Merkelraute

15 Jahre Merkel – Eine Zwischenbilanz

Am 22. November 2005 wurde Dr. Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt. 15 Jahre ist das her. Sie war damals 51 Jahre alt, Vizekanzler wurde Franz Müntefering, er ist heute 80-jährig Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. Im Unterschied zu ihrem Vorgänger Gerhard Schröder als Bundeskanzler schloss Merkel die Eidesformel mit dem Satz ab: „So wahr mir Gott helfe.“

Merkel erhielt damals 397 von 448 möglichen Stimmen der Koalition aus CDU, CSU und SPD, 51 Abgeordnete aus der Koalition hatten ihr die Stimme nicht gegeben. Vier Jahre lang stand sie als Kanzlerin einer Koalition mit der FDP vor,  elf Jahre Koalitionen mit der SPD.

Am 22. November 2005 war längst klar geworden,  dass es keine „Friedensdividende“ aus dem Zusammenbruch des realsozialistischen Lagers und nach dem Ende des kalten Kriegs geben würde. Es würde weitergehen mit  

  • dem Kräfte sammeln und zusammenhalten,
  • sich unentwegt anstrengen,
  • Hindernisse überwinden,
  • die Gegensätze zusammenführen  und
  • Schlimmes verhindern.

Noch immer sind die Folgen der Finanzkrise Ende des vorigen Jahrzehnts zu spüren. In der Bundesrepublik  wurde diese Krise erfolgreicher überwunden als anderswo. Die Massenarbeitslosigkeit, diese Geißel der Gesellschaften, wurde zurückgedrängt. Innere Reformen – zum Beispiel die Modernisierung  des Gesundheitswesens – wurden realisiert. Eine zweite Energiewende auf den Weg gebracht, die EU zusammen gehalten und vieles andere mehr. Allerdings wurden auch die zentrifugalen Kräfte stärker, die mit den alten Gespenstern aufwarteten: Nationalismus, Antisemitismus, Misstrauen gegen alles, was Institution bedeutet. Merkel wurde unter diesen Bedingungen ein „Leader oft the free World“. Ein Widerpart zu den Autokraten und Nationalisten. Alles in Allem: Das Land ist gut geordnet. Die Chancen auf künftiges Gedeihen unter neuen ökologischen Bedingungen sind vorhanden. Kanzlerin Merkel brachte der Bundesrepublik zusammen mit ihren beständigen Koalitionspartnern seit 2005 und gemessen an vergleichbaren Staaten eine glückliche Zeit.

Bildquelle: Wikipedia, Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0

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Klaus Vater
Über  

Redakteur 1972 und bis 89 in wechselnden Redakteursaufgaben. 90 bis 99 wiss. Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion, Büroleiter Dreßler, 2000 Sprecher Bundesarbeitsministerium, dann des Bundesgesundheitsministeriums, stellv. Regierungssprecher; heute: Publizist, Krimiautor, Lese-Pate.


'15 Jahre Merkel – Eine Zwischenbilanz' hat 2 Kommentare

  1. Avatar

    20. November 2020 @ 20:20 Götz Osteroth

    Ich verstehe nicht, woher sie diese positive Einschätzung nehmen. Als fantasielose Pastorentochter, die in der DDR PHYSIK studieren dürfte, hat sie in der Bundesrepublik wenig zustande gebracht. Ihre Personalauswahl spottet jeder Beschreibung ,(Guttenberg, von der Leyen,Kramp-Karrenbauer und wie sie alle heißen, und ihre allen Demokraten übelst aufstoßende pastorale undemokratische Ansprache kann man doch nicht ernsthaft loben. Ich frage mich,wo Sie leben.

    Antworten

  2. Avatar

    21. November 2020 @ 19:15 Friedrich ,Stefan

    15 Jahre Merkel – Eine Zwischenbilanz
    Der Artikel ist doch wohl Satire , oder ?
    MfG Stefan Friedrich

    Antworten


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