Friedenstaube

Appell der UNO: Lasst die Waffen schweigen!

Mit einem dramatischen Appell hat sich der Chef der Vereinten Nationen an die Welt gewandt und einen sofortigen globalen Waffenstillstand gefordert. „Die Wut des Virus veranschaulicht den Irrsinn des Krieges“, sagte Antonio Guterres und ruft zu umfassender internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus auf.

„Unsere Welt steht vor einem gemeinsamen Feind: COVID-19“, sagte der UN-Generalsekretär in einer hochemotionalen Ansprache. „Das Virus macht keinen Unterschied zwischen Nationalität oder ethnischer Zugehörigkeit, Gruppierung oder Glauben. Es greift alle an, unerbittlich.“

Die Schwächsten seien am stärksten gefährdet, Frauen und Kinder, Menschen mit Behinderungen, Vertriebene und Geflüchtete zahlen den höchsten Preis. In den vom Krieg verwüsteten Ländern seien die Gesundheitssysteme zusammengebrochen.

„Deshalb rufe ich heute zu einem sofortigen globalen Waffenstillstand in allen Teilen der Welt auf“, heißt es in dem Appell vom 24. März in der deutschen Übersetzung von UNRIC, dem Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen in Bonn. „Es ist an der Zeit, bewaffnete Konflikte zu beenden und sich gemeinsam auf den wahren Kampf unseres Lebens zu konzentrieren.“

An die Kriegsparteien gerichtet, forderte Guterres einen Rückzug aus den Kämpfen, ein Ende von Misstrauen und Feindseligkeiten. „Bringen Sie die Geschütze zum Schweigen; stoppen Sie die Artillerie; beenden Sie die Luftangriffe.“ Entscheidend seien jetzt Korridore für lebensrettende Hilfe und Dialoge, die zu neuer Gemeinsamkeit führen können.

Guterres: „Wir müssen die Krankheit des Krieges beenden und die Krankheit bekämpfen, die unsere Welt verwüstet. Es beginnt damit, dass wir die Kämpfe überall stoppen. Und zwar sofort. Das ist es, was unsere Menschheitsfamilie braucht, jetzt mehr denn je.“

Bildquelle: Pixabay, Bild von michel kwan, Pixabay License

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Petra Kappe
Über  

Die promovierte Medienwissenschaftlerin arbeitete mehr als 20 Jahre in der Politikredaktion der Westfälischen Rundschau. Recherchereisen führten sie u. a. nach Ghana, Benin, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, China, Ukraine, Belarus, Israel und in das Westjordanland. Sie berichtete über Gipfeltreffen des Europäischen Rates, Parteitage, EKD-Synoden, Kirchentage und Kongresse. Parallel nahm sie Lehraufträge am Institut für Journalistik der TU Dortmund sowie am Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus in Dortmund wahr. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin.


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