UNO-Flüchtlingshilfe

PRESSEMELDUNG DER UNO-FLÜCHTLINGSHILFE, Bonn, 29. Dezember 2017: UNO-Flüchtlingshilfe fördert Integrationsbegleitung – Neustart für Flüchtlinge in Deutschland

Seit dem Jahr 2015 kamen weit über eine Millionen schutzsuchende Menschen nach Deutschland. Entsprechend hoch ist bei uns der Bedarf an Projekten und Initiativen, die Geflüchteten bei der sozialen und wirtschaftlichen Integration helfen. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) unterstützt Projekte in Deutschland, die die Integration Geflüchteter zum Ziel haben und schafft damit Perspektiven für die Zukunft.

„Nach Anerkennung der Asylanträge stehen die Menschen vor einer weiteren großen Herausforderung – der Integration. Der Unterstützungsbedarf ist immens“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. „Deshalb fördern wir diese notwendigen Projekte, durch die anerkannte Flüchtlinge bei der Integration von Ehrenamtlichen erfolgreich begleitet werden.“

So konnte die UNO-Flüchtlingshilfe an 7o Projekte deutscher Träger mit fast 1,4 Millionen Euro unterstützen. Förderschwerpunkte sind soziale und psychologische Hilfen sowie Therapien und Beratungen. Asylsuchende erhalten kompetente Rechtsberatung, die ihnen hilft, das komplizierte Asylverfahren zu verstehen. Außerdem hat die UNO-Flüchtlingshilfe vermehrt Projekte gefördert – zum Beispiel Patenschafts- und Mentoren-Programme – die die Aufgabe haben, Geflüchtete sozial und wirtschaftlich zu integrieren.

Darunter ist zum Beispiel die Initiative ArrivalAid. ArrivalAid hat neben der Zentrale in München Standorte in Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf und Köln, wo mehr als 350 Ehrenamtliche arbeiten. Mit ihrem neuen Programm, der Integrationsbegleitung, unterstützt die Organisation seit März die-ses Jahres Menschen mit Bleibeperspektive: Ehrenamtliche werden umfassend geschult, um Ge-flüchteten bei der Arbeits- und Wohnungssuche zu helfen. Das Integrationsprogramm hat rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 40 ehrenamtliche Begleiter und 80 Geflüchtete.

Nach der Gründung von ArrivalAid im Jahr 2015 ging es zunächst um die Vorbereitung auf den An-hörungstermin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Mit der Integrationsbegleitung hat sich ArrivalAid in diesem Jahr wichtige Erfolge erzielt. So konnten Teilnehmer Ausbildungsstellen und Jobs finden oder auch eine Wohnung auf dem in Großstädten schwierigen Wohnungsmarkt. Viele lernen Deutsch, machen gemeinsame Behördengänge und gestalten die Freizeit zusammen.

Weitere Informationen zur Flüchtlingshilfe in Deutschland:
www.uno-fluechtlingshilfe.de/aktiv-werden/fluechtlingen-in-deutschland-helfen.html

Pressekontakt:
Peter Ruhenstroth-Bauer – Tel. 0228-90 90 86-10 – prb@uno-fluechtlingshilfe.de

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