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Flucht und Vertreibung aus der Ukraine

Die Tragödie in der Ukraine nimmt Tag für Tag seinen Lauf. Waren es vor drei Tagen noch 677.000 Menschen, die aus dem Land geflohen sind, sind es jetzt schon weit über 1,3 Millionen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi „Nur selten habe ich einen so schnellen Exodus gesehen, wie in diesem Fall. Stunde für Stunde, Minute für Minute fliehen Menschen vor der grauenvollen Realität der Gewalt. Zahllose Menschen wurden innerhalb der Ukraine vertrieben.“ Die Auswirkungen der Gewalteskalation sind auch für die Helferinnen und Helfer des UNHCR in ihrer ganzen Konsequenz noch nicht absehbar, da sich die Situation sich täglich ändert.  Es ist aber offenkundig, dass der Konflikt verheerende Folgen für die ukrainische Bevölkerung haben wird. Die Vereinten Nationen schätzen, dass in den kommenden Monaten etwa zwölf Millionen Menschen in der Ukraine Schutz und Hilfe benötigen werden. Einen Überblick bietet das UNHCR-Informationsportal und der Live-Ticker der UNO-Flüchtlingshilfe.

Der UNHCR ist seit 1994 in der Ukraine

Bereits vor der aktuellen Eskalation war die humanitäre Notlage in der Ukraine groß. 850.000 Menschen lebten als Vertriebene im eigenen Land. Rund 40.000 Menschen lebten als Staatenlose oder Asylsuchende oder Flüchtlinge aus anderen Ländern in dem Land. Das UN-Flüchtlingshilfswerk ist seit 1994 in der Ukraine aktiv. In sechs Orten ist der UNHCR mit Büros vertreten, in drei Regionen sind Depots eingerichtet, um Hilfsgüter zu lagern.

Stay and deliver: Hilfe im Land, wo immer sie möglich ist

Derzeit ist es nicht möglich, eine genaue Zahl von Menschen zu nennen, die im eigenen Land vertroeben sind: nach UNHCR-Angaben sind es Hunderttausende. Der UNHCR ist im Einsatz, um humanitäre Unterstützung zu leisten, wo auch immer Hilfsbedarf besteht und es die Sicherheitslage zulässt. Vor acht Tagen konnten Matten, Decken und Hilfsgüter ausliefert werden. Vorgestern wurden Decken, Küchensets und Kanister geliefert. Weitere wichtige Hilfsgütern wurden für mindestens 10.000 Menschen geliefert: Decken, Schlafmatten, Familienzelte, Überwinterungssets, Schlafsäcke, Wasserkanister, Hygieneartikel, Babysets, Solarlampen. Weitere Hilfsgüter sind unterwegs. Der Schwerpunkt der Hilfe liegt auf Schutzmaßnahmen, Unterkünften, auf die Verteilung von lebenswichtigen Basisgütern und Gewährung von Geldzuwendungen an Familien, damit diese den dringendsten täglichen Bedarf bestreiten können.

Über 1,3 Millionen Menschen auf der Flucht

In den benachbarten Ländern, Polen, Ungarn, Rumänien, Slowenien und der Republik Moldau unterstützt das Flüchtlingshilfswerk die jeweiligen Behörden und lokalen Hilfsorganisationen, um den Flüchtlingen angemessen helfen zu können. Im Web wird zusätzlich auf dem UNHCR-Hilfsportal informiert: https://help.unhcr.org/

Finanzielle Unterstützung des lebensrettenden Einsatzes

Für die Unterstützung der Menschen aus und in der Ukraine ist eine angemessene und rechtzeitige Finanzierung dringend erforderlich. Schon vor Beginn der Offensive waren nur rund 9% der erforderlichen 190 Mio US Dollar finanziert, um die um die 1,8 Millionen Menschen zu erreichen die humanitäre Hilfe benötigten. Unmittelbare, nicht zweckgebundene finanzielle Unterstützung ist jetzt unerlässlich, damit der UNHCR Leben retten kann.

In ganz Europa ist die Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaften enorm. In vielen Städten gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren für Frieden in der Ukraine. Aber sie belassen es nicht dabei. Sie leisten unmittelbare Hilfe durch ihre Spenden. Das Engagement für den Frieden kennt keine Grenzen – die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko haben als Botschafter der UNO-Flüchtlingshilfe, dem deutschen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks, zur Unterstützung des Ukraine Einsatzes UNHCR aufgerufen:

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Hier kann der Ukraine-Einsatz des UNHCR unterstützt werden.

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....ist Rechtsanwalt und Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe (www.uno-fluechtlingshilfe.de), dem deutschen Partner des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR). Zuvor war er u.a. Stellvertretender Chef des Bundespresseamtes und als Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. Er ist Lehrbeauftragter für Politische Kommunikation/Regierungskommunikation an der Universität Potsdam und der Hochschule Magdeburg.


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