• Über uns
  • Freund*innenkreis
  • Verein
  • Autor*innen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Archiviert
  • Contra AfD
Mittwoch, Februar 25, 2026
Blog der Republik
Advertising
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Blog der Republik
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Home Politik

Verheizen eines Kandidaten – Warum Frank-Walter Steinmeier früh für die Gauck-Nachfolge genannt wird

Norbert Bicher Von Norbert Bicher
2. Oktober 2016
Frank-Walter Steinmeier

Verheizen nennt man es, wenn Namen für ein Amt frühzeitig in den Ring geworfen werden. Es ist eine Binse: Wer vorzeitig genannt ist, wird nicht gewählt. Je höher das Amt, umso größere Vorsicht ist geboten, um einen aussichtsreichen Kandidaten nicht zu verbrennen. Erstaunlich also, dass SPD-Generalsekretärin Katarina Barley per Zeitungsinterview Frank Walter Steinmeier offensiv als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten ins Gespräch gebracht hat. Erstaunlich auch deshalb, weil sich laut Medienberichten die Vorsitzenden von CDU, SPD und CSU darauf geeinigt haben sollen, gemeinsam nach einem akzeptablen Kandidaten Ausschau zu halten.

Dass Frank Walter Steinmeier(SPD), der Bundesaußenminister, dieser Kandidat sein könnte, keine Frage: integer, seriös, vertrauenserweckend. Mit großer politischer und internationaler Erfahrung. Dass er das Amt als Gipfel seiner Karriere gern ausüben möchte: auch keine Frage.

Ohne Not auf den Markt geworfen

Umso mehr muss es ihn irritieren, dass sein Name – hinter vorgehaltener Hand schon öfter gehandelt, aber wegen zu vermutender Vorbehalte in der Union nicht offiziell genannt – , jetzt ohne Not von der SPD-Generalsekretärin auf den Markt geworfen wurde. Und dass dieser Vorschlag tags darauf verstärkend von Ralf Stegner, dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden, unterstützt wurde.
Es ist naiv zu glauben, dass diese Aktion ohne Kalkül lief. Eher steht zu befürchten, dass der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, nicht gerade in Freundschaft mit Steinmeier verbunden, den Segen oder gar die Initialzündung gegeben hat, um von einer anderen wichtigen Personalentscheidung abzulenken: die an Fahrt aufgenommene Frage, ob Gabriel seine Partei als Kanzlerkandidat in den Bundestagswahlkampf führen soll.

Er selbst möchte darüber offiziell erst zu Beginn des nächsten Jahres entscheiden. Das klare Votum des SPD-Landesverbands NRW für ihn kam ihm zu früh. Zumal die Bundestagsabgeordneten seines eigenen Landesverbandes Niedersachsen wenige Tage später mit großer Skepsis auf die nordrhein-westfälische Eloge reagierten. Nicht ohne Grund muss Gabriel befürchten, dass das der Startschuss für eine strittige Debatte über seine Eignung als Spitzenkandidat war. Ein monatelanges Für und Wider, in der Wählerschaft ohnehin mehr ein Wider als Für, würde seine Chancen noch weiter schwächen.

Zeitplan der SPD ist nicht zu halten

Der Zeitplan, erst Anfang 2017 über die Kandidatur zu entscheiden, ist unhaltbar. So wie ein gesetzter Zeitplan für die SPD in Oppositionszeiten stets obsolet war. Der Druck im Kessel ist viel zu groß, als dass er über den Jahreswechsel halten könnte.
Da sehnt sich der SPD-Vorsitzende noch nach wenigstens ein paar Wochen Ruhe, um selbstbestimmt seine Kandidatur auszurufen und nicht vorzeitig ausrufen zu lassen.

Um diese Zeit zu gewinnen, war es ihm recht, dass willige Helfer die Debatte auf Steinmeier und das Bundespräsidentenamt ablenkten. Und dann auch noch mit Krokodilstränen forderten, dass es beim Einzug ins Schloss Bellvue nicht um taktische Spielchen gehen dürfe.

Nein, Tapsigkeit der SPD-Generalsekretärin war es nicht, den Namen von Frank Walter Steinmeier für die Nachfolge von Joachim Gauck zu verbrennen. Die Aktion gehört eher zu den hinlänglich bekannten Taktik-Spielereien des SPD-Vorsitzenden. Frank Walter Steinmeier und erst recht das Amt des Bundespräsidenten hätten andere Wertschätzung verdient.

Bildquelle: Wikipedia, Arne List – Frank-Walter Steinmeier, CC BY-SA 3.0

Print Friendly, PDF & EmailAusdrucken/PDF erstellen:
Teilen Sie diesen Artikel:
Instagram
Tags: Frank-Walter SteinmeierInnerparteiliche MachtkämpfeKandidatendiskussionSigmar GabrielSPDSPD-Kandidaten
Vorherigen Post

Zum virtuellen Wasser und Wasserfußabdruck. Teil 1

Nächster Beitrag

Kriminelles Chaos ist keine Folklore – Merkwürdiger Ausdruck der Freude aufs neue Jahr

Nächster Beitrag
Abgebranntes Feuerwerk und Böller

Kriminelles Chaos ist keine Folklore - Merkwürdiger Ausdruck der Freude aufs neue Jahr

Comments 1

  1. Thomas Weber says:
    9 Jahren ago

    Es kann sein, dass Norbert Bichers Analyse der Hintergründe und Motive für die Nennung von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidentenkandidat auch zutreffen. Ich möchte diese Analyse aber noch einen weiteren Aspekt, den Lagersapekt, ergänzen.

    Rechnerisch hat Rot-Rot-Grün in der Bundesversammlung eine Mehrheit, einen Kandidaten bzw. eine Kandidaten aus ihrem Lager im dritten Wahlgang durchzubringen. Sollte es zu dieser Situation kommen, käme nur ein sozialdemokratischer Kandidat bzw. Kandidatin in Frage und für diesen Fall wäre Frank-Walter Steinmeier der richtige Kandidat. Wenn es zu dieser Situation käme, würde die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt dem Kandidaten kaum schaden. Wenn die SPD an ihm festhält – und warum sollte es sie nicht tun? – ändert das an den Mehrheitsverhältnissen nichts.

    Wenn die SPD an ihrem Kandidaten festhält, würden allerdings zum einen die Grünen in die Entscheidung gezwungen werden, zu welchem Lager sie gehören wollen – und für die Linken wäre es die Nagelprobe sich einer Rot-Rot-Grünen Raison zu unterwerfen. Dass sowohl Grüne wie auch Linke vor dieser Entscheidungssituation scheuen, überrascht nicht. Eine SPD, die einen linken Führungsanspruch erhebt, könnte diese Entscheidung ihren Lagerpartnern aber nicht ersparen, sollte Rot-Rot_Grün überhaupt eine Perspektive haben. Sollten sich Grüne und Linke verweigern, könnte sich die SPD als alleinige politikfähige Kraft im Spektrum links der Mitte präsentieren und mit einem neuen Selbstbewußtsein für den Bundestagswahlkampf ausstatten.

    Dass auf Initiative der SPD-Führung diese Diskussion angestoßen wurde, macht nur deutlich, dass die Absprache in der Großen Koalition einer gemeinsamen Kandidatensuche als das erscheint, was es ist: Der Versuch im Interesse von CDU/CSU, in der Bundespräsidentennachfolgefrage, die so viele politisch spannende Möglichkeiten enthält, etwas Zeit zu gewinnen. Dieser politisch ohnehin fragwürdige Versuch dürfte als gescheitert gelten.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaut mal hier

  • Justizskandal im Sauerland: Das von Charlotte Merz, Ehefrau von Bundeskanzler Friedrich Merz, geleitete Amtsgericht erließ einen rechtswidrigen Durchsuchungsbeschluss gegen eine junge SPD-Frau 08.09.2025
  • Geschichtsrevisionismus: Basteln an der „zweiten Geburt“ 15.4.2025
  • Leak zu Zwei-Klassen-Struktur beim BSW - Sahras Knechte 22.2.2025
  • Sätze aus dem Wahlprogramm der AfD - und was sie bedeuten 18.2.2025
  • Kulturbegriff der AfD : Aufgeladen mit völkischer Ideologie 5.2.2025
  • Das Spiel der Lobbyisten und Politiker: Erik Ahrens – Ein tiefer Fall innerhalb der rechtsextremen Netzwerke 23.1.2025
  • Petition: Finger weg von unserer Demokratie, Herr Musk 3.1.2025

UNSER NEWSLETTER

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 3.012 Abonnenten.

Prüfen Sie Ihren Posteingang und den Spamordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

Werbung

[the_ad id="27291"]

Letzte Kommentare

  • Dr. Wolfgang Lieb bei Neue Realitäten – Deutschland braucht eine konzertierte Aktion. Gastbeitrag von Sigmar Gabriel und Matthias Machnig
  • Reinhard Riek bei Thüringen wieder als Mustergau? 100 Jahre danach: Parteitag der AfD in Erfurt
  • Elke Salewski bei Alle strafmündig, oder was?
  • Volker Brunell bei Kritik an Netanjahu hat mit Antisemitismus nichts zu tun – Und ist keine Israel-Feindschaft

UNSER NEWSLETTER

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 3.012 Abonnenten.

Prüfen Sie Ihren Posteingang und den Spamordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

  • Trending
  • Comments
  • Neueste
Friedensdemo Bonn, Oktober 1981

Grüne und Krieg — Partei-Austritt des Gründungsmitglieds Ulfried Geuter

18. März 2024
Alice Weidel, Elon Musk und Esel, Screenshot Tik Tok

ARD-Wahlarena – Weidels Lügen sind Methode

18. Februar 2025
Feigenblatt

Alice Weidel: Das lesbische Feigenblatt und das Familienbild der AfD

1. Januar 2025
Screenshots von TikTok_Accounts aufgestachelter Bauern oder AfDlern oder anderen "Empörern"

Aufruf zur Bauerndemo in Berlin, AfD-Anhänger und andere Rechtsextreme mobilisieren.

24. Oktober 2024
Friedensdemo Bonn, Oktober 1981

Grüne und Krieg — Partei-Austritt des Gründungsmitglieds Ulfried Geuter

Screenshot ARD-Mediathek zur Sendung von Caren Miosga

Talk bei Miosga: Die Entlarvung der Sahra Wagenknecht

Kriegszerstörungen in der Ukraine

Ukraine: Verantwortungsbewusstes Handeln statt gefährlicher moralischer Überheblichkeit

Mauer in der NS-Ordensburg Vogelsang mit NS-Adler im Mauerwerk

Lasst Höcke regieren!

Sigmar Gabriel

Sigmar Gabriel beim Politischen Frühschoppen in guter Form

25. Februar 2026
Putin und Trump beim Treffen in Alaska

Das große Versagen? Der Politik? Der Medien? Putin hat alle getäuscht und wir sind darauf reingefallen

24. Februar 2026
Ein Coboy und ein Sensenmann verhandeln auf einer Brücke

Die Entwicklung hin zu einer Verhandlungsbereitschaft im Ukraine-Krieg. Eine Vergewisserung aus Anlass des 4. Jahrestages seines Beginns

23. Februar 2026
Friedrich Merz

Vor einem Jahr wurde der Bundestag gewählt – Merz ist erst seit Anfang Mai Kanzler

23. Februar 2026

BLOG DER REPUBLIK

Blog der Republik

Kategorien

  • Allgemein
  • Buchbesprechungen
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Politik
  • Wirtschaft

Kategorien

  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Standpunkte

Schlagwörter

AfD CDU Demokratie EU Frieden Merz NoAfD Rechtsextremismus Ukraine wehrhafte Demokratie

© 2026 Blog der Republik.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!

© 2025 Blog der Republik