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Star und Gefahr: Das Freistoß-Spray

Als heimlicher Star der Fußball-WM 2014 sorgt ausgerechnet das Freistoß-Spray für große Unterhaltung bei den Zuschauern und verständnislose Blicke bei den Spielern selbst. Aufbewahrt in einem speziellen Spray-Holster am Hosenbund des Schiedsrichters, muss die Dose nur kurz geschüttelt werden und schon können sowohl Ball als auch Spieler in ihre Grenzen verwiesen werden. Das an Rasierschaum oder Luftschlangen-Spray erinnernde Produkt ist eine biologisch abbaubare Flüssiggas-Substanz mit dem Namen „915 Fair Play Limit“, die vom Argentinier Pablo Silva speziell für den Einsatz bei Fußball-Spielen entwickelt wurde.

Kritiker bemängeln eine Verzögerung des Spiels durch den Einsatz des Schaums, doch drohen auch weitere Gefahren: Könnten die Spieler nicht vielleicht in den Schaumresten ausrutschen oder beim Kontakt von Schaum mit dem Ball glitschige Fehlschüsse verursachen? Schlimmer noch ist jedoch die fehlende Rücksicht der  Schiedsrichter gegenüber dem teuren Schuhwerk der Spieler zu bewerten. Denn diese sprühen ihre Linien auch hemmungslos über im Weg stehende Füße hinweg. Opfer dieser Praxis wurde z.B. im Spiel gegen Spanien der holländische Abwehrspieler Bruno Martins Indi, der sich aufgeregt beim Schiedsrichter über diese Attacke beschwerte. Hier steht besonders Ärger mit den Werbepartnern der Spieler zu befürchten, da eine Verunstaltung der Schuhe mit breiten weißen Streifen vor laufenden Kameras bei den Ausstattungs-Sponsoren sicherlich auf wenig Verständnis stoßen wird.

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Bildquelle:  Nike Inc.

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Katharina Pöhls

forscht an ihrer Dissertation zu Wirtschafts- und Sozialpsychologie an der Universität Köln. Die Diplom-Psychologin ist nebenher Skandinavien-Expertin und interessiert sich für Design und Kultur.


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