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Der Kabarettist Arnulf Rating wirbelt bunt aufklärend auch durch deutsche Provinzen. Ein Stimmungsbericht aus dem Ali -Theater in Waldshut-Tiengen

Marianne Bäumler Von Marianne Bäumler
1. November 2015
Der Kabarettist Arnulf Rating wirbelt bunt aufklärend auch durch deutsche Provinzen. Ein Stimmungsbericht aus dem Ali -Theater in Waldshut-Tiengen

Arnulf Rating bleibt seinem blitzgescheiten Erbe aus den Siebziger-Jahre-Zeiten der Berliner „3 Tornados“ nach wie vor treu. In seinem neuen Programm „Akut“ zeigt er im fliegenden Wechsel 4 verschiedene Figuren dieser unserer gesellschaftlich so heterogenen Bundesrepublik. Ob „Schwester Hedwig“, die höchst unfreiwillig die Verkaufsmaximen der Pharmaindustrie bedient, ob ein ausgemusterter Journalist, der sich durch ungeschmeidiges Formulieren ins Abseits der Mainstream -Medien manövriert hat, ob ein fieser Managertyp, der aus allem und jedem – also auch aus dem Elend der Kriegsflüchtlinge – zynische Geschäfte anzubahnen weiß, und der sich die Hände reibend, hyperaktiv und in superelastischen Freudensprüngen auch seiner marktwirtschaftlichen Biegsamkeit ungeheuer bewusst ist – oder eben als Aushilfshausmeister aus dem Ruhrpott, ein düster bedrückter Loser, der genau spürt, dass er abgehängt wurde, sich dennoch weiter durchschlagen muss. Arnulf Rating kann das wunderbar vielgestaltig: das jeweilige Verkörpern von Gemütszuständen, mal von triumphaler Ignoranz, mal desperat, mal trotzig.

Mit dieser dicklich traurigen Figur (das Bauchpolster aus Schaumstoff verweist auf allzu fettes Essen und jede Menge Bier) aus der so genannten bildungsfernen Schicht und ihren schroff vorgetragenen Anekdoten aus dem familiären Alltag der „working poor“ lässt der Kabarettist auch Einblicke zu in mühselige Niederungen sozialer Deklassierung, von der sich die meisten PolitikerInnen lieber keinen Begriff machen. Mit solcher Art unschöner Befindlichkeiten möchte „die Arroganz der Macht“ lieber nicht behelligt werden. Insofern verfolgt die Abgehobenheit vieler Amts- und Würdenträger leider durchaus einen praktischen Zweck: so sarkastisch, wie Arnulf Rating lauter Aspekte einer schleichenden Überforderung durch die Zumutungen marktwirtschaftlichen Unrechts auf die Bühne bringt, so genau, so elend konkret möchten die VolksvertreterInnen das eben nicht wissen!

Kommerz als süßer Brei

Wir als ZuschauerInnen werden jedoch durch dieses hochpolitisch schrille Panoptikum unserer eigentlich oft schon ziemlich durchgeschüttelten und deshalb zusehends orientierungslosen MitbürgerInnen heftig konfrontiert. Das ist nicht nur lustig, Herr Rating, und das ist gut so! Und Ja, es gibt kaum Trost in dieser unserer sich rasant verändernden Republik. So, als würde der globale Kapitalismus das über Jahrzehnte scheinbar geordnete Gefüge jetzt rastlos durcheinanderwirbeln. Der Kommerz als süßer Brei der Entschädigung für jede Menge Sinndefizit funktioniert immer weniger, auch wenn noch so viel unnötige Plastik-Schnäppchen in aller Welt mühsam und krankmachend produziert werden.

Der Kabarettist Rating in seiner kafkaesken Manier zeigt das brillant auf, wie die knallharten westlichen Marktmächte sich der Rohstoffe der Welt – allen voran immer noch das Öl – gnadenlos bemächtigen, terrainbewusst Kriege entfachen, ganze Völker durch eiskalte Scharfmacher eben auch postkolonial gezielt gegeneinander aufhetzen, nach dem ach so bewährten Motto „Teile und herrsche“ – um dann „erfolgreich“ ihre Waffen zu ver-dealen. Dass jedoch westliche Demokratien – US amerikanische und deutsche Todestechnik – die dabei eine führende Rolle auf den internationalen Märkten spielen, ist fatal, denn wir machen uns alle mitschuldig! Allerdings würde es das linksintellektuelle Publikum des politischen Kabaretts in Deutschland unbedingt verkraften, wenn es von der Bühne aus mal mit einem kritischen Reflex auch auf die totalitären Strukturen z.B. in Russland konfrontiert würde. Unsere russischen ZeitgenossInnen, die von Staatspropagandamethoden ebenso zum Hass aufgestachelt und desinformiert werden – die Russen leiden doch extrem unter der Abwesenheit demokratisch rechtsstaatlicher Strukturen! Und: solche kritischen Geister, die noch dazu mit ihrem Talent zur Komik ein breites Publikum zum Widerstand ermuntern können – solche gewitzten Aufklärer-Persönlichkeiten wie Arnulf Rating – ob der in Russland mal demnächst öffentlich auftreten könnte, dürfte bezweifelt werden. Jedoch: es darf für uns nicht zweierlei Maß geben, wenn Menschenrechte verletzt werden. Nirgends!

Termine etc. auf

http://www.rating.de/rahmen.php?IH=/aktuell/Marianne_Baeumler-Edward_Snowden.htm

 

Bildquelle: http://www.rating.de/

 

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Tags: Arnulf RatingKabarettPolitisches Kabarett
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