Neymar

Warum Neymar dieses Jahr Weltfußballer werden muss – Am quirligen Brasilianer führt kein Weg dran vorbei

Neymar da Silva Santos Júnior, besser bekannt als Neymar, läuft auf Manuel Neuer zu und schießt … an den Pfosten. Eine von etlichen Szenen aus dem Viertelfinalrückspiel in der Champions League zwischen Neymars Paris Saint-German und Neuers FC Bayern München, in der nur noch das Aluminium einen Treffer von Neymar zu verhindern wusste. Der Weltklasse-Brasilianer war in dem am vergangenen Dienstag ausgetragenen Spiel der Spieler des Spiels. Neymar lenkte, beschleunigte das Spiel und setzte nach Belieben immer wieder hochgefährliche Nadelstiche in der Bayern-Abwehr. Durch seine technisch-filigranen Dribblings setzte er den Münchnern ordentlich zu.
Wären Zuschauer im Prinzenpark gewesen, sie wären aus dem Raunen nicht mehr herausgekommen.
Es war eine Augenweide, Neymar beim Fußball spielen zu schauen zu dürfen. Seit seinem Comeback im Februar, nach einer Verletzungsmiserie, scheint Neymar in absoluter Topform zu sein. Einzig das Wehleidige und Theatralische hat er noch nicht abgelegt, das gehört aber irgendwie zu ihm und der Marke Neymar.

Jetzt wartet auf den 29 Jahre alten Stürmer im Halbfinale der Königsklasse Englands Topclub Manchester City mit Star-Trainer Pep Guardiola. Neymar lechzt nach seinem zweiten Champions League-Titel. „Ich will unbedingt diesen Pokal“, lässt sich Neymar in der französischen Presse zitieren. Denn dafür wurde letztlich auch der Brasilianer im Jahre 2017 vom FC Barcelona als seither teuerster Fußballtransfer der Welt (220 Millionen Euro) gekauft. Seinen bisher einzigen Champions League-Titel hatte er 2015 mit dem FC Barcelona erringen können, im vergangenen Jahr scheiterte er an den Bayern und – an einem im Finale mal wieder glänzend aufgelegten Manuel Neuer.

Sollte Neymar ins Finale mit Paris einziehen und sogar den Henkelpott an die Seine holen, dürfte ihm dieses Jahr der Titel des Weltfußballers nicht mehr zu nehmen sein. Zu gut ist er dieses Jahr in Form, zu elegant spielt er und zu erfolgreich ist er, als dass man ihn einfach so übergehen könnte.

Scheiterte er noch 2015 und 2017 an den Abo-Siegern Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, sollte dieses Jahr maximal sein Mannschaftskollege und Weltklasse-Stürmer Kilian Mbappé sein schärfster Konkurrent sein.

Daneben wird sicherlich auch ein Kevin De Bruyne ein kleines Wörtchen mit zu reden haben beim Kampf um den begehrten FIFA ballon d‘or, der mittlerweile „The Best FIFA Men’s Player“ heißt.
Die Trainer und Kapitäne aller Nationalmannschaften stimmen alljährlich über die drei besten Fußballer auf der Welt ab und im Dezember wird der prestigeträchtige Preis von der FIFA vergeben.

Neymar könnte sich jedenfalls in die lange Reihe der brasilianischen Preisträger einreihen: Pélé, Romario, Rivaldo, Ronaldinho, Kaká und natürlich der legendäre Ronaldo.

Verdient hätte Neymar es sich schon, allein nach den beiden Gala-Auftritten gegen Bayern.

Bildquelle: flickr, Amil Delic, CC BY-NC-SA 2.0

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Redakteur und Dozent


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