• Über uns
  • Freund*innenkreis
  • Verein
  • Autor*innen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Archiviert
  • Contra AfD
Dienstag, März 3, 2026
Blog der Republik
Advertising
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Blog der Republik
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Home Politik

Korea – Ein friedliches Miteinander ist in weiter Ferne

Klaus Vater Von Klaus Vater
19. Juni 2020
Sprengung des Verbindungsbüros in Kaesong

Es gab einmal eine gemeinsame Industrie- und Wirtschaftszone zwischen Süd- und Nordkorea – Kaesong heißt sie. 2002 wurde sie in Betrieb genommen. Mit dieser gemeinsam betriebenen Zone wurde die Hoffnung auf ein allmähliches friedliches nebeneinander leben verbunden.  

2013 freilich wurde dieses Gebiet durch die kommunistische Führung Nordkoreas  wieder stillgelegt, 2016 kurzzeitig in Gang gesetzt, aber dann auf Betreiben der südkoreanischen Regierung geschlossen, weil der Staat im Norden eine Atomwaffe gezündet hatte. 53 000 nordkoreanische Beschäftigte gab es in der Industriezone. Es war freilich ein Unterfangen mit ziemlichen Tücken. So erhielten beispielsweise die nordkoreanischen Arbeiter ihre Löhne vom Süden nicht ausbezahlt, sondern die wurden an den Staat Nordkoreas überwiesen.

Nun hat Nordkoreas Führung, 70 Jahre nach Beginn des Koreakriegs am 25. Juni 1950,  diese Wirtschaftszone mit Streitkräften in Regimentsstärke belegt. Es heißt in Presseberichten, die Spannungen zwischen den beiden Staaten nähmen wieder zu.

Bei Streifzügen durch Googles Imperium oder durch die Welt der Bücher findet man merkwürdige Hinweise auf diesen Krieg: Er brach aus. Es kam zu…. Es ist so, als habe jemand geraten: Vorsicht, man weiß nicht so richtig. Noch im Schrifttum der Bundeszentrale für Politische Bildung schimmert so etwas durch: „Bestärkt vom Sieg der Kommunisten in China unter Mao Tse Tung überschritten nordkoreanische Truppen am 25. Juni 1950 die Demarkationslinie. Die Sowjets unterstützten den Einfall auf Drängen Kim Il-Sungs und bezeichneten ihn als Reaktion auf einen Angriff der südkoreanischen Armee.“  Überschritten, unterstützten, Reaktion.

In diesem Krieg, der bis Juli 1953 dauerte, starben nach Schätzungen fast eine Million Soldaten und drei Millionen Zivilisten. Es war der erste Krieg im Rahmen des ideologisch- politischen Gegensatzes zwischen Kommunisten/Staatssozialisten auf der einen Seite und den auf Selbstbestimmung der Völker pochenden UN unter Führung der USA. Es war ein grausamer, ein blutiger Krieg, der aus unserem Gedächtnis fast völlig verschwunden ist.

Dean Acheson, damals US- Außenminister, mag den nordkoreanischen Regierungschef  Kim  Il Sung, Stalin und auch Mao Tse Tung ermuntert haben, in Südkorea einzufallen. Denn er hatte Anfang 1950 in einer außenpolitischen Grundsatzrede den südlichen Teil der Halbinsel nicht zu den Teilen der Welt gezählt, auf die die USA ein wachsames Auge hätten  – wie zum Beispiel Japan oder Westdeutschland. Im Standartwerk der politischen Linken über die US- Außenpolitik des Historikers David Horowitz  wuchs sich das zur Behauptung aus, die Vereinigten Staaten hätten den Krieg herbeigeführt. Horowitz hat sich später gründlich gedreht und zu einem echten, rechten „Falken“ entwickelt: „Inside Every Progressive Is A Totalitarian Screaming To Get Out„. Whow! Da fällt mir glatt ein heutiger US-Spitzenmann ein, der das auch gesagt haben könnte.

Und bis heute wird von „Fachleuten“ aus dem Dunstkreis der längst verschwundenen SED behauptet, die wahren Schuldigen des Koreakriegs hätten in Washington gesessen und nicht in Moskau, Peking oder Pjöngjang. Dabei hatte Nikita Sergejewitsch Chruschtschow  in seiner 1791 auf  Deutsch erschienen Biografie („Chruschtschow erinnert sich“) zum Ärger mancher Linienkader ausführlich und mit Ironie beschrieben, dass Stalin bereits Mitte 1949 mit dem Gedanken gespielt hatte, dem koreanischen Diktator einen Scheck für einen Krieg gegen die Brüder und Schwestern im Süden auszustellen. Er wartete nur auf einen geeigneten Zeitpunkt.  

Für den Süden rückten Soldaten aus den USA, Frankreich, Türkei, Australien mit in diesen Krieg. An der Spitze stand der „First Soldier“ der USA, General Douglas MacArthur, ein hartgesottener Antikommunist. Der wollte Atomwaffen auf die chinesischen Truppen abwerfen, die eingegriffen hatten, weil die nordkoreanischen Truppen den UN- Einheiten nicht gewachsen waren. Literarisch hat James A. (Albert) Michener den Koreakrieg aufgegriffen: „The Bridges at Toko-Ri“, auf Deutsch 1955 als Fischer Taschenbuch erschienen  und hin und wieder noch antiquarisch zu ergattern; kein Heldenepos, sondern eine durchaus quälerische Auseinandersetzung mit Tod und Vernichtung. Weitgehend in Vergessenheit ist geraten, dass dieser Krieg nach dem Eingreifen chinesischer Truppen drauf und dran war, in einer noch größeren Katastrophe  zu enden, als er mit vier Millionen Toten schon war. Douglas MacArthur war von seinen Atombomben nicht weg zu kriegen. Ein hin und her schwankender US- Präsident Harry S. Truman wurde schließlich von seiner Schwester   Mary Jane (“Mama Truman“) dazu gebracht, die Atomwaffen im Arsenal zu lassen und den General   nach Hause zu schicken. Mary Jane war eine tolle Frau! Wenigstens die sollten wir nicht vergessen, sie stattdessen  in ehrendem Ansehen behalten.

Bildquelle: Screenshot Youtube

Print Friendly, PDF & EmailAusdrucken/PDF erstellen:
Teilen Sie diesen Artikel:
Instagram
Tags: Gemeinsame Industrie- und WirtschaftszoneKaesongKoreaKoreakriegNordkoreaSüdkorea
Vorherigen Post

Zum virtuellen Wasser und Wasserfußabdruck. Teil 1

Nächster Beitrag

Kriminelles Chaos ist keine Folklore – Merkwürdiger Ausdruck der Freude aufs neue Jahr

Nächster Beitrag
Abgebranntes Feuerwerk und Böller

Kriminelles Chaos ist keine Folklore - Merkwürdiger Ausdruck der Freude aufs neue Jahr

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaut mal hier

  • Justizskandal im Sauerland: Das von Charlotte Merz, Ehefrau von Bundeskanzler Friedrich Merz, geleitete Amtsgericht erließ einen rechtswidrigen Durchsuchungsbeschluss gegen eine junge SPD-Frau 08.09.2025
  • Geschichtsrevisionismus: Basteln an der „zweiten Geburt“ 15.4.2025
  • Leak zu Zwei-Klassen-Struktur beim BSW - Sahras Knechte 22.2.2025
  • Sätze aus dem Wahlprogramm der AfD - und was sie bedeuten 18.2.2025
  • Kulturbegriff der AfD : Aufgeladen mit völkischer Ideologie 5.2.2025
  • Das Spiel der Lobbyisten und Politiker: Erik Ahrens – Ein tiefer Fall innerhalb der rechtsextremen Netzwerke 23.1.2025
  • Petition: Finger weg von unserer Demokratie, Herr Musk 3.1.2025

UNSER NEWSLETTER

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 3.010 Abonnenten.

Prüfen Sie Ihren Posteingang und den Spamordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

Werbung

[the_ad id="27291"]

Letzte Kommentare

  • Dr. Wolfgang Lieb bei Neue Realitäten – Deutschland braucht eine konzertierte Aktion. Gastbeitrag von Sigmar Gabriel und Matthias Machnig
  • Reinhard Riek bei Thüringen wieder als Mustergau? 100 Jahre danach: Parteitag der AfD in Erfurt
  • Elke Salewski bei Alle strafmündig, oder was?
  • Volker Brunell bei Kritik an Netanjahu hat mit Antisemitismus nichts zu tun – Und ist keine Israel-Feindschaft

UNSER NEWSLETTER

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 3.010 Abonnenten.

Prüfen Sie Ihren Posteingang und den Spamordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

  • Trending
  • Comments
  • Neueste
Friedensdemo Bonn, Oktober 1981

Grüne und Krieg — Partei-Austritt des Gründungsmitglieds Ulfried Geuter

18. März 2024
Alice Weidel, Elon Musk und Esel, Screenshot Tik Tok

ARD-Wahlarena – Weidels Lügen sind Methode

18. Februar 2025
Feigenblatt

Alice Weidel: Das lesbische Feigenblatt und das Familienbild der AfD

1. Januar 2025
Screenshots von TikTok_Accounts aufgestachelter Bauern oder AfDlern oder anderen "Empörern"

Aufruf zur Bauerndemo in Berlin, AfD-Anhänger und andere Rechtsextreme mobilisieren.

24. Oktober 2024
Friedensdemo Bonn, Oktober 1981

Grüne und Krieg — Partei-Austritt des Gründungsmitglieds Ulfried Geuter

Screenshot ARD-Mediathek zur Sendung von Caren Miosga

Talk bei Miosga: Die Entlarvung der Sahra Wagenknecht

Kriegszerstörungen in der Ukraine

Ukraine: Verantwortungsbewusstes Handeln statt gefährlicher moralischer Überheblichkeit

Mauer in der NS-Ordensburg Vogelsang mit NS-Adler im Mauerwerk

Lasst Höcke regieren!

Mottowagen zur AfD beim Rosenmontagszug in Düsseldorf, 16.2.2026

Putin-Gefolgsmann und Trump-Anhänger will in Baden-Württemberg regieren / Sein Programm: die ganze AfD-Leier und höhere Arbeitslosenzahlen im „Musterländle“

3. März 2026
Sanchez, Merz und Macron, KI generiert

Spanien verweigert den Kriegseinsatz – Sánchez trotzt dem Druck. Gastbeitrag von Axel Fersen

3. März 2026
Nein zum Menschenhass

AfD – Kriminelles und Kurioses vom rechtsextremen Rand Update 38

2. März 2026
Graffiti "Hope" mit Friedenszeichen

Optionen für eine Selbstbestimmung des Iran, trotz vielfältiger Interessenpolitik beim Chaos des akuten Krieges

1. März 2026

BLOG DER REPUBLIK

Blog der Republik

Kategorien

  • Allgemein
  • Buchbesprechungen
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Politik
  • Wirtschaft

Kategorien

  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Standpunkte

Schlagwörter

AfD CDU Demokratie EU Frieden Merz NoAfD Rechtsextremismus Ukraine wehrhafte Demokratie

© 2026 Blog der Republik.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!

© 2025 Blog der Republik