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Home Kultur Buchbesprechungen

Durch die Wirren der Pubertät. Will Gmehlings Jugendbuch „Stuxx“ ist der Bildungsroman eines Arbeiterjungen

Hans Otto Rößer Von Hans Otto Rößer
7. Juni 2026
Durch die Wirren der Pubertät. Will Gmehlings Jugendbuch „Stuxx“ ist der Bildungsroman eines Arbeiterjungen

„Erst jetzt wird mir klar, wie lang meine Jugend schon dauert und was für eine anstrengende Zeit in unserem Leben ist doch die Jugend.“ (Peter Kurzeck: Mein Bahnhofsviertel, 1984)

Lebensgeschichtliche Vergangenheiten vergehen nicht, sie hinterlassen Spuren. Unangenehmes wird verdrängt, und wenn dies nicht gelingt, bleibt ein Stachel, den jede Erinnerung aufs Neue schmerzhaft fühlbar macht, wenn auch vielleicht mit der Zeit abgeschwächt. Das sind Erinnerungen an peinliche oder peinlich gewordene Handlungen und Ereignisse, die im Gedächtnis eingebrannt bleiben und für die man sich noch nach langer Zeit schämt. Die Zeit der Pubertät beschert vielen ein gut gefülltes Depot der Erinnerungen an Pickel, Peinlichkeiten und Unsicherheiten.

Wenn ein Erwachsener ein Jugendbuch liest und auf dort Erzähltes stößt, in dem Eigenes, wie verfremdet auch immer, wiederkehrt, kann genau dies die Lektüre für ihn reizvoll machen und ihn an dieses Buch binden. Da mag er schon lange nicht mehr zu den idealen Lesern gehören, die Autor und Verlag zu allererst im Blick haben. Nachdem Will Gmehling im vergangenen Jahr mit „Der Sternsee“ ein Kinderbuch veröffentlicht hat, dessen Protagonisten sich noch in der Vorpubertät befinden (vgl. hier am 28. März 2026), steht im jetzt erschienenen Jugendbuch keine Freundesgruppe, sondern ein fast 14-jähriger Junge im Mittelpunkt. Schon auf den ersten Seiten dieses Romans erfährt man, wie es um ihn bestellt ist.

Stefan Uwe Max Dönnerschlach, dessen Vornamen seine Mutter zum Rufnamen Stuxx verschmolzen hat und dessen Nachname ihm lächerlich und ätzend vorkommt, lebt mit Vater und kleiner Schwester seit einem Jahr in der neuen Stadt (vielleicht Köln?), in die die Familie nach der Arbeitslosigkeit des Vaters gezogen war, damit dieser dort eine neue Arbeitsstelle antreten kann. Stuxx kennt außerhalb der Schule kaum jemanden, ist ein schlechter Schüler, leidet unter Pickeln und der Kantigkeit seiner Kopfform und hält sich insgesamt für „null begehrenswert“. Er verliebt sich in Luzie Kasunke aus der Parallelklasse, kann auf dem Schulhof keinen Blick von ihr lassen, aber sie scheint sich nicht für ihn zu interessieren, scheint durch ihn hindurchzusehen, scheinbar eine kalte Schönheit, bei der die Butter nicht im Mund schmilzt. Oststadtjunge begegnet Weststadtmädchen. Er findet heraus, wo sie wohnt, und dreht mit seinem klapprigen Fahrrad Runden um Runden in der Nähe und vor ihrem Zuhause.

Diese Sonderlichkeit erinnert mich an ein ähnliches Ritual aus meiner Jugend. Ich interessierte mich für ein Mädchen und führte unseren Familienhund immer an ihrem Haus vorbei. Keinem fiel der Eifer auf, mit dem ich mich auf einmal um die ausreichende Bewegung des Hundes kümmerte. Ich habe die Angebetete nie angetroffen und zum Glück war dieser Tick bald vorbei. Später habe ich gelernt, dass es für diese Herstellung distanzierter Nähe und inszenierter Zufälligkeit den Begriff des Schmachtens gibt. Aus Angst davor, dass die Begehrte den Begehrenden zurückweisen könnte, richtet er sich im Zwischenraum zwischen Wunsch und Erfüllung ein, in der Erfüllungsscheu. Je weiter die Wünsche von ihrer Erfüllung entfernt sind, desto mehr wird die Angebetete überhöht, sie verliert jeden Bezug zur Erfahrung, sie wird entrückt. Schmachten, so der Germanist Lienhard Wawrzyn, ist die (pubertäre) Alltagsform der romantischen Sehnsucht. Diesen Begriff benutzt der Ich-Erzähler Stuxx später in Bezug auf die kleine Schwester, die sich auf den Besuch der Mutter freut, die die Familie verlassen hat, als die Schwester erst sieben Monate alt war: „Sie hatte Sehnsucht nach jemandem, den sie überhaupt nicht kannte.“

Die Befreiung aus dem Zirkel des Schmachtens fällt Stuxx von außen zu. Als er sich hinter einem Baum vor der Wohnung Luzies versteckt, erweckt er den Argwohn eines Platzwartes aus Passion, Herr Horst mit Pitbull Horst. Herr Horst vertreibt ihn als im Viertel unbekannten Nichtsnutz von seinem Beobachtungsposten. Am nächsten Tag spricht ihn Luzie, die den Vorfall vom Fenster aus beobachtet hat, darauf an und zwingt ihn durch hartnäckiges Fragen nach dem Grund für sein merkwürdiges Verhalten zum Bekenntnis, dass er sie „gut findet“. So beginnt dank Luzies Initiative die Geschichte einer schwierigen Annäherung, einer ersten Liebe.

Diesem Handlungsstrang fügt der Roman einen zweiten hinzu, in dem es um Stuxx’ Familie geht. Der Vater ist 42 Jahre alt und arbeitet als Straßenkehrer, die kleine Schwester Lila ist vier Jahre alt. Mit ihr teilt Stuxx ein Zimmer, was es für ihn undenkbar macht, eine Freundin in der Wohnung zu empfangen. Das Zimmer ist aber auch der Ort, in dem sich immer wieder eine tiefe Geschwisterliebe betätigt, geprägt von Lilas Intelligenz, sprachlichen Fähigkeiten und der Lust am Rollenspiel und von Stuxx’ Verantwortung für die kleine Schwester. Die Mutter hat die Familie vor vier Jahren verlassen, weil sie erschöpft ist, nicht mehr kann. Sie arbeitet jetzt als Kassiererin in einem Hallenbad in Dortmund. Die drei wohnen in einem „öden Gebiet“, einem Arme-Leute-Viertel jenseits des Flusses, der die Stadt teilt. Stuxx drückt vor allem der Geldmangel, oft muss er sich ein Getränk in der Stadt verkneifen. Gelegentlich stiehlt er, z.B. einen Korb mit Heidelbeeren oder einen Zwanzig-Euro-Schein, den der Besucher einer Kirche, in der Stuxx  nach einer Tour durch das Wohnviertel von Luzie Rast macht, nur halb in den Opferstock gesteckt hat. So wie er die Heidelbeeren in der Familie teilt und dabei seinem Vater etwas über ihre Herkunft zusammenlügen muss, kauft er für Lila nun eine Barbie-Puppe. Lila gibt der Puppe Name und Stimme, so dass sie die Familie als imaginäres viertes Mitglied unterhält und besonders Stuxx auch öfters auf die Nerven geht. Als die Mutter für den Sonntag zu Beginn der Osterferien überraschend ihren Besuch ankündigt, setzt das in der Familie eine nie gekannte Dynamik frei.

Beide Handlungsstränge berühren sich und verflechten sich mit der Ankunft der Mutter zu einem dramatischen Knoten.

Indem Luzie Stuxx mit seinem Verhalten vor ihrem Zuhause konfrontiert, hat sie ihm alle Rückzugsmöglichkeiten genommen, aber die Entwicklung hin zu einer Beziehung wird alles andere als ein Spaziergang. Lange kann Stuxx seine Selbstzweifel nicht ablegen, quält er sich mit Grübeleien und „Gedankenrasen“ oder malt sich in detaillierten Tagträumen Momente des Glücks zu zweit aus, Wunschszenarien im Konjunktiv. Seine Träume gewinnen Gestalt in den spritfressenden US-Limousinen der 50er und 60er Jahre, „edle Dinosaurier“, vor allem Cadillacs und Chevys mit Weißwandreifen. Er imaginiert sich als erfolgreichen Erwachsenen, lässig an ein Auto gelehnt, und verknüpft dieses Bild mit seinem Liebeswunsch: Er fährt mit einem Cadillac mit Weiwandreifen vor, Luzie steigt ein und sie fahren los, „unser Schiff schwebt über dem Asphalt“. Die Autos begegnen ihm als Fotos aus dem historischen Teil der Autozeitschriften seines Vaters oder er lädt immer wieder Bilder von ihnen auf sein Handy. Es ist eine aus der Zeit gefallene Obsession, aber eines Tages, als er mit seinem Freund Gong am Flussufer entlang schlendert, begegnet ihm tatsächlich eines seiner Traumautos. Ein rostroter Ford Thunderbird hält an der Straße, ein Mann, der sich später als wahrhaftiger, entspannter US-Amerikaner herausstellt, steigt aus und verschwindet mit seiner Begleiterin im Gebüsch. Überraschend „leiht“ sich Stuxx dieses Auto aus und gerät erst in Panik, als den beiden Freunden immer mehr Gegenverkehr entgegenkommt. Als sie den Rückweg heil schaffen, wartet schon der Amerikaner auf sie, gesteht, dass er als „boy“ dasselbe mit einem Chevy gemacht hat, und als Stuxx verwirrt stammelt: „the river can speak“, nickt er nur: „Yes, of course it does. It’s the river.“[1]

Erscheint Stuxx zunächst als Einzelgänger, macht der Roman bald deutlich, dass er seinen schwierigen Weg durch die Wirren der Pubertät nicht allein und unbeschützt gehen muss. Da ist zunächst seine Freundschaft mit Gong Hwangbo, dem Sohn eines koreanischen Kochs und einer Mutter, die Liebesromane schreibt. Gong macht ihn mit der Energiebombe Kimchi bekannt und versorgt ihn mit dieser Speise in den Schulpausen, ist ein Helfer in der Not und ein kluger Ratgeber, der seine eigenen Grenzen kennt. Vor allem weiß er, dass man handeln muss, um einer Sache näher zu kommen, dass man die Melancholie des Schmachtenden überwinden muss: „Nur werfend kann man herausfinden, wie man richtig wirft.“ Es gibt keinen Plan für Liebesgeschichten, den man lernen könnte wie eine Kommaregel. Da ist Gong auch Ratgeber in eigener Sache. Er hat seine eigene Pubertätsgeschichte in der Entdeckung seiner Homosexualität.

Zum Handelnden wird Stuxx nach einer weiteren Kette von Zufällen. In einem Park trifft er auf die Mutter Luzies, die ihm schon im Winter als „Fellfrau“ aufgefallen war, als er sie noch nicht mit Luzie zusammenbringen konnte. Gleich zu Beginn des Romans wird von einer Fahrradfahrt Stuxx’ in ein ihm fremdes Viertel der Stadtmitte erzählt: Cafés, Restaurants, schicke Läden, aber auch Bettler. Zufällig sieht er seinen Vater, der die Straße fegt. Er hält Abstand, macht sich ihm nicht bemerkbar und sieht, wie ein Passant dem Vater eine zusammengeknüllte Zigarettenschachtel vor die Füße wirft und ihn anherrscht: „Mach deine Arbeit.“ Eine Frau bekommt das mit und ruft dem Snob ein „He, du fieser Arsch!“ hinterher. Diese Frau nennt Stuxx die „Fellfrau“.

Hier im Park nun spielt sie Boule und als ihr der scheinbar ziellos auf einer Bank sitzende Junge auffällt, macht sie ihn mit einer Gruppe Boule spielender Rentner bekannt, die dringend einen Mitspieler benötigen. Stuxx lässt sich dazu überreden und alle entdecken sein Naturtalent für das Spiel. Es wird zu einer Schlüsselerfahrung für ihn. Er, der sich als lausigen Schwimmer und miserablen Fußballspieler sieht, den jeder Schultag darauf stößt, was er nicht kann, wird auf einmal wahrgenommen als jemand, der etwas kann, so wie er nun selbst spürt, welche Möglichkeiten in ihm stecken und dass es Menschen gibt, die ihn bei der Entfaltung seines Talents fördern wollen – Wendepunkt seines Lebens und des Romans. Die vorbehaltlose Anerkennung der Rentner, gar ihre Bewunderung seines Könnens begründen ihre Hilfsbereitschaft, mit der sie ihn aus einer Verlegenheit retten. Mehr noch: sie geben den Anstoß dazu, ein Handelnder zu werden, einer der sich etwas (zu)traut. Wo Selbstzweifel waren, wächst Selbstvertrauen, das man nur mit der Hilfe freundlicher Menschen gewinnt.

Mit einer Prise magischen Realismus stellt der Roman Stuxx den irdischen guten Mächten noch andere wunderbare Schutzpatrone an die Seite: sprechende Mülltonen, der Fluss, der ihn mit einer Prophezeiung vor einem lebensgefährlichen Unfall bewahrt, und der Wunderfalke, der weit oben über allen seine Flügel ausbreitet – wie der Reiher im „Sternsee“ auch er Freiheit in der Erscheinung. Es ist auch ein magischer Moment, in dem Lila in der Bahn dem Kampfhund Horst begegnet und ihn mit kindlicher Unbefangenheit streichelt und in einen knurrenden Kinderfreund verwandelt.

Der zweite Wendepunkt stellt sich ein, als Luzie ihn zu einem „Date“ mit anschließendem Boule-Spiel mit ihrer Mutter und ihrem Freund einlädt (wieder ergreift das Mädchen die Initiative). Das soll am ersten Sonntag nach Beginn der Osterferien stattfinden und ausgerechnet da will die Mutter zu Besuch kommen. Lange schiebt Stuxx eine Entscheidung darüber, welchen Termin er wahrnehmen will, vor sich her, während sein Groll gegen die Mutter wächst. Schließlich sagt er dem Vater, dass für ihn das „Date“ mit Luzie Priorität hat. Zu seiner Überraschung stößt er nicht auf den erwarteten Widerstand. Vielmehr freut sich der Vater über das „Date“, das er ganz altmodisch ein Rendezvous nennt. Diese Reaktion ändert seinen Blick auf den Vater, den er nun nicht nur als dauererschöpften und zerbrechlichen Mann wahrnimmt, sondern vor allem als lebensklugen und liebevollen Menschen. Auch der Blick des Vaters auf ihn ändert sich: „Er guckte mich an wie einer, der langsam eine Idee davon bekommt, wer sein Sohn ist.“

Wo früher Stuxx das Gefühl der Leere hatte, macht er jetzt die Erfahrung eines vollen Lebens. Mit seinem Selbstvertrauen wachsen seine sozialen Kontakte, auch zu Jugendlichen aus dem „öden Gebiet“. In den wenigen Monaten vom Winter bis zu den Osterferien, die der Roman schildert, wird Stuxx erwachsener: Er nimmt bei Gong Nachhilfe in Mathematik und bemüht sich um einen Job, damit er etwas Taschengeld hat und nicht mehr der Verführung zu stehlen erliegt. Man nimmt diesem Bildungsroman eines proletarischen Jungen diesen Optimismus ab, auch dass Stuxx lernt, in seiner Mutter keine „Schlampe aus Dortmund“ mehr zu sehen, sondern dass er, so der letzte Satz des Buches, zum Handy greift und ihre Telefonnummer eingibt. Ob die Beziehung mit Luzie die Klippen der Oster-, vor allem der Sommerferien umschiffen kann, können wir nicht wissen, es ist aber auch nicht das Allerwichtigste. Es bleibt die Lehre, aktiv werden zu müssen, ein handelnder Mensch zu sein.

Im Roman macht sich Stuxx an einigen Stellen Gedanken über den Sprachgebrauch. Er freut sich, dass der Vater nicht vom Shoppen spricht, als es darum geht, dass sich Stuxx zum Besuch der Mutter neue Kleider kaufen soll. Stuxx lehnt auch den Jargon der Jugendlichen über Beziehungen und Geschlechtsverkehr ab. Umso unverständlicher ist, dass auch er später einmal vom „Klarmachen“ spricht. Auch dass er vom „Reihern“ spricht, als er sich übergeben muss, nimmt man der Figur nicht ab. Das mag kleinlich klingen, aber das kommt davon, wenn man einen Coming-of-age-Roman von jemandem rezensieren lässt, der schon in die Jahre gekommen ist.

STUXX, BuchtitelWill Gmehling: Stuxx. Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2026. 288 Seiten. 17 Euro. Ab 13 Jahre. ISBN: 978-3-7795-0802-1

 

[1] Ich wuchs in den 50er und 60er Jahren im Vorort Wieseck der mittelhessischen Universitätsstadt Gießen auf. Östlich und nicht weit von diesem Vorort entfernt lag das US-Depot, das „Debbo“, Betonung auf der ersten Silbe. Die Gießener glaubten, es sei das zweitgrößte Depot außerhalb der Vereinigten Staaten nach Saigon gewesen. Wie viele Gießener Schüler und Studenten mögen im Lauf der Jahre frühmorgens vor dem Tor des Depots gestanden haben, um sich zu einem Stundenlohn von 5 DM als Tagelöhner zu verdingen und sich einen Parka oder „Ami-Schlafsack“ zu organisieren, der noch jahrzehntelang nach Desinfektionsmittel roch? Soldaten in „Amischlitten“ begegnete man damals in der Stadt vor allem an den Wochenenden. Ihre bevorzugten Lokale in meinem Vorort hießen „Lichtblau“ und „The Lonely’s“. Weißwandreifen registrierte ich, aber sie machten auf mich keinen Eindruck; ich war nie von Autos begeistert. Der Eindruck kam erst später, als solche Autos aus dem Stadtbild verschwunden waren, und er war literarisch vermittelt. Peter Kurzeck, sieben Jahre älter als ich, der als Flüchtlingskind in einem Dorf nördlich von Gießen lebte und in den 60er/70er Jahren eine Buchhandelslehre in Gießen machte, trampte als Jugendlicher oft mit Freunden über Klein-Linden, Langgöns, Butzbach, Bad Nauheim und Friedberg zu Rausch-Wochenenden nach Frankfurt, meistens von GIs mitgenommen. Davon erzählt das für mich kurzweiligste Buch Kurzecks, „Mein Bahnhofsviertel“. Damit ist zwar das Frankfurter gemeint, aber genauso oft geht es in diesem schmalen Band auch um Gießen. Er schildert, wie die US-Soldaten am Wochenende das Frankfurter Bahnhofsviertel bevölkerten: „Nach den gemeinen Soldaten in Taxis kamen die Sergeants in ihren Buicks und Pontiacs und Chevys. Mit offenen Fenstern, mit noch mehr Musik und Whisky und Dollars: immer ließen sie zur Fahrt den linken Arm über die Tür heraushängen und rollten sacht im Dreimeilentempo durch den festlichen Aufruhr der Straßen. Auf Weißwandreifen.“ – Nach der Lektüre des Buchs von Will Gmehling habe ich ein bisschen zur Geschichte der Weißwandreifen recherchiert. Eine gute und knappe Information habe ich hier gefunden: https://retromotion.com/blog/seit-den-1920er-jahren-sind-die-schwarzen-reifen-mit

 

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