• Über uns
  • Freund*innenkreis
  • Verein
  • Autor*innen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Archiviert
  • Contra AfD
Dienstag, Februar 24, 2026
Blog der Republik
Advertising
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Blog der Republik
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Home Politik

Voraussetzungen für Integration riesig- Statt Rituale sich ehrlich machen : Merkel müsste statt großer Worte endlich sagen, was zu tun ist

Norbert Bicher Von Norbert Bicher
1. Januar 2016
Dietmar Burkhardt / pixelio.de

Dietmar Burkhardt / pixelio.de

Fazit nach Köln

Die Politik hat ihren Instrumentenkoffer aufgemacht. Seit den Gewaltexzessen der Silvesternacht in Köln und anderswo prasseln auf die Bürger ungezählte Vorschläge nieder, mit denen die vermutlich von kriminellen Banden aus dem nordafrikanisch-arabischen inszenierten sexistischen und räuberischen Übergriffe künftig verhindert werden sollen. Schnelle Abschiebung, zur Not auch schon bei berechtigtem Verdacht, Verbüßung der Strafen in den Heimatländern, Aufstockung der Polizeikräfte, intensivere Videoüberwachung öffentlicher Plätze.

Als sei die „Zeitenwende“, die der baden-württembergische CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen, Guido Wolf, in der Silvesternacht ausgemacht haben will, mit ein paar Gesetzeskorrekturen aus der Welt zu schaffen. Hektisch blinde Betriebsamkeit, in der natürlich auch Rücktrittsforderungen – jetzt gegen den zugegeben nicht immer glücklich operierenden NRW-Innenminister Jäger – der nordrhein-westfälischen CDU- und FDP-Opposition nicht fehlen dürfen.

Erschreckend schnell sind viele der Akteure in die erwartbaren Rituale zurück gefallen, anstatt nicht nur in den internen Jahresauftaktklausuren der Parteien, sondern öffentlich einzugestehen, dass das Merkelsche „Wir schaffen das“ größere Herausforderungen in sich birgt als die zeitnahe Registrierung und halbwegs zumutbare Unterbringung von Flüchtlingen. Gerade die Kanzlerin wäre gefordert, jenseits von moderat gefühligen Neujahrsansprachen den Menschen klar zu machen, wie groß die gesellschaftlichen und finanziellen Voraussetzungen für eine Integration geworden sind.

Justiz darf Polizei nicht allein lassen

Geschieht das nicht, wird die Chance für Rechtsradikale, AFD und Pegida noch viel größer, ihre bräunliche oder gar tiefbraune Suppe zu kochen. Noch ist die Bereitschaft der Bevölkerung, sich vor deren Karren spannen zu lassen, erfreulich gering. Als die hinlänglich als rechts bekannten Gruppierungen am Samstag in Köln zur Demonstration gegen die Silvesterexzesse zur Demonstration aufriefen, konnten sie zum Glück kaum Bürger der Stadt, sondern hauptsächlich Neonazis und die westdeutsche Hooligan-Szene mit ihren Schlägertrupps gewinnen.

Dennoch gilt, dass die Menschen skeptisch abwartend geworden sind. Schnelle Abschiebungen, beispielsweise in das Bürgerkriegsland Syrien? Oder in andere zerfallene Staaten Nordafrikas? Statt solcher Ankündigungen wäre schon viel geholfen, wenn die Justiz die Polizei bei ihrer Arbeit nicht allein ließe und die jetzt wieder beschworene „Härte des Gesetzes“ anwenden würde. Wenn am Tatort Kölner Bahnhof Serientäter mit räuberischen und diebischen Delikten immer noch vor Gericht auf Milde rechnen können, was sollen da vollmundig angekündigte Strafverschärfungen? Wenn rechtsfreie Räume in manchen Stadtvierteln des Ruhrgebiets oder Berlins einfach so hingenommen werden, was hilft da eine Aufstockung der Polizei?

Die Neujahrsnacht 2016 sollte Anlass sein, endlich die Rituale beiseite zu lassen und sich ehrlich zu machen: Die Anforderungen an die Integration von Hunderttausenden von Flüchtlingen sind riesig und mit einer emotionalen Willkommenskultur nicht zu bewältigen. Sie bedürfen mehr staatlicher Vorkehrung, einer zentralen Stelle zur Bündelung der Herausforderungen. Und sie der deutschen Gesellschaft und den Flüchtlingen mehr Lernbereitschaft und Toleranz abverlangen.

Der Kölner Domplatz ist nicht der Tahir-Platz Kairos, er darf es auch nicht werden. Aber bislang hat sich auch nur eine Minderheit von Migranten aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum so gebärdet wie die übergriffigen Demonstranten aus der ägyptischen Metropole. Am Sonntag stand ein Häuflein junger offensichtlich aus diesen Breiten stammende Männer auf der Domtreppe und hielt ein Schild hoch: „Wir danken für eure Hilfe und bedauern, was hier den Frauen geschehen ist.“

Bildquelle: Dietmar Burkhardt  / pixelio.de

Print Friendly, PDF & EmailAusdrucken/PDF erstellen:
Teilen Sie diesen Artikel:
Instagram
Tags: Angela MerkelFlüchtlingspolitikIntegrationKölnKöln HBfRechtsstaatSexuelle Übergriffe Köln
Vorherigen Post

Zum virtuellen Wasser und Wasserfußabdruck. Teil 1

Nächster Beitrag

Kriminelles Chaos ist keine Folklore – Merkwürdiger Ausdruck der Freude aufs neue Jahr

Nächster Beitrag
Abgebranntes Feuerwerk und Böller

Kriminelles Chaos ist keine Folklore - Merkwürdiger Ausdruck der Freude aufs neue Jahr

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaut mal hier

  • Justizskandal im Sauerland: Das von Charlotte Merz, Ehefrau von Bundeskanzler Friedrich Merz, geleitete Amtsgericht erließ einen rechtswidrigen Durchsuchungsbeschluss gegen eine junge SPD-Frau 08.09.2025
  • Geschichtsrevisionismus: Basteln an der „zweiten Geburt“ 15.4.2025
  • Leak zu Zwei-Klassen-Struktur beim BSW - Sahras Knechte 22.2.2025
  • Sätze aus dem Wahlprogramm der AfD - und was sie bedeuten 18.2.2025
  • Kulturbegriff der AfD : Aufgeladen mit völkischer Ideologie 5.2.2025
  • Das Spiel der Lobbyisten und Politiker: Erik Ahrens – Ein tiefer Fall innerhalb der rechtsextremen Netzwerke 23.1.2025
  • Petition: Finger weg von unserer Demokratie, Herr Musk 3.1.2025

UNSER NEWSLETTER

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 3.011 Abonnenten.

Prüfen Sie Ihren Posteingang und den Spamordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

Werbung

[the_ad id="27291"]

Letzte Kommentare

  • Dr. Wolfgang Lieb bei Neue Realitäten – Deutschland braucht eine konzertierte Aktion. Gastbeitrag von Sigmar Gabriel und Matthias Machnig
  • Reinhard Riek bei Thüringen wieder als Mustergau? 100 Jahre danach: Parteitag der AfD in Erfurt
  • Elke Salewski bei Alle strafmündig, oder was?
  • Volker Brunell bei Kritik an Netanjahu hat mit Antisemitismus nichts zu tun – Und ist keine Israel-Feindschaft

UNSER NEWSLETTER

Abonnieren Sie unseren Newsletter und werden Sie einer unserer 3.011 Abonnenten.

Prüfen Sie Ihren Posteingang und den Spamordner, um Ihr Abonnement zu bestätigen.

  • Trending
  • Comments
  • Neueste
Friedensdemo Bonn, Oktober 1981

Grüne und Krieg — Partei-Austritt des Gründungsmitglieds Ulfried Geuter

18. März 2024
Alice Weidel, Elon Musk und Esel, Screenshot Tik Tok

ARD-Wahlarena – Weidels Lügen sind Methode

18. Februar 2025
Feigenblatt

Alice Weidel: Das lesbische Feigenblatt und das Familienbild der AfD

1. Januar 2025
Screenshots von TikTok_Accounts aufgestachelter Bauern oder AfDlern oder anderen "Empörern"

Aufruf zur Bauerndemo in Berlin, AfD-Anhänger und andere Rechtsextreme mobilisieren.

24. Oktober 2024
Friedensdemo Bonn, Oktober 1981

Grüne und Krieg — Partei-Austritt des Gründungsmitglieds Ulfried Geuter

Screenshot ARD-Mediathek zur Sendung von Caren Miosga

Talk bei Miosga: Die Entlarvung der Sahra Wagenknecht

Kriegszerstörungen in der Ukraine

Ukraine: Verantwortungsbewusstes Handeln statt gefährlicher moralischer Überheblichkeit

Mauer in der NS-Ordensburg Vogelsang mit NS-Adler im Mauerwerk

Lasst Höcke regieren!

Ein Coboy und ein Sensenmann verhandeln auf einer Brücke

Die Entwicklung hin zu einer Verhandlungsbereitschaft im Ukraine-Krieg. Eine Vergewisserung aus Anlass des 4. Jahrestages seines Beginns

23. Februar 2026
Friedrich Merz

Vor einem Jahr wurde der Bundestag gewählt – Merz ist erst seit Anfang Mai Kanzler

23. Februar 2026
Aus dem Auspuff qualmende Autos im Stau

Künstliches Furzen – ewig in Mode?

22. Februar 2026
Wochenmarkt, Zeichnung: Wolfgang Schieffer (Waldmaler.de)   

WOCHENMARKT: Von „zusammengekniffenen Po-Backen“  und der Lust am Abstrafen

21. Februar 2026

BLOG DER REPUBLIK

Blog der Republik

Kategorien

  • Allgemein
  • Buchbesprechungen
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Politik
  • Wirtschaft

Kategorien

  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Standpunkte

Schlagwörter

AfD CDU Demokratie EU Frieden Merz NoAfD Rechtsextremismus Ukraine wehrhafte Demokratie

© 2026 Blog der Republik.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Alle Beiträge
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft & Medien
  • Kultur
  • Contra AfD – Für Demokratie. Jetzt!

© 2025 Blog der Republik