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Viel Sport auch abseits der Olympischen Winterspiele

Das Sportwochenende hatte einiges zu bieten. Die Olympischen Winterspiele von Peking wurden feierlich eröffnet, China hat bereits seine erste Goldmedaille. Staatslenker Xi darf bestimmt noch über weitere Medaillen jubeln. Deutschland hat am Samstag mit Katharina Althaus Silber im Skispringen und am Sonntag Gold durch Johannes Ludwig im Rodeln gewonnen.

Wer bis 4 Uhr vor dem Fernseher sitzt, an einem Samstagabend bzw. Sonntagmorgen, und den Spielen live zu sieht, bekommt wenig zwar von dem viel zitierten chinesischen Staatsterror und der Bevormundung mit. Aber auch nicht von Fans, die eigentlich zu solch einem Mega-Ereignis dazugehören sollten und die bewusst von den Olympischen Spielen ferngehalten werden. Natürlich auch wegen der pandemischen Lage, aber nicht nur. Sowie die vielen internationalen Journalisten auch. Der Begriff der „bubble“ kursiert international. Journalisten und Medienexperten sprechen von einem bewussten Schachzug der Olympia-Macher, damit das chinesische Volk bloß nichts Kritisches über das eigene Land dem internationalen Publikum berichtet. Denn das könnte unangenehm und peinlich werden für Xi und seiner (autoritären und nationalistischen) Idee von China. Wünscht man sich da nicht frühere Winterspiele in weniger umstrittenen Ländern zurück? Ist aber nur Wunschdenken! Schlimmer noch: In knapp neun Monaten bittet Katar zudem zu der umstrittensten Fußballweltmeisterschaft in der bisherigen WM-Historie.

Aber nicht nur die Olympischen Winterspiele standen am Wochenende im Fokus der Weltöffentlichkeit.

China darf erneut jubeln. Dieses Mal beim Fußball. Genauer gesagt: beim Asien-Cup der Frauen.

Dort besiegte Frau in einem stürmischen Spiel Südkoreas Frauen im Finale mit 3 zu 2. Die chinesischen Frauen dürfen sich also über den Titel als beste weibliche Fußballmannschaft in Asien freuen. Die Männer haben nicht gespielt. Unwahrscheinlich auch, dass die chinesischen Männer in absehbarer Zeit ihren Landsfrauen das Kunststück nachmachen werden.

Ein Blick nach Afrika offenbart, dass dort auch mehr oder weniger hochklassiger Fußball gespielt wird. Der Senegal gewinnt das Endspiel im Afrika-Cup der Männer am Sonntagabend gegen Rekordsieger Ägypten in Kamerun. Die Löwen aus dem Senegal setzten sich mit 4 zu 2 nach Elfemterschießen durch. Vorab wurden sie auch als einer der Top-Favoriten auf den Titel von Buchmachern und Experten gehandelt. Gespickt mit internationalen Stars wie Mendy (Chelsea FC) oder Mané (Liverpool FC) war der Senegal ohne große Probleme bis ins Finale vorgedrungen. Kurios: Mané verschoss in der siebten Spielminute einen Elfmeter, verwandelte dann jedoch den entscheidenden Elfmeter zum Sieg der Senegalesen.

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