

      US2003006538
      THERMITE TORCH CUTTING NOZZLE
      MOHLER JONATHAN
      19960509

      WO9743080
      CUTTING DEVICE
      SECR DEFENCE
      19960509

      US5159983
      Apparatus and method for capping oil or gas wells
      LITTLE INC A
      19910916

      US4541616
      Thermal burning rod
      BARRACK TECHNOLOGY
      19840523

      PL120840
      LOUVER-TYPE ROOFING OF A PIT FOR THERMITE CUTTING
      BIPROHUT
      19781130

      RU93053456
      METHOD thermite cutting, welding, and perforation
      ?
      19931129

      Antworten

      • 15. Januar 2016 @ 17:06 albibi

        Da ich inzwischen befürchte, dass an dieser Diskussion mindestens ein technischer Laie teilnimmt möchte ich ausdrücklich noch darauf hinweisen, dass Thermitladungen eben keine Explosionsgeräusche erzeugen müssen um wirksam zu sein.

        Antworten

        • 17. Januar 2016 @ 19:48 KAI RUHSERT

          Eigentlich möchte ich mich ja darauf beschränken, die Fehler von Ganser
          zu kritisieren, aber da ich diesen Kommentar durch eigenen Text
          provoziert habe, mache ich mal eine Ausnahme:
          1. Zu Thermit:
          „For thermite to melt through a normally vertical steel beam, however,
          special high-temperature containment must be added to prevent the molten
          iron from simply dropping straight down uselessly. The thermite reaction
          is very hot, but it is also very slow compared to high explosives.
          Thermite is simply not practical for carrying out a controlled
          demolition, and there is no documentation of it ever having been used
          for that purpose.“
          2. Zu Nanothermit:
          „Jesse Ventura hired New Mexico Tech to show how nanothermite can slice
          through a large steel beam. The experiment was a total failure—even in
          the optimum (horizontal) configuration, the layer of nanothermite
          produced lots of flame and smoke but no actual damage to the massive
          I-beam tested.“
          http://www.csicop.org/si/show/the_9_11_truth_movement_the_top_conspiracy_theory_a_decade_later

          Von Thermit würden zudem unrealistisch große Mengen benötigt werden
          (Beispielrechnungen bitte selber recherchieren).
          Forget it.

          Antworten

  22. 15. Januar 2016 @ 00:27 Kai Ruhsert

    Zu SCHARFF (13.1., 13:52 Uhr) :
    Nicht nur dass Sie willkürliche und offensichtlich falsche Annahmen zur
    Massenverteilung machen sowie von „Tempo“ schreiben, wo es um
    Beschleunigung geht (Zitat vom 12.1. um 22:58 Uhr: „… auf dieses tempo
    zu beschleunigen“).
    Auch dieser Satz von Ihnen ist schlicht falsch: „… denn jenes
    „gebäudeinnere“ konnte bei seinem „einsturz“ nur laterale oder maximal
    diagonale kräfte auf die äussere gitterkonstruktion ausüben .“
    Zitat aus dem NIST-Bericht: „The core and exterior columns supported the
    floor system and carried their loads to the foundation.“
    Zwischen „floor system“ und Tragsystem der Fassade bestand eine Vielzahl
    kraftschlüssiger Verbindungen. Die Festigkeit dieser Verbindungen wurde
    an vielen Stellen nahezu gleichzeitig überschritten, als innerhalb
    weniger Sekunden immer mehr Etagenböden samt ihren Traglasten in die
    Tiefe rauschten. Während der Phase der Durchtrennung dieser Verbindungen
    wirkten auf die Außenwand (oder Fassade) in ihrer Gesamtheit für einige
    Sekunden erhebliche, nach unten gerichtete Kräfte. Damit ist die
    zusätzliche Kraftkomponente, die nötig ist, um trotz der
    Zerstörungsenergie für kurze Zeit auf etwa 1 g zu kommen, erklärt.
    Es handelte sich um einen so genannten progressiven Kollaps: Weiter
    unten stürzten an der Ostseite des Gebäudes infolge des Versagens von
    Befestigungselementen erst wenige, dann (aufgrund Hitzeschäden und
    Überlastung der darunterliegenden Ebenen) immer mehr Etagen ein, bis die
    laterale Abstützung von Tragsäule 79 versagte und diese zur Seite
    wegknickte. Damit reichte die Tragkraft des Daches für das östliche
    Penthouse nicht mehr aus (siehe die vier zusammengehörenden Bilder im
    Text); nun begannen die Etagen auch von oben einzustürzen. Innerhalb
    kurzer Zeit stürzten alle Etagen auf der Ostseite ein. Der Einsturz
    breitet sich durch das Gebäude auch auf die Westseite aus. Jedes
    einzelne Verbindungselement jeder dieser Etagen zog die
    Außenwandkonstruktion nach unten.
    Dass die auf den Aufnahmen sichtbare Außenwand für sich symmetrisch
    einstürzte, ist auf die Stabilität dieses Subsystems zurückzuführen. Sie
    hatte ja sogar für das Gesamtgebäude eine tragende Funktion gehabt und
    hielt daher zunächst ein paar Sekunden stand, während das Gebäudeinnere
    bereits asymmetrisch in die Tiefe rauschte. Ob schließlich die
    Tragfähigkeit nicht mehr genügte oder die Zerstörungen im unteren, für
    die Videokameras nicht sichtbaren Bereich so weit fortgeschritten waren,
    dass schlicht nichts mehr da war, was die Außenwand noch hätte tragen
    können, wird sich nicht mehr aufklären lassen.
    Dass Videokameras für einige Sekunden freien Fall aufzeichneten,
    bedeutet somit im Hinblick auf die Einsturzursache gar nichts.

    Antworten

    • 15. Januar 2016 @ 08:05 klaus Scharff

      ruhsert .
      „Nicht nur dass Sie willkürliche und offensichtlich falsche Annahmen zur
      Massenverteilung machen….“

      ich machs mal so , ohne ihnen weiter noch etwas erklären zu müssen , denn sie sind ja erwachsen :

      veröffentlichen sie alle daten , die sie bezüglich der „massenverteilung“ in wtc 7 kennen oder besitzen . metric oder imperial , doesn´t matter . hatte ich übrigens schon mal gefragt , nicht wahr ?

      just do it .

      Antworten

      • 15. Januar 2016 @ 22:57 Kai Ruhsert

        @Scharff: Tut mir leid, dass ich als Erwerbstätiger nicht mit der Häufigkeit antworten kann, wie Sie sich das als Ruheständler wünschen mögen.

        Sie hatten geschrieben: „… sie können mir gerne erklären , wie ein gebäudeteil mit der masse x , das nicht mit 1 g beschleunigt ist , in der lage sein könnte , einen anderen teil dieses gebäudes mit einer ähnlichen masse gegen dessen strukturellen widerstand auf dieses tempo zu beschleunigen?“

        1. Zum Massenverhältnis:
        Zahlen liegen mir nicht vor. Haben Sie welche?
        Wenn nicht: Glauben Sie tatsächlich, die auf den Videos sichtbare Außenwand habe etwa die gleiche Masse wie das Gebäudeinnere (alle Etagen plus Traglasten plus das Dach)? Das erschiene mir absonderlich. Wenn Sie diese Behauptung mit Ihrer Ehre als Bauingenieur vereinbaren können, will ich Sie in Ihrem Glauben nicht weiter stören.

        2. Zu dessen Relevanz:
        Ihr Insistieren weist darauf hin, dass Sie die Physik des Einsturzvorgangs noch nicht ansatzweise verstanden haben (ich weiß, der Dynamik gilt nicht gerade das Hauptinteresse von Bauingenieuren).
        Aufschlussreich ist der Nebensatz von der Masse x, die „nicht mit 1 g beschleunigt ist“, gerade so, als ob es in diesem Zusammenhang von Bedeutung sei, wie groß deren Momentanbeschleunigung zum Zeitpunkt des Einsturzes der Außenwand war.
        Das wäre jedoch nur dann der Fall, wenn man sich das Gebäudeinnere als eine große Masse denkt, welche die Außenwand als andere große Masse in Bewegung versetzt. Daher wahrscheinlich ihre etwas merkwürdigen Anmerkungen, es könnten nur laterale oder allenfalls diagonale Kräfte übertragen werden: Mit der Entkernung wäre die Kraftübertragung in senkrechter Richtung beendet.
        Das hat mit dem Einsturzverlauf des WTC-7 nichts zu tun. Tatsächlich muss man sich das Gebäudeinnere in viele Masseneinheiten zerlegt denken (mindestens eine je Etage, aber das ist auch nicht granular genug, denn die Etagen wiederum stürzten zuerst an der Ostseite ein). Je nach betrachtetem Zeitpunkt ist eine andere Anzahl von Masseneinheiten in Ruhe oder in Bewegung.
        Beweis: Zu Beginn des auf dem Video sichtbaren Einsturzes ist das linke Penthouse auf dem Weg nach unten, während das rechte noch auf dem Dach steht. Damit verbietet es sich, das Gebäudeinnere als einen Festkörper zu betrachten.
        Die Etagen sind Teil des Gebäudeinneren; ein Teil von ihnen (aber nicht alle!) befinden sich bereits in der Einsturzphase, während die Außenwand zwar schon ein wenig zuckt, aber im wesentlichen noch aufrecht steht.
        Bereits im Fall befindliche Etagen schlagen auf darunterliegende Etagen auf und versetzen diese den Gesetzen der Impulserhaltung folgend stoßartig in Bewegung, wobei deren Verbindungen zur (anfangs noch stehenden, aber auch später noch langsameren) Außenwand durchtrennt werden. Die zur Durchtrennung nötigen Kräfte beschleunigen die Außenwand, nachdem auch deren Einsturz begonnen hat, auf dem Weg nach unten. Der Gesamtvorgang verläuft über eine Zeitdauer von mehreren Sekunden und erfasst sukzessiv das gesamte Gebäude.
        Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

        Antworten

        • 16. Januar 2016 @ 20:55 albibi

          Herr Ruhsert, es ist genug der Lächerlichkeit genüge getan. Gehaben Sie sich wohl.

          „Wenn Sie diese Behauptung mit Ihrer Ehre als Bauingenieur vereinbaren können, will ich Sie in Ihrem Glauben nicht weiter stören.“
          „… dass Sie die Physik des Einsturzvorgangs noch nicht ansatzweise verstanden haben (ich weiß, der Dynamik gilt nicht gerade das Hauptinteresse von Bauingenieuren).“ sagt ein Technik-Banaus (von wegen Flüchtigkeitsfehler Kraft- mit Formschluss zu verwechseln, Ha!)

          Es ist ersichtlich, dass Sie von nichts eine Ahnung haben und hier nur Ihren Kinderglauben verteidigen: es kann nicht sein, was nicht sein darf.

          Antworten

          • 17. Januar 2016 @ 19:22 Kai Ruhsert

            Sie wissen schon, dass auch Schraubverbindungen kraftschlüssig sind?

          • 20. Januar 2016 @ 17:51 albibi

            KAI RUHSERT am 17.01.16

            „Sie wissen schon, dass auch Schraubverbindungen kraftschlüssig sind?“

            Herr Ruhsert, Sie wissen schon, dass man vor dem Schlafen gehen Zähne putzen soll?

            Sie fragen sich jetzt vielleicht, was das hier soll? Nun, so geht es mir bei Ihrer Frage auch.

            (Ein kleiner Tipp an den Laien: Schrauben setzt man idR dort ein, wo man Verbindungen, etwa zu Reparaturzwecken, leicht und zerstörungsfrei wieder lösen möchte.)

            Nun werden Sie behaupten, dass in WTC7 irgendwo Schrauben verwendet wurden, um wieder eine Reaktion zu provozieren. Oder es kommt irgend eine andere hanebüchene Begründung für Ihr Schrauben-Geschwurbel. Lassen Sie es.

          • 6. September 2016 @ 16:10 Kai Ruhsert

            Für die Einsturzanalyse ist nur ein Aspekt dieser Verbindungen wichtig: Ist es den kollabierenden Etagenböden möglich, auf diesem Wege senkrechte Kräfte in die Außenwand einzuleiten? Kräfte, die während des Einsturzes der Außenwand zur Gewichtskraft hinzukommen, also auf dem Wege nach unten beschleunigend wirken?
            Die Antwort ist klar: Ja, das ist möglich, völlig egal, ob die Querträger verankert, verschweißt oder verschraubt sind.

            P.S.
            Dieser Kommentar war erstmals am 20. Januar 2016 um 22:06 Uhr eingetragen worden und einige Wochen später aus unbekannten Gründen verschwunden.

    • 15. Januar 2016 @ 16:43 klaus Scharff

      herr ruhsert , wie siehts denn jetzt aus ?

      könnten sie nun endlich meine „offensichtlich falschen annahmen zur massenverteilung“ in wtc 7 richtigstellen ?

      ich hatte sie bereits vor zwei tagen , nämlich am 13. januar um 12:52 MEZ darum gebeten .
      by the way : dass die systemzeit ihres blogs um eine stunde versetzt ist interessiert mich wenig , aber da sie es ja gerne etwas präziser halten könnte ihnen diese information für die zukunft nützlich sein .

      also , herr ruhsert . ich freue mich auf ihre lieferung . sie wissen was das heisst , nicht wahr ?

      Antworten

    • 15. Januar 2016 @ 16:44 albibi

      zu 15. JANUAR 2016 @ 00:27 KAI RUHSERT
      Zitat von Herr Ruhsert:
      „Zwischen „floor system“ und Tragsystem der Fassade bestand eine Vielzahl
      kraftschlüssiger Verbindungen.“
      Das ist doch nicht ihr Ernst? Bzw. wissen sie es einfach nicht besser? Das Gebäude soll durch pure Reibungskräfte zusammen gehalten worden sein? Tut mir Leid, aber sie diskreditieren sich durch ihr pseudofachliches Gerede das sich jedem technisch gebildeten Menschen als unwissenschaftliches Fachwörter-Dropping entlarvt.
      Und es scheint Sie auch nicht zu stören, dass man mit Shyam Sunder (nicht Shyan wie Hr. Scharff richtig bemerkt, mein Fehler) einer (laut Ihrer Aussage) ausgewiesenen „Pfeife“ die Oberaufsicht über die Untersuchung gab? Vielleicht hat der Mann ja andere als technische Qualitäten?

      Antworten

      • 15. Januar 2016 @ 20:09 Kai Ruhsert

        „Das Gebäude soll durch pure Reibungskräfte zusammen gehalten worden sein?“
        Nein, natürlich nicht, da haben Sie recht (auch mir passiert mal ein
        Flüchtigkeitsfehler). Zitat aus dem ersten Entwurf des NIST-Berichts:
        „The typical beam-to-exterior column connections were seated connections.“
        Für die Diskussion ist relevant, ob diese Verbindungen senkrechte Kräfte
        in die Tragstruktur der Außenwand einleiten, wenn eine Etage wegen
        Überlastung durch den Aufschlag der darüberliegenden Etage einstürzt.
        Daran kann gerade bei „seated connections“ ja wohl kein Zweifel bestehen.
        Zu Sunder: Ich kenne viele Chefs, die keine technische Diskussion
        bestehen, deren Mitarbeiter aber solide Arbeit leisten.

        Antworten

  23. 17. Januar 2016 @ 22:03 Rauschi

    Was mich am meisten erschreckt ist, ist die Erkenntniss, das auch Herr Ganser manipuliert, wenn er es so darstellt, das er Dinge im Commision-Report sucht, die dort nicht stehen sollen. Es führt zum süssen Gift des Zweifels, das ich aber in diesem Fall mehr als fatal finde, denn Er klärt ja in vielen anderen Fällen sehr richtig über Manipulationen auf. Wenn es aber auch Zweifel an Aufklärern gibt, was bleibt dann übrig, jeder sucht sich seine eigene Wahrheit heraus und fühlt sich wieder allein?
    Was rät denn Herr Ruhsert, wie Mann/Frau sich informieren soll, der mindestens 8 Sunden am Tag der Arbeit nachgeht und auch noch Familenleben haben möchte?

    Antworten

    • 18. Januar 2016 @ 00:51 Kai Ruhsert

      Es ist in der Tat ein Problem, zu allen Seiten stets angemessen kritische Distanz zu wahren. Ich weiß mir auch nur zu helfen, indem ich manche Themen vertiefe und andere vernachlässige.
      Nach Meinungen der Gegenseite zu suchen und diese zu prüfen sollte m.E. allerdings Pflicht sein, und damit sind in diesem Fall die Skeptiker gemeint (Kritiker der Truther).
      Zu Ganser: Ja, soweit ich es beurteilen kann, arbeitet er auf anderen Politikfeldern seriöser.

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  24. 9. Mai 2016 @ 10:07 Kritik an Kai Ruhserts Artikel „Kritik zum Vortrag von Dr. Daniele Ganser ‚Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001“‘ – Freier Fall 9/11

    […] Kai Ruhsert stellt in seinem Artikel folgende Behauptung auf: Dr. Daniele Gansers argumentierte am 15.12.2014 bei seinem in Tübingen gehaltenen Vortrag „nicht immer wahrheitsgetreu“ und führte „sein Publikum im Hinblick auf den Einsturz eines World Trade Center- Gebäudes an der Nase herum“. […]

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  25. 31. Mai 2016 @ 21:09 Kai Ruhsert

    Zum Versuch einer Kritik von Andreas Bertram-Weiss

    Die Spiegelstriche enthalten Zitate aus seinem Text (http://www.freierfall.ch/wp-content/uploads/2016/01/Kritik-an-Kai-Ruhserts-Kritik-zum-Vortrag-von-Daniele-Ganser-am-15.12.2014.pdf). Darunter folgen kurze Kommentare.

    • „In dem Film präsentieren eine Vielzahl von Ingenieuren, Architekten und Wissenschaftlern ihre Ergebnisse, die beweisen, dass die drei Gebäude des WTC an 9/11 durch Sprengungen zerstört wurden. … Ruhsert lässt nun diesen Teil in seiner Kritik aus, statt sich mit ihnen und ihren Argumenten gerade kritisch auseinanderzusetzen.
    Er nimmt auch nicht ihre Aussagen auf, zitiert oder transkribiert sie. Dass er sie in seinem Text nicht zu Wort kommen lässt, begründet er auch nicht.“

    Das habe ich bewusst so gemacht, weil keiner dieser „Experten“ sich tatsächlich mit dem vom NIST beschriebenen Einsturzszenario befasst. Wie von mir im Artikel korrekt angemerkt, behaupten sie alle nur sehr pauschal, dass ein Einsturz durch Feuer prinzipiell unmöglich sei, und gehen an keiner Stelle auf die baulichen Besonderheiten des WTC-7 ein. Dabei lassen sie sich teilweise zu höchst merkwürdigen und eigentlich gar nicht zitierbaren Äußerungen hinreißen (Zitate von Bertram-Weiss in Anfürhungszeichen, Kommentare von mir jeweils unmittelbar darunter):

    „Hochhausgebäude stürzen einfach nicht aufgrund von Bränden ein“
    Das NIST-Szenario ist kein einfacher Einsturz.

    „Auch sind Bürobrände nicht heiss genug, um Stahl zum Schmelzen zu bringen, …“
    Im NIST-Bericht steht nicht, dass Stahl geschmolzen ist.

    „… dass man niemals, man niemals, wenn man bei Brand in ein Hochhaus geht, Angst haben müsste, dass es einstürzt.“
    Dazu schweige ich lieber …

    “ Joel Miller (Hochhausarchitekt) verweist auf das 38-stöckige Meridian Bank Gebäude, das 1991 über 18 Stunden brannte und nicht einstürzte.“
    Dieses hatte eine andere Gebäudestruktur, daher ist der Brandfall nicht vergleichbar.

    „In dem Filmausschnitt ist (in 1:05:44-50) der Einsturz im Modell des National Institute of Standards and Technology (NIST) zu sehen, wie erst das Penthouse sich absenkt, dann die Ostseite von WTC7 nach innen nach Westen kippt und die Nordfassade nicht symmetrisch nach unten geht, sondern sich verformt (im Gegensatz zu den Filmaufnahmen von WTC7!).“
    Welchen Schaden eine Tragsäule genau anrichtet, hängt davon ab, in welche Richtung sie wegknickt; das ist ein minder interessanter, von Zufällen bestimmter Folgeeffekt.

    „Der Maschinenbauingenieur Tony Szamboti erklärt …“
    Wer erleben möchte, wie Szamboti sich mit seinen Thesen blamiert, schaue in diesem Skeptiker-Forum nach: http://www.internationalskeptics.com/forums/forumdisplay.php?s=b5b9197e062e2d1810ef55de0147ecf7&f=64

    „Daniel Barnum … sagt, dass die kleinen Brände von WTC 7 nicht einen solchen Einsturz eines Stahlrahmenhochhauses auslösen können, wie wenn ein Gebäude implodiert.“
    Leider sagt auch er dies ohne jeden Bezug auf das konkrete, vom NIST beschriebene Einsturzszenario.

    Weil diese Aussagen keinerlei Erkenntnisgewinn bieten, beließ ich es bei einer Zusammenfassung in einem Satz.

    • „Dass es bei einem sechsstündigen Brand nicht mal zu einem Stockwerkversagen kam, sondern nur die Träger durchhingen und es zu dem ein oder anderen Verbindungsbruch kam, mag sein, aber die Konstruktion hielt.“

    Ausgangspunkt des vom NIST beschriebenen Einsturzverlaufs war ein Verbindungsbruch, der sich in ähnlicher Form an einem realen Gebäude ereignet hat. Damit ist es plausibel, diesen als wesentliches Element einer Versagenskette anzunehmen. Wegen der völlig anderen Tragstruktur des WTC-7 ist es irrelevant, ob auch das One New York Plaza einstürzte. Analogien zu anderen Gebäuden betreffen stets nur andere Elemente der Versagenskette. Ob diese anderen Gebäude einstürzten, ist irrelevant, wenn dort entscheidende Elemente der WTC-7-Versagenskette fehlten.

    • „Also meint Ruhsert wirklich, dass wenn irgendwann in einem Hochhaus wie in dem One New York Plaza ein gebrochener Bolzen zu finden war, deshalb gleichzeitig alle Verbindungen wegfallen könnten und ein Hochhaus in den freien Fall übergeht?“

    Die Frage zeigt von Unkenntnis des für wahrscheinlich erklärten Einsturzszenarios, eines progressiven Kollapses. Die versagenden Verbindungen ermöglichten ein Durchhängen von Etagenböden, zusätzlich wurden diese durch Hitze geschwächt. Es kam zum Einsturz eines Bodens in der Nähe der Säule 79. Daraufhin war der Etagenboden im Stockwerk darunter überlastet – eine Kettenreaktion setzte ein. Details dazu können in den NIST-Berichten nachgelesen werden.
    Dass von freiem Fall des gesamten Hochhauses keine Rede sein kann, sollte längst hinreichend deutlich erklärt sein: Nur ein Teil des Gebäudes, die Fassade, war mit zeitlicher Verzögerung vom bereits im Fall befindlichen Gebäudeinneren mitgerissen worden und vorübergehend stark beschleunigt worden.

    • „Das (Simulations-)Modell stimmt nicht mit den Beobachtungen zum Einsturz von WTC 7 überein, und es endet vorzeitig kurz nach Einsturzbeginn. Warum?“

    Die tatsächliche Verformung eines Gebäudes wird bei Knickungen von Tragsäulen stark von Zufällen bestimmt. Daher ist eine genaue Simulation der Phase kurz nach Einsturzbeginn grundsätzlich nicht möglich.

    • „Bei dem Argument, dass das WTC 7 das erste Hochhaus in Stahlrahmenbauweise war, das angeblich aufgrund von Bränden einstürzte, bleibt Ruhsert schon den Nachweis schuldig. Er schiebt ein Pappkameraden-Argument ein, das die obige Behauptung nicht widerlegt.“

    Dass etwas noch nie passiert ist, bedeutet nicht, dass es auch in Zukunft nicht passieren kann. Einmal ist immer das erste Mal; es handelte sich ja auch um den ersten Flugzeug-Terrorangriff auf Hochhäuser. Selbstverständlich gibt es dazu keine Analogien.

    • „Ruhsert lässt den freien Fall von WTC 7, wie er auch von NIST für 2,25 sec zugegeben wurde, komplett aus.“

    Es gab keinen „freien Fall von WTC-7“. Diese unzutreffende Formulierung ist auf ein unzureichendes Verständnis des Einsturzvorgangs zurückzuführen. Nicht „das WTC-7“, sondern nur die auf dem Video sichtbaren, äußeren Gebäudeteile fielen im freien Fall. Um dies zu verstehen, genügt es zum Glück völlig, die wenigen Sekunden des Videos anzuschauen, die dem von Ganser bewusst (und wahrscheinlich in irreführender Absicht) gewählten Ausschnitt vorausgehen.

    • „Er nimmt diese Messung offenbar nicht zur Kenntnis, oder er lässt es für sich nicht als „freien Fall“ gelten.“

    Lesen bildet. Zitat aus der Kritik an Ganser: „Dazu steht nicht im Widerspruch, dass Analysen von Videoaufnahmen zufolge die Außenwand während des Einsturzes für einige Sekunden tatsächlich eine Beschleunigung wie im freien Fall erreichte.“

    • “ Wie genau soll diese Entkernung aussehen, bei der nach Ruhsert das Gebäude zuvor völlig „implodiert“ und in sich zusammengefallen ist?“

    Weder war das Gebäude völlig implodiert noch war es bereits ganz in sich zusammengefallen.
    Als der Einsturz der Außenwand begann, war nur der in den Videos sichtbare Teil der Außenwand entkernt. Das Gebäudeinnere war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz eingestürzt, siehe dieses Zitat aus der Kritik an Ganser: „Der Einsturz des Gebäudeinneren hatte aber schon einige Sekunden zuvor begonnen. Auf dem Weg nach unten rissen die Etagen die Fassade mit sich, so dass diese vorübergehend wie im freien Fall kollabierte. Dass der Gebäudekern zuerst einzustürzen begann, während die Außenwand noch für einige Sekunden aufrecht stehen blieb, ist zum Verständnis des gesamten Einsturzvorgangs wichtig.“
    Die Etagen konnten die Fassade nur mitreißen, weil ein Teil von ihnen sich noch in der Einsturzphase befand.

    • „Eine einfachere Erklärung bietet sich für das sich bewegende östliche Penthouse an: Bei einer sauber geplanten Abrisssprengung mittels einer Implosion, bei der das Gebäude in den eigenen Grundriss fallen soll, werden meist die tragenden Elemente im Inneren des Gebäudes zuerst entfernt, worauf kurz danach die Außensäulen gekappt werden.“

    Das soll eine „einfachere Erklärung“ sein – die Annahme, dass ein so großes und technisch anspruchsvolles Sprengungsprojekt bis heute vollständig geheim gehalten werden konnte?? Das glauben wirklich nur Truther.

    • „Anstatt unter Symmetrie die Außenpunkte des Gebäudes zu verstehen, wie jeder sehen kann, die zu gleicher Zeit eine parallele Bewegung nach unten vollziehen, nimmt er nun den Dachaufbau der östlichen Lobby, der sich um Sekundenbruchteile zuerst bewegt, als Anlass, um jegliche Symmetrie des Gebäudes zu bestreiten bzw. rhetorisch als „Irreführung“ hinzustellen.“

    Es geht nicht um die Symmetrie des Gebäudes, sondern des Einsturzverlaufs.
    Die nicht von Ganser gezeigten Videoausschnitte zeigen, wie das Dach von Osten nach Westen fortschreitend einstürzt. Das setzt große innere Zerstörungen voraus. Tragsäulen müssen kollabiert sein, und zwar zuerst auf der Ostseite, also eindeutig und völlig unbestreitbar asymmetrisch.

    • „Ruhsert nimmt Augenwischerei und eine Verdrehung der Tatsachen vor.
    Ruhsert reklamiert dabei einen „tatsächlichen Einsturzverlauf“, für den er keinen
    Beweis hat. Ruhsert präsentiert mit NIST wie der kleine Prinz das Schaf in der
    Schachtel, d.h. das Gebäude im Computer. Dieser existiert allein in NISTs
    Computermodell mit dem angeblichen Wegbrechen von Säule 79 und dem folgenden
    progressiven Einsturz. Diesen hat niemand beobachtet und für ihn gibt es keine
    Beweise, nicht einmal anhand überprüfbarer Daten.“

    Die Daten, die aus dem Trümmerhaufen gewonnen werden konnten, erlauben prinzipiell keine genaue Rekonstruktion des Einsturzverlaufs. Sinnvollerweise erhebt der Untersuchungsbericht daher nur den Anspruch, die Plausibilität verschiedener Einsturzszenarien zu bewerten. Für die Richtigkeit seiner Ergebnisse kann er u.a. in Anspruch nehmen, dass genau der Dachabschnitt über Säule 79 zuerst einstürzte.

    • „Und warum die von Stahlsäulen gestützten Außenwände symmetrisch im freien Fall einstürzen, erklärt weder Ruhsert noch die von NIST erstellte Simulation, die kurz nach Einsturzbeginn endet.“

    Wozu auch? Welchen Erkenntnisgewinn soll das bringen? Der Einsturz der mit einer eigenen Stützstruktur versehenen Außenfassade gehört zur zweiten Phase des Einsturzes und ist ein mehr oder weniger zufällig verlaufener Folgeeffekt.

    • „Es ist nach Chandlers und NISTs Messung unstrittig, dass die Nordfassade mit ihren Eckpunkten von WTC 7 symmetrisch nach unten fallen, und dies für mindestens 2,25 Sekunden im freien Fall tun.
    Einen Beweis, dass hier auf der Ebene der Tatsachen nicht ein freier Fall beim
    Gebäude 7 vorliegt, bleibt Ruhsert schuldig.“

    Der Schluss vom beobachteten freien Fall der Fassade auf freien Fall des Gebäudes ist nicht zulässig. Wie kann man bloß auf solche Ideen kommen, wenn doch klar zu sehen ist, dass zunächst nur die Dachaufbauten in die Tiefe rauschen und die Fassade zunächst stehenbleibt? Was in diesen Augenblicken, also vor Beginn des Fassadeneinsturzes, innerhalb des Gebäudes passiert und jenem bereits vorausgegangen sein muss – wie kann man diese Vorgänge nur so vollständig aus der eigenen Wahrnehmung ausblenden? Die „Ebene der Tatsachen“ hat man damit ganz gewiss weit hinter sich gelassen.

    • „Für den sichtbaren symmetrischen freien Fall von mindestens 8 Stockwerken gibt es keine andere und schlüssigere Erklärung, als dass die tragenden Säulen von WTC 7 mit Hilfe von Schneidladungen entfernt wurden.“

    Die Gewissheit, mit der dieser Befund verkündet (statt begründet) wird, gleicht der Inbrunst, mit welcher religiöse Überzeugungen vorgetragen werden.

    • „Auffällig ist, dass Ruhsert die Aufnahmen zunächst als „irreführend“ beurteilt, ohne dass er selbst andere Aufnahmen präsentiert.“

    Nanu? Meine Videoausschnitte präsentiere ich mit Quellenangabe unmittelbar nach den Abbildungen von Gansers Vortrag.
    Ein wenig mehr Sorgfalt bei der Lektüre nicht nur des NIST-Berichts, sondern auch des kritisierten Texts wäre wohl angebracht gewesen.

    • „Wie meint Ruhsert diese Aussage, dass die Zahl „unbedeutend“ sei?“

    Die Gage-Gruppe hatte viel unternommen, um für ihre Thesen unter den Architekten und Ingenieuren Amerikas Unterstützer zu finden. Ergebnis: Auf der Jahreshauptversammlung des American Institute of Architects 2015 sprachen sich 96 % gegen eine Resolution der AE911Truth zu WTC 7 aus (http://us1.campaign-archive1.com/?u=d03bf3ffcac549c7dc7888ef5&id=bcd0bc392b).
    Die große Mehrheit (3892 von 4052) hält die Sprengungsthese offensichtlich für falsch und lehnt eine neue Untersuchung dazu ab. Ergo: Nur eine unbedeutende Minderheit hält noch immer daran fest.

    • „Und da vor 9/11 bisher nur Hochhäuser in Stahlrahmenbauweise durch kontrollierte Sprengung so völlig eingestürzt sind, wie sie an 9/11 zu beobachten waren, wäre die Sprengungshypothese die zuerst zu prüfende gewesen, …“

    Dieser Autor scheint nie einen Blick in die NIST-Berichte geworfen zu haben. Die Sprengungshypothese war durchaus geprüft und für unwahrscheinlich erklärt worden.

    • „Dieses Video zeigt auch Feuerwehrmänner in der Nähe von WTC 7, als ganz laut eine Explosion zu hören ist (1:10).“

    Das ist ein schönes Beispiel für unkritischen Umgang mit Quellen.
    Zwar ist auf dem Video an dieser Stelle ein explosionsähnliches Geräusch zu hören, doch wird der Bezug zum WTC-7 nur behauptet. Und die Person, die das Video veröffentlichte (David Chandler), gibt erheblichen Anlass zu Zweifeln – siehe unten.

    • „Ein paar Straßenzüge weiter am West Broadway mit Blick auf das WTC 7 führte Ashleigh Banfield ein Interview für MSNBC, als sie „Oh, my God“ ruft und sich umdreht. Eine Tonanalyse zeigt, dass im Hintergrund ganz klar Explosionsgeräusche in kurzer Folge zu hören sind, …“

    David Chandler ist als Quelle nicht zitierbar. Auch in diesem Fall arbeitet er ungenau und letztlich unseriös.

    1. Details der Tonanalyse stimmen nicht:
    „Chandler claims early in his video, at 2:14: „The mike was set up to pick up speech a few inches away“. “
    Das ist falsch: „Those mikes are NOT set up to pick up only speech a few inches away, they pick up a range of sounds from a larger distance.“ (siehe https://www.metabunk.org/debunked-wtc7-sound-evidence-of-explosions-by-chandler-ae911t.t6071/#post-160171)
    2. Der Zeitpunkt der Geräusche liegt außerhalb des Zeitfensters, in dem die Explosionen sich ereignet haben müssten:
    „The corrected timeline has the origin of the first of Chandler’s alleged „explosion“ sound still AFTER (about 2 s after) the visible collapse begins with the failure of the three fattest columns, 79-81, and the descent of the east penthouse. Chandler’s alleged „explosion“ sounds all occur within about 2.5 seconds, so they end approx. 4.5 seconds after the EPH starts to descend, and 4 seconds before the screen wall drops, followed shortly by WPH and north wall.“
    Quelle: dito

    Die von Chandler aufgezeichneten Geräusche traten also erst auf, nachdem der sichtbare Einsturz begonnen hatte. Es sind keine Explosions-, sondern Einsturzgeräusche zu hören.
    Das von Andreas Bertram-Weiss erwähnte Video taugt nicht als Beleg für eine Explosion.

    • „Die Funde von Nanothermit … verweisen auf höchste Temperaturen bei der Reaktion und eine Art von Militärsprengstoff, zu dem nur wenige Experten im Jahr 2001 Zugang haben konnten…“

    Die Legende vom Nanothermit beruht auf Behauptungen eines Teams um Nils Holger Harrit, einem dänischen Chemiker von der Universität Kopenhagen. Doch Harrit hatte schwere, methodische Fehler gemacht, siehe http://www.scilogs.de/mente-et-malleo/befand-sich-nanothermit-zwischen-den-tr-mmern-des-world-trade-centers/ .
    Die American Academy of Forensic Science wollte es genau wissen und bat Harrit um Staubproben zur Überprüfung seiner Ergebnisse – vergebens! Daraufhin beschaffte die AAFS sich Staubproben aus der Zeit unmittelbar nach 9/11 aus anderer Quelle. Ergebnis der Kontrolluntersuchung: „There is no evidence of individual elemental aluminum particles of any size in the red/gray chips, therefore the red layer of the red/gray chips is not thermite or nano-thermite.“
    http://aneta.org/911experiments_com/millette/paper/index.htm

    • „Ruhsert liegt falsch, wenn er meint, Ganser hätte im Jahr 2006 im falschen Dokument gesucht, da der NIST-Report zu WTC 7 noch gar nicht erstellt war, sondern NIST zu dem Zeitpunkt noch immer nach einer Lösung für das Problem suchte, wie es den Einsturz erklären kann, und den Report erst 2008 nach sieben Jahren veröffentlichte.“

    Der Auftrag für die Untersuchung zu WTC-7 war 2002 erteilt worden. Seither war jedem, der es wissen wollte, bekannt, wo die Einsturzursachen zu finden sein würden.

    • „Auf das Problem, dass mit „it“ kein Plural gemeint sein kann, und von einem Kontingent zuvor nicht die Rede ist, auf das sich das Pronomen singular neutrum „it“ beziehen könnte, geht Ruhsert nicht ein.“

    Man sollte schon zur Kenntnis nehmen, welche Bedeutung Silverstein selbst seinen Worten von damals gibt, und dass mit „it“ auch dann eine „unit“ gemeint gewesen sein kann, wenn er diese nicht explizit zuvor erwähnt hatte.
    Hinzu kommt unverändert, dass eine Sprengung zur Vermeidung weiteren Verlusts von Menschenleben völlig absurd ist – siehe Text.

    • „Woher kamen also die Annahmen bzw. die Voraussagen, dass WTC einstürzen würde?“

    Erfahrene Feuerwehrleute sahen Anzeichen für eine zunehmende Instabilität des Gebäudes und rieten zur Räumung. Manchmal ist die einfachste Erklärung eben doch die überzeugendste.

    • „Wie David Chandler in obigem Video aufzeigt, kann Ashleigh Banfield für MSNBC nur sagen „This is it“, weil ihr zuvor angekündigt wurde, dass WTC 7 einstürzen würde (vgl. 4:46 min bei https://www.youtube.com/watch?v=zVxjVlhCXjo#t=62 ).“

    Natürlich wurde es ihr „angekündigt“, denn der Einsturz war bereits seit Stunden erwartet worden. Darum war das Gebäude ja schließlich geräumt worden.

    • „Diejenigen, die den wahren Ablauf vorher kannten, informierten die Medien, damit diese die offizielle Geschichte gleich in die Köpfe pflanzen.“

    Nach Belegen zu fragen erübrigt sich auch für die diese steile These. Das ist bloß Ausdruck reger Phantasie – ein notwendiger Bestandteil von Verschwörungstheorien.

    • „Damit werden zwei Ziele von Ruhserts Artikel deutlich: Er will Gansers Glaubwürdigkeit und seinen wissenschaftlichen Ruf in Frage zu stellen.“

    Natürlich, denn ich halte Ganser für unseriös. Dies zu begründen war Zweck dieses Artikels.

    • „..mit 9/11 wurden
    – mehrere Angriffskriege mit 1,5 Mio Toten geführt und mit dem „Krieg gegen den
    Terror“ Kriegsverbrechen wie Folter gerechtfertigt
    – durch diese Kriege wurden Menschen heimatlos und zu Flüchtlingen gemacht
    – die illegalen Überwachungen der NSA, Massenspeicherungen etc. begründet
    – die bürgerlichen Freiheiten nicht nur in den USA eingeschränkt und beschnitten und
    willkürliche Verhaftungen möglich gemacht
    – die Staatskasse nicht nur der USA für Rüstungsausgaben geplündert zulasten von
    sozialen Aufgaben.“

    Das ist zutreffend.
    9/11 kam interessierten Kreisen in den USA sehr gelegen, um eine neue Militärdoktrin durchzusetzen und mit einer Lüge als Begründung einen Krieg gegen ein anderes Land zu beginnen.
    Das ersetzt allerdings nicht den Nachweis, dass es sich bei 9/11 um einen „inside job“ handelte.
    (Kommt mir der Diebstahl meines Autos entgegen, weil ich damit unzufrieden war, macht mich dies allein noch nicht zu einem Dieb.)
    Dieser Nachweis gelingt den Truther noch nicht einmal ansatzweise.

    Hat man erst einmal verstanden, dass
    • der Einsturz asymmetrisch war
    • Analogien zu anderen Stahlskelettgebäuden wegen Besonderheiten dieses Falls nicht taugen, einen Einsturz auszuschließen
    • Nanothermit nicht nachgewiesen werden konnte
    • nichts, aber auch gar nichts auf eine Sprengung hinweist
    dann fällt der Versuch einer Kritik von Andreas Bertram-Weiss vollständig in sich zusammen.
    Er entpuppt sich als bloßes Glaubensbekenntnis.

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  26. 28. Juni 2016 @ 12:21 Logos

    Frage an Kai Ruhsert
    Hallo Herr Ruhsert. Ich darf mich ganz kurz vorstellen: Ich bin Dipl.-Ing. Maschinenbau und zähle über 50 Lenze. Aufgrund meiner Fachexpertise habe ich da einige elementare Fragen hinsichtlich ihrer Äußerungen zum freien Fall des WTC7. Dabei beziehe ich mich auf (O-Ton):
    I.
    „Diese Frage ist wichtig, weil freier Fall physikalisch unmöglich ist,
    wenn ein Teil der Fallenergie in Zerstörungsarbeit umgesetzt werden muss“
    II.
    „Auf dem Weg nach unten rissen die Etagen die Fassade mit sich,
    so dass diese vorübergehend wie im freien Fall kollabierte.“

    Zu I) Möchten Sie ihre Behauptung so verstanden wissen, dass sich ein unbehindert fallendes Glas, welches beim Auftreffen auf hartem Boden zersplittert, physikalisch unmöglich zuvor (vor dem Auftreffen auf den Boden) im freier Fall befunden haben kann? Falls nein, möchten sie angesichts dieses Hinweises ihre Aussage revidieren? Falls ja, welche Kraft wirkte denn ihrer Meinung nach in der Fallphase auf das unbeeinflußt fallende Glas, welches den freien Fall verhinderte?

    Zu II) Einfach mal angenommen, beim WTC7 wäre tatsächlich zuerst der Kern und dann die Fassade zusammengestürzt. Bei vorgenannter Hypothese (II) sind grundsätzlich nur 3 Szenarien möglich:
    1) Die innere Struktur fällt mit weniger als Erdbeschleunigung. Dann kann diese physikalisch unmöglich zum freien Fall der Fassade (durch Mitreißen) führen, sondern wird diesen (den freien Fall der Fassade), mit physikalischer Notwendigkeit verhindern!
    2) Die innere Struktur (Gebäudekern) fällt mit Erdbeschleunigung – also im freien Fall. Ein Körper befindet sich dann im freien Fall, wenn ausschließlich die Erdanziehungskraft auf ihn wirkt. Ein im freien Fall befindlicher Körper kann physikalisch unmöglich ebenso wenig Zerstörungsarbeit wie „Mitreißarbeit“ leisten. In diesem Fall kann der Kern physikalisch unmöglich die Fassade „mitgerissen“ und insbesondere nicht zum freien Fall der Fassade geführt haben.
    3) Die innere Struktur (Gebäudekern) fällt mit mehr als Erdbeschleunigung. Das ist auf natürliche Weise sowie durch Brand und Folgen schon gar nicht mehr wissenschaftlich zu erklären und daher physikalisch unmöglich.
    Mit anderen Worten: ALLE 3 theoretisch möglichen Szenarien sind NICHT in der Lage, eine wissenschaftlich belastbare Erklärung für ihre Behauptung zu liefern, dass die Etagen die Fassade mit sich rissen, sodass Letztere mit Erdbeschleunigung (also im freien Fall) zusammenbrach. Wie also haben Sie sich das im Detail vorgestellt? Es sollte doch im Interesse ihrer eigenen Glaubwürdkeit liegen, hier eine wissenschaftlich belastbare Erklärung zu liefern. Warum unterbleibt das? Kann es sein, dass sie über eine wissenschaftlich belastbare Erklärung überhaupt nicht verfügen, weil die Fakten das nun mal nicht hergeben? Oder welchem Umstand sonst ist es geschuldet, dass sie eine solche bislang nicht nur in ihrem Blogbeitrag, sondern auch auf Nachfrage von Herrn Klaus Scharff 13. Januar 2016 @ 13:52 schuldig geblieben sind?

    Außerdem sei auf meine detaillierte Analyse ihres Artikels verwiesen: http://de.911neuuntersuchen.wikia.com/wiki/Gegendarstellungen

    Antworten

    • 17. Juli 2016 @ 19:03 Kai Ruhsert

      Zu I:
      Solange das Glas keine Zerstörungsarbeit leisten muss, wird es frei fallen. Der Umkehrschluss jedoch – wenn eine Beschleunigung wie beim freien Fall vorliegt, dann gibt es in dieser Phase keine Zerstörungsarbeit – ist nicht zulässig, wenn zur Gravitation noch weitere, nach unten gerichtete Kräfte hinzukommen.
      Als Maschinenbauingenieur wissen Sie das.
      Zu II)
      Ihre Schlussfolgerungen beruhen auf falschen Annahmen.
      Zunächst einmal scheinen Sie wie Herr Scharff das Gebäudeinnere und die Außenfassade als zwei miteinander verbundene Festkörper zu betrachten. Das ist schon beim intakten Gebäude fragwürdig, in der Einsturzphase jedoch ganz und gar unsinnig.
      Bitte lösen Sie sich von diesem Irrtum.
      Dazu muss man kein Ingenieur sein. Es genügt ein Blick auf den von Ganser unterschlagenen Abschnitt des Videos, in dem zunächst nur der innere Teil des Gebäudes sich allmählich in mehrere Stücke zerlegt, die zeitversetzt und von Ost nach West fortschreitend einstürzen.
      Ist die falsche Annahme über die Struktur des Gebäudeinneren korrigiert, wird der Weg frei für die Einsicht, dass die Kraftübertragung (von den einstürzenden Teilen des Innengebäudes über die Vielzahl der nacheinander abreißenden Befestigungselemente auf die Außenfassade) ein mehrere Sekunden lang andauernder Vorgang war.
      Solange Sie das nicht korrigieren, bleibt Ihr Bild vom Ablauf des Einsturzes unvollständig: Es fehlt die zur Gravitation hinzukommende, mit der Zeit veränderliche und nach unten gerichtete Kraft auf die Außenfassade. Sie finden diese Zusammenhänge in meinem Kommentar vom 15.1.16, 22:57 Uhr, genauer erläutert.
      (Dort werden auch die Fragen von Herrn Scharff gebündelt beantwortet.)
      Dass die Außenfassade eine eigene Stützstruktur hatte, deren Steifigkeit es ihr ermöglichte, eine Zeit lang die Kontur zu bewahren und symmetrisch zu fallen, ist im Vergleich dazu nur noch eine Petitesse.

      Antworten

      • 18. Juli 2016 @ 21:26 Logos

        Zu I)
        Ihre Äußerung „Diese Frage ist wichtig, weil freier Fall physikalisch unmöglich ist, wenn ein Teil der Fallenergie in Zerstörungsarbeit umgesetzt werden muss“
        sollte Ihrerseits doch als vermeintlich logisches Argument ausschließen, dass es freien Fall beim WTC7 – genauer gesagt der Fassade- gab. Wenn sie nun selbst eingestehen, dass es unterschiedliche Phasen gibt, dann ist ihr oben zitiertes Pseudoargument geplatzt wie eine Seifenblase: auch wenn bei einem Gebäudezusammensturz ein Teil der „Fallenergie“ in Zerstörungsarbeit umgesetzt wird, so ist keineswegs freier Fall physikalisch unmöglich. Da besteht überhaupt kein Widerspruch – auch wenn ihre undifferenzierte Behauptung wahrheitswidrig einen anderen Eindruck vermittelt.

        Den Beweis meiner Kenntnis, dass in der Phase des freien Falls physikalisch unmöglich Zerstörungsarbeit geleistet werden kann, habe ich nicht nur in meiner am Ende verlinkten Gegendarstellung längst erbracht – und obendrein auch noch ihre sonstigen Falschbehauptungen als solche enttarnt (es spricht Bände, dass Sie darauf mit keinem Wort eingehen), sondern das steht sogar explizit in meinem Kommentar:
        „Ein im freien Fall befindlicher Körper kann physikalisch unmöglich ebenso wenig Zerstörungsarbeit wie „Mitreißarbeit“ leisten.“
        Sie und nicht ich waren sich augenscheinlich beim Schreiben von „Diese Frage ist wichtig, weil freier Fall physikalisch unmöglich ist, wenn ein Teil der Fallenergie in Zerstörungsarbeit umgesetzt werden muss“ des vorgenannten Sachverhaltes nicht bewusst. Falls doch, so haben sie ihre Leser durch eine grob irreführende Bemerkung getäuscht!

        Mit anderen Worten: Ihre eingangs zitierte Behauptung ist infolge fehlender Differenzierung nicht nur schlicht weg falsch, sondern als „Gegenargument“ oder gar „Widerlegung“ hat sich ihr Einwand in Wohlgefallen aufgelöst.

        Zu II)
        Ihre Scheinwiderlegungen basieren auf selektivem Lesen (und/oder Ignoranz?). Haben sie alles ausblendet, was ihnen nicht in den Kram passt? Welchen Teil meiner direkt zu Beginn von II) stehenden Erklärung „Einfach mal angenommen, beim WTC7 wäre tatsächlich zuerst der Kern und dann die Fassade zusammengestürzt.“
        haben sie denn nicht verstanden? Daraus geht doch ganz klar hervor, dass ich zwischen Kern und Fassade unterscheide und das NIST-Szenario als gegeben annehme. Sie deuten da Dinge in meine Worte hinein, welche diese de facto nicht hergeben. Ist das Absicht, weil sonst ihrer Pseudowiderlegung die Basis entzogen wäre? Insofern habe ich auch nichts zu korrigieren, weil die Grundlage für den vermeintlichen Korrekturbedarf ihre substanzlose Unterstellung ist, die keine Entsprechung in der Realität findet. Unterlassen Sie doch bitte zukünftig um einer Ziel-führenden Diskussion Willen solche Unsachlichkeiten. Vielen Dank.

        Wie auch immer: >>>SIE<<< waren es, der behauptete „Auf dem Weg nach unten rissen die Etagen die Fassade mit sich, so dass diese vorübergehend wie im freien Fall kollabierte.“
        Aufgrund der ihnen zur Kenntnis gebrachten Argumente stehen Sie nun in der Pflicht, sich zu erklären, indem Sie im Detail darlegten, wie Sie sich das mit dem Mitreißen auf Fallbeschleunigung vorgestellt haben. Ihr gesamtes Konvolut an Scheinargumenten unter II) scheint nur dem Versuch zu dienen, von dem Umstand abzulenken, dass sie auf diese entscheidende Frage keine Antwort liefern [können]. Auch das spricht für sich. Herr Ruhsert, wenn Sie denn nun wirklich über die Fachkompetenz verfügen sollten, die sie augenscheinlich gern für sich in Anspruch nehmen möchten, dann sollte es doch kein Problem für die darstellen, eine wissenschaftlich belastbare Erklärung ihrer eigenen „Hypothese“ zu liefern. Wenn sie das weiterhin unterlassen muss folgerichtig davon ausgegangen werden, dass sie über keine Solche verfügen. In dem Falle wäre mein Widerlegungsansatz weiterhin valide – sprich: ihre Behauptung ist als Pseudoargument entlarvt. Und nein, in ihren Ausführungen vom 15.1.16, 22:57 Uhr ist trotz mehrfacher intensiver Suche nichts zu finden, was sich zu Recht auch nur entfernt „wissenschaftlich belastbare und valide Erklärung“ nennen darf. Von „genauer erklärt“ keine Spur. Vielmehr scheinen ihre Ausführungen darauf hinauszulaufen, dass sie meinen, der Kern wäre mit 1g zusammengebrochen und habe durch „Mitreißen“ dabei die Fassade ebenfalls auf 1g beschleunigt. Wollen Sie das so verstanden wissen? Falls nein, wie dann?

        Zu ihrer Behauptung: „Es fehlt die zur Gravitation hinzukommende, mit der Zeit veränderliche und nach unten gerichtete Kraft auf die Außenfassade.“
        1) „die hinzukommende Kraft“stellt nur die laienhaft formulierte Prosa für ihr ansonsten formuliertes „Mitreißen“ dar
        2) Ein „mitreißender Kern“ (sofern es ihn so denn überhaupt gegeben hat – wobei nicht die Existenz des Kerns, sondern nur das von ihnen behauptete „mitreißen“ infrage gestellt wird) erzeugt auf die Fassade keineswegs nur eine nach unten gerichtete, sondern auch eine nach innen gerichtete Kraft erzeugt. Sofern ihre Hypothese eines die Fassade mitreißenden Kerns korrekt wäre, hätte sich das Bild eines implodierenden Gebäude ergeben müssen. Dem ist nicht so. Wie erklären sie das?
        3) Dass ein unsymmetrisch zusammenbrechender Kern zu einem symmetrischen Zusammenbruch der Fassade durch „mitreißen“ geführt haben sollte, läuft unmittelbar auf einen inneren Widerspruch hinaus. Wie lösen sie den auf?
        4) Letztlich läuft, was die Freifallphase der Fassade anbetrifft, ihre Darstellung darauf hinaus, dass eine Masse (der Gebäudekern) eines andere Masse (die Fassade) auf eine höhere Beschleunigung gebracht haben soll, als sie selbst besitzt. Ist das so korrekt interpretiert? Falls nein, wie habens sies sonst gemeint? Wie haben sie sich das im Detail vorgestellt?

        Zu ihrer Behauptung:
        „Dass die Außenfassade eine eigene Stützstruktur hatte, deren Steifigkeit es ihr ermöglichte, eine Zeit lang die Kontur zu bewahren und symmetrisch zu fallen, ist im Vergleich dazu nur noch eine Petitesse“
        Auch diese mehr als nur fragwürdige Behauptung bedarf um der Wahrheit Willen multipler Erwiderungen:
        5) Die Außenfassade besaß eine „ eigene Stützstruktur“, deren strukturelle Festigkeit es ihr ermöglichte, mehrere Jahrzehnter ein höheres Gewicht zu tragen, als nach der Evakuierung des Gebäudes.
        6) Keinesfalls aber war es die Steifigkeit der Stützstruktur, die es ermöglichte, symmetrisch zu fallen. Vom wissenschaftlichen Standpunkt ist das von vorn bis hinten grotesker Nonsens.
        7) Egal wie viele Ablenkungsversuche sie starten: es steht eine wissenschaftlich belastbare Erklärung für die Tatsache aus, dass die Fassade nahezu symmetrisch zusammenbrach. Das wiederum setzt zwingend voraus, dass alle 18 Fassadenstützen praktisch im gleichen Augenblick versagt haben. Wie soll das durch einen asymmetrisch zusammenbrechenden, „mitreißeneden“ Kern verursacht worden sein? Bitte erklären das. Danke.
        8) Egal wie viele Ablenkungsversuche sie starten: es steht eine wissenschaftlich belastbare Erklärung für die Tatsache aus, dass sich die Fassade für über 2 Sekunden im feien Fall befand. Dass setzt in Kombination mit der Symmetrie (7) voraus, dass die KOMPLETTE Fassade in einem Augenblick ihre GESAMTE Festigkeit verloren hat – also 100% Festigkeitsverlust! Oder in noch anderen Worten: von ein auf einen anderen Augenblick wechselte die Fassade von VOLLER Festigkeit auf die von Luft – und zwar über eine Höhe von mehr als 25m! Wie soll das durch einen asymmetrisch zusammenbrechenden „mitreißenden“ Kern verursacht worden sein, der mit weniger als 1g fällt? Bitte erklären das. Danke.
        9) Ihre Hypothese eines die Fassade mitreißenden Kerns läuft, ob sie es wollen oder nicht, auf die drei von mir genannten Szenarien hinaus: entweder der Kern fällt mit weniger oder gleich oder mehr als Erdbeschleunigung. Eine vierte Möglichkeit gibt es nicht. Nur KEINE dieser drei Szenarien ist aufgrund der ausgeführten Gründe (mein vorheriger Kommentar) in der Lage, ihre fragwürdige Hypothese zu belegen, die Fassade wäre durch den Kern, der sie „mitgerissen hat“, auf 1g beschleunigt worden.
        10) Last but not least: es ist längst bekanntes Fehlverhalten von Vertretern der offiziellen Verschwörungstheorie, dass diese versuchen, hoch brisante Sachverhalte zu marginalisieren – am liebsten zur Bedeutungslosigkeit. Diesen im Ansatz verrissenen wahrheitsfernen Umdeutungsversuch haben zwar auch sie anschaulich demonstriert – nur mit seriöser, um Wahrheitssuche bedachter Wissenschaft hat das rein gar nichts zu tun. So viel zu Ihrer herbeifabulierten „Petitesse“.

        Noch eine Marginalie zum Schluss (die zu klärenden brisanten Sachverhalte sind weit relevanter): Sofern sie denn mit blendendem Fachwissen brilliert hätten, so könnte ich ihren arroganten und belehrenden Duktus noch nachvollziehen – aber davon kann nach allem, was Sie bisher zu liefern sich nicht zu schade waren, nicht einmal entfernt die Rede sein: stattdessen demonstrieren Sie ein geradezu prototypisches Beispiel der Hybris des Dunning-Kruger-Effekts. Daher mein gut gemeinter Rat: um ihrer selbst Willen sollten sie den Ball etwas flacher halten. Es mag ja sein, dass Sie mit dieser Art Laien und Ihresgleichen zu täuschen vermögen – aber spätestens, wenn sie mit Personen kommunizieren, die im Gegensatz zu ihnen über eine hinreichende Fachexpertise verfügen, platzt die Seifenblase (mit dieser Feststellung sthe ich ja nicht allein). Selbstredend steht es ihnen völlig frei, diesen guten Rat in den Wind zu schlagen: wenn sie unbedingt den Schaumschläger geben möchten, so ist das Ihre Sache. Und bitte hängen Sie sich nicht an diesem letzten Absatz auf – er ist nur das selbst verursachte Echo ihres verfehlten Habitus. Bitte klären Sie die offenen Sachfragen. Danke!

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  27. 20. Juli 2016 @ 12:48 Kai Ruhsert

    Aus zwei falschen Annahmen leiten Sie wieder allerlei Unsinn ab:
    1.) „Daraus geht doch ganz klar hervor, dass ich zwischen Kern und Fassade unterscheide …“
    Das genügt nicht, siehe oben. Wenn Sie bei Ihrem Verständnis weiterkommen möchten, müssen Sie schon zur Kenntnis nehmen, dass der Kern in viele Stücke zerfallen ist.
    2.) „Vielmehr scheinen ihre Ausführungen darauf hinauszulaufen, dass sie meinen, der Kern wäre mit 1g zusammengebrochen und habe durch „Mitreißen“ dabei die Fassade ebenfalls auf 1g beschleunigt.“
    An dieser Stelle hätte Ihnen sicherlich geholfen, in Ruhe noch einmal nachzulesen, was weiter oben ausführlich erklärt wurde: „Aufschlussreich ist der Nebensatz von der Masse x, die „nicht mit 1 g beschleunigt ist“, gerade so, als ob es in diesem Zusammenhang von Bedeutung sei, wie groß deren Momentanbeschleunigung zum Zeitpunkt des Einsturzes der Außenwand war.“
    Der Rest Ihrer Ausführungen ist damit obsolet.

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