Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung oder Wassersparen durch Lebensmittelrettung. Teil 6

lebensmittelvernichtung

Abb. 20: Lebensmittelabfälle und Wasserverluste

Neben dem gezielten wassersparenden Einkauf von Nahrungsmitteln gibt es für den Verbraucher eine weitere Option im ganz normalen Alltag umsichtiger und verantwortungsbewusster mit der immer knapper werdenden Ressource Wasser umzugehen, die auf den ersten Blick überraschend ist: Wassersparen durch Rettung von Lebensmitteln.

Über die achtlose Verschwendung und Vernichtung von Lebensmitteln ist in jüngster Zeit viel in den Medien berichtet worden, das Thema hat die Öffentlichkeit erreicht. Schwerpunkt dabei sind meist Fragen der globalen Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Nahrungsmitteln angesichts des Hungers in vielen Ländern dieser Welt. Die mit der Lebensmittelvernichtung einhergehende immense Ressourcenverschwendung wird jedoch selten thematisiert. Tatsache ist, dass enorme Mengen an Saatgut und Dünger (z.B. Phosphor), Energie und Wasser, Arbeitskräften und Kapital, die für die Produktion der später weggeworfenen Nahrungsmittel eingesetzt wurden, vergeudet werden. Der in diesem Zusammenhang selten beleuchtete Wasseraspekt soll Schwerpunkt dieses Beitrags sein.

Abbildung 20 bringt den Zusammenhang zwischen Lebensmittelmüll („Essen im Eimer“) und dem darin enthaltenen virtuellen Wasser plakativ zum Ausdruck[1].

6.1  Lebensmittelverschwendung bzw. -vernichtung

Nach einer Studie der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen von 2011  geht rund ein Drittel der weltweit für den menschlichen Verzehr produzierten Lebensmittel verloren oder wird in den Müll geworfen. Die Problematik ist nicht neu, sie hat durch

Filme wie „Taste the Waste“ (2011) und „Die Essensretter“ (2013) von Valentin Thurn,

Bücher wie „Wir konsumieren uns zu Tode“ von Reller & Holdinghausen (2011) und „Die Essensvernichter“ von Kreutzberger & Thurn (2012),

Aktionen wie „Teller statt Tonne“ von Brot für die Welt und Slow Food, die 2012 gestartete Kampagne des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit dem Motto „Zu gut für die Tonne“[2] oder

Appelle wie die Worte von Papst Franziskus, der im Juni 2013 sehr pointiert mahnte: „Das Wegwerfen von Nahrung kommt einem Diebstahl an den Armen und Hungrigen gleich“[3]

längst die breite Öffentlichkeit erreicht.

All dies zeigt, dass die Öffentlichkeit zunehmend für dieses Thema sensibilisiert worden ist. Daher soll sich hier auf die wesentlichen Fakten zur Lebensmittelvernichtung, soweit sie für die Abschätzung des Wasseraspekts von Bedeutung sind, beschränkt werden:

6.1.1 Global

Aus der oben zitierten FAO-Studie von 2011 wissen wir, dass weltweit rund 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel pro Jahr vernichtet oder weggeworfen werden; dies sind etwa ein Drittel der weltweit hergestellten Lebensmittel (FAO, 2011).

1. Die maßgeblichen Gründe für die Lebensmittelvernichtung entlang ihrer Wertschöpfungskette sind nach einer 2008 vom International Water Management Institute (IWMI) und dem Stockholm International Water Institute (SIWI) herausgegebenen Studie (Lundqvist et al., 2008):

• Verluste auf dem Felde (Aussortieren von Produkten nach Größe, Farbe, Aussehen, Normen etc.),

• Verluste nach der Ernte (Lagerung u. Transport),

• Verluste bei der Weiterverarbeitung,

• Verluste im Handel (volle Regale, Vielfalt, jederzeitige Verfügbarkeit) und

• Verluste beim Konsum (Lebensmittel in den Müll, vermeidbare u. unvermeidbare Verluste).

2. Bei den Ursachen für die Lebensmittelverluste gibt es strukturell bedingt signifikante Unterschiede zwischen Ländern mit niedrigem und Ländern mit mittlerem und höherem Einkommen: In Ländern mit niedrigem Einkommen treten überwiegend Nahrungsmittelverluste auf dem Felde und nach der Ernte auf (mangelhafte Lagerung, unzureichende Verpackung oder Weiterverarbeitung), in Ländern mit mittlerem und höherem Einkommen steht die Entsorgung von Lebensmitteln durch Händler und Verbraucher im Vordergrund. Tr.  Stuart (2011) schätzt, dass bis zu 40 Prozent der Nahrungsmittel auf dem Wege vom Feld zum Verbraucher verlorengehen. Die Graphik in Abbildung 21 verdeutlicht auch diesen Aspekt.

 6.1.2  Deutschland

Als Reaktion auf die alarmierenden Ergebnisse der internationalen Studien und das große Medieninteresse beauftragte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) das Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart mit einer Studie zur Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittel in Deutschland (ISWA, 2012).

1. Danach fallen in Deutschland von der Lebensmittelverarbeitung bis zum Verbrauch pro Jahr insgesamt 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle im Wert von mehr als 20 Milliarden Europ

• in Haushalten,

• bei Großverbrauchern (Gaststätten, Kantinen, Krankenhäuser etc.),

• im Handel und

• in der Lebensmittelindustrie

an.

2. Der Großteil der Lebensmittelabfälle stammt nach dieser Studie mit 61 Prozent aus Privathaushalten. Diese entsorgen bundesweit jedes Jahr rund 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel oder rund 82 Kilogramm Nahrung pro Bundesbürger. Detaillierte Recherchen belegen, dass 65 Prozent dieser Lebensmittelabfälle völlig oder teilweise hätten vermieden werden können. Vermeidung von Lebensmittelabfällen durch strategisch bessere Planung beim Einkauf oder Weiterverwendung von Essensresten (s. Kochrezepte in Thurn & Oertel, 2012) sind hierbei nicht berücksichtigt. Im Übrigen stellen Obst und Gemüse mit in der Summe 44 Prozent den größten Anteil der vermeidbaren Lebensmittelabfälle dar.
Diese Zahlen werden immer wieder in den Medien und auch in den Infobroschüren des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zitiert (www.zu-gut-fuer-die-tonne.de).

6.1.3 Belastbarkeit der Daten

Bei kritischem Blick auf die Zahlen werden aber gerade hier Probleme unterschiedlicher Datenerhebung bei der Ermittlung der Lebensmittelverluste offensichtlich. In der ISWA-Studie z.B. konnten die Verluste der Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette, die durch das Aussortieren von Produkten auf dem Feld, durch die Rückgabe von „mangelhaften“ Lebensmitteln durch den Handel, aber auch durch die Weiternutzung von Lebensmitteln durch Tafeln oder Sekundärmärkte, entstehen, leider (aus Mangel an Daten) nicht untersucht werden. Diese „Vorverluste“ können aber je nach Produkt und Erzeugerregion zusätzliche Verluste zwischen 10 und 50 Prozent ausmachen (Göbel et al., 2012). Die ISWA-Studie umfasst demnach nolens volens nur eine Teilmenge der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln. Dadurch wiederum wird der Anteil der Privathaushalte am Lebensmittelabfall in dieser Studie (61 Prozent) erhöht. Dieser hohe Anteil rückt das Fehlverhalten der Verbraucher zu sehr in den Mittelpunkt wie Pannenbecker et al. (2013) zu Recht kritisieren.

Für Deutschland umfassen die Verluste der Landwirtschaft nach einer konservativen Schätzung von Waskow (2013) mindestens 1 bis 2 Millionen Tonnen. Ähnliches gilt für die Nachernteverluste von landwirtschaftlichen Produkten. Eine Pilotstudie aus dem Jahre 2013 zu lediglich 4 ausgewählten Produkten ergab für Deutschland in der Summe 570.000 Tonnen pro Jahr „Lebensmittelverluste im Bereich der landwirtschaftlichen Urproduktion“ (BMELV, 2013), für die Gesamtheit der landwirtschaftlichen Produkte dürften die Werte entsprechend höher liegen. All diese Verluste müssen zusätzlich in die Bilanz eingerechnet werden.

Hinzu kommt, dass verschiedene Studien uneinheitliche Definitionen von Lebensmittelvernichtung benutzen; so definiert die FAO Lebensmittelabfälle deutlich umfassender als die entsprechende EU-Verordnung (178/2002, Artikel 2). Nach Gustavsson in FAO (2011) sind bei der FAO die Lebensmittel, die als Futtermittel oder als Bioenergie[5] genutzt werden, inbegriffen, d.h. es sind Ernteverluste, Milchverluste oder Verluste auf dem Weg zum Schlachthof in die Kalkulation einbezogen. Neben den ungleichen Definitionen ist auch die Methodik zur Ermittlung von Lebensmittelabfällen uneinheitlich. Hinzu kommt, dass die bisher vorliegenden Daten unzureichend und wenig belastbar sind. (Kritische Anmerkungen hierzu s. FAO, 2011, Pannenbecker et al., 2013). Nimmt man diese grundsätzlichen Einschränkungen ernst, so erscheint der oben zitierte 61-prozentige Anteil der Privathaushalte an den Lebensmittelabfällen in Deutschland (ISWA ,2012) zu hoch. Erst wenn die Datengrundlage die gesamte Wertschöpfungskette umfasst, sind hier realistische Abschätzungen, die dem Gesamtproblem gerecht werden, möglich.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die in der FAO-Studie von 2011 veröffentlichten Daten die aktuell belastbarste Abschätzung der Lebensmittelverluste zu sein. Auf der Grundlage dieser Daten sind folgerichtig die Lebensmittelverluste der gesamten Wertschöpfungskette und als Teil davon der Lebensmittelabfall der privaten Haushalte graphisch dargestellt.

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Abb. 21: Lebensmittelverluste und -abfall in kg pro Kopf und Jahr für verschiedene Weltregionen (nach Pannenbecker & Waskow, 2013; Graphik modifiziert)

 

Danach kann man davon ausgehen, dass in Ländern mit mittlerem und höherem Einkommen etwa 280 bis 300 Kilogramm pro Kopf und Jahr oder 30 Prozent der produzierten Lebensmittel im Müll landen, in Ländern mit niedrigem Einkommen zwischen 120 und 170 Kilo pro Kopf und Jahr (= 40 Prozent) Lebensmittelverluste zu verzeichnen sind.

Soweit die wesentlichen Fakten zu Lebensmittelabfällen. Sie werden zunehmend in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Erstaunlicherweise werden die mit den Lebensmittelabfällen einhergehenden Wasserverluste bisher jedoch kaum thematisiert, obwohl – wie in den vorhergehenden Beiträgen klar wurde – die Landwirtschaft generell der größte Wassernutzer der Menschheit ist: 70 Prozent des weltweiten Süßwasserverbrauchs gehen auf ihr Konto. Daher soll der Wasseraspekt im Folgenden im Mittelpunkt stehen.

6.2  Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung  

Im Jahre 2008 wurde von J. Lundqvist, C. de Fraiture und D. Molen beim Stockholm International Water Institute (SIWI) eine Studie hierzu unter dem Titel „Saving Water: From Field to Fork“ veröffentlicht. In dieser Studie wird das Ausmaß der weltweiten Wasservergeudung durch Lebensmittelverluste in der Wertschöpfungskette von Nahrungsmitteln („vom Feld zum Tisch“) umfassend dargestellt, es werden die Ursachen systematisch analysiert sowie Handlungsempfehlungen und -strategien präsentiert. Bevor hier Ergebnisse vorgestellt werden, sollen zum Verständnis zwei wesentliche Kernaussagen vorangestellt werden:

Kernaussage 1:
Lebensmittelverluste sind äquivalent zu Wasserverlusten! Daraus folgt, dass die Reduzierung von Lebensmittelverlusten direkte Auswirkungen auf den Wasserbedarf in der Landwirtschaft hat, da für die Produktion von nicht genutzten Lebensmitteln Wasser eingesetzt wurde.

Kernaussage 2:
Wasser wird eine Schlüsselfunktion bei der Ernährungssicherung der Weltbevölkerung erhalten, wenn nicht ein grundlegender Wandel in der gesamten Produktions- und Verbraucherkette des Ernährungsbereichs stattfindet.

Kernaussage 1 wird in den anschließenden Kapiteln mit internationalen und nationalen Zahlen konkretisiert, Kernaussage 2 ist Thema bei den daraus abgeleiteten Handlungsoptionen bzw. -empfehlungen.

6.2.1  Global

Aufbauend auf Studien über die globale Ernährungssicherheit[6] werden in  Lundqvist et. al. (2008) Zahlen für die Wassermengen, die für die Produktion von nicht verzehrten Lebensmitteln verwendet wurden, genannt. Die Autoren bezeichnen diese Verluste als substantiell. Sie belegen diese Aussage bewusst mit Daten aus dem Bewässerungsfeldbau, bei dem „blaues“ Wasser[7]aus Flüssen, Seen und Grundwasseraquiferen zur Pflanzenproduktion entnommen wird, da diese Bewirtschaftungsform die größten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Wasserverfügbarkeit einzelner Flusseinzugsgebiete hat. Es wird zudem unter Experten davon ausgegangen, dass die Bewässerung in naher Zukunft erheblich ausgeweitet wird und dadurch noch größere Bedeutung erhält. Es ist daher verständlich, diesen außerordentlich sensiblen Bereich als worst case schwerpunktmäßig zu bearbeiten.

Weltweit werden also nach Lundqvist et al. (2008) rund 2.700 Milliarden Kubikmeter Bewässerungswasser pro Jahr für die Produktion von Nahrungsmitteln eingesetzt. Bei konservativer Schätzung geht die Hälfte dieser so erzeugten Nahrungsmittel in der gesamte Wertschöpfungskette vom Feld bis auf den Teller verloren, nach Kernaussage 1 ist damit die Hälfte des eingesetzten blauen Wassers, nämlich 1.350 Millarden Kubikmeter pro Jahr, verlustig (s. Zeile a) in Tab. 4).

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Tab. 4: Globale Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung sowie Wassersparpotential durch Reduzierung der Lebensmittelverluste

 

In Tabelle 4 sind aus Plausibilitätsgründen die Wasserverluste, die auf der Basis der globalen Lebensmittelverluste (1,3 Milliarden Tonnen nach FAO, 2011) geschätzt wurden, angefügt (s. Zeile b) in Tabelle 4). Nach Kernaussage 1 ergibt dies Wasserverluste von rund 1.300 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Beide Abschätzungen liegen in vergleichbarer Größenordnung.

Die Pro-Kopf-Wasserverluste für produzierte und nicht konsumierte Lebensmittel weisen demnach weltweit eine Bandbreite von 508 bis 528 Liter pro Einwohner und Tag auf. Zur Einordnung: Dies entspricht rund 90 Prozent des gesamten Wasserfußabdrucks der Volksrepublik China, dem bevölkerungsreichsten Land auf unserem Planeten oder knapp 80 Prozent des Wasserfußabdrucks der USA, dem wirtschaftsstärksten Land der Erde. Diese Vergleiche sollen das enorme Ausmaß der Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung verdeutlichen. Die so verlorengehenden Lebensmittel würden für die Ernährung der gesamten heutigen Weltbevölkerung ausreichen.

Die Autoren der SIWI-Studie (Lundqvist et al., 2008) ordnen die Größenordnung der Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung treffend ein, indem sie anmerken, dass die Wassereinsparung durch Verringerung von Lebensmittelabfall viel größer ist als alle Wasserspareffekte durch wassersparende Toilettenspülung und Waschmaschinen!

Unabhängig von diesen zutreffenden Aussagen möchte ich Zweifel an den in der Literatur (und in Tabelle 4) angegebenen Zahlen zu den globalen Lebensmittelverlusten äußern: Sie erscheinen mir zu niedrig angesetzt. Vergleicht man aus Plausibilitätsgründen den vom Water Footprint Network ermittelten „globalen Wasserfußabdruck für Produktion und Verbrauch landwirtschaftlicher Produkte“ mit dem Wert der „globalen Lebensmittelverluste“ (s. Tabelle 4, Var. b), der nach FAO (2011) einem Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel entsprechen soll, ergibt sich eine relativ große Diskrepanz. Räumlich und zeitlich hoch aufgelöste Untersuchungen wie bei der Methodik des Water Footprint eingesetzt (www.waterfootprint.org), würden bei der Ermittlung der Lebensmittelverluste und damit der Wasserverluste sicherlich belastbarere Ergebnisse liefern.

6.2.2 Deutschland

Aufbauend auf den Zahlen zum Wasserfußabdruck von Deutschland und den Zahlen der FAO-Studie von 2011 sowie der Erkenntnisse der ISWA-Studie zu den Lebensmittelabfällen in Deutschland (s. ISWA 2012, Kap. 6.2) soll nun versucht werden, das Ausmaß der Wasserverluste in Deutschland abzuschätzen (s. Tabelle 5).

Geht man davon aus, dass in allen Lebensmitteln, ob mit Hilfe von Regen- oder Bewässerungsfeldbau produziert, virtuelles Wasser enthalten ist und daraus Auswirkungen auf den Wasserhaushalt der Erzeugerländern resultieren, so gibt es 2 Varianten der Wirkanalyse: Variante a berücksichtigt nur das virtuelle Wasser, das in nach Deutschland importierten und dort verzehrten Lebensmitteln steckt, also den externen Wasserfußabdruck von Nahrungsmitteln. Da – wie in Morgenschweis (2015, Teil 4) belegt – ein Großteil dieser Importe aus Ländern mit schon jetzt vorhandenem Wassermangel erfolgt, erscheint diese Abschätzung realitätsnah (Tabelle 5). Variante b beinhaltet alle in Deutschland konsumierten Nahrungsmittel egal, ob diese in Deutschland produziert oder aus dem Ausland importiert wurden. Es handelt sich also um den Wasserfußabdruck des gesamten deutschen Inlandverbrauchs von Lebensmitteln (Tabelle 5). In beiden Varianten ist das (blaue) Bewässerungswasser mit 5,1 Milliarden Kubikmeter pro Jahr enthalten. Variante b ist sicherlich die weniger aussagekräftige Abschätzung, da hierbei rund die Hälfte der konsumierten Nahrungsmittel in Deutschland selbst erzeugt wird und Deutschland dank seiner guten wasserwirtschaftlichen Infrastruktur mit überregionalen Versorgungsnetzen (Fernwasserversorgung Bodensee, Harz, Ruhreinzugsgebiet) als Land ohne nennenswerte Wasserengpässe angesehen werden kann.

Bei Variante a wird also der externe Wasserfußabdruck Deutschlands für importierte Lebensmittel herangezogen, der nach Tabelle 3 in Teil 4 38 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ausmacht[8]. Da die Lebensmittelverluste je nach Studie und Weltregion zwischen 33 und 50 Prozent schwanken, sind in Tabelle 5 diese beiden Varianten zur Abschätzung der möglichen Bandbreite aufgeführt.

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Tab. 5: Wasserverluste durch Lebensmittelabfälle in Deutschland sowie Wassersparpotentiale bei Ansatz von 50-prozentiger Reduzierung der Lebensmittelverluste

 

Nach Variante a) in Tabelle 5 liegen die Wasserverluste von nach Deutschland importierten und dort weggeworfenen Lebensmitteln zwischen 12,5 und 19 Milliarden Kubikmeter pro Jahr (Stand: 2010). Das sind je nach Verlustvariante zwischen 420 und 634 Liter pro Einwohner und Tag. Mit anderen Worten: jeder Deutsche vergeudet pro Tag 3 bis 5 Badewannen voll Wasser für Lebensmittel, die aus anderen Ländern importiert wurden und dann nicht gegessen, sondern in den Müll geworfen werden.

Bei Variante b wird der gesamte Wasserfußabdruck des inländischen Konsums, der Inlandverbrauch an Lebensmitteln, der laut Tabelle 3 in Teil 4 81 Milliarden Kubikmeter pro Jahr beträgt, herangezogen (Tabelle 5).

Naturgemäß sind die Wasserverluste bei dieser Variante mehr als doppelt so hoch wie bei der reinen Importvariante. Bei Ansatz einer Verlustrate von 50 Prozent errechnen sich 40,5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, das ist annähernd so viel wie für die gesamte landwirtschaftliche Produktion in Deutschland an virtuellem Wasser verbraucht wird. Mit anderen Worten: Es werden in der Summe in Deutschland annähernd so viele Lebensmittel vernichtet wie die inländische Landwirtschaft produziert!

Unabhängig davon, welche Varianten betrachtet werden, dokumentieren die Zahlen die enorme Wasserverschwendung durch Lebensmittelabfälle in Deutschland.

Die vorgestellten Zahlen wurden durch die Kombination der nationalen Wasserfußabdrücke, der Verlustraten internationaler Untersuchungen sowie Erkenntnissen der nationalen Lebensmittelabfall-Bilanz abgeleitet. Sie zeigen eindrücklich die Größenordnung der Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung. Erfreulicherweise stehen diese Daten zumindest für einen Teil der Wertschöpfungskette landwirtschaftlicher Produkte für Deutschland zur Verfügung. Datendefizite sind jedoch auch hier im Bereich der landwirtschaftlichen Urproduktion sowie beim Groß- und Einzelhandel festzuhalten. Hier sind weitere wissenschaftlich basierte Studien erforderlich.

Nicht alle Lebensmittelabfälle sind jedoch vermeidbar (s. Definitionen in Kapitel 6.1). Wie hoch dieser Anteil ist, entscheidet über die möglichen Einsparpotentiale. Dies ist Thema des nächsten Kapitels.

6.3 Wie groß ist das Wassersparpotential durch Verringerung von Lebensmittelabfällen?

6.3.1 Global

Das Thema „Lebensmittelvernichtung“ ist inzwischen glücklicherweise auch international auf der politischen Agenda angekommen. Die UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, machte Lebensmittelverschwendung zum Schwerpunktthema für den internationalen „Tag der Umwelt“ am 5. Juni 2013.[9]

Während der Weltwasserwoche 2008 riefen die Wissenschaftler des IWMI, der FAO und des SIWI in ihrem Bericht (Lundqvist et al., 2008) auf, die Verluste und Verschwendung in der Produktions- und Konsumkette von Lebensmitteln bis zum Jahre 2025 zu halbieren. Dies stellt meines Erachtens eine gemäßigte Forderung dar, zumal die Ergebnisse der ISWA-Studie für Deutschland aufzeigte, dass 65 Prozent der Lebensmittelverluste vermeidbar sind. Aber die geforderte 50-prozentige Reduktion ist ein pragmatisches Ziel, das weltweit durchaus erreichbar ist. Die dadurch bewirkten Wassereinsparungen sind, wie die folgenden Abschätzungen zeigen, erheblich.

In den beiden letzten Spalten von Tabelle 4 ist das Wassersparpotential bei Erreichen dieses Zieles aufgeführt. Danach würden bei einer Halbierung des Wasserverlusts global rund 675 Milliarden Kubikmeter Bewässerungswasser pro Jahr eingespart. Damit könnten rund 660 Millionen Menschen so mit Wasser und Nahrung versorgt werden, wie es dem derzeitigen Standard in Deutschland entspricht und damit sicherlich ohne Unterernährung und Wassermangel gut leben.[10] Wenn das keine Perspektive zum aktiven Verringern von Lebensmittelabfällen ist!

6.3.2 Deutschland

Analog zu Kapitel 6.2.1 ist in den letzten beiden Spalten von Tabelle 5 auch das Wassersparpotential bei Reduzierung der Lebensmittelverluste um 50 Prozent für verschiedene Varianten und für Verlustraten von 33 und 50 Prozent aufgeführt.

Wie Tabelle 5 zu entnehmen, beläuft sich das Einsparpotential durch vermeidbare Verluste von Lebensmitteln, die pro Jahr nach Deutschland importiert werden (Variante a) je nach angesetzter Verlustrate im Bereich zwischen 210 und 317 Liter pro Bundesbürger und Tag. D.h. jeden Tag werden von jedem Deutschen zwei bis drei Badewannen voll Wasser vergeudet für Lebensmittel, die aus anderen Ländern importiert wurden und dann nicht verzehrt, sondern weggeworfen werden. Dies sind zwischen 17 und 25 Prozent der importierten Lebensmittel. Mit anderen Worten: jedes vierte importierte Lebensmittel wird nicht konsumiert!

Bei Variante b, die sich aus der Summe der Wasserfußabdrücke für importierte und im eigenen Land erzeugte Lebensmitteln zusammensetzt, betragen die Wassereinsparungen bei 50 Prozent Reduzierung der Abfälle je nach Szenario zwischen 446 und 676 Liter pro Einwohner und Tag; das sind knapp vier bis sechs Badewannen vergeudetes Wasser pro Einwohner und Tag oder anders ausgedrückt, das vier- bis sechs-fache unseres täglichen Trinkwasserbedarfs!

Meines Erachtens stellt Variante a die strengere Abschätzung der Verluste und damit der Einsparmöglichkeiten dar. Und doch auch bei dieser Variante bleibt ein beachtliches Wassersparpotential übrig.

Die Frage ist nun, wie das von nationalen und internationalen Stellen (mit leicht unterschiedlichem Zeithorizont) ausgerufene Ziel einer signifikanten Reduzierung der Lebensmittelverluste und damit der Wasserverluste in der Praxis erreicht werden kann.

6.4 Handlungsempfehlungen und Aktivitäten

In der Studie des Stockholm International Water Institutes (Lundqvist et al., 2008) wird eine umfassende Strategie zum Wassersparen im Ernährungssektor („a smart approach to water saving“) vorgestellt. Neben der Verbesserung der Wassernutzungseffizienz bei der Lebensmittelproduktion („more food with less water“) wird insbesondere in der Reduzierung der Lebensmittelverluste in der gesamten Wertschöpfungskette ein hohes Wassersparpotential gesehen. In Anlehnung an die Millenium Development Goals (MDGs) formulieren sie das strategische Ziel, die Lebensmittelverluste bis 2025 dauerhaft um 50 Prozent zu reduzieren!

Um dieses Ziel zu erreichen sind jedoch nach Ansicht der Forschergruppe neben einem grundsätzlichen Umdenken eine Reihe von Aktivitäten auf Seite der Politiker, der Verbraucher und der Akteure der Lebensmittelkette unerlässlich. Dafür haben sie allgemeine Handlungsempfehlungen getrennt für Entwicklungs- und Industrieländer zusammengestellt (Lundqvist et al., 2008). Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, all diese Lösungsvorschläge im Einzelnen vorzustellen.

Für Deutschland und stellvertretend sicher für den Großteil der Länder mit höherem Einkommen, in denen die Lebensmittelverluste bevorzugt am Ende der Wertschöpfungskette durch Entsorgung in den Müll seitens des Handels und der Verbraucher auftreten, sind in der ISWA-Studie von 2012 systematisch Handlungsempfehlungen aufgelistet, die so grundlegender Art sind, dass ich kurz darauf eingehen möchte. Ganz pragmatisch empfehlen die Autoren

• für die Lebensmittelindustrie eine nachhaltige Produktion durch ressourceneffizientes Wirtschaften und Prozessoptimierungen sowie eine (freiwillige) Verpflichtungserklärung zur Vermeidung von Lebensmittel- und Verpackungsabfällen,

• für den Lebensmitteleinzelhandel, die Aufnahme regionaler Produkte im Sortiment, das Ausweisen von Sonderangeboten für Produkte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sowie die Verbesserung des Warenbestellsystems und die Einführung von Vortagsbäckereien,[11]

• für Großverbraucher und Gastgewerbe, die Einführung einer „Grünen Tourismus-Karte“, ein unkompliziertes Feedback-System für Köche und ein optimiertes Abfallmanagement,

• für private Haushalte, die Schaffung eines verbesserten Bewusstseins für den Wert von Lebensmitteln. Eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln sehen Pannenbecker & Waskow (2013) zu Recht als wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Verringerung von Lebensmittelabfällen in Privathaushalten.

Für Deutschland hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMLEV) aufbauend auf der ISWA (2012)-Studie die Aktion „Zu gut für die Tonne“ ins Leben gerufen, in einer Broschüre zudem „10 goldene Regeln, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden“ zusammengestellt und das Ziel ausgerufen, in Deutschland bis 2020 die Lebensmittelabfälle um 50 Prozent zu verringern.

Diese Aktivitäten gehen meines Erachtens in die richtige Richtung, auch wenn der wichtige Teil der landwirtschaftlichen Produktion bisher außenvorgelassen wird und konkrete Wege zum Erreichen des ambitionierten Ziels – außer bei den Verbrauchern – fehlen. Ob die Initiative Erfolg hat, muss sich in nächster Zukunft zeigen.

Ganz aktuell hat die FAO 2014 die Initiative „Save Food“, eine weltweite Aktion zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen, ins Leben gerufen. Es bündelt internationale Organisationen und Unterprogramme der UN wie WEP, IFAD, UNEP, ZERO HUNGER CHALLENGE (www.fao.org/save-food/get-involved).

Neben diesen mehr von Regierungen und internationalen Organisation ausgehenden Aktivitäten gibt es eine Vielzahl von kirchlichen (z.B. Brot für Welt, Misereor, Adveniat), umweltpolitischen (z.B. Greenpeace, foodwatch) und nicht zuletzt bürgerlichen Initiativgruppen (z.B. slow food, urban gardening, Taste of Heimat), die sich diesem Thema widmen.

Eine bemerkenswerte Initiative erscheint mir „Foodsharing“ zu sein, die auf den oben schon erwähnten Filmemacher V. Thurn zurückgeht. Die Grundidee dabei ist: Menschen teilen Essen statt es wegzuwerfen. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Köln bietet Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Organisiert wird dies über eine Internet-Plattform (www.foodsharing.de). Die dahinter stehende Idee verbindet meines Erachtens viele Aspekte des hier behandelten Problems und spricht statt vom Skandal der Lebensmittelvernichtung positiver ausgedrückt von der Chance der „Lebensmittelrettung“.

Dies kann nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Spektrum an Initiativen sein, aber all diese Bemühungen, – seien sie staatlich, national oder international, entwicklungspolitisch oder bürgerorientiert – leisten einen Beitrag zur Lebensmittelrettung und damit letztlich zum Wassersparen.

6.5 Zusammenfassung

Durch die Kombination von Berechnungen zum virtuellen Wasser und zum Wasserfußabdruck mit der Abfallbilanz von Lebensmitteln wurde versucht, die Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung abzuschätzen. Dies kann nur ein Anfang sein. Belastbarer würden diese Aussagen, wenn die Lebensmittelabfälle räumlich und zeitlich hoch aufgelöst und nach einem standardisierten Ermittlungsverfahren (wie beim Water Footprint Network) erfasst würden.

Trotz aller Einschränkungen sind die Ergebnisse erschreckend. Weltweit könnten heute nach „Save Food®“ 12 Milliarden Menschen ernährt und mit ausreichend Trink- und Sanitärwasser versorgt werden, wenn keine Lebensmittel vernichtet oder weggeworfen werden. In Deutschland allein könnten je nach Variante zwischen 10 und 20 Milliarden Kubikmeter virtuellen Wassers pro Jahr eingespart werden; das ist drei bis sechs Mal soviel wie für die gesamte Trink- und Sanitärwasserversorgung von 82,1 Millionen Deutschen jährlich gebraucht wird!

Inwieweit die einzelnen Akteure der Lebensmittelkette, national und international, die Chance zu einem veränderten Umgang mit dem Lebensspender Wasser ergreifen, wird meines Erachtens entscheiden, ob das Damoklesschwert der chronischen Wasserknappheit schon in der nächsten Generation die Hälfte der Menschheit trifft….

In Teil 5 dieser Artikelserie wurde dem Verbraucher die Möglichkeit aufgezeigt, durch intelligentes und verantwortungsbewusstes Einkaufen einen persönlichen Beitrag zur Lösung der globalen Wasserproblematik zu leisten. Dies setzt jedoch – wie ausgeführt – eine grundlegende Änderung des Lebensstils und der Konsumgewohnheiten in den reichen und wirtschaftlich aufstrebenden Ländern voraus. Dies ist kein leichtes Unterfangen!

In diesem Beitrag geht es wieder um eine notwendige Verhaltensänderung, hier nicht nur des Verbrauchers, sondern aller Akteure der Lebensmittelkette vom Landwirt über den Händler, den Transporteur, die Lebensmittelindustrie bis zum Endverbraucher, die sich alle über die Folgen des oft gedankenlosen Vernichtens und Wegwerfens von Lebensmitteln bewusst und als verantwortungsvolle Mitmenschen zu aktiven Lebensmittelrettern (und damit Wasserrettern) wandeln müssen. Diese Verhaltensänderung erscheint grundsätzlich leichter und ohne Einbußen an Lebensqualität in der Gesellschaft und bei jedem Einzelnen umsetzbar zu sein. Der daraus resultierende nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln (Produktion und Verbrauch) wäre ein unmittelbarer Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser.

Soweit zum Wassersparen durch Lebensmittelrettung. Im nächsten Artikel soll untersucht werden, welchen Beitrag zum Wassersparen der Handel mit virtuellem Wasser leisten kann.


[1] Die Darstellung der in die Mülltonne fallenden  Abfälle wurde vereinfacht aus der Broschüre „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz entnommen.

[2] www.zugutfuerdietonne.de

[3] http://www.bild.de/politik/ausland/jorge-mario-bergoglio-papst-franziskus/franziskusgeisselt-wegwerfgesellschaft-30765966.bild.html

[4] In ISWA (2012) wird die Vermeidbarkeit von Lebensmittelabfällen wie folgt definiert: vermeidbare Lebensmittelabfälle:  zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung noch uneingeschränkt genießbar teilweise vermeidbare Lebensmittelabfälle: entstehen aufgrund unterschiedlicher Verbrauchergewohnheiten (z.B. Brotrinde, Apfelschalen), enthält auch Speisereste, Kantinenabfälle u. ä. nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle: entstehen bei der Essenzubereitung, beinhalten nicht essbare Bestandteile (z.B. Knochen, Bananenschalen o.ä.),  aber auch Essbares (z.B. Kartoffelschalen)

[5] = Energie (Wärme, elektrische Energie, Kraftstoff für Verbrennungsmotoren), die aus Biomasse gewonnen wird

[6] http://www.siwi.org/documents/Resiurces/Policy_Briefs/CSD_More_nutrition-per_drop_2004.pdf

[7] Def. s. Morgenschweis (2014, Teil 1, S. 3)

[8] Import-Saldo für pflanzliche und tierische Produkte n. Statist. Bundesamt (2012)

[9] Greenpeace Deutschland: „Frisch auf den Müll“, Hamburg 2014.

[10] auf Basis des Inlandverbrauchs für Lebensmittel (81 Mrd. m³/a) zzgl. Des Wasserverbrauchs privater Haushalte in Deutschland (3,1 Mrd. m³/a)  in 2010, s. Statist.  Bundesamt (2012)

[11] verkaufen Backwaren vom Vortag zu reduziertem Preis


Quellen:
BMELV: Einschätzung der pflanzlichen Lebensmittelverluste im Bereich der landwirtschaftlichen Urproduktion. Bericht des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, des Max Rubner-Instituts und des Julius Kühn-Instituts im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Braunschweig, 2013.

FAO (Food and Agricultural Organization of the United Nations): Global Food Losses and Food Waste. Rome, 2011 (www.fao.org/fileadmin/user).

Göbel, C., Teitscheid, P. et al.: Verringerung von Lebensmittelabfällen – Identifikation von Ursachen und Handlungsoptionen in Nordrhein-Westfalen. Bericht im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Münster, 2012

Greenpeace (Hrsg.): Frisch auf den Müll. Hamburg, 2013.

ISWA: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate von Lebensmitteln in Deutschland. Studie des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Uni Stuttgart (ISWA) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Stuttgart, 2012.

Kreutzberger, St. & V. Thurn: Die Essensvernichter. Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2012.

Lundqvist, J., de Fraiture, C. & D. Molden: From Field to Fork – Curbing Losses and Wastage in the Food Chain. SIWI Policy Brief. Stockholm, 2008.

Morgenschweis, G.: Virtuelles Wasser – ein realistisches Konzept für eine nachhaltige Versorgung der Menschheit mit Wasser? Teil 1: Zum virtuellen Wasser und Wasserfußabdruck. Blog der Republik. Anstalt für andere Meinungen. 4. Dez. 2014, S. 1-9.

Morgenschweis, G.: Virtuelles Wasser – ein realistisches Konzept für eine nachhaltige Versorgung der Menschheit mit Wasser? Teil 4: Deutschland – weltweit drittgrößter Importeur von virtuellem Wasser. Blog der Republik. Anstalt für andere Meinungen. 22. Jan. 2015, S. 1-10.

Morgenschweis, G.: Virtuelles Wasser – ein realistisches Konzept für eine nachhaltige Versorgung der Menschheit mit Wasser? Teil 5: Wasser im Einkaufswagen – Zum Wasserfußabdruck der Hauptimportgüter Deutschlands. Blog der Republik. Anstalt für andere Meinungen. 18. Februar 2015, S. 1-13.

Pannenbecker, S. & F. Waskow: Wertschätzung und Verschwendung von Lebensmitteln. In: Ernährung im Fokus Online Spezial 12, 2013, S. 1-7.

Reller, A. & H. Holdringhausen: Wir konsumieren uns zu Tode. Warum wir unseren Lebensstil ändern müssen, wenn wir überleben wollen. Westend-Verlag, Frankfurt, 2011.

Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Wasserfußabdruck von Ernährungsgütern in Deutschland 2000 – 2010. Wiesbaden, 2012 (www.destatis.de).

Stuart, Tr.: Für die Tonne. Wie wir unsere Lebensmittel verschwenden. Artemis & Winkel, Mannheim, 2011.Thurn, V. & G. Oertel: Taste the Waste. Rezepte und Ideen für Essensretter. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2012.

Waskow, F.: Frisch auf den Müll – Teil 2: Neue Initiativen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. In: Kritischer Agrarbericht. Hamm, 2013.WWF Deutschland (Hrsg.): Tonnen für die Tonne. Berlin, 2012.WWF Deutschland (Hrsg.) Oertel, G.: Schwere Kost für Mutter Erde. – Verzehrgewohnheiten, Lebensmittelverluste, Konsequenzen. Berlin, 2014.


Teil 1: Zum virtuellen Wasser und Wasserfußabdruck
Teil 2: Globaler Wasserfußabdruck oder Wasserfußabdruck der Menschheit
Teil 3: Nationale Wasserfußabdrücke
Teil 4: Deutschland – weltweit drittgrößter Importeur von virtuellem Wasser
Teil 5: Wasser im Einkaufswagen – Zum Wasserfußabdruck der Hauptimportgüter Deutschlands
Teil 6: Wasserverluste durch Lebensmittelvernichtung oder Wassersparen durch Lebensmittelrettung
Teil 7: Handel mit virtuellem Wasser


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Gerd Morgenschweis

Der Klima- und Wasserexperte steuerte über zwei Jahrzehnte das Talsperrensystem des Ruhrverbands. Heute lehrt Morgenschweis als Professor Wasserwirtschaft an der Universität Wuppertal.


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