Kampagne „Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt

Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt.

Die Zahl ist unvorstellbar groß: 68,8 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchende sind weltweit unterwegs, um an einem sicheren Ort Schutz vor Krieg, Gewalt und Verfolgung zu finden. Dabei legen die Millionen von Menschen Abermillionen von Kilometern zurück. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat errechnet, dass Geflüchtete jährlich insgesamt etwa zwei Milliarden Kilometer zurücklegen, ehe sie in Sicherheit sind. So reisten syrische Flüchtlinge 2016 mehr als 240 Kilometer bis in die Türkei. Südsudanesische Flüchtlinge legten mehr als 640 Kilometer zurück, um Kenia zu erreichen und Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar mussten etwa 80 Kilometer bis nach Bangladesch bewältigen.

Mit der weltweiten Kampagne „Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt“ will der UNHCR diesen Kilometern jetzt eine besondere Bedeutung geben. In Deutschland gibt heute die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UNHCR, gemeinsam mit Bayer04 Leverkusen beim Bundesliga-Heimspiel gegen SC Freiburg den Startschuss für die Kampagne.

Die Kampagne ruft Menschen dazu auf, durch Laufen, Joggen oder Radfahren Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen. Damit macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die enormen Anstrengungen aufmerksam, die Flüchtlinge auf sich nehmen, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen. Die Kampagne ist Teil einer globalen Bewegung, denn am Ende dieses Jahres soll die Strecke von insgesamt zwei Milliarden Kilometern gemeinsam bewältigt worden sein.

Mitmachen ist ganz einfach auf der Website https://stepwithrefugees.org/de-de/ kann man die gelaufenen, geradelten oder geschwommenen Kilometer eintragen oder, wenn man Nutzer*in der Fitness-App von Fitbit oder Strava ist, kann man sich direkt mit der Website verbinden.

Hollywoodschauspieler und UNHCR-Sonderbotschafter Ben Stiller ist dabei: „Familien, die wegen Gewalt und Verfolgung zur Flucht gezwungen sind, unternehmen außerordentliche Anstrengungen, um zu überleben. Sie rennen um ihr Leben für ein sicheres Dach über dem Kopf und einen Ort, an dem sie nicht in Angst leben müssen. Deswegen unterstütze ich Flüchtlinge und nehme an der Kampagne ‚Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz‘ teil. Und ich bitte alle, sich mir anzuschließen.“

In Deutschland startet die UNO-Flüchtlingshilfe die Kampagne heute gemeinsam mit Bayer 04 Leverkusen. Die gelaufenen Kilometer bei den Spielern von Bayer04 Leverkusen tragen mit dazu bei, dass die zwei Milliarden Kilometer zum Jahresende ein weltweites, starkes Signal der Solidarität mit Menschen auf der Flucht geben.

Das Engagement ist für Bayer04 nicht neu. So engagiert sich der Verein intensiv über die Football Club Social Alliance. In Ruanda wurden in Zusammenarbeit mit dem UNHCR 85 junge Frauen und Männer aus drei verschiedenen Flüchtlingslagern zu Kinderfußballtrainern ausgebildet. Leverkusens Mittelfeldakteur und Nationalspieler Kai Havertz fordert stellvertretend für seinen Verein „Gemeinsam mit der UNO-Flüchtlingshilfe setzen wir ein Zeichen für Menschen auf der Flucht. Zeigt eure Solidarität mit diesen Menschen und werdet Teil der Kampagne „Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz“!

Mehr zur Kampagne unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Bildquelle: UNHCR

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Peter Ruhenstroth-Bauer

....ist Rechtsanwalt und Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe (www.uno-fluechtlingshilfe.de), dem deutschen Partner des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR). Zuvor war er u.a. Stellvertretender Chef des Bundespresseamtes und als Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. Er ist Lehrbeauftragter für Politische Kommunikation/Regierungskommunikation an der Universität Potsdam und der Hochschule Magdeburg.


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