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Buchbesprechung „Jahre des Jägers“ von Don Winslow

Klaus Vater Von Klaus Vater
11. September 2019
Titelbild "Jahre des Jägers"

Wie macht der Mann das? Binnen weniger Jahre tausende Seiten schreiben, spannende Seiten mit überzeugendem, teils schockierendem politischem, ökonomischem und sozialem Hintergrund? Ich schreibe über den Krimiautor Don Winslow. Dessen dritter Band seiner Drogen-Trilogie ist kürzlich auf Deutsch erschienen: Weitere knapp 1000 Seiten bei Droemer unter dem Titel „Jahre des Jägers“.

Winslow begann die Trilogie 2005 mit dem Roman „The Power oft he Dog“, 2010 auf Deutsch unter dem Allerweltstitel „Tage der Toten“ erschienen. Er beschreibt den totalen Krieg zwischen den mexikanischen Familien, die Drogen aller Art bis hin zum mit Fentanyl versetzten Heroin liefern und in den USA verkaufen; und denen die versuchen, das zu verhindern. Seine Romane folgen in drei Etappen dem Lebensweg des Agenten der Drug Enforcement Administration der USA (DEA), einem früheren CIA-Mann namens Arturo („Art“) Keller.

Es ist in der Tat ein totaler Krieg: Nichts lässt sich schützen, kein Recht auf Leben, keine Gesundheit, keine Familie und auch nicht der Priester im katholischen Mexiko; staatliche Behörden und die Polizei plus das Militär des Staates Mexiko sind bis auf Ausnahmen symbiotisch mit den Drogenlieferanten verbunden; für die es keine Grenzen und keine Taboos gibt, sondern nur die Konkurrenz um die besten Lieferwege und Absatzgebiete sowie das Anhäufen von Reichtum im eigenen Clan. Winslow beschreibt im Prinzip eine tribalistische Struktur, die sich Staaten unterwirft und am Ende – im dritten Band „Jahres des Jägers“ (im amerikanischen Original treffend „The Border“ genannt) in die USA hineingreift, um da bestechliche, korruptionsanfällige Vertreter des politischen und ökonomischen Systems für sich zu gewinnen.

Da taucht dann ein Präsidentschaftskandidat der republikanischen Partei namens John Dennison auf, ein TV-Realitystar und Immobilienmagnat, der von einer früheren Prostituierten gestoppt wird. Dennisons Schwiegersohn holt sich Drogengeld in seine Immobilien. Und damit beginnt das Schlusskapitel der Trilogie: Das Ringen im Parlamentssystem der USA um die Rolle der Dennisons im totalen Krieg. Keller wird angeschossen, er überlebt, zieht sich zurück.
Winslow hat drei schauerliche Stücke über den aus seiner Sicht vergeblichen Kampf gegen Drogen geschrieben. Vergeblich, weil Sucht hier und Wahnsinns-Vermögen aus dem Drogenverkauf nicht zu besiegen sind. Spannend. Deprimierend; wie sich immer höher auftürmender, stinkender Müll vor den Haustüren der ehrbaren Leute (wer hat den Müll erzeugt und da abgeladen?).

Winslow ist nicht der erste erfolgreiche Krimiautor, der sich den Drogenhandel über die Grenze zwischen Mexiko und den USA vorgenommen hat. David Lance Lindsey hat Erstklassiges dazu auf Papier gebracht, vor allem darüber, wie Politestablishment Mexikos das eigene Volk ausplünderte und um Milliarden betrogen hat. Winslow hat den Drogenkrieg zu Ende gedacht.

Bildquelle: Titelbild, Dromer-Knaur Verlag

 

 

 

 

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Tags: BuchbesprechungDon WinslowDrogenhandelGesellschaftJahre des JägersKriminalromanMexikoPolitikestablishmentUSA
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