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Home Kultur

250 Jahre ALBERTINA

Klaus Prömpers Von Klaus Prömpers
2. Juli 2026
Albertina, Wien

Mit dem Hasen von Albrecht Dürer wirbt die Wiener ALBERTINA zu ihrem 250 jährigen Jubiläum. Dürers Hase ist eine der Hauptattraktionen des Wiener Museums.

Aquarell "Der Feldhase" von Albrecht Dürer

 

1,3 Millionen Besucher zählten die drei Häuser im Vorjahr.  Allerdings, der Hase wird seit 1826 erst das zehnte Mal gezeigt. Die Zeichnung ist hoch lichtempfindlich.

Am 4. und 5. Juli wir das Museum zu den Jubiläumstagen kostenlos zu betreten sein-Reservierung im Internet wird empfohlen.

Die Albertina kam erst 1800 ins Wiener Augustinerkloster. Begonnen  wurde die Sammlung vor 250 Jahren von Albrecht von Sachsen-Teschen gemeinsam mit seiner Ehefrau Marie Christine, der Lieblingstochter von Kaiserin Maria Theresia, die aus Liebe ihren Sachsen heiraten durfte, damals noch eine Ausnahme. Jubiläum am selben Tag wie die US Verfassung vor 250 Jahren, das ist ein Zufall der Geschichte. 1776 kauften die beiden in Venedig eine Sammlung von 10 000 Blatt in Venedig und legten damit den Grundstock für die heutige Albertina Sammlung. „Sammeln für die Zukunft“ ist nun das Motto der Jubiläumsausstellung in den ehemals erzherzoglichen Räumen mitten in Wien, gleich neben der Oper und der Hofburg. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war die Sammlung in Händen des Hauses Habsburg. Dann ging sie in staatliches Eigentum über. Und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie mit der Hofbibliothek und den dortigen Beständen zusammengeführt. Wiederaufbau der Kriegsbedingten Ausstellungsräume inclusive.

Neumuseumsdirektor Raphael Geiß, vorher Chef der Alten Nationalgalerie in Berlin, steht vor einer grossen Herausforderung: Insgesamt muss so attraktiv ausstellen, dass bei sinkenden staatlichen Zuschüssen der Finanzierungsanteil durch Verkauf von Tickets, Katalogen und Merchandising steigt. In drei Häusern präsentiert das in Europa zweifellos bedeutende Museum nun seinen Ursprungsbestand, Teile jener    10 000 Zeichnungen sowie Gemälde von Prinzessin Marie Christin, die noch nie gezeigt wurden. Schließlich zeichnet die Ausstellung den Weg nach, den die ersten Ankäufe bei Ausstellungen im Brüsseler Schloss Laaken, Amsterdam und in Dresden in den Brühlschen Terrassen nahmen, bis sie endlich  1800 in Wien ihren Ort fanden.

Daneben kann, wer will, die restaurierten Prunkräume der Erzherzöge durchwandern, Die Sammlung Batliner „Von Piccasso bis Monet“ schauen, bis Januar kommenden Jahres stellt Comedian Otto Waalkes seine Kunst vor und viele Kunstwerke seit dem Barock sind in insgesamt drei Häusern zu bestaunen. Zustiftungen von Mäzenen haben die ALBERTINA  weiter vergrößert. Für die Zukunft sammeln, das heißt aus Sicht von Direktor Raphael Geiß auch, das man künftigen Generationen einen Überblick bieten will, was und wie Künstler ihre Zeit sahen und wiedergaben.

Nicht ganz neu ist das Projekt, das die Digitalisierung der ersten 200 -300 000 Kunstwerke bereits inventarisiert und damit vor allem für die Wissenschaft zugänglich gemacht hat.

Bis 11. Oktober bleibt der Hase in Wien zu sehen. Ein Ausflug der sich lohnt.

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