Kampfjet mi Bewaffnung

Marianne Bäumler zitiert Jürgen Grässlin von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel

„Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI meldet in seinem heutigen Report im sechsten Jahr in Folge gesteigerte Umsätze der Rüstungsindustrie weltweit – und das in Zeiten der Coronapandemie. Die weltweit 100 größten Rüstungshersteller verkauften 2020 Waffen und Dienstleistungen im Volumen von 531 Mrd. US-Dollar. Während in vielen Teilen der Welt Impfstoffe fehlen und deshalb abertausende Menschen sterben, finanzieren und unterstützen Regierungen ihre Rüstungsindustrie – was für ein Skandal!

Auch die deutsche Rüstungsindustrie gehört zu den Gewinnern in Krisen- und Kriegszeiten. Alle vier rein deutschen Firmen konnten ihre Platzierungen im SIPRI-Ranking der TOP 100 der rüstungsproduzierenden Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verbessern: Rheinmetall stieg von Platz 32 (2019) auf 27 (2020), ThyssenKrupp von 56 auf 55, Krauss-Maffei Wegmann von 71 auf 70 und Hensoldt von 86 auf 78. Mit Waffenverkäufen von 4,2 Mrd. (2020) gegenüber 4,0 Mrd. US Dollar (2019) stieg Rheinmetall gar in die Top Ten der zehn Unternehmen mit den höchsten Zuwächsen auf bei Rüstungsverkäufen auf. Zudem sind die transeuropäischen Unternehmen Airbus (von Rang 13 auf 11) und MBDA (von 29 auf 30) mit starker deutscher Beteiligung zu beachten. SIPRI erfasst ausschließlich Großwaffensysteme, wie Kampfflugzeuge und Kampfpanzer, Militärhelikopter und Kriegsschiffe und deren Bestandteile.

Diese negative Entwicklung ist auch ein Ergebnis der Rüstungsexport-Förderungspolitik der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD. Bleibt die Hoffnung, dass unser Druck auf ein neues RüstungsexportKONTROLLgesetz (der Ampelkoalition) hierzulande die Umkehr bewirkt und positive Signalwirkung über Deutschland hinaus haben wird. Die Friedensbewegung bleibt wachsam und wirksam!“

Quelle: 40 Organisationen fordern Rüstungsexportverbot für Jemen-Militärkoalition

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Die Theater-, Film- und Literaturkritikerin schreibt für diverse Zeitungen und arbeitet für den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Sie promovierte über Erich Kästner, lehrte an der Universität Marburg, arbeitete als Dramaturgin und machte Dokumentarfilme für den WDR und andere ARD-Sender.


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