Moskau

Frau Baerbock in Moskau

Hat die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem russischen Kollegen Lavrov tatsächlich einen Stresstest bestanden?
Worin bestand der denn? Sie las bekannte Positionen des Westens vom Blatt ab. Sie hatte eine dicke Mappe mit Sprechzetteln, die von den Stäben im Amt ausgearbeitet wurden. Dann saß da noch der deutsche Botschafter in der zweiten Reihe um auszuhelfen. Die Ministerin hätte darauf hinweisen können, dass Putin nicht auf Gewalt als Mittel der Politik verzichtet. Durch Auftragsmorde und Bomben auf das syrische Idlib. Nicht zu vergessen, dass in der Ostukraine mit der russischen Hilfe immer noch geschossen wird. Ihr individueller Gesprächsanteil bestand in dem üblichen diplomatischen Balzritual.
Außer Spesen nichts gewesen.

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Über  

bekennender Westfale, Autor und Dozent, 3 Legislaturperioden Mitglied des Bundestages. Wohnhaft im damaligen Bonner Parlamentsviertel. Vorsitzender des Global Club e.V.


'Frau Baerbock in Moskau' hat 3 Kommentare

  1. 21. Januar 2022 @ 18:53 Wolfgang

    Frau Baerbock hat in Moskau erklärt, sie sähe keinen Grund für den russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze. Offenbar wissen sie und ihre Berater nicht oder geben vor es nicht zu wissen, dass im März 2021 der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Ruslan Chomtschak im ukrainischen Fernsehen in einem Interview sagte, eine großangelegte Offensive auf die abtrünnigen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk sei möglich. Die russische Truppenkonzentration dient offensichtlich dazu, die ukrainischen Hitzköpfe vor so einer Offensive abzuschrecken.

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  2. 30. Januar 2022 @ 22:40 Anton Duhacek

    Herr Wallow, 1999 stand man schon mal vor einem Berg von Lügen und Jugoslawien wurde völkerrechtswidrig und, noch wichtiger, verfassungswidrig bombardiert. Irgenweche konsequewnzen? Keine, außer der verbreitung der NATO auf dem Balkan. Auch seinerzeit unterstützte man kroatische Faschisten im Kampf gegen Jugoslawien/Serbien, heute will man mit den Verehrern Banderas gegen die Russen? Geschichtsvergessener geht es nicht mehr. Der Invasion der Ukraine durch Russland erinnert an den „Hufeisenplan“, beides stammt wohl von den PsyOps der NATO unter der Führung der USA. Und wenn Sie schon Syrien erwähnen, warum reden Sie nicht vom gefakten Giftgasangriff in Duma? Ehrliche Mitarbeiter der OPCW haben das längst als Propaganda entlarvt. Ich sage bewußt, ehrliche Mitarebiter, da die OPCW unter gewissen Druck der USA steht, nachdem John Bolton dort aktiv war. (The Intercept: “We Know Where Your Kids Live”: How John Bolton Once Threatened an International Official). Wieviel Jahrzehnte wird euer Feind im Osten sitzen?

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    • 13. Februar 2022 @ 12:01 Wallow

      Herr Duhacek, Sie haben leider Recht. Ich war in Serbien vor Ort und habe über die Brücke von Vavarin ein Theaterstück geschrieben. Uraufführung: Senftenberg. Zehn Zivilisten, darunter zwei Schülerinnen fielen dem Angriff von zwei NATO F16 zum Opfer. Die Brücke hatte keine militärische Bedeutung. Das war ein Kriegsverbrechen der NATO. Die Hauptverantwortlichen Clinton, Schröder, Fischer genießen ihre Pension. Nach meinem Rechtsempfinden gehörten auch Sie vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt.

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