Organspendeausweis

Die brachiale Widerspruchs-Endlösung eines grandiosen Splatter-Ministers

Nun gibt es allerhand zu tun, um Herrn Spahn zu stoppen, wenn er massiv mit all seinem grenzenlosen Ehrgeiz  – ja, sein geplanter „starker Eingriff in unsere Freiheit“ – aus den verunsicherten Bürger*innen gefügige Zwangsspender machen will.

Was geschieht mit der Totenruhe, wenn jemand gemütlich zu Hause im Sessel – wie Karl Marx und viele andere Menschen – schön einschläft?

Wer kommt dann kalt daher und metzelt, mit wessen Beihilfe? Nach dem Motto: „Nee, wir haben keinen Widerspruchs-Zettel gefunden, alles abgesucht, und jetzt müssen wir los, es eilt schließlich…“

Und nun auch noch Lauterbach und Baerbock, dermaßen cool, schrecklich. Ahnen sie nicht, wohin, zu welcher Selbstbedienungs-Mentalität im so genannten Gesundheitswesen das führt, so heillos privat auf Gewinnmaximierung fixiert?

Außerdem: es gibt massive Vorbehalte gegen Organ-Spenden z.B. von Krebs-Kranken, riskant für den Empfänger, Verpflanzung bösartiger Zellstrukturen! Wahrscheinlich ist das den geschäftstüchtigen Organdealern und Operateuren aber egal, Hauptsache, der Euro bewegt sich tausendfach aufs Konto. Wer kann das dann überhaupt noch nachprüfen, in dieser eigendynamischen Hektik solcher lukrativen Transfers angesichts einer massiven Vermehrung von Organentnahmen? Wer haftet dann tatsächlich für schwerwiegende Folgen? Die eigentlichen Profiteure sind Händler, denen das Schicksal der konkreten Personen völlig abstrakt bleibt, sie entnehmen Einzelteile, kassieren, und wollen sie dann schnellstens irgendwie wieder loswerden.

Hier ein Link zu einem früheren Text von mir zu Herrn Spahn.

 

Bildquelle: Universitaetsmedizin, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia

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Marianne Bäumler

Die Theater-, Film- und Literaturkritikerin schreibt für diverse Zeitungen und arbeitet für den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Sie promovierte über Erich Kästner, lehrte an der Universität Marburg, arbeitete als Dramaturgin und machte Dokumentarfilme für den WDR und andere ARD-Sender.


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