Krieg

Shortcut: Der VIP –Mann Donald Trump

Heute Morgen beim Aufwachen mein Gedanke, einer glasklaren Erkenntnis gleich:
Die reale G e f ä h r l i c h k e i t von Herrn Trump für alle Welt besteht darin, dass und w i e s e h r er
s i c h s e l b s t in seiner entgrenzten Anmaßung so dermaßen gut g e f ä l l t. Die Rolle seines Lebens, endlich.
Jeden Tag aufs Neue, very important – seine gestenreichen Auftritte, wie vor einem schillernden Spiegel. Trump wähnt sich als identisch mit dieser ach so erfolgreichen Figur, die er in den Medien unentwegt betrachten darf.
Die permanente Performance seiner selbst-herrlichen Spiel-Räume dürfte Suchtcharakter haben.
Der Rest der Welt – also auch wir – bloß sein Publikum.
Er kann und will davon nicht lassen, offenbar um keinen Preis der Welt, und seine Zwangshaftigkeit zwingt ihn offensichtlich, bis zu irgendeinem illustren crash weiter so zu agieren.
Bloß nicht in einen finalen Abgrund seiner Personalityshow in Wildwesternmanier blicken, obwohl er ahnen muss, dass auch seine irrwitzigen Spiralen nicht endlos sein können. Umso heftiger theatert er rum.
Aber – bis zu welchem bitteren Ende wollen wir diesem wahnhaften Treiben zusehen?
Warum distanzieren sich nicht wesentlich mehr Leute aus Trumps inner circle von ihm?
Wie vernünftig verhalten sich Gattin und Tochter? Wo bleibt ein verantwortungsvoller Psychotherapeut?
Ja, selbstredend gibt es vergleichbare Machthaber auf dieser armen, geschundenen Erde.
So unendlich viele „threats“ – DAS amerikanische Wort für „Bedrohungen“ – sind in der Welt, sie kulminieren auf allen Ebenen menschlichen Zusammenlebens, sinnlose Gewalt in sinnlosen Kriegen, sinnloser Terror, Angst, Elend, Verzweiflung, Schmerzen, Verbluten, Wunden, Bedrohungen vom Klimawandel bis in nachbarliche Gemeinheiten, elektronisch lukrativer Voyeurismus – die Gaffer auf den Straßen, die Gaffer im Netz , elektronisch hochgezockter Exhibitionismus im Netz, angeheizte Hetze der Pegida und Konsorten.
So amortisiert sich auch im Wortsinn die „Stückzahl“ in den globalen „Angebotsdrogen“ der Weltmärkte.
Ja, dieser Wachstums-Irrsinn hat ganz viel mit der pathologischen publicity des aktuellen amerikanischen Präsidenten zu tun, denn der reale Geschwindigkeits-Zwang des globalen Kapitalismus zerstört eben auch die Kritikfähigkeit von ganz vielen WeltbürgerInnen, reduziert viele Menschen auf dumpf hilfloses Zukucken. „Die Trägheit des Herzens“ hat Hochkonjunktur.
WAS TUN? Gibt es wirklich kein Halten mehr? Sind wir vom Entsetzen wirklich gelähmt?

Bildquelle: pixabay, User yaserrara0, CC0 Creative Commons

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Marianne Bäumler

Die Theater-, Film- und Literaturkritikerin schreibt für diverse Zeitungen und arbeitet für den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Sie promovierte über Erich Kästner, lehrte an der Universität Marburg, arbeitete als Dramaturgin und machte Dokumentarfilme für den WDR und andere ARD-Sender.


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